Wer in den Neunzigern glaubte, Boyband-Fieber sei ausschließlich eine Angelegenheit für Teenagerinnen, hätte unbedingt Reni und Claudia kennenlernen müssen. Die beiden waren Mutter und Tochter, teilten jedoch dieselbe Begeisterung für Caught In The Act und machten daraus kein verschämtes kleines Geheimnis, sondern ein gemeinsames Hobby mit Postern, Geschenken, Konzertvorfreude und dem festen Wunsch, Benjamin, Bastiaan, Eloy und Lee persönlich zu treffen. 1996 begleitete die ProSieben-Sendung „taff“ die CITA-Fans Reni und Claudia auf dem Weg zu einem Auftritt in Köln – und hielt dabei eine Fanliebe fest, die heute beinahe noch schöner wirkt als damals.
Claudia war 15 Jahre alt und längst hoffnungslos von Bastiaan begeistert, während ihre 40-jährige Mutter die Band auf eine andere, aber keineswegs weniger leidenschaftliche Weise mochte. Reni war nicht verliebt, wie sie ausdrücklich klarstellte, sondern einfach ein ganz normaler Fan. Dass eine Mutter gemeinsam mit ihrer Tochter für dieselbe Boyband schwärmte, erschien Mitte der Neunziger offenbar ungewöhnlich genug für einen Fernsehbericht. Die CITA-Fans Reni und Claudia nahmen diese Verwunderung jedoch mit beeindruckender Gelassenheit. Musik, erklärten sie sinngemäß, habe schließlich keine Altersgrenze, und für ein Hobby sei man ohnehin niemals zu alt.
Genau darin liegt der besondere Reiz der Aufnahmen. Sie erzählen nicht nur von einer Reise zu einem CITA-Auftritt, sondern von einer Verbindung zwischen zwei Generationen, die durch dieselben Songs, dieselben vier Jungs und dieselbe freudige Nervosität zusammenfanden. Während Claudia beim Anblick eines BRAVO-Posters bereits gedanklich ihre Hochzeit mit Bastiaan plante, kümmerte sich Reni darum, dass die Geschenke sicher ankamen und der Backstage-Traum vielleicht Wirklichkeit wurde. Die CITA-Fans Reni und Claudia waren verschieden genug, um sich herrlich zu ergänzen, und ähnlich genug, um aus ihrer Begeisterung eine gemeinsame Erinnerung fürs Leben zu machen.
CITA-Fans Reni und Claudia teilten dieselbe Leidenschaft
Die Geschichte hatte einige Zeit vor dem Fernsehbericht begonnen, denn Claudia war bereits seit rund zwei Jahren Fan der Band und hatte ihre Mutter nach und nach mit ihrer Begeisterung angesteckt. Jeder, der einmal intensiv für eine Boyband geschwärmt hat, weiß, wie so etwas passieren kann. Zunächst läuft ein Song beiläufig im Hintergrund, dann kennt die ganze Familie den Refrain, kurz darauf liegen Zeitschriften auf dem Wohnzimmertisch und irgendwann wird beim Abendessen darüber gesprochen, welcher der vier eigentlich am sympathischsten wirkt. Bei den CITA-Fans Reni und Claudia wurde aus dem jugendlichen Schwärmen der Tochter ein Hobby, an dem beide ehrlich Freude hatten.
Für Claudia stand trotzdem eindeutig fest, wem ihr Herz gehörte. Bastiaan war ihr absoluter Traummann. Vor laufender Kamera zeigte sie auf ein BRAVO-Poster und erklärte, dass ihr seine gesamte Art gefalle, besonders seine schüchterne und sensible Seite. Heiraten würde sie ihn auf jeden Fall, daran gab es mit 15 offenbar nicht den geringsten Zweifel. Diese herrlich entschlossene Aussage gehört zu jenen Momenten, bei denen man sich sofort an die eigene Jugend erinnert. Realistische Zukunftsplanung war schließlich schön und gut, doch wenn der Lieblingsstar auf Hochglanzpapier über dem Bett hing, durfte die romantische Lebensplanung ruhig ein wenig großzügiger ausfallen.
