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Comeback-Show 2004: Mit diesen Auftritten sang sich Benjamin in die Herzen der Zuschauer!

Inhaltsverzeichnis

Benjamin Boyce, 2004, Auftritte | 0 Kommentare

Suche auch nach: Arabella | Comeback-Show

Comeback-Show 2004: Als Benjamin Boyce plötzlich wieder in unserem Wohnzimmer stand

Es gibt Namen, bei denen man nicht erst lange überlegen muss, warum sie sich so tief ins Gedächtnis eingebrannt haben. Man hört sie und ist augenblicklich wieder fünfzehn, sitzt zwischen Postern, ausgeschnittenen Zeitschriftenartikeln und einer sorgfältig beschrifteten VHS-Kassette auf dem Teppich, während aus dem Fernseher irgendeine Musiksendung läuft, die selbstverständlich nur deshalb eingeschaltet wurde, weil irgendwo zwischen Werbung, Moderation und Chartplatzierungen Caught in the Act auftauchen sollten.

Benjamin Boyce war einer dieser Namen.

Als im Jahr 2004 plötzlich überall die Werbung für die ProSieben-Sendung „Comeback – Die große Chance“ zu sehen war und dabei ausgerechnet Benjamin angekündigt wurde, fühlte sich das deshalb nicht wie irgendeine gewöhnliche Besetzung einer Fernsehshow an. Für ehemalige Caught-in-the-Act-Fans war es vielmehr ein kleiner Schock mit angenehmen Nebenwirkungen. Ben war wieder da. Im Fernsehen. Zur besten Sendezeit. Und wir hatten endlich wieder einen triftigen Grund, sämtliche Abendpläne abzusagen.

Ein Date brauchte man an diesen Abenden wirklich nicht. Man brauchte eine funktionierende Fernbedienung, ausreichend Knabberzeug und möglichst niemanden im Raum, der während Benjamins Auftritt plötzlich auf die Idee kam, eine Unterhaltung über den nächsten Einkauf oder die noch auszuräumende Spülmaschine beginnen zu wollen.

Denn natürlich waren wir inzwischen älter geworden. Viele von uns standen längst im Berufsleben, wohnten nicht mehr im alten Jugendzimmer und hatten die Posterwand gegen einigermaßen erwachsen aussehende Wohnzimmereinrichtung eingetauscht. Trotzdem genügte ein einziger Blick auf Benjamin, und irgendwo unter Terminkalendern, Rechnungen und der vermeintlichen Vernunft meldete sich das alte Teenieherz zurück.

Es hatte offenbar die ganzen Jahre über nur sehr ruhig gewartet.

Benjamin Boyce in der Comeback-Show 2004: Mehr als nur eine Rückkehr

Das Konzept der Sendung passte perfekt in eine Zeit, in der die ersten großen Nostalgiewellen der 80er- und 90er-Jahre langsam durch das deutsche Fernsehen rollten. Unter dem Titel „Comeback – Die große Chance“ traten Künstlerinnen und Künstler gegeneinander an, die bereits früher große Erfolge gefeiert hatten und nun beweisen wollten, dass sie noch immer auf eine Bühne gehörten.

Mit dabei waren unter anderem Chris Norman, C. C. Catch, Coolio, Haddaway, Limahl, Emilia, Jazzy von Tic Tac Toe, Markus, The Weather Girls, Jürgen Drews und Gunter Gabriel. Schon diese Mischung war herrlich eigenwillig und hatte ein wenig von einer sehr großen Familienfeier, bei der man zwar nicht genau wusste, wer neben wem am Tisch sitzen würde, aber unbedingt dabei sein wollte.

Mittendrin stand Benjamin Boyce, den Millionen Fans noch als eines der vier Mitglieder von Caught in the Act kannten. Während Bastiaan Ragas, Eloy de Jong, Lee Baxter und Benjamin in den 90er-Jahren gemeinsam für Kreischalarm, überfüllte Autogrammstunden und einen erheblichen Verbrauch an Klebestreifen für Poster gesorgt hatten, trat Benjamin nun allein auf.

