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Willkommen zurück in Deiner Teenie-Zeit!

Rückblick auf die magischen Momente bei ZYX Music: Als Caught in the Act 1995 ihr erstes Album feierten

Es gibt diese ganz bestimmten Erinnerungen aus den 90ern, die plötzlich wieder auftauchen, sobald man nur einen einzigen Ausschnitt davon sieht. Ein verwackeltes TV-Bild. Ein alter Backstage-Bericht. Oder vier junge Männer mit frisch gestylten Haaren, die grinsend ihre erste CD in den Händen halten, als hätten sie gerade im Lotto gewonnen. Und irgendwie hatten sie das damals vielleicht sogar.

Denn im Frühjahr 1995 passierte für Caught in the Act etwas, das nicht nur für die Band selbst ein Meilenstein war, sondern auch für uns Fans. Ihr erstes Album „Caught In The Act Of Love“ war endlich fertig. Nach Monaten voller Studioarbeit, Interviews, TV-Auftritte und diesem völlig verrückten Raketenstart, den damals niemand so richtig begreifen konnte, stand plötzlich diese CD im Regal. Eine echte CD. Mit Cover. Mit Booklet. Mit Songs, die wir kurze Zeit später auswendig mitsingen würden, bis unsere Eltern vermutlich kurz vorm Nervenzusammenbruch standen.

Heute klickt man Musik in Sekunden bei Spotify an und vergisst manchmal fast, wie besonders ein Album früher war. 1995 dagegen fühlte sich so eine Veröffentlichung noch wie ein kleines Weltereignis an. Man sparte Taschengeld, rannte am Erscheinungstag in die Stadt oder hoffte darauf, dass vielleicht irgendein Kaufhaus die CD schon einen Tag früher ausgelegt hatte. Und genau deshalb wirkt dieser Besuch von CITA bei ZYX Music bis heute wie ein kleiner Blick in die Geburtsstunde eines echten 90er-Phänomens.

Zwischen Sektgläsern und Orangensaft begann ein Teenie-Traum

Am Tag der Veröffentlichung besuchten Lee, Bastiaan, Eloy und Benjamin die Zentrale ihrer Plattenfirma ZYX Music in Merenberg. Allein diese Bilder fühlen sich heute schon so unfassbar 90s an. Die Jungs liefen geschniegelt durch die Firmenräume, überall standen Mitarbeiterinnen mit strahlenden Gesichtern, und man merkte sofort: Hier passierte gerade etwas Besonderes.

Während die Erwachsenen geschniegelt mit Sektgläsern anstießen, griffen die vier ganz brav zu Orangensaft. Was im Rückblick fast schon niedlich wirkt. Genau solche Momente machten Caught in the Act damals so sympathisch. Sie wirkten trotz des plötzlich einsetzenden Erfolgs nie unnahbar oder geschniegelt geschniegelt wie perfekt durchgeplante Popmaschinen. Eher wie vier Jungs, die selbst noch gar nicht richtig glauben konnten, was da gerade mit ihnen geschah.

Und genau deshalb fühlte sich diese Band damals auch so nahbar an. Man hatte nie das Gefühl, irgendwelche unerreichbaren Superstars anzuhimmeln. Sondern eher die coolen älteren Jungs, die plötzlich die Charts eroberten und dabei trotzdem ständig lachten, herumalberten und manchmal selbst aussahen, als würden sie innerlich denken: „Wie bitte ist das hier eigentlich passiert?“

Dabei war Anfang 1995 wirklich alles innerhalb kürzester Zeit explodiert. Noch wenige Monate zuvor hatten viele Menschen keine Ahnung gehabt, wer Caught in the Act überhaupt waren. Dann kam der Auftritt bei Gute Zeiten, schlechte Zeiten, kurz darauf „Love Is Everywhere“ — und plötzlich gab es kein Entkommen mehr. Die Bravo war voll mit ihren Gesichtern, auf VIVA liefen die Videos rauf und runter und in unzähligen Kinder- und Jugendzimmern hingen Poster von Lee, Eloy, Bastiaan oder Benjamin an den Wänden.