Reni betrachtete die vier Musiker deutlich nüchterner, aber nicht weniger herzlich. Sie betonte, dass sie in keines der Bandmitglieder verliebt sei und Caught In The Act einfach als Fan mochte. Dass manche Menschen eine 40-jährige Frau in einer Boyband-Fangemeinschaft ungewöhnlich fanden, störte sie nicht. Alter habe mit ihrem Gefühl für die Musik nichts zu tun, sagte sie, und ein Hobby bleibe ein Hobby, unabhängig vom Geburtsjahr. Die CITA-Fans Reni und Claudia lebten damit etwas vor, das heute selbstverständlich klingen sollte, damals aber offenbar noch erklärt werden musste: Begeisterung besitzt kein Ablaufdatum.
Gerade in der Boyband-Welt wurden Fans oft auf kreischende Teenager reduziert, obwohl Fangemeinschaften schon immer vielfältiger waren. Mütter begleiteten ihre Kinder zu Auftritten, hörten die Musik zwangsläufig mit und entdeckten dabei manchmal ihre ganz eigene Zuneigung zur Band. Bei Reni war dieser Schritt besonders sichtbar, weil sie nicht bloß als Aufsichtsperson mitfuhr. Sie wollte selbst dabei sein, freute sich auf den Auftritt und kannte das besondere Gefühl, das ein gemeinsames Fanerlebnis auslösen konnte. Die CITA-Fans Reni und Claudia waren deshalb kein kurioses Gegenstück, sondern ein wunderbar ehrliches Beispiel dafür, wie Musik Familien verbinden kann.
Eine Elvis-Platte und drei Teddybären für CITA
Bevor die Reise nach Köln begann, präsentierte Claudia stolz die Geschenke, die sie für die Band vorbereitet hatte. Bastiaan sollte eine Elvis-Platte bekommen, während Benjamin, Lee und Eloy jeweils mit einem süßen Stoffteddybären bedacht wurden. Schon diese Auswahl verrät, wie viel Überlegung in solchen Fanpräsenten steckte. Es ging nicht darum, möglichst viel Geld auszugeben, sondern etwas zu finden, das zum jeweiligen Bandmitglied passte oder wenigstens eine persönliche Botschaft transportierte. Die CITA-Fans Reni und Claudia wollten nicht mit leeren Händen vor ihren Idolen stehen, falls sich tatsächlich eine Gelegenheit zur Übergabe ergeben sollte.
Eine Schallplatte für Bastiaan war dabei ein Geschenk mit Charakter. Während Teddybären in den Neunzigern beinahe zur Grundausstattung jedes gut organisierten Boyband-Fanpakets gehörten, wirkte die Elvis-Platte gezielt ausgewählt und angenehm erwachsen. Claudia kannte offenbar nicht nur Bastiaans aktuelles Posterlächeln, sondern hatte sich Gedanken darüber gemacht, womit sie ihm wirklich eine Freude bereiten könnte. Für Benjamin, Lee und Eloy wurden die Stofftiere wiederum zu kleinen Stellvertretern all jener Gefühle, die sich in einem kurzen Backstage-Moment nur schwer in vollständige Sätze verwandeln ließen.
Denn genau darin bestand die Herausforderung: Wochenlang konnte man planen, Briefe formulieren und den entscheidenden Satz üben, doch sobald der Lieblingsstar tatsächlich vor einem stand, verabschiedete sich der sorgfältig vorbereitete Wortschatz gern ohne Rückmeldung. Ein Geschenk half in solchen Situationen. Man hatte etwas in der Hand, einen Anlass für die erste Bewegung und hoffentlich ein paar Sekunden mehr Zeit, bevor das Foto gemacht oder das nächste Fanherz vorgelassen wurde. Die CITA-Fans Reni und Claudia reisten deshalb nicht nur mit ihrer Vorfreude, sondern mit einem kleinen Vorrat an Mut in Form einer Platte und dreier Teddybären.