Genau darin lag ein großer Teil der Spannung.

Bei Caught in the Act war jedes Mitglied zwar eine eigene Persönlichkeit gewesen, doch die vier Jungs wurden von außen häufig als Einheit wahrgenommen. Es gab die abgestimmten Choreografien, die gemeinsame Bildsprache, die Interviews zu viert und natürlich die Rollen, die Fans und Jugendzeitschriften ihnen im Laufe der Jahre zugeschrieben hatten. Ben war der Freche, der Spontane, derjenige mit dem verschmitzten Grinsen und einer Art von Humor, bei der man nie ganz sicher sein konnte, ob gerade noch ein ernster Satz oder bereits der nächste Unsinn folgen würde.

In der Comeback-Show musste er sich nicht mehr hinter einer Boyband-Rolle verstecken. Er stand als erwachsener Solokünstler auf der Bühne und sollte zeigen, wer Benjamin Boyce nach Caught in the Act eigentlich war.

Für uns Fans war das ungewohnt und vertraut zugleich. Da war noch immer dieses Lächeln, das uns ohne größere Umwege zurück ins Jahr 1996 beförderte, doch da war ebenso ein Mann, der sichtbar älter und reifer geworden war. Einer, der bereits erlebt hatte, wie schnell Erfolg entstehen, wie überwältigend er werden und wie plötzlich er auch wieder verschwinden konnte.

Die Comeback-Show 2004 war deshalb nicht nur ein weiterer Fernsehauftritt. Sie war für Benjamin die Gelegenheit, sich aus dem Schatten seiner Boyband-Vergangenheit herauszubewegen, ohne diese Vergangenheit verleugnen zu müssen.

Und für uns war sie die Gelegenheit, ihn neu kennenzulernen.

Zwischen Live-Auftritten, Juryurteilen und alten Fanreflexen

Moderiert wurde die Sendung von Arabella Kiesbauer, während Anastasia Zampounidis und der bekannte Musikproduzent Harold Faltermeyer gemeinsam mit wechselnden Gastjuroren die Auftritte bewerteten. Woche für Woche mussten die Teilnehmenden neue musikalische Aufgaben bewältigen, unterschiedliche Songs präsentieren und sich dabei nicht nur dem Urteil der Jury, sondern auch dem Vergleich mit den anderen ehemaligen Stars stellen.

Das war gelegentlich ein wenig gnadenlos, denn jeder Künstler brachte eine eigene Geschichte mit. Manche hatten seit vielen Jahren nicht mehr im Mittelpunkt einer großen Unterhaltungssendung gestanden, andere waren dem Publikum durch Auftritte und Medienberichte weiterhin präsent geblieben. Alle mussten jedoch mit derselben Frage umgehen: Reicht die frühere Bekanntheit aus, um heute noch einmal zu überzeugen?

Bei Benjamin wurde schnell deutlich, dass er sich nicht ausschließlich auf die Erinnerungen an Caught in the Act verlassen wollte. Seine Auftritte wirkten erwachsener, die Songauswahl ließ mehr Raum für seine Stimme, und sein Humor war noch immer vorhanden, ohne dass er damit jeden ernsten Moment sofort überspielte.

Natürlich sahen wir Fans trotzdem jedes vertraute Detail.

Ein bestimmtes Grinsen, eine Bewegung, ein kurzer Blick zur Seite – schon setzte im Kopf das persönliche Erinnerungsprogramm ein. Plötzlich dachte man wieder an „Love Is Everywhere“, „Let This Love Begin“ oder „My Arms Keep Missing You“, an Fernsehauftritte bei VIVA, an BRAVO TV und an die Zeit, in der es als vollkommen vernünftige Freizeitbeschäftigung galt, drei Stunden lang eine Musiksendung aufzunehmen, nur um hinterher einen zweiminütigen CITA-Auftritt auf der Kassette zu behalten.

