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Willkommen zurück in Deiner Teenie-Zeit!

Benjamin Boyce in der BTV-Sendung „Sternstunde“ – Solo, ehrlich, erwachsen

Es gibt Fernsehauftritte, die sieht man Jahre später wieder und ist sofort zurück in einer Zeit, in der man noch Videokassetten beschriftete, TV-Termine in der Fernsehzeitung ankringelte und innerlich beleidigt war, wenn ausgerechnet beim Lieblingsstar jemand im Wohnzimmer laut telefonierte. Damals war ein Interview nicht einfach nur ein Interview. Es war ein Ereignis. Besonders dann, wenn jemand aus einer Boyband plötzlich allein vor der Kamera saß und man merkte: Moment mal, der ist ja nicht mehr nur „der Ben von Caught in the Act“, sondern ein erwachsener Künstler mit eigenen Gedanken, eigenen Plänen und offenbar auch mit einem ziemlich klaren Blick auf das, was hinter ihm lag.

Genau dieses Gefühl vermittelt Benjamin Boyce in der Sternstunde, einer Sendung des Regionalsenders BTV Baden, in der er im Jahr 2000 zu Gast war. Für viele ehemalige Caught-in-the-Act-Fans ist dieser Auftritt heute ein kleines Zeitdokument, weil er eine Phase zeigt, über die man rückblickend vielleicht viel zu selten spricht: die Zeit nach dem großen Boyband-Hype, nach den kreischenden Hallen, nach den BRAVO-Postern, nach den perfekt abgestimmten Outfits und nach diesem seltsamen Moment, in dem wir Fans plötzlich lernen mussten, dass unsere Jugendhelden nicht für immer in derselben Formation auf der Bühne stehen würden.

Benjamin Boyce war damals längst kein unbekanntes Gesicht mehr. Mit Caught in the Act hatte er in den 90ern eine Karriere erlebt, von der viele junge Künstler nur träumen konnten. Hits, Fernsehshows, Tourneen, Fanpost in Mengen, die vermutlich ganze Postfilialen nervös machten, und eine Fangemeinde, die jedes Lächeln, jede Haarsträhne und jede noch so kleine Aussage aus Interviews analysierte, als hinge davon das eigene Liebesleben ab. Was es damals gefühlt ja auch tat. Doch im Jahr 2000 stand Benjamin an einem anderen Punkt. Nicht mehr als Teil einer Boygroup, sondern als Solokünstler, der sich neu sortierte und gleichzeitig versuchte, seine Vergangenheit nicht abzuschütteln, sondern einzuordnen.

Nur kurze Zeit vor seinem Auftritt in der BTV-Sendung „Sternstunde“ hatte Benjamin bereits beim BTV Open Air auf dem Karlsruher Marktplatz performt. Für Fans aus Baden-Württemberg war das natürlich ein kleines Geschenk, denn plötzlich war einer der früheren Teenie-Schwärme nicht nur im Fernsehen oder auf riesigen Tourbühnen zu sehen, sondern vergleichsweise nah, greifbar, fast schon mitten im Alltag. Und genau das machte solche regionalen TV-Momente damals so besonders. Sie wirkten weniger glattpoliert als die großen Shows, weniger nach Blitzlichtgewitter und mehr nach „Setz dich mal hin, erzähl doch mal“. Für Künstler wie Benjamin war das eine Gelegenheit, nicht nur Musik zu präsentieren, sondern auch zu zeigen, wer sie abseits der bekannten Bandgeschichte geworden waren.

Benjamin Boyce in der Sternstunde: Ein anderer Blick auf den ehemaligen Boyband-Star

Wenn man Benjamin Boyce in der Sternstunde heute noch einmal sieht, fällt vor allem auf, wie ruhig und reflektiert er über seine damalige Situation spricht. Er wirkt nicht wie jemand, der seine Boyband-Zeit kleinreden möchte, und auch nicht wie jemand, der verzweifelt versucht, sich komplett neu zu erfinden. Vielmehr entsteht der Eindruck eines jungen Mannes, der verstanden hat, dass Caught in the Act ein wichtiger Teil seines Lebens war, aber eben nicht sein ganzes Leben bleiben konnte.