Solche Geschenke erzählen außerdem viel über die Fankultur jener Jahre. Es gab keine schnell versandte Direktnachricht und kein öffentliches Markieren unter einem Foto. Wer einem Star etwas mitteilen wollte, schrieb einen Brief, bastelte ein Album, schickte ein Paket oder hoffte auf eine persönliche Begegnung. Ob das Präsent tatsächlich beim richtigen Bandmitglied ankam, war selten garantiert. Umso größer war die Bedeutung eines Moments, in dem man es selbst überreichen konnte. Für die CITA-Fans Reni und Claudia wurde die Fahrt nach Köln dadurch zu weit mehr als einem gewöhnlichen Besuch: Sie war eine Mission mit vier sorgfältig ausgewählten Mitbringseln.
Wochenlange Vorfreude auf den CITA-Auftritt in Köln
Bevor es losging, machten sich Mutter und Tochter gemeinsam im Badezimmer fertig. Auch diese scheinbar alltägliche Szene passt perfekt in die Erinnerung an frühere Konzerttage. Stunden vor der Abfahrt wurde über Kleidung nachgedacht, an Frisuren gearbeitet und immer wieder kontrolliert, ob Eintrittskarte, Kamera, Geschenke und genügend Filmmaterial wirklich eingepackt waren. Die CITA-Fans Reni und Claudia hatten sich seit Wochen auf diesen Tag gefreut. Jeder Auftritt sei ein neues Erlebnis und niemals genau gleich, erklärten sie – ein Satz, den wohl jeder verstehen kann, der dieselbe Band mehrfach gesehen hat.
Von außen betrachtet mögen Konzerte einer Tour ähnlich wirken: dieselben Lieder, vertraute Choreografien und ein Ablauf, den die Künstler genau kennen. Für Fans gleicht jedoch kein Abend dem anderen. Der eigene Platz ist anders, ein Blick scheint in eine neue Richtung zu gehen, ein Bandmitglied lacht an einer unerwarteten Stelle oder die Menschen neben einem verwandeln einen bekannten Song in eine völlig neue Erinnerung. Genau auf diese kleinen Unterschiede freuten sich die CITA-Fans Reni und Claudia. Es ging nicht bloß darum, Caught In The Act noch einmal zu sehen, sondern diesen einen Tag in Köln zu erleben, der sich später von allen anderen unterscheiden würde.
Die gemeinsame Vorbereitung machte aus der Fahrt zugleich ein Mutter-Tochter-Ritual. Während andere Teenager möglicherweise darüber diskutieren mussten, ob sie überhaupt zu einem Auftritt durften, hatte Claudia ihre enthusiastischste Begleitung bereits im eigenen Zuhause. Reni verstand, weshalb die Geschenke wichtig waren, warum jedes Foto zählte und weshalb man sich schon Wochen vorher kaum auf etwas anderes konzentrieren konnte. Die CITA-Fans Reni und Claudia mussten ihre Begeisterung voreinander weder erklären noch herunterspielen. Sie konnten gemeinsam aufgeregt sein, und genau das verlieh ihrer Geschichte eine so warme, ungezwungene Atmosphäre.
Natürlich dürfte trotz aller Vorfreude eine Frage im Raum gestanden haben: Würden sie nach dem Auftritt wirklich zu den Jungs gelangen? Ein Backstage-Besuch ließ sich nicht allein durch gute Vorbereitung erzwingen. Man konnte Geschenke dabeihaben, freundlich fragen und im richtigen Moment am richtigen Ort stehen, doch am Ende gehörte immer ein wenig Glück dazu. Die CITA-Fans Reni und Claudia ließen sich davon nicht bremsen. Sie fuhren nach Köln, genossen den Auftritt und hielten anschließend an ihrem Plan fest, die Präsente abzugeben und wenigstens kurz mit Benjamin, Bastiaan, Eloy und Lee zu sprechen.