Das Verrückte war, dass Benjamin 2004 gar nicht versuchen musste, wieder wie der Boygroup-Star von damals zu wirken. Gerade weil er nicht einfach die alte Rolle kopierte, funktionierte sein Comeback so gut. Wir erkannten ihn wieder, ohne das Gefühl zu haben, dass hier künstlich eine Vergangenheit nachgestellt wurde.

Er durfte Ecken und Kanten zeigen, manchmal nachdenklicher wirken und in anderen Momenten wieder genau diesen typisch trockenen Humor hervorholen, den viele bereits aus früheren Interviews kannten. Statt abgestimmter Boyband-Outfits und synchroner Tanzschritte stand nun seine eigene Persönlichkeit im Mittelpunkt.

Für ehemalige Fans hatte das beinahe etwas Beruhigendes. Man selbst hatte sich seit den 90ern schließlich ebenfalls verändert. Warum sollte Benjamin also noch derselbe sein wie auf den Postern über unserem Bett?

Wir waren erwachsener geworden, er war erwachsener geworden – und trotzdem bestand da noch immer eine Verbindung zu dieser gemeinsamen Zeit. Vielleicht lag genau darin der besondere Reiz von Benjamin Boyce in der Comeback-Show 2004. Die Sendung verlangte nicht von uns, wieder Teenager zu werden. Sie erinnerte uns lediglich daran, dass dieses frühere Ich noch irgendwo vorhanden war.

Manchmal genügte dafür bereits der Vorspann der Show.

Als aus dem früheren Boyband-Star ein Solokünstler wurde

Nach dem Ende von Caught in the Act hatte Benjamin versucht, als Solokünstler seinen eigenen musikalischen Weg zu finden. Dieser Schritt war allerdings alles andere als einfach. Wer viele Jahre Teil einer erfolgreichen Gruppe war, trägt nicht nur einen bekannten Namen mit sich herum, sondern auch zahlreiche Erwartungen.

Ein Teil des Publikums möchte die vertraute Musik wiederhören. Ein anderer Teil erwartet etwas vollkommen Neues. Manche vergleichen jeden einzelnen Ton mit früheren Erfolgen, während andere bereits die bloße Erwähnung der ehemaligen Band als Zeichen dafür sehen, dass sich ein Künstler angeblich nicht weiterentwickelt habe.

Man kann es in einer solchen Situation eigentlich nur falsch machen – zumindest dann, wenn man versucht, es allen recht zu machen.

Benjamin hatte bereits nach Caught in the Act Solo-Musik veröffentlicht, doch der ganz große Erfolg war zunächst ausgeblieben. Die Comeback-Show gab ihm nun eine Bühne, auf der er sich einem breiten Publikum erneut präsentieren konnte. Dabei ging es nicht darum, Caught in the Act ungeschehen zu machen. Im Gegenteil: Die Bandgeschichte gehörte zu ihm, und selbstverständlich war sie ein wichtiger Grund dafür, warum viele Zuschauerinnen und Zuschauer überhaupt einschalteten.

Entscheidend war jedoch, was danach geschah.

Benjamin schaffte es, im Verlauf der Sendung nicht nur als „der von Caught in the Act“ wahrgenommen zu werden. Seine Stimme, seine Bühnenpräsenz und seine Persönlichkeit rückten zunehmend in den Vordergrund. Er bewies, dass er nicht lediglich von einer alten Fanbasis getragen wurde, sondern auch als eigenständiger Künstler funktionieren konnte.

Dass er am Ende den zweiten Platz erreichte, war deshalb weit mehr als ein nettes Ergebnis in einer Unterhaltungsshow. Es zeigte, dass das Publikum ihn wiedersehen und wiederhören wollte. Vielleicht hatte nicht jeder Zuschauer in den 90ern ein Benjamin-Poster an der Wand hängen gehabt, doch im Laufe der Sendung lernten ihn auch Menschen kennen, die mit Caught in the Act nur wenig anfangen konnten.

Für die Fans war dieser Erfolg natürlich trotzdem persönlich.