Im Interview sprach Benjamin offen darüber, wie es sich anfühlte, nach dem CITA-Hype allein auf der Bühne zu stehen. Für viele Fans war das damals eine spannende, vielleicht sogar etwas ungewohnte Vorstellung. Schließlich kannte man ihn über Jahre als Teil einer Gruppe, in der jeder seine Rolle hatte. Bastiaan, Eloy, Lee und Benjamin waren für uns nicht einfach vier Sänger, sondern ein Gefühls-Gesamtpaket, das in Teenie-Zimmern zwischen Bravo-Postern, Duftkerzen und heimlich aufgenommenen VHS-Kassetten fast schon eine eigene kleine Welt erschaffen hatte.

Doch Benjamin sagte sinngemäß, dass er sich als Solokünstler durchaus wohlfühlte. Er sei als Musiker gewachsen und habe inzwischen andere Vorstellungen davon, wie seine Musik klingen und was sie erzählen sollte. Eine seiner Aussagen aus dem Interview bringt das sehr schön auf den Punkt: „Was ich früher gemacht habe, war auch ein Teil von mir. Aber mit der Zeit hat man dann auch andere Ideen, wie die Zukunft aussehen soll.“

Das klingt im ersten Moment vielleicht unspektakulär, aber eigentlich steckt darin ziemlich viel. Denn gerade ehemalige Boyband-Mitglieder standen damals oft vor einer schwierigen Aufgabe. Sie mussten ihren Fans erklären, dass sie sich weiterentwickeln wollten, ohne die Zeit abzuwerten, die für genau diese Fans so viel bedeutet hatte. Für uns war Caught in the Act nicht einfach nur Musik. Es war ein Stück Jugend, ein Stück Zuflucht, ein Stück Herzklopfen auf Kassette. Wenn einer der Jungs dann plötzlich sagte, dass er andere Ideen für die Zukunft habe, konnte sich das im Teenie-Herz kurz anfühlen wie Verrat. Rückblickend versteht man aber viel besser, dass es kein Verrat war, sondern Wachstum.

Benjamin Boyce in der Sternstunde zeigt genau diesen Übergang. Da sitzt jemand, der seine Vergangenheit nicht abstreift wie ein altes Bühnenoutfit, sondern sie mitnimmt, während er versucht, seinen eigenen Klang zu finden. Und vielleicht ist gerade das so interessant: Er wollte offenbar nicht mehr nur der charmante Sänger aus den 90ern sein, der Liebeslieder singt und dabei so schaut, als wäre jede Kamera zufällig seine große Liebe. Obwohl wir ehrlich sein müssen: Funktioniert hätte es vermutlich weiterhin.

Vom CITA-Hype zur Solo-Karriere: Wenn aus Fanträumen echte Lebenswege werden

Nach dem Ende von Caught in the Act war für Benjamin Boyce keine lange Pause vorgesehen. Während wir Fans noch damit beschäftigt waren, die Trennung emotional zu verarbeiten, ging es für ihn beruflich weiter. Neue Songs, neue Auftritte, neue Interviews, neue Erwartungen. Das klingt von außen glamourös, aber wenn man genauer hinhört, merkt man schnell, dass diese Zeit für ihn auch ziemlich kräftezehrend gewesen sein muss.

In der Sternstunde sprach Benjamin offen darüber, dass er eigentlich nicht genug Zeit gehabt habe, um nachzudenken und ruhig zu sein. Dieser Satz ist bemerkenswert, gerade wenn man ihn mit dem Bild vergleicht, das viele von uns damals von Popstars hatten. In unserer Vorstellung waren Boyband-Mitglieder ja irgendwie dauerfröhlich, dauerverliebt, dauerfrisiert und vermutlich auch dauerbereit, uns aus der ersten Reihe anzulächeln. Dass hinter all dem ein Mensch stand, der Pausen brauchte, sich sortieren musste und vielleicht auch erst einmal begreifen musste, was in den Jahren davor eigentlich passiert war, wurde uns als Teenager kaum bewusst.

