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Willkommen zurück in Deiner Teenie-Zeit!

Caught in the Act in Australien 1996 – Koalas, BRAVO TV und ganz viel Herzklopfen

Manchmal frage ich mich wirklich: Wo ist die Zeit geblieben? Eben noch saßen wir mit unseren Bravo-Heften auf dem Bett, haben Poster glattgestrichen – und plötzlich reden wir darüber, was vor 30 Jahren war. Und trotzdem fühlt es sich an wie gestern.

1996 – Die große Forever Friends Tour war gerade vorbei – und unsere vier Lieblingsjungs von Caught in the Act packten ihre Koffer für das nächste Abenteuer: Australien! Ja, genau. Einmal um die halbe Welt. Und wir? Wir hingen gebannt vor dem Fernseher, wenn bei BRAVO TV endlich der Bericht aus Sydney lief.

Und ganz ehrlich: Für mein 15-jähriges Ich war das damals größer als jede Klassenfahrt.

Sydney, Koalas & diese eine Bemerkung von Bastiaan

Australien. Millionenmetropole Sydney. Palmen, Sonne, fremde Welt. Und mittendrin unsere vier Jungs.

Bastiaan kündigte damals ganz mutig an, dass Koalas auf dem Programm stünden. Und natürlich musste er erst mal einen Spruch raushauen:

„Ich habe gehört, sie stinken und sind sehr aggressiv.“

Typisch 90er-Jungs-Humor. Groß reden – und dann im nächsten Moment mit großen Augen vor einem flauschigen Tier stehen.

Im Freizeitpark Australia’s Wonderland (ja, den gibt es heute gar nicht mehr – wurde 2004 geschlossen, wie traurig ist das bitte?) war es dann so weit: Fotoshooting mit Koalas.

Und ich weiß noch genau, wie ich dachte:
Ich wäre jetzt auch gern ein Koala.

Bastiaan erklärte ganz brav für uns Teenie-Mädels:

„Das ist ein Koala. Er wird ganz winzig geboren und sitzt dann wie ein Känguru im Beutel seiner Mutter.“

Und dann kam Clayton. DAS Koala-Männchen. Weich. Flauschig. 17 bis 19 Stunden Schlaf am Tag.

Kurz dachte ich: Okay, ich hätte auch gern so ein Leben. Schlafen, gestreichelt werden und fotografiert werden. Klingt nach Boyband-Level.

Australien erobern – aber anders als in Deutschland

Spannend war: In Australien lief musikalisch alles etwas anders. Während wir in Deutschland schon jede Single mitsingen konnten, starteten CITA dort 1996 mit:

  • „Let this love begin“ als erste Single

  • „My arms keep missing you“ als zweite Veröffentlichung

Ich erinnere mich noch, wie stolz ich war, dass wir in Deutschland ihnen quasi voraus waren. Als hätte ich persönlich am Erfolg mitgearbeitet, nur weil ich jede BRAVO-Ausgabe gekauft habe.

Um das erste Album in Australien zu promoten, traten sie in einem riesigen Shoppingcenter in Sydney auf. Und ganz ehrlich: Shoppingcenter-Auftritte waren in den 90ern einfach Peak-Promo.

Kein TikTok. Kein Instagram. Nur echte Bühnen. Echte Kreischanfälle. Echte Autogrammkarten.

Australische Fans – und eine deutsche Brieffreundin

Was mich damals besonders berührt hat: Die Fans in Australien waren genauso verliebt wie wir.

Die 15-jährige Bridget sagte:

„Die sind süß und gute Sänger.“

Ja, Bridget. Das wussten wir schon längst. Ihre Freundin Lucy gab ehrlich zu:

„Wir wissen nicht viel von ihnen.“

Und da kam dieser Moment, in dem ich mich plötzlich wichtig fühlte. Weil wir alles wussten. Steckbriefe. Geburtsdaten. Lieblingsfarben.

Fan Nancy erzählte, dass sie eine deutsche Brieffreundin hatte, die ihr Bilder schickte. Sie fuhr zwei Stunden, nur um deutsche Zeitschriften zu kaufen – die mit wochenlanger Verspätung ankamen. ZWEI. STUNDEN.

Und ich beschwere mich heute, wenn ein Paket einen Tag länger braucht. Damals war Fandom echte Hingabe.