Wir hatten schließlich schon immer gewusst, dass mehr in ihm steckte. Das behauptet vermutlich jede Fangruppe über ihren Favoriten, doch in unserem Fall war es selbstverständlich die objektive Wahrheit. Zumindest fühlte es sich so an, während wir die Abstimmungen verfolgten und hofften, dass Benjamin eine weitere Runde überstehen würde.

Der zweite Platz öffnete ihm neue Türen. Im Anschluss veröffentlichte er wieder eigene Musik und trat unter anderem mit der Single „Where Is Your Love“ auf. Wer seinen späteren Auftritt im ZDF-Fernsehgarten gesehen hat, bemerkte schnell, dass die Comeback-Show tatsächlich etwas in Bewegung gebracht hatte.

Hier bietet sich im CITA-Forum ein dezenter interner Verweis auf den Beitrag über Benjamin Boyce im ZDF-Fernsehgarten 2004 an. Ebenso könnte an dieser Stelle auf einen allgemeinen Rückblick über Benjamins Zeit bei Caught in the Act und seine spätere Solokarriere verwiesen werden.

Warum uns dieses TV-Comeback bis heute berührt

Aus heutiger Sicht erscheint es fast eigenartig, wie besonders solche Fernsehabende damals noch waren. Eine Sendung lief zu einer bestimmten Uhrzeit, und wer sie sehen wollte, musste zu Hause sein. Es gab keine Mediathek, in der man die Folge bequem am nächsten Morgen starten konnte, und auch keine sozialen Netzwerke, die bereits während der Ausstrahlung sämtliche Auftritte in kurzen Ausschnitten verbreiteten.

Man wartete eine ganze Woche auf die nächste Sendung.

Dieses Warten machte die Comeback-Show zu einem kleinen Ereignis. Man sprach vorher darüber, fieberte während der Auftritte mit und diskutierte anschließend, ob die Jury gerecht bewertet hatte. Vielleicht telefonierte man noch mit einer früheren Fanfreundin, die man Jahre zuvor bei einem Konzert kennengelernt hatte, oder schrieb in einem der damaligen Internetforen, warum Benjamin selbstverständlich viel zu wenige Punkte bekommen hatte.

So etwas verband die alte Fangemeinschaft wieder miteinander.

Viele Fans hatten nach dem Ende von Caught in the Act das Gefühl gehabt, dass ein wichtiges Kapitel ihrer Jugend sehr abrupt abgeschlossen worden war. Es hatte keinen langsamen Übergang gegeben, bei dem man sich allmählich an den Gedanken gewöhnen konnte. Die Band war plötzlich vorbei, und mit ihr verschwanden viele der Rituale, die jahrelang zum Alltag gehört hatten.

Keine neuen Interviews mehr, keine gemeinsamen Auftritte, keine Tourtermine, auf die man sparen konnte. Das Fanleben, das zuvor so viel Raum eingenommen hatte, musste irgendwie neu sortiert werden.

Als Benjamin 2004 in der Comeback-Show auftauchte, öffnete sich diese Tür für einen Moment wieder. Nicht zurück in exakt dieselbe Zeit, denn das wäre unmöglich gewesen, sondern in eine neue Version davon. Wir konnten wieder mitfiebern, ohne die Vergangenheit nachspielen zu müssen.

Vielleicht war das auch einer der Gründe, warum sein Auftritt so viele Emotionen auslöste. Benjamin stand nicht nur für seine eigene Karriere. Er stand für eine Lebensphase, in der Musik noch riesengroß, Gefühle vollkommen kompromisslos und drei Minuten Blickkontakt bei einer Autogrammstunde ausreichend waren, um anschließend ein halbes Jahr davon zu erzählen.

Natürlich blickten wir 2004 bereits mit einer gewissen Selbstironie darauf zurück. Wir wussten inzwischen, dass ein Star auf einem Poster nicht tatsächlich morgens aus dem Bilderrahmen steigen und fragen würde, ob im Kleiderschrank noch Platz für seine Lederjacken sei. Doch das machte die Erinnerung nicht weniger wertvoll.

Im Gegenteil: Man konnte über die eigene frühere Begeisterung lachen und sie gleichzeitig liebevoll bewahren.