Heute wirkt diese Aussage fast erschreckend modern. Würde ein Künstler heute sagen, dass er nach jahrelangem Tourstress und öffentlichem Druck keine Zeit hatte, zur Ruhe zu kommen, würden viele sofort an mentale Gesundheit, Erschöpfung und Überforderung denken. Damals war das anders. In den 90ern und frühen 2000ern wurde oft einfach weitergemacht. Termine, Promotion, Auftritte, Interviews. Wer einmal im Popzirkus drin war, musste funktionieren. Und wenn man dann aus einer der bekanntesten Boybands kam, wurde aus „Mach mal dein eigenes Ding“ schnell ein ziemlicher Erwartungsrucksack.

Benjamin erzählte im Interview, dass er sich heute bewusster Auszeiten gönne. Endlich wieder Freunde treffen, Zeit mit der Familie verbringen oder einfach mal durch Amsterdam spazieren, wo er früher gelebt hatte. Das klingt fast banal, aber genau solche Dinge machen den Menschen hinter dem Star sichtbar. Denn während Fans früher vielleicht davon träumten, ihn irgendwo zufällig zu treffen, war für ihn vermutlich genau diese Normalität kostbar. Einfach rausgehen. Ohne Bühnenplan. Ohne Fanmassen. Ohne jeden Moment verwerten zu müssen.

Und auch das ist ein Teil des Erwachsenwerdens, sowohl für den Künstler als auch für die Fans. Als Teenager wollten wir unsere Stars möglichst nah an uns heranholen. Wir wollten wissen, was sie essen, was sie denken, ob sie eine Freundin haben, welche Musik sie privat hören und ob sie vielleicht theoretisch rein hypothetisch irgendwann jemanden wie uns heiraten würden. Natürlich nur rein hypothetisch. Heute sieht man solche Interviews mit einem anderen Blick. Man erkennt eher den jungen Menschen, der versucht, eine Balance zu finden zwischen Dankbarkeit für den Erfolg und dem Bedürfnis, nicht dauerhaft auf eine Rolle reduziert zu werden.

BTV Baden, Sternstunde und dieses besondere Regionalfernseh-Gefühl

Die Sendung „Sternstunde“ lief beim Regionalsender BTV Baden, der damals im südwestdeutschen Raum vielen ein Begriff war. BTV Baden war kein riesiger, bundesweiter Musiksender wie VIVA oder MTV, sondern ein regionaler Fernsehsender, der gerade dadurch einen ganz eigenen Charme hatte. Solche Sender wirkten oft persönlicher, manchmal ein bisschen improvisierter, aber gerade deshalb auch näher dran. Wenn dort bekannte Künstler zu Gast waren, entstand eine Atmosphäre, die weniger nach rotem Teppich und mehr nach Wohnzimmergespräch aussah.

Für Benjamin Boyce war die Sternstunde eine passende Bühne, um seine Solo-Projekte vorzustellen, ohne direkt in der ganz großen Fernsehmaschinerie zu verschwinden. Die Sendung bot aufstrebenden Künstlern und bekannten Musikern die Möglichkeit, über neue Musik zu sprechen, Auftritte anzukündigen und sich von einer etwas persönlicheren Seite zu zeigen. Für Fans war das Gold wert, denn solche Interviews hatten oft mehr Ruhe als die hektischen Clips in den großen Musiksendungen, in denen zwischen zwei Musikvideos und einem Werbeblock schnell noch drei Fragen gestellt wurden.

