Im Februar konnte es draußen kalt, grau und ausgesprochen ungemütlich sein – in der Karlsruher Europahalle spielte das 1996 allerdings keine Rolle. Drinnen warteten Licht, Konfetti, internationale Popstars und eine Menge Teenager, deren Lautstärke vermutlich auch ohne Mikrofone bis zum Parkplatz gereicht hätte. Die Radio Regenbogen Fete 1996 war kein gewöhnlicher Konzertabend, sondern ein regionales Großereignis mit bundesweiter Fernsehwirkung.
Für Caught-in-the-Act-Fans wurde die Radio Regenbogen Fete 1996 zu einem besonderen Pflichttermin. Bastiaan Ragas, Lee Baxter, Benjamin Boyce und Eloy de Jong präsentierten „I Can’t Let Go“, „You Know“ und „Love Is Everywhere“. Alle drei Songs stammten vom Debütalbum „Caught in the Act of Love“, das für viele Fans längst nicht nur eine Platte, sondern der sorgfältig auswendig gelernte Soundtrack ihres Teenagerlebens war.
Die Radio Regenbogen Fete 1996 fiel in eine spannende Phase der Bandgeschichte. Das zweite Album „Forever Friends“ stand bevor, doch die neuen Songs wurden in Karlsruhe noch nicht gezeigt. „Don’t Walk Away“ und „That C.I.T.A.-Feeling“ sollten ihre Premiere erst am 2. März bei der BRAVO Supershow in Stuttgart erleben. Die Fete blieb damit ganz der ersten erfolgreichen CITA-Ära verpflichtet.
Im Publikum flogen Plüschtiere in einer Menge, die Moderator Mike Diehl zu einer treffenden Beobachtung veranlasste: CITA seien eine Band mit einer ziemlich hohen Plüschtierquote. Wer damals ein Kuscheltier Richtung Bühne warf, hoffte vermutlich, dass ausgerechnet der persönliche Lieblingssänger es auffing, kurz ansah und damit eine stille Verbindung schuf. Dass anschließend niemand mehr genau wusste, wem welcher Teddy gehört hatte, war Teil des romantischen Risikos.
Durch die ZDF-Ausstrahlung unter dem Titel „Power Vision – Die Fete“ erreichte die Radio Regenbogen Fete 1996 auch Menschen, die kein Ticket für die Europahalle bekommen hatten. Eine VHS-Kassette machte den Auftritt wiederholbar, wenn auch nur mit Rückspulen, Geduld und der ständigen Gefahr, dass ein Familienmitglied versehentlich den nächsten Spielfilm darüber aufnahm.
Die Radio Regenbogen Fete war mehr als ein Konzert
Rund um die Radio Regenbogen Fete 1996 brachte der Sender wie jedes Jahr zur Faschingszeit zahlreiche Musikstars in große Hallen in Mannheim, Karlsruhe und Freiburg. Für Jugendliche in Baden-Württemberg war die Veranstaltung eine seltene Gelegenheit, viele bekannte Acts an einem Abend zu erleben. Das gesparte Taschengeld verwandelte sich in eine Eintrittskarte, und aus den Namen auf Postern wurden plötzlich echte Menschen auf einer Bühne.
Die Radio Regenbogen Fete 1996 unterschied sich deutlich von den sommerlichen Beach Partys des Senders am Heidesee in Forst. Dort gehörten Himmel, Wasser und Open-Air-Gefühl zur Kulisse. Die Fete war dagegen ein Hallenspektakel, in dem Licht, Konfetti und die Energie einer dicht gefüllten Menge eine eigene Welt erschufen.
Eine solche Veranstaltung funktionierte anders als ein Konzert mit nur einem Hauptact. Fans verschiedener Künstler trafen aufeinander, warteten auf ihren persönlichen Höhepunkt und lernten nebenbei Musik kennen, wegen der sie ursprünglich gar nicht gekommen waren. Wer wegen CITA in die Halle ging, musste den restlichen Abend nicht als lästige Wartezeit empfinden – aber die vier blieben natürlich der Termin, für den Stimme und Nerven geschont werden sollten.