Benjamin Boyce in der Comeback-Show 2004 erinnerte uns daran, dass Fanliebe nicht einfach verschwindet. Sie verändert ihre Form. Aus dem kreischenden Teenager wird vielleicht eine erwachsene Frau, die beim ersten Ton eines alten Songs noch immer jedes Wort kennt, während sie gleichzeitig versucht, seriös die Wäsche zusammenzulegen.

Manche Fähigkeiten verlernt man eben nie.

Ein Comeback für Benjamin – und ein bisschen auch für uns

Rückblickend war die Comeback-Show für Benjamin Boyce ein wichtiger Moment. Er bekam die Chance, sich erneut einem großen Publikum zu zeigen, musikalisch neue Seiten zu präsentieren und deutlich zu machen, dass seine Geschichte nicht mit dem Ende von Caught in the Act abgeschlossen war.

Doch auch für die Fans bedeutete diese Sendung mehr, als man auf den ersten Blick vermuten könnte.

Sie brachte einen Menschen zurück auf den Bildschirm, der eng mit unserer Jugend verbunden war. Mit seinen Auftritten kamen Erinnerungen an Konzerte, Fanclubbriefe, Bravo-Poster und stundenlang besetzte Telefonleitungen zurück. Erinnerungen an eine Zeit, in der man fest davon überzeugt war, dass der eigene Lieblingsstar beim Konzert ganz eindeutig nur in die eigene Richtung geschaut hatte.

Benjamin war 2004 nicht mehr der junge Mann von den alten CITA-Postern. Wir waren ebenfalls nicht mehr dieselben Mädchen, die diese Poster jeden Abend vor dem Einschlafen betrachtet hatten. Trotzdem passte dieses Wiedersehen erstaunlich gut.

Vielleicht gerade deshalb.

Es war kein verzweifelter Versuch, die Vergangenheit zurückzuholen, sondern eine Begegnung zwischen dem Damals und dem Jetzt. Benjamin trat als erwachsener Künstler auf, und wir sahen ihm als erwachsene Fans zu. Zwischen uns lagen viele Jahre, zahlreiche Veränderungen und vermutlich einige Frisuren, über die auf beiden Seiten besser nicht mehr ausführlich gesprochen wird.

Geblieben war jedoch dieses vertraute Gefühl.

Als Benjamin Boyce plötzlich wieder in unserem Wohnzimmer stand, kam nicht nur ein ehemaliger Popstar zurück. Für ein paar Stunden kehrte auch ein Teil unserer Jugend zurück – nicht laut und kreischend wie früher, sondern mit einem warmen Lächeln, ein wenig Gänsehaut und der beruhigenden Erkenntnis, dass manche Menschen und manche Lieder für immer einen Platz in unserer Geschichte behalten.

Und ganz ehrlich: Gegen ein solches Comeback konnte selbst die vernünftigste Erwachsene nichts ausrichten.

Folge 1 (09.02.2004): Love Is Everywhere – und wir vorm Fernseher

In der ersten Folge wurden alle Kandidaten vorgestellt. Manche Namen kannte man nur noch aus Erzählungen, andere waren fester Teil unserer 90er-Playlists.

Das Motto lautete: „Singt euren bekanntesten Hit!“
Und wir wussten schon, bevor der Jingle zu Ende war: Wenn Benjamin auftritt, kann es nur „Love Is Everywhere“ werden.

Im Einspielfilm sah man ihn sowohl mit Caught in the Act als auch mit Solo-Szenen – und plötzlich war alles wieder da: Bravo-Starschnitt, kreischende Fans, Liebeskummer wegen unerreichbarer Boygroup-Jungs.

Als Benjamin die Bühne betrat, war es, als würde jemand auf „Replay“ drücken – nur diesmal nicht auf der VHS, sondern live im TV. Die Comeback-Show 2004 hatte uns sofort wieder am Haken.

