In den 90ern bestimmte vor allem der Boygroup-Wahnsinn die Musikwelt! Spätestens seit ihrem Gastauftritt bei Gute Zeiten Schlechte Zeiten 1994 gehörten auch Caught In The Act mit dazu, deren Karriere wie ein Pfeil nach oben schoss. Im Nu eroberten sie die Herzen der zumeist weiblichen Teenager. Doch was genau faszinierte so sehr an Lee, Eloy, Bastiaan und Benjamin? BRAVO TV ging der Sache 1995 auf der Grund und befragte sowohl die Jungs selbst als auch einige Fans.
Der allererste Boygroup, die es je gab, waren wohl die legendären Beatles. Doch der Unterschied zu der Zeit der 90er lag auf der Hand: In den 60er Jahren gab es für die meistens Fans noch nicht die Möglichkeit, ihre Lieblinge auf einem Konzert zu besuchen oder sie gar backstage zu treffen. Der Großteil der Anhänger musste sich mit Berichten und Interviews aus Zeitschriften zufrieden geben, da es damals auch lange noch nicht üblich war, dass jeder Haushalt einen Fernseher besaß.
In den 90ern nahm der Boygroup-Wahnsinn wieder Fahrt auf und deren Fans erfindungsreich, wenn es darum ging, ihre Lieblinge zu treffen. Sie von Weitem auf einem Konzert zu sehen und ihrer Musik zu lauschen, genügte vielen nicht. BRAVO TV traf CITA-Fans, um mit ihnen darüber zu sprechen, was sie denn anstellten, um ihre Lieblings-Boyband zu treffen. „Wir haben in Tiefgaragen geschlafen und sind durch Windschutzschächte gekrabbelt“, erzählte die 16-jährige Sabine. Und auch vor Kleinkriminalität hatte sie nicht halt gemacht: „Hoteltüren haben wir auch aufgebrochen.“
Dagegen ware die Versuche von Alice (damals 16) relativ harmlos: „Wir haben versucht, mit dem Taxi hinter den Jungs herzufahren.“ Gefährlich wurde es hingegen für die 21-jährige Tanja: „Ich war mit dem Auto hinter ihnen her. Dann haben wir sie aus den Augen verloren und ich habe eine Kurve üebrsehen. Ich musste eine Vollbremsung machen und ehe ich mich versah, waren wir in ein Gebüsch gefahren.“
Caught In The Act selbst berichteten in einem Interview, wie sie ihre Fans erlebten: „Meistens treffen wir unsere Fans in der Hotellobby oder wenn wir ausgehen“, sagte Benjamin. „Es ist immer wieder ein gutes Gefühl, ein bisschen zu quatschen und bekannte Gesichter wiederzusehen.“
Um zu diesen bekannten Gesichtern zu gehören, mussten Fans schon wirklich hartnäckig sein. Sie ließen niemals locker, hatten Augen und Ohren überall, fuhren lange Strecken und investierten viel Zeit für CITA. Dazu gehörte auch das Schuleschwänzen. „Ich habe eigentlich gar keine Probleme in der Schule“, meinte die 15-jährige Julie. „Unter der Woche muss ich eben lernen. Aber am Wochenende bin ich dann meistens bei Caught In The Act.“ Sabine gab zu, ziemlich jedes Wochenende für CITA unterwegs zu sein, manchmal auch unter der Woche. Daher hatte die Schülerin auch bereits Mitte des Jahres 20 Fehltage angehäuft.
„Wir machen die Musik ja schließlich für unsere Fans“, sagte Eloy im Interview. Die Fans sind das Wichtigste für uns. Wenn sie zu unseren Auftritten kommen, ist das ein ganz tolles Gefühl!“
Hier kannst Du Dir den kompletten Bericht über CITA und ihre Fans ansehen.
Der Boygroup-Wahnsinn der 90er:
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Warum verlieben Teenager sich eigentlich ihn ihre unerreichbaren Stars?
Es gibt mehrere psychologische Gründe, warum Teenager sich in ihre unerreichbaren Stars verlieben können:
Identifikation: Teenager suchen oft nach Identität und Orientierung in einer Zeit, in der sie sich noch unsicher über ihre Persönlichkeit und ihren Platz in der Welt fühlen. Berühmte Persönlichkeiten können ihnen als Vorbilder dienen und helfen, eine Identität zu formen.
Fantasie und Flucht: In der Fantasie können Teenager in eine Welt eintauchen, in der sie sich frei und unbeschwert fühlen können. Berühmte Persönlichkeiten können als Auslöser für Fantasien und Träume dienen und somit als Fluchtmöglichkeit aus der Realität dienen.
Hormone: In der Pubertät steigt der Hormonspiegel und beeinflusst das emotionale Empfinden. Hormone wie Östrogen oder Testosteron können dazu führen, dass Teenager stärkere emotionale Bindungen aufbauen.
Soziale Identität: Die Liebe zu einer berühmten Persönlichkeit kann auch als Mittel zur Erhöhung des eigenen sozialen Status innerhalb einer Peer-Group dienen.
Unberechenbarkeit: Die Unberechenbarkeit der Liebe kann auch ein Grund sein, warum Teenager sich in ihre unerreichbaren Stars verlieben. Die Spannung und der Nervenkitzel, die mit der ungewissen Zukunft einer Beziehung verbunden sind, können das Interesse erhöhen.
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