Gerade im Jahr 2000 befand sich die Popwelt in einer interessanten Zwischenphase. Die großen 90er-Boygroups hatten Spuren hinterlassen, neue Acts standen schon in den Startlöchern, und ehemalige Teenie-Stars mussten sich fragen, wo ihr Platz in dieser veränderten Musikwelt sein würde. Benjamin Boyce in der Sternstunde passt perfekt in diese Zeit. Es ist kein schriller Auftritt, kein großes Spektakel, kein „Schaut her, ich bin jetzt völlig anders“. Es ist eher ein ruhiges Sortieren. Ein Erzählen. Ein kleiner Zwischenstand auf einem Weg, der damals noch offen war.

Für uns Fans haben solche Aufnahmen heute einen besonderen Wert, weil sie nicht nur den Künstler zeigen, sondern auch die Medienwelt von damals. Man sieht an solchen Interviews, wie anders Fernsehen funktionierte. Kein Social-Media-Clip, der nach zehn Sekunden knallen musste. Kein Algorithmus, der entschied, ob ein emotionaler Satz überhaupt Reichweite bekommt. Man setzte sich hin, sprach miteinander und ließ Gedanken manchmal noch zu Ende laufen. Allein das wirkt heute fast nostalgisch luxuriös.

Und vielleicht ist genau das der Grund, warum solche alten TV-Mitschnitte so berühren. Sie erinnern uns nicht nur an Benjamin Boyce, Caught in the Act oder die Musik der 90er, sondern auch an eine Art des Zuschauens, die viel geduldiger war. Wir warteten auf Sendungen. Wir nahmen sie auf. Wir spulten zurück. Wir hielten die Pausetaste an, wenn jemand besonders schön lächelte. Ja, die Bildqualität war manchmal gruselig, aber emotional war sie gestochen scharf.

Erwachsener Sound, reifere Texte und ein neuer künstlerischer Anspruch

Ein zentrales Thema in der BTV-Sendung war Benjamins musikalische Weiterentwicklung. Er machte deutlich, dass er in seinen Songs mehr erzählen wollte als klassische Liebesgeschichten. Natürlich gehörten Liebeslieder zur Boyband-Welt wie Haarspray, Nebelmaschine und dieser eine Moment im Video, in dem ein Sänger ernst in die Ferne schaut, als hätte ihm gerade jemand sein Lieblingsposter schief aufgehängt. Aber Benjamin wollte offenbar darüber hinausgehen.

Diese Entwicklung ist spannend, weil sie zeigt, dass der Weg vom Boyband-Mitglied zum Solokünstler nicht nur eine Frage des Sounds ist, sondern auch eine Frage der Identität. In einer Boyband war vieles auf ein Gesamtbild abgestimmt. Die Songs mussten zur Gruppe passen, zur Zielgruppe, zur damaligen Popwelt, zu dem Gefühl, das verkauft werden sollte. Als Solokünstler konnte Benjamin stärker entscheiden, was er selbst ausdrücken wollte. Das bedeutete Freiheit, aber auch Risiko. Denn wer sich verändert, läuft immer Gefahr, dass nicht alle mitgehen.

Für Fans war das damals vielleicht nicht immer leicht. Man liebte die vertraute Stimme, aber man musste sich an einen anderen musikalischen Rahmen gewöhnen. Man suchte noch den CITA-Ben und fand plötzlich Benjamin Boyce, der andere Themen, andere Töne und andere Perspektiven einbrachte. Rückblickend ist genau das aber der interessante Punkt. Die Solozeit zeigte, dass hinter dem Boyband-Image ein Künstler stand, der sich nicht auf ein hübsches Gesicht und bekannte Vergangenheit verlassen wollte.

Im Interview sprach Benjamin nicht abwertend über seine frühere Musik. Das ist wichtig, denn viele ehemalige Boyband-Fans reagieren verständlicherweise empfindlich, wenn Künstler ihre alten Erfolge später kleinreden. Für uns waren diese Songs schließlich keine peinlichen Jugendsünden, sondern Soundtrack. Wir haben dazu geliebt, gelitten, geschwärmt, geheult und wahrscheinlich auch dramatisch aus dem Fenster geschaut, obwohl draußen nur der Nachbar den Rasen mähte. Benjamin wirkte in der Sternstunde eher dankbar für diese Zeit, aber eben auch bereit für den nächsten Schritt.