Folge 2 (16.02.2004): Feel – wenn Ben zum Robbie unserer Herzen wird

In Folge 2 überraschte Benjamin mit einem Cover von „Feel“ (Robbie Williams). Und das war so ein Moment, in dem man dachte: Okay, ich bin erwachsen – aber innerlich quietsche ich immer noch.

  • hautenges T-Shirt

  • Gelfrisur

  • viel Gefühl in der Stimme

Er eröffnete die Show, legte die Messlatte direkt ziemlich hoch und brachte das Studio-Publikum dazu, nach einer Zugabe zu schreien.

Arabella war völlig hin und weg und meinte nur lachend: „Wie soll man sich denn da konzentrieren, wenn du einen so umarmst?“ – sagen wir mal so: Wir konnten uns vor dem Fernseher auch nicht mehr so richtig konzentrieren.

Anastasia Zampounidis nannte den Auftritt „absoluten Kracher“ und lobte seine Stimme über den grünen Klee – nur beim Vergleich mit Robbie Williams sah sie Robbie ganz leicht vorne. Das Publikum buhte, Benjamin blieb entspannt und meinte: Das sei schon okay – und verwies scherzhaft auf seine „Robbie-Haare“ an diesem Abend.

Harold Faltermeyer meinte, wenn Robbie den Song nicht gesungen hätte, hätte ihn eigentlich Benjamin singen müssen. Größeres Kompliment? Gibt’s kaum.

Natürlich wählte das Publikum Benjamin in die nächste Runde. Wir zu Hause hatten längst beschlossen: Comeback gelungen.

Folge 3 (23.02.2004): Rebell Yell, BILD-Schlagzeile und der Riesenjoint

In Folge 3 der Comeback-Show 2004 zeigte Benjamin seine rockige Seite mit „Rebel Yell“. Stachelfrisur, Rock-Image – und ein Einstieg, den man nicht so schnell vergisst.

Arabella hielt ihm eine BILD-Schlagzeile hin:
„Drogenbeichte von Popstar Benjamin Boyce“

Anstatt sich zu rechtfertigen, formte Ben die Zeitung zu einem Riesenjoint, grinste frech und fragte: „Hast du mal Feuer?“ – pure TV-Gold-Momente.

Anastasia stellte fest, dass er wohl am meisten Spaß daran habe, sich zu verkleiden – das Publikum honorierte das mit tosendem Applaus. Sie feierte seine Stimme, meinte aber, für die ganz wilden Brüllpassagen fehle noch „ein bisschen Pfeffer im Arsch“.

Uwe Fahrenkrog-Petersen verteidigte ihn: Billy Idol zu imitieren sei alles andere als leicht, er habe das aber großartig gemacht.

Harold Faltermeyer war diesmal etwas kritischer und mäkelte am Sound herum. Benjamin konterte locker mit einem Hinweis auf die Studiotechnik. Unterm Strich: Wieder eine Runde weiter und wir daheim begeistert, wie viel Humor er mit auf die Bühne brachte.

Folge 4 (27.02.2004): Disco-Fever mit Relight My Fire – trotz Erkältung

Motto der vierten Folge: Disco-Fever.
Benjamin trat in einem braunen Glanzanzug auf und sang „Relight My Fire“ (im Original von Dan Hartman).

Was man im TV zwar hörte, aber nicht sofort sah: Er war richtig erkältet. Die Stimme angeschlagen, der Körper sicher müde – aber sobald das Licht anging, war er einfach nur Profi durch und durch.

  • das Publikum forderte Zugaben

  • Arabella taufte ihn zum „Outfit-Chamäleon“

  • sein Anzug glänzte, seine Performance noch mehr

Anastasia meinte: „Ich warte darauf, dass du einmal eine schlechte Performance hinlegst. Das machst du aber einfach nicht!“

Harold Faltermeyer würdigte vor allem, wie er sich trotz Krankheit bis zum letzten Takt durchgebissen hatte. Genau das unterscheidet eben Ex-Boygroup-Mitglied von vollwertigem Solo-Künstler.