Wie ein Album damals überhaupt entstand, war für uns pure Magie

Besonders faszinierend war damals die Führung durch das CD-Presswerk. Heute klingt das fast banal, aber Mitte der 90er war die Entstehung eines Albums für uns Teenager beinahe ein Mysterium. CDs erschienen plötzlich im Laden. Punkt. Wie sie produziert wurden, darüber dachte man eigentlich nie nach.

Genau deshalb war dieser Blick hinter die Kulissen so spannend. Die Jungs konnten beobachten, wie aus ihren Songs Schritt für Schritt echte CDs wurden. Wie aus Musik plötzlich etwas Physisches entstand, das später hunderttausendfach verkauft werden sollte.

Und wenn man sich die Aufnahmen heute anschaut, merkt man sofort, wie stolz sie waren. Nicht geschniegelt-arrogant. Sondern ehrlich stolz. Fast ehrfürchtig.

Lee erzählte damals im Interview begeistert:
„Wir haben gerade die ersten vier CDs unseres Albums bekommen.“

Dieser Satz klingt heute vielleicht simpel, aber damals hatte er Gewicht. Denn plötzlich war dieser Traum real geworden. Nicht mehr nur Studioaufnahmen oder TV-Auftritte. Sondern ein richtiges Album. Ihr eigenes Album.

Bastiaan brachte es ebenfalls wunderbar auf den Punkt:
„Vor sieben Monaten hätten wir im Traum nicht daran gedacht, dass wir ein ganzes Album aufnehmen würden.“

Und genau DAS war es, was CITA damals so besonders machte. Diese Geschichte fühlte sich für uns Fans an wie ein modernes Märchen. Vier Jungs, die quasi aus dem Nichts auftauchten und innerhalb weniger Monate zu den größten Teenie-Stars Europas wurden.

Natürlich wussten wir damals nicht, wie hart hinter den Kulissen gearbeitet wurde. Wir sahen die lächelnden Gesichter, die bunten Bühnenoutfits und die fröhlichen Interviews. Aber Eloy sprach damals ehrlich darüber, wie anstrengend die Produktion des Albums gewesen war. Viele Stunden im Studio, kaum Ruhe, ständig Termine. Und trotzdem strahlten sie dabei diese jugendliche Euphorie aus, die man heute kaum noch findet.

Als plötzlich hunderte Fans vor dem Gebäude standen

Was man in den 90ern ebenfalls nie unterschätzen darf: Wie unglaublich schnell sich damals Informationen verbreiteten — ganz ohne Social Media.

Es gab kein Instagram. Kein WhatsApp. Kein TikTok. Und trotzdem standen plötzlich überall Fans.

Sobald bekannt wurde, dass Caught in the Act bei ZYX Music auftauchen würden, sprach sich das herum wie ein Lauffeuer. Vermutlich über Telefonketten, Fanclubs oder irgendwelche Freundinnen, die wiederum jemanden kannten, dessen Cousine das irgendwo gehört hatte. Und plötzlich versammelten sich zahlreiche Fans vor dem Gebäude.

Alle hofften auf einen kurzen Blick. Ein Foto. Ein Autogramm. Vielleicht sogar eine kleine Berührung an der Hand, über die man anschließend noch drei Wochen lang in der Schule sprechen konnte.

Und genau das war damals die Magie von Fantum. Diese totale Aufregung wegen kleiner Momente. Heute wirkt vieles durch Smartphones fast selbstverständlich. Damals dagegen war jedes zufällige Treffen mit der Lieblingsband ein Ereignis für die Ewigkeit.

Viele Fans standen stundenlang irgendwo herum, nur um die Jungs vielleicht für drei Minuten zu sehen. Und trotzdem war man danach glücklich. Komplett erledigt, heiser und mit schmerzenden Füßen – aber glücklich.

Das Gratiskonzert wurde zu einem dieser typischen 90er-Momente

Der absolute Höhepunkt des Tages war natürlich das Gratiskonzert vor Ort. Allein dieses Wort löst wahrscheinlich bei vielen ehemaligen Teenie-Fans sofort Erinnerungen aus. Gratiskonzert bedeutete damals meistens: Chaos. Kreischalarm. Gedränge. Herzrasen.

