Fan-Wahnsinn und pure 90er-Flashbacks: Als Lee Baxter 2015 endlich solo nach Deutschland kam
Wenn ich an den Juli 2015 zurückdenke, bekomme ich heute noch Gänsehaut. Und ganz ehrlich: Es fühlt sich ein bisschen so an, als hätte mein 15-jähriges Teenie-Ich plötzlich laut in meinem erwachsenen Körper gerufen: „OH. MEIN. GOTT. LEE. BAXTER. LIVE!!!“
Nach all den Jahren. Nach der großen Caught-in-the-Act-Ära. Nach Bravo-Postern, Tagebucheinträgen und Herzklopfen bei jeder neuen Single.
Dieser Tag in Dortmund war ein Ereignis, das wir 90er-Mädels und -Boys so schnell nicht vergessen sollten.
Aber fangen wir vorne an…
Die lange Stille nach der CITA-Trennung
Als Caught in the Act sich am 16. August 1998 trennten, war für viele von uns die Welt kurz mal zu Ende. Ich übertreibe nicht – es fühlte sich wirklich so an.
Man kommt nach der Schule nach Hause, klappt den Sat.1 Videotext auf und sieht: „Caught in the Act lösen sich auf“.
Und während Bastiaan, Eloy und Benjamin musikalisch weitermachten, wurde es um Lee Baxter leiser.
Er zog sich zurück, wohnte weiter in Amsterdam, wanderte 2004 nach England aus und tat etwas, das wir völlig vergessen hatten: Er hatte ja eigentlich Schauspiel gelernt!
Also stand er wieder auf der Bühne – diesmal als echter Theater-Profi, unter anderem im English Theatre of Hamburg. 2005, 2007, 2009… und kaum einer von uns bekam es mit.
Social Media war damals ja ein bisschen wie unsere Tamagotchis – irgendwie niedlich, aber dauernd außer Betrieb.
Neue Musik – und ein Produzent namens Paul Glaser
Während seiner Zeit in Hamburg passierte dann etwas, das kein Bravo-Orakel hätte vorhersehen können:
Lee lernte den Produzenten Paul Glaser kennen, der einen Sänger für den Titelsong eines Filmprojekts suchte.
Und ZACK – war die Musik plötzlich wieder in Lees Leben.
Wir Fans hatten davon so lange geträumt, dass es fast unwirklich war, plötzlich wieder von neuen Songs zu lesen.
Lee baute sich in Deutschland eine Solo-Fanbase auf. Er schrieb, postete, teilte Updates – und die 90er-Fandom-Herde wurde langsam wieder aktiv.
Die Frage, die wir uns alle stellten:
„WANN tritt er endlich in Deutschland auf?!“
Die Antwort sollte 2015 Geschichte schreiben.
Die Ankündigung – und mein Fanclub-Postfach EXPLODIERT
Gemeinsam mit unserem Fanclub-Team planten wir für Juli 2015 ein Solo-Konzert mit Meet & Greet in Dortmund.
Eine kleine, gemütliche Musik-Kneipe. Rund 100 Plätze.
Ein bisschen oldschool, ein bisschen intim – genau dieses „Wir sind wieder 15 und kreischen innerlich“-Feeling.
Lee postete die Ankündigung an einem ganz normalen Samstagabend auf Facebook.
Ich schwöre, ich hatte nicht mal Zeit, einen Tee zu kochen – da… ging… es… los!
Mein E-Mail-Postfach ist komplett eskaliert.
Ich meine: komplett.
Innerhalb von Minuten!
Ich habe zwei Tage gebraucht, um alles zu sortieren, zu beantworten, nachzuhalten.
Dass ich in dieser Zeit überhaupt geschlafen oder gegessen habe, ist eher unwahrscheinlich.
Denn:
In 45 Minuten waren alle 100 Tickets weg.
45 Minuten! Für Lees allerersten Solo-Auftritt in Deutschland!
Wir waren überwältigt. Lee war überwältigt. Und unser Fanclub-Team wusste sofort:
„Wir brauchen Plan B.“
Lee’s Facebook-Post, nachdem klar war, dass die 100 Tickets weg waren
Plan B – Bonn rettet uns
Während wir noch mit offenen Mündern in unsere Laptops starrten, sagte Lee:
„Mädels, wir können doch nicht so viele Fans enttäuschen. Wir brauchen eine zweite Show.“
Und Angie – absolute Fanclub-Superheldin – fand tatsächlich eine passende Location in Bonn.
Also wurde mal eben, völlig spontan, ein zweites Konzert für den 10.07.2015 aus dem Boden gestampft – einen Abend vor Dortmund.
Dieses Wochenende war für die Fans ein Jackpot.
Für uns im Fanclub war es… sagen wir mal… eine Mischung aus Adrenalin, Stress, Glück und der ständigen Frage:
„Warum mache ich das eigentlich freiwillig?“
(Heute weiß ich’s: Wegen der Liebe. Zu Lee. Und zu unserer Fanbubble.)
Der große Tag in Dortmund – und der WDR mischt sich ein
Der 11. Juli 2015 war ein Tag wie aus einem 90er-Tagebuch.
Du weißt schon – mit Glitzerstift geschrieben, kleine Herzen am Rand und überall Lee-Baxter-Schnörkel.
Die ersten Fans standen schon Stunden vorher vor der Location.
Einige hatten alte CITA-CDs dabei, andere selbstbemalte Schilder, wieder andere einfach große Augen und noch größere Gefühle.
Und dann… kam auch noch der WDR.
Die Lokalzeit Dortmund wollte über das Konzert berichten.
Wenn uns jemand vorher gesagt hätte, dass Lee Baxters erstes Solo-Konzert in Deutschland im Fernsehen landet – wir hätten wahrscheinlich erst mal in ein Kissen geschrien.
Und ja – du kannst dir das Video immer noch anschauen.
Es ist ein kleines Zeitdokument für alle, die damals dabei waren.
Und für alle, die sich heute fragen, wie es war, als Teenie-Nostalgie plötzlich Realität wurde.
Ein Abend für die Fan-Geschichtsbücher
Lee war entspannt, nahbar, herzlich – so, wie wir ihn kennen.
Die Stimmung war emotional, euphorisch, warm.
Alle sangen. Alle strahlten.
Und spätestens beim Meet & Greet war klar:
Das hier war nicht nur ein Konzert.
Es war ein 90er-Fan-Gebet, das endlich erhört wurde.
Wir hatten fast 17 Jahre auf diesen Moment gewartet.
Und als wir dort standen, in Dortmund, mit klopfendem Herzen und glühenden Wangen, wussten wir:
Das hier ist unser Teenie-Mädchentraum, der gerade Wirklichkeit wird.
2015 war unser Fan-Revival – und Lee hat es möglich gemacht
Juli 2015 war eine kleine Fan-Revolution.
Eine Zeitreise zurück in unsere Jugend.
Die Erinnerung daran fühlt sich bis heute an wie das Öffnen einer alten CITA-Box, in der noch der Duft von Bravo-Postern und 90er-Sehnsucht steckt.
Und ich bin sicher:
Teenie-Nicky wäre damals geplatzt vor Stolz.
Fan-Wahnsinn in Dortmund am 11.07.2015:
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