„Wir haben die Choreos vergessen!“ – Benjamin ganz ehrlich

Im Interview gestand Benjamin:

„Wir haben einiges von den Choreographien des ersten Albums vergessen.“

Ich habe damals laut gelacht. Wie bitte? IHR vergesst die Choreos? Wir hätten sie im Schlaf mittanzen können. Vor dem Spiegel. Mit Haarbürste als Mikrofon.
Jeder Move saß.

Und genau das war das Schöne: Sie waren nicht perfekt. Sie waren echt. Charmant-chaotisch.

Bastiaan erzählte außerdem von seinem freien Tag:

  • Die anderen waren shoppen

  • Er war segeln

Segeln! In Australien! Und ich war in meinem Jugendzimmer in Deutschland und habe mir vorgestellt, ich sitze mit im Boot.

Boomerang, Baby!

Natürlich durfte die Nationalsportart nicht fehlen: Boomerang-Werfen.

Und ganz ehrlich? Das sah leichter aus, als es war.

Lee präsentierte mit gespielter Dramatik seinen zerbrochenen Boomerang. Ich schwöre, ich habe damals Mitleid gehabt, als wäre das ein echtes Unglück gewesen.

Bastiaan hingegen bot sich direkt als Coach für einen Boomerang-Kurs an.
Selbstbewusstsein Level 90s-Boyband: 100%.

„Skippy, don’t eat the camera!“

Zum Schluss ging es ins Freilaufgehege zum Kängurustreicheln. Und dann dieser Satz:

„Skippy, don’t eat the camera!“

Ich weiß noch, wie ich Tränen gelacht habe. Diese Mischung aus Charme, Situationskomik und diesem leicht britischen Humor – das war einfach unverwechselbar.

Und als sie dann noch a cappella „Bring back the love“ anstimmten … Da war sie wieder, diese Gänsehaut.

Nicht perfekt produziert. Nicht geschniegelt. Einfach vier Stimmen, die zusammenklingen.

Und dann: Christmas Tour 1996

Am Ende des Berichts wurden die Tourdaten für die Christmas Tour 1996 in Deutschland eingeblendet.

Und ich saß da mit Herzklopfen. Hab mir ausgerechnet, ob ich hin darf. Ob meine Eltern mir die Karten erlauben. Ob ich sie vielleicht irgendwann wirklich treffe.

Wenn ich heute daran denke, muss ich lächeln. Weil wir dachten, es würde ewig so weitergehen.

Aber genau diese Momente – Koalas, Shoppingcenter, BRAVO TV – sind es, die uns bis heute verbinden.

Warum uns dieser Australien-Bericht noch immer berührt

Es ging nie nur um Koalas. Oder Boomerangs. Oder Shoppingcenter-Auftritte. Es ging um dieses Gefühl.

Diese Leichtigkeit. Diese Unbeschwertheit. Dieses „Alles ist möglich“.

Wir waren Teenager. Verliebt. Idealistisch. Und ein bisschen dramatisch.

Und irgendwo in Sydney standen vier Jungs, die keine Ahnung hatten, dass sie gerade unsere Jugend für immer prägen.

Wo ist nur die Zeit hin?

Manchmal schaue ich mir den Australien-Bericht noch einmal an – und plötzlich bin ich wieder 15.

Ich rieche förmlich das Papier der BRAVO.
Ich höre das Kreischen der Fans. Ich sehe mein Poster an der Wand. Und ich denke mir: Vielleicht ist die Zeit nicht weg. Vielleicht wohnt sie einfach in diesen Momenten.

Und wenn ich ehrlich bin – ein kleines bisschen Teenie bin ich bis heute geblieben. Und das ist auch gut so. 💛

👉 Hier könnt Ihr Euch den legendären Australien-Bericht von CITA noch einmal ansehen – und vielleicht auch ein Stück Eurer eigenen 90er-Jugend wiederfinden.

CITA in Australien 1996:

Buchtipp: Eloy de Jong – Ganz bei mir

Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.

Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.

Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.

Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.

Für alle Fans von Caught in the Act, Schlagerliebhaber oder Menschen, die Eloy schon lange begleiten, ist dieses Buch ein emotionales und sehr aufrichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Lebenswegs.

Das erwartet dich im Buch:

  • Ein ehrlicher Blick auf Eloys Kindheit, erste Träume und Hindernisse

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