Dieser nächste Schritt war nicht unbedingt lauter oder größer. Er war persönlicher. Und vielleicht war genau das die eigentliche Reife. Nicht mehr jedem gefallen müssen. Nicht mehr permanent das Boyband-Versprechen erfüllen. Nicht mehr nur Projektionsfläche sein, sondern Mensch und Musiker zugleich.

Heimisch in Köln, verbunden mit Amsterdam und angekommen bei sich selbst

Neben der Musik sprach Benjamin Boyce in der Sternstunde auch über sein Privatleben. Er erzählte, dass Köln sein Zuhause geworden war, dass Freunde und Familie wichtige Energiequellen für ihn seien und dass er gern nach Amsterdam zurückkehre, weil er dort früher lange gelebt hatte. Gerade diese privaten Einblicke machen das Interview so sympathisch, weil sie zeigen, dass sein Leben nach Caught in the Act nicht nur aus Bühnen, Studios und Interviewterminen bestand.

Köln als Heimat passt irgendwie gut zu dieser Phase. Die Stadt hat etwas Offenes, Unangestrengtes, Warmes. Ein Ort, an dem man vielleicht leichter wieder Boden unter die Füße bekommt, wenn man vorher jahrelang im Ausnahmezustand unterwegs war. Amsterdam wiederum wirkt in seinen Erzählungen wie ein Stück Vergangenheit, das nicht abgeschlossen, sondern liebevoll mitgenommen wurde. Freunde treffen, ausgehen, spazieren gehen – das sind kleine Dinge, aber sie erzählen viel darüber, was nach einer intensiven Karrierephase plötzlich wieder wichtig wird.

Für ehemalige Fans ist es schön, solche Aussagen heute zu hören, weil sie den Star von damals menschlicher machen. Damals sahen wir vor allem die Bühne. Wir sahen die Auftritte, die Interviews, die BRAVO-Fotos und die Musikvideos. Wir sahen selten die Erschöpfung, die Orientierungssuche oder das Bedürfnis nach Ruhe. Benjamin Boyce in der Sternstunde öffnet genau dafür ein kleines Fenster.

Und ja, natürlich bleibt da trotzdem dieses warme Nostalgiegefühl. Man sieht ihn und erinnert sich an die Zeit, in der Caught in the Act für viele von uns mehr war als eine Band. Die Jungs waren eine Art emotionaler Rettungsanker in einer Teenagerwelt, die oft viel komplizierter war, als Erwachsene damals ahnten. Schule, erste Schwärmereien, Unsicherheiten, Eltern, die unsere Posterwände nicht verstanden, und dieses ständige Gefühl, irgendwo zwischen Kindsein und Erwachsenwerden festzustecken. Boybands gaben uns einen Ort, an dem Gefühle groß sein durften. Vielleicht sogar größer, als sie im echten Leben Platz hatten.

Gerade deshalb ist es so berührend, Benjamin später in einem ruhigeren, erwachseneren Kontext zu sehen. Denn irgendwie sind auch wir mit ihm älter geworden. Aus den Mädchen mit BRAVO-Schnitten an der Wand wurden Frauen, die heute alte Interviews anschauen und plötzlich nicht nur den Schwarm sehen, sondern auch den Menschen. Das ist ein ziemlich schöner Perspektivwechsel.

Benjamin Boyce bei „Sternstunde“ im Video: Ein echtes Zeitdokument

Das komplette Interview mit Benjamin Boyce bei „Sternstunde“ ist heute ein kleines Zeitdokument für alle, die Caught in the Act geliebt haben und wissen möchten, wie es für Benjamin nach der Band weiterging. Es zeigt ihn in einer Phase, in der er seine Vergangenheit wertschätzte, aber gleichzeitig seinen eigenen Weg gehen wollte. Er sprach über Musik, über die Zeit nach CITA, über fehlende Pausen, über Freunde, Familie, Köln und Amsterdam. Kurz gesagt: über das Leben nach dem großen Teenie-Hype.