Folge 5 (08.03.2004): Schaumbad, Kerzen und Mandy – Balladen-Gänsehaut

In Folge 5 wurde es romantisch – und ein kleines bisschen kitschig, aber auf die gute Art. Benjamin entschied sich für die Ballade „Mandy“.

Im Einspieler zeigte man ihn in der Badewanne, umgeben von Kerzen – der 35-jährige Ben in einer Szene, bei der wir 90er-Mädels uns dachten: Okay, das wäre 1995 an uns komplett vorbeigegangen, aber jetzt… 😏

Er sprach über seine früheren Beziehungen, erste große Liebe und darüber, wie sehr ihn bestimmte Songs emotional geprägt haben. Dann stand er auf der Bühne, sang „Mandy“ – und im Studio wie auch zu Hause war Gänsehaut angesagt.

  • Anastasia fand die Mischung aus sportlichem Outfit und emotionaler Ballade „cool und lässig“

  • Thomas Hermanns erzählte die legendäre Anekdote, dass „Mandy“ ursprünglich „Brandy“ hieß

  • Harold Faltermeyer lobte vor allem seine Bühnenpräsenz und die perfekte Songauswahl

Natürlich ging es für Benjamin weiter – und für uns wurde klar: In der Comeback-Show 2004 war er nicht nur „der von CITA“, sondern einfach ein verdammt guter Sänger.

Folge 6 (15.03.2004): Piano Man – Kampf gegen das Boygroup-Image

In Folge 6 zeigte Benjamin eine andere Seite von sich mit „Piano Man“ von Billy Joel. Im Einspielfilm erzählte er, dass er mit klassischer Musik aufgewachsen ist – sein Vater Cellist, seine Mutter Pianistin. Plötzlich ergab dieses musikalische Gesamtpaket so richtig Sinn.

Auf der Bühne stand er mit Hut und Stock, wirkte reifer, fast ein bisschen wie ein Geschichtenerzähler in einer Bar. Viele fanden den Song im Original eher zäh – aber Benjamin schaffte es, das Ganze lebendig und berührend zu machen.

  • Mousse T. war regelrecht überrascht, wie gut er ist

  • Anastasia fand den Song eigentlich langweilig, aber die Performance alles andere als

  • Harold lobte ihn in den Himmel und meinte, die Voting-Entscheidung werde immer schwerer

Zum Schluss sprach Arabella das Thema an, das uns alle beschäftigte:
Ist es für ihn ein Minuspunkt, immer auf „Boygroup-Sänger“ festgenagelt zu werden?

Benjamin antwortete klar: Er ist stolz auf seine Vergangenheit – und zeigte auf die Fans im Publikum, die ihn seit der CITA-Zeit begleiten. Sein Wunsch: Nach der Comeback-Show wieder auf Tour gehen.
Für uns war da längst klar: Wir wären dabei.

Folge 7 (22.03.2004): Duett mit Haddaway & Against All Odds

In Folge 7 mussten die Kandidaten gleich zwei Mal auf die Bühne – einmal im Duett, einmal solo.

Für den Duett-Part inszenierte ProSieben das Ganze im Phantasialand in Brühl. Benjamin, verkleidet als Ritter „Lord Farquaad“, suchte dort seinen Duett-Partner. Er entschied sich für Haddaway, seinen Kumpel aus 90er-Zeiten, der in der Show schon ausgeschieden war.

Die beiden performten gemeinsam einen Song von Stevie Wonder – und harmonierten stimmlich perfekt.

  • Anastasia fand den Song eigentlich eher langweilig, aber dank der Message und der Performance musste sie ihn feiern

  • sie meinte sogar, Ben hätte es geschafft, gegen die „krasse Stimme“ von Haddaway zu bestehen

  • Harold und DJ Tommekk waren ebenfalls begeistert und sahen die beiden als starkes Team

Danach sprach Arabella Benjamin auf seine vermeintliche „Egal-Haltung“ an. Er erklärte offen, warum er frustriert war: Die Jury wollte Interpretationen, dafür wurde er später kritisiert. Sehr menschlich – und für uns ein Moment, in dem er besonders nahbar wirkte.

