Als Caught In The Act im Action-Park München Herzen (und Hintern) eroberten
Es gibt diese Momente, die sich unauslöschlich ins Teenie-Gedächtnis brennen. Für mich – weiblich, 90er-Teenie, BRAVO-Abo mit Herzklopfen – war einer davon ganz klar: 1995, München, Action-Park, BRAVO TV – und Caught In The Act mittendrin.
Inline Skates, Kletterwände, peinliche Liebesgeschichten und vier Jungs, bei denen wir kollektiv dachten: Das sind sie. Die Liebe. Für immer.
Inline Skates, Mutproben & Teenie-Schnappatmung
Schon die ersten Bilder aus dem Action-Park fühlten sich an wie ein Adrenalinkick – selbst vom Fernsehsessel aus. Eloy de Jong glitt scheinbar mühelos über die Inline Skates, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Kleine Kunststücke hier, lässiges Grinsen da – klar, dass wir vor dem Fernseher kollektiv dahinschmolzen.
Und dann kam Benjamin Boyce. Ein Stunt, ein falscher Moment – zack, Landung auf dem Hintern. Autsch. Aber selbst das wurde irgendwie… süß. Ein mit Eis gefüllter Gummihandschuh musste her, der die Schmerzen linderte. Und wir? Wir waren gleichzeitig besorgt, erleichtert und ein kleines bisschen verliebter. Denn mal ehrlich: Ein Boyband-Star, der sich wehtut, ist plötzlich so… menschlich.
Klettern wie im Actionfilm (und wir waren live dabei)
Nach den Skates ging’s hoch hinaus. Klettern stand auf dem Programm – und plötzlich fühlte sich das Ganze an wie ein Hollywood-Film. Bastiaan Ragas kommentierte lachend:
„Ich fühle mich wie Sylvester Stallone in Cliffhanger.“
Und ja, genau so sah es aus. Konzentriert, sportlich, selbstbewusst. Kein Wunder, dass wir uns damals heimlich vorstellten, wie wir unten stehen und anfeuern – mit selbstgebasteltem Plakat natürlich.
Zum Glück gab es diesmal keine Verletzten. Nur Herzrasen. Auf unserer Seite des Bildschirms.
„Caught In The Act Of Love“ – Liebe als Lebensgefühl
Zwischen Action und Spaß wurde es plötzlich emotional. Im Interview verrieten die Jungs, dass ihr erstes Album ursprünglich „Caught In The Act Of Love“ heißen sollte – bei der Liebe erwischt. Schon der Titel fühlte sich an wie ein direkter Treffer ins Teenie-Herz.
Eloy erklärte, dass man lange überlegt habe, welcher Titel zu allen elf Songs passen würde. Am Ende war klar: Liebe ist das verbindende Element.
Liebe, die man bekommt.
Liebe, die man verliert.
Liebe, die weh tut – und trotzdem schön ist.
Und wir saßen da, mit nassen Augen, weil wir uns in jedem einzelnen Song wiederfanden. In der ersten Schwärmerei, im ersten Liebeskummer, im großen Gefühl, das wir noch nicht einordnen konnten.
Bastiaans peinlichstes Liebeserlebnis – und wir liebten ihn dafür
Dann kam dieser Moment, der uns zeigte, dass selbst Boyband-Stars peinliche Teenie-Erinnerungen haben. Bastiaan erzählte von seiner Schulzeit, von einer Freundin, ein paar Monaten Beziehung – und einem Kuss, der wunderschön war… bis plötzlich eine andere Freundin unangekündigt ins Zimmer wollte.
Panik. Entscheidung in Sekundenbruchteilen.
Er sprang in den Schrank.
Eine halbe Stunde lang verharrte er dort, versteckt, still, wartend. Und wir? Wir lachten, wir fühlten mit – und wir dachten: Okay, selbst Bastiaan war mal genauso überfordert wie wir bei unserem ersten Kuss.
Genau diese Geschichten machten Caught In The Act so nahbar. Sie waren Stars, ja. Aber sie waren auch Jungs, die sich verliebten, sich schämten, Fehler machten. Und genau deshalb liebten wir sie.
A-cappella-Magie & große Träume von weißen Stränden
Kurz darauf gaben die vier eine a-cappella-Kostprobe von „Let This Love Begin“. Gänsehaut. Ohne große Show, ohne Technik – nur Stimmen, Harmonie, Gefühl. Einer dieser Momente, in denen man wusste: Das ist nicht nur Pop. Das ist Herz.
Lee Baxter erzählte dann von den Plänen für das Musikvideo:
Eine kleine, exotische Insel. Weißer Sand. Palmen. Kokosnüsse.
Für uns Teenies klang das wie das Paradies. Und ja – das Ergebnis kennen wir heute alle. Aber damals war es pure Fantasie, gepaart mit Vorfreude und dem Gefühl, Teil dieser Reise zu sein.
BRAVO TV, Action-Park & dieses unbeschreibliche 90er-Gefühl
Rückblickend war dieser Besuch im Action-Park München mehr als nur ein TV-Beitrag. Es war ein Zeitdokument. Ein perfektes Beispiel dafür, wie BRAVO TV es geschafft hat, uns ganz nah an unsere Idole heranzuführen. Keine perfekte Hochglanzfassade – sondern Lachen, Stürze, Liebesgeschichten und ehrliche Momente.
Alles wirkte leicht. Unkompliziert. Echt.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum wir heute – Jahrzehnte später – noch immer so gern an diese Zeit zurückdenken. Weil sie sich nach Freiheit angefühlt hat. Nach erstem Verliebtsein. Nach „Alles ist möglich“.
Warum uns dieser Moment bis heute nicht loslässt
Wenn ich heute an diesen Beitrag denke, sehe ich nicht nur vier Jungs im Action-Park. Ich sehe mein damaliges Ich:
Mit Cola vorm Fernseher.
Mit BRAVO-Heft auf dem Schoß.
Mit großen Träumen und noch größeren Gefühlen.
Caught In The Act haben uns nicht nur Songs geschenkt – sie haben uns begleitet. Durch unsere Teenie-Zeit, durch erste Liebeskrisen, durch das Erwachsenwerden. Und genau deshalb fühlt sich ein Blick zurück ins Jahr 1995 nicht alt an. Sondern vertraut. Warm. Und irgendwie immer noch ein bisschen aufregend.
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CITA im Action-Park in München:
Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.
Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.
Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.
Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.
Für alle Fans von Caught in the Act, Schlagerliebhaber oder Menschen, die Eloy schon lange begleiten, ist dieses Buch ein emotionales und sehr aufrichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Lebenswegs.
Das erwartet dich im Buch:
-
Ein ehrlicher Blick auf Eloys Kindheit, erste Träume und Hindernisse
-
Der komplette Weg von CITA bis zu seinen heutigen Erfolgen
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Private Geschichten über Liebe, Familie, Mut und Verlust
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Viele großformatige Fotos aus seinem Leben
-
Ein inspirierendes Porträt eines Künstlers, der nie aufgehört hat, an sich zu glauben
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