Besonders schön ist, dass dieses Interview nicht versucht, ihn künstlich neu zu erfinden. Benjamin Boyce wirkt nicht wie jemand, der mit aller Gewalt beweisen will, dass er erwachsen geworden ist. Er ist es einfach. Und genau darin liegt der Reiz. Man spürt, dass er verstanden hat, wie prägend Caught in the Act war, aber auch, dass er mehr erzählen wollte als die alten Geschichten. Wer ihn nur auf die Boyband-Zeit reduziert, verpasst diesen interessanten Zwischenraum zwischen Ruhm und Selbstfindung.

Für Fans von damals ist Benjamin Boyce in der Sternstunde deshalb mehr als ein nostalgischer Fernsehclip. Es ist eine Erinnerung daran, dass unsere Jugendidole ebenfalls älter wurden, Zweifel hatten, Entscheidungen treffen mussten und sich manchmal genauso neu orientieren mussten wie wir. Nur eben vor laufender Kamera. Und vermutlich mit besser sitzenden Haaren.

Wenn du dir das Interview heute ansiehst, wirst du vielleicht nicht nur Benjamin wiederentdecken, sondern auch ein kleines Stück deiner eigenen 90er- und frühen 2000er-Erinnerungen. Vielleicht erinnerst du dich daran, wie es war, wenn nach der Trennung von Caught in the Act plötzlich jeder Soloauftritt ein bisschen Hoffnung, ein bisschen Wehmut und ein bisschen Neugier auslöste. Man wollte wissen, wie es weitergeht. Mit Ben. Mit den anderen. Und irgendwie auch mit einem selbst, denn wenn die Boyband der eigenen Jugend erwachsen wurde, blieb einem fast nichts anderes übrig, als es irgendwann ebenfalls zu versuchen.

Am Ende bleibt genau dieses warme Gefühl, das solche alten Interviews so besonders macht. Benjamin Boyce sitzt in der Sternstunde nicht einfach nur als ehemaliger Boyband-Star. Er sitzt dort als jemand, der einen neuen Abschnitt beginnt, ohne den alten zu verleugnen. Und vielleicht ist das die schönste Botschaft dieses Auftritts: Man darf sich verändern, ohne seine Vergangenheit abzuschneiden. Man darf wachsen, ohne das frühere Ich peinlich zu finden. Und man darf auch Jahre später noch gerührt vor einem alten TV-Interview sitzen und denken: Ach Ben, irgendwie war das schon eine besondere Zeit.

Benjamin Boyce bei BTV Sternstunde:

Was war BTV Baden eigentlich?

Der Regionalsender BTV Baden (Baden-TV, später auch als „tv.baden“ bekannt) war ein lokal ausgerichteter Fernsehsender mit Sitz in Karlsruhe. Er startete in den 1990er-Jahren und berichtete über Themen aus der Region Baden – von Kultur und Musik über Politik bis hin zu Sportveranstaltungen. Ein Highlight war das jährlich stattfindende BTV Open Air, bei dem regelmäßig Stars aus Funk und Fernsehen auftraten.

BTV Baden strahlte sein Programm im Kabelnetz in Teilen von Baden-Württemberg aus, darunter Karlsruhe, Rastatt, Baden-Baden und Pforzheim. Die Sendung Sternstunde gehörte zu den beliebtesten Formaten für Musikfans – nicht zuletzt, weil dort auch Künstler wie Benjamin Boyce interviewt wurden.

Der Sender wurde 2002 in das Programm von „bw family.tv“ integriert und später eingestellt, nachdem die Lizenz nicht verlängert wurde. Viele der alten Sendungen gelten heute als Raritäten, besonders für Fans der 90er- und 2000er-Musikszene.

Mehr von Benjamin Boyce findest Du hier:

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