Für seinen Solo-Auftritt wählte er „Against All Odds“ von Phil Collins – ein Song, der wie gemacht war für seine sanfte, emotionale Stimme.
Die Jury war voll des Lobes, das Publikum wollte Zugaben – und Benjamin kämpfte sich einmal mehr „gegen alle Widrigkeiten“ in die nächste Runde.

Against all odds
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Folge 8 (29.03.2004): Easy, Phantasialand & der Weg ins Finale

Halbfinale der Comeback-Show 2004: Die Luft wurde dünn, die Songauswahl noch wichtiger. Benjamin sang zuerst die sanfte Ballade „Easy“.

Im Einspieler schätzte er sich selbst ein: Er habe jede Woche einfach sein Bestes gegeben und sei schon viel weiter gekommen, als er je gedacht hätte. Man merkte, wie sehr die Show sein Selbstbewusstsein gestärkt hatte.

  • Klaus Meine (Scorpions) lobte, wie gut der Song seine Stärken zeigte

  • Anastasia war beeindruckt, dass er über so viele Wochen hinweg konstant ablieferte

  • Harold sah ihn völlig zu Recht unter den letzten drei

Zwischendurch zeigte ProSieben noch, wie Benjamin mit Fans durchs Phantasialand zog – ein bisschen wie 90er-Fanträume in XXL.

Mit „Light My Fire“ setzte er noch eins drauf. Klaus Meine hätte es gerne rockiger gehabt, aber Anastasia und Harold waren wieder begeistert von seiner Performance.
Am Ende: Ticket fürs Finale. Und wir saßen zu Hause und dachten: Das kann er jetzt auch noch holen.

Folge 9 (05.04.2004): Finale – Rebell Yell, Babe & Where Is Your Love

Das Finale der Comeback-Show 2004: Benjamin Boyce vs. Chris Norman.
Drei Songs pro Künstler, volles Programm, maximale Nervosität.

„Rebel Yell“ – Benjamin startete mit dem Song, der ihm während der Staffel am meisten Spaß gemacht hatte. Energie, Bühnenpräsenz, Rock-Vibes – alles auf Anschlag.

„Babe“ – diesen Song widmete er den CITA-Fans. Für uns war das pure Emotion: 90er-Gefühle, Teenie-Tränen, Bravo-Poster-Zeit, alles in einem. Viele hofften, die anderen CITA-Jungs könnten im Studio auftauchen – das klappte zwar nicht, aber allein diese Songwahl fühlte sich an wie ein kleines Fan-Dankeschön.

„Where Is Your Love“ – die eigens für ihn produzierte Ballade, die später als Single veröffentlicht wurde. Ein moderner, emotionaler Song, der zeigte, wohin seine Reise als Solo-Künstler gehen konnte.

Am Ende gewann Chris Norman – verdient, keine Frage, er hatte auch starke Auftritte.
Aber für uns stand fest: Benjamin hatte sich auf Platz 1 in unsere Herzen zurückperformt. ❤️

Where Is Your Love – Das musikalische Comeback nach der Show

Nach der Comeback-Show 2004 erschien Benjamins Single „Where Is Your Love“. Professionell produziert, stark vermarktet und für viele von uns der Soundtrack zu dem Gefühl:

„Wow, er ist wirklich zurück.“

Die Single bekommt man heute zum Teil noch gebraucht, zum Beispiel bei Amazon – perfekt, wenn du deine CD-Sammlung aus der Zeit vervollständigen willst oder deine alte Sammlung wieder zum Leben erweckst.

Pro7 SAM – Interview vor dem Finale der Comeback-Show

Unmittelbar vor dem Finale der Comeback-Show wurden Benjamin Boyce und Chris Norman interviewt. Beide waren sichtlich nervös, aber auch gespannt, wer das Rennen machen würde. Hier siehst Du den Beitrag von SAM:

Buchtipp: Eloy de Jong – Ganz bei mir

Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.

Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.

Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.

Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.

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Mehr von Benjamin Boyce findest Du hier:

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