Und genau so muss es dort gewesen sein.

Die Jungs präsentierten Songs ihres ersten Albums live und die Stimmung war vermutlich genauso elektrisierend, wie man sie aus den alten TV-Berichten kennt. Überall aufgeregte Fans, Kameras, hysterisches Kreischen und diese ganz spezielle Energie, die nur Boybands in den 90ern auslösen konnten.

Man darf dabei auch nicht vergessen, wie jung viele Fans damals waren. Für viele war so ein Auftritt eines der ersten großen Fan-Erlebnisse überhaupt. Vielleicht das erste Konzert ohne Eltern. Vielleicht das erste Autogramm. Vielleicht sogar der erste Moment, in dem man völlig hemmungslos mit hunderten anderen Fans mitsang und sich einfach nur frei fühlte.

Und genau deshalb bleiben solche Erinnerungen bis heute hängen.

Nicht nur wegen der Musik. Sondern wegen des Gefühls.

Weil diese Zeit irgendwie leichter war. Emotionaler. Unschuldiger.

Damals reichte ein kurzer Blick von Lee Baxter in die Kamera und halb Deutschland fiel kollektiv in Ohnmacht. Bastiaan brachte jede Moderation charmant zum Schmelzen, Eloy wirkte immer wie der sympathische Sunnyboy von nebenan und Benjamin hatte diese ruhige Coolness, die ebenfalls unzählige Herzen höher schlagen ließ.

Wenn man heute alte Berichte wie den CULT-Beitrag über den Besuch bei ZYX Music anschaut, merkt man plötzlich wieder, warum uns diese Boyband damals so gepackt hat. Es war nicht nur Musik. Es war ein Lebensgefühl.

Warum uns solche Erinnerungen bis heute nicht loslassen

Vielleicht liegt genau darin der Grund, warum wir auch heute — über 30 Jahre später — immer noch so gerne in diese Zeit zurückreisen.

Die 90er waren laut, bunt, chaotisch und manchmal herrlich kitschig. Aber sie waren eben auch voller echter Emotionen. Wir warteten damals tagelang auf neue BRAVO-Ausgaben, nahmen TV-Auftritte auf VHS auf und diskutierten in der Schule darüber, wer von CITA am süßesten war.

Und wenn man ehrlich ist: Ein kleines bisschen dieses Teenie-Gefühls steckt wahrscheinlich immer noch in uns.

Deshalb berühren uns solche alten Aufnahmen auch heute noch. Weil sie uns an eine Zeit erinnern, in der Musik mehr war als Hintergrundrauschen. Sie war Mittelpunkt unseres Alltags. Soundtrack unserer Jugend. Und manchmal sogar Trostspender in kleinen Teenie-Krisen.

Der Besuch von Caught in the Act bei ZYX Music im Frühjahr 1995 war deshalb weit mehr als nur ein Promo-Termin für ein neues Album. Es war einer dieser Momente, in denen man spürte, dass gerade etwas Großes beginnt.

Und vielleicht sitzen heute noch irgendwo ehemalige CITA-Fans vor alten Videos, lächeln bei diesen Bildern und denken sich:
„Mein Gott… waren wir damals verliebt.“

Und ganz ehrlich?
Zu Recht.

CITA bei ZYX Music in Merenberg 1995:

Buchtipp: Eloy de Jong – Ganz bei mir

Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.

Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.

Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.

Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.

Für alle Fans von Caught in the Act, Schlagerliebhaber oder Menschen, die Eloy schon lange begleiten, ist dieses Buch ein emotionales und sehr aufrichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Lebenswegs.

Das erwartet dich im Buch:

  • Ein ehrlicher Blick auf Eloys Kindheit, erste Träume und Hindernisse

  • Der komplette Weg von CITA bis zu seinen heutigen Erfolgen

  • Private Geschichten über Liebe, Familie, Mut und Verlust

  • Viele großformatige Fotos aus seinem Leben

  • Ein inspirierendes Porträt eines Künstlers, der nie aufgehört hat, an sich zu glauben

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