Backstage wurde der gemeinsame Fantraum wahr
Nach dem Auftritt gab es für Reni und Claudia nur noch ein Ziel: backstage gehen. Reni formulierte den Plan erstaunlich gelassen. Sie wollten kurz die Geschenke abgeben und ein wenig mit den Jungs reden. Hinter dieser Ruhe steckte vermutlich eine Mischung aus Entschlossenheit und dem Versuch, nicht zu früh nervös zu werden. Schließlich war Bastiaan für Claudia nicht irgendein Sänger, sondern der Mann, den sie auf alle Fälle heiraten wollte. Selbst mit 15 dürfte ihr klar gewesen sein, dass eine solche Begegnung ein wenig komplizierter werden konnte als das Betrachten eines BRAVO-Posters.
Der Wunsch erfüllte sich tatsächlich. Mutter und Tochter gelangten zu Caught In The Act, konnten ihre Geschenke überreichen, Fotos mit den Bandmitgliedern machen und sich Autogramme sichern. Damit wurde aus wochenlanger Vorfreude eine greifbare Erinnerung, die nicht nur auf einer Videokassette, sondern auch im privaten Fotoalbum weiterleben konnte. Die CITA-Fans Reni und Claudia hatten für ihren Moment alles vorbereitet und bekamen am Ende genau jene kostbaren Minuten, von denen so viele Fans träumten.
Besonders schön ist, dass keine von beiden lediglich Begleitperson war. Claudia erlebte die Begegnung mit ihrem Traummann Bastiaan, Reni traf eine Band, deren Musik und Auftreten sie unabhängig vom Alter gern mochte. Auf den gemeinsamen Fotos trafen deshalb nicht Teenagertraum und mütterliche Pflichterfüllung aufeinander, sondern zwei echte Fans mit unterschiedlichen Blickwinkeln. Die CITA-Fans Reni und Claudia bewiesen, dass dieselbe Begeisterung verschieden aussehen kann und trotzdem beide Menschen mit gleicher Kraft durch einen aufregenden Tag trägt.
Rückblickend erzählt der „taff“-Bericht zudem von einer Zeit, in der solche Begegnungen noch eine besondere Seltenheit besaßen. Fotos waren begrenzt, weil jeder Film nur eine bestimmte Anzahl Aufnahmen erlaubte, und ob ein Bild gelungen war, erfuhr man erst nach dem Entwickeln. Ein Autogramm war kein schnell gespeicherter digitaler Gruß, sondern ein Gegenstand, der vorsichtig nach Hause transportiert und anschließend wie ein Schatz aufbewahrt wurde. Für die CITA-Fans Reni und Claudia bedeutete jeder dieser Beweise, dass der erhoffte Backstage-Moment wirklich stattgefunden hatte.
Unter diesem Beitrag kannst Du den Bericht noch einmal ansehen und mitverfolgen, wie aus Vorfreude, Geschenken und einem gemeinsamen Hobby ein unvergesslicher Tag wurde. Vielleicht erinnert die Geschichte an die eigene Mutter, Tochter, Schwester oder Freundin, mit der man Konzerte besuchte und anschließend jedes Detail noch einmal besprach. Vielleicht war man selbst der vermeintlich „zu alte“ Fan, der sich von fremden Vorstellungen glücklicherweise nicht beeindrucken ließ. Die CITA-Fans Reni und Claudia zeigen bis heute, dass Begeisterung weder nach Alter noch nach Familienrolle fragt. Manchmal braucht sie nur einen Lieblingssong, vier sympathische Jungs und jemanden, der ohne Zögern mit nach Köln fährt.
Reni und Claudia: Mutter und Tochter geben für CITA alles!
Lee
Eloy
Bastiaan
Benjamin
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