Durch „Power Vision – Die Fete“ wurde das Ereignis auch bundesweit sichtbar. Das ZDF brachte die Auftritte in Wohnzimmer, in denen kein Hallenticket lag. Für manche Fans war die Fernsehausstrahlung die einzige realistische Chance, Caught in the Act bei diesem Event zu sehen. Die Entfernung zwischen Sofa und Bühne war groß, das Kreischen funktionierte trotzdem erstaunlich zuverlässig.
Die Radio Regenbogen Fete 1996 verband damit ein regionales Live-Erlebnis mit einer gemeinsamen Fernseherinnerung. Wer in Karlsruhe dabei war, konnte später nachprüfen, welche Momente die Kameras eingefangen hatten. Wer zu Hause zusah, bekam zumindest einen Eindruck von der Atmosphäre und konnte das Band so oft wiederholen, bis selbst die Choreografie vertraut wurde.
Diese Mischung machte die Veranstaltung besonders. Sie war groß genug für internationale Stars und blieb gleichzeitig eng mit einer Region verbunden. Radio Regenbogen schuf keinen anonymen Tourstopp, sondern einen festen Termin, auf den sich Jugendliche jedes Jahr vorbereiteten – inklusive Ticketplanung, Outfitfrage und der wichtigen Entscheidung, welches Plüschtier notfalls geopfert werden konnte.
In Karlsruhe wartete eine volle Europahalle auf CITA
Bei der Radio Regenbogen Fete 1996 war die Karlsruher Europahalle brechend voll. Fans hatten Girlanden, Plüschtiere und vermutlich eine Menge Erwartungen mitgebracht. Schon bevor Caught in the Act auf die Bühne kamen, lag jene besondere Spannung in der Luft, bei der jedes veränderte Licht und jede Bewegung am Bühnenrand einen vorschnellen Schrei auslösen konnte.
Als CITA bei der Radio Regenbogen Fete 1996 erschienen, entlud sich die Vorfreude. Bastiaan, Lee, Benjamin und Eloy befanden sich in einer Phase, in der ihre Namen längst zuverlässig Begeisterung hervorriefen. Sie mussten nicht mehr um grundlegende Aufmerksamkeit kämpfen, sondern konnten auf ein Publikum zählen, das jede Zeile und wahrscheinlich auch jede bevorzugte Kameraposition kannte.
Für die Menschen in der Halle war der Auftritt körperlich spürbar. Musik war laut, die Menge bewegte sich, und der persönliche Blick auf die Bühne wurde regelmäßig von hochgehaltenen Armen oder einem besonders entschlossenen Plüschtier unterbrochen. Wer klein war, entwickelte bei solchen Veranstaltungen entweder bemerkenswerte Sprungkraft oder eine enge strategische Zusammenarbeit mit größeren Freundinnen.
Die Fernsehfassung vermittelte einen anderen Eindruck. Kameras konnten näher an die vier herangehen und Gesichter zeigen, die von weiter hinten in der Halle kaum zu erkennen waren. Dafür fehlte dem Wohnzimmer die unmittelbare Lautstärke und das Gefühl, mit Tausenden Menschen gleichzeitig auf denselben Moment zu reagieren.
Die Radio Regenbogen Fete 1996 existiert deshalb in zwei Erinnerungen. Für die Anwesenden war sie ein langer, intensiver Abend mit Warten, Gedränge und echter Bühnennähe. Für Fernsehzuschauerinnen wurde sie zu einer Aufnahme, die sich anhalten und wiederholen ließ. Beide Perspektiven bewahren etwas, das der jeweils anderen fehlt.
CITA passten perfekt in diese Umgebung. Eine große Halle gab der Band Raum für die Energie ihrer Songs, während das gemischte Programm neue Zuschauer erreichen konnte. Wer vorher vielleicht nur einen Titel kannte, bekam in kurzer Folge drei unterschiedliche Gründe, sich anschließend genauer mit „Caught in the Act of Love“ zu beschäftigen.
Drei Songs erzählen die erste große CITA-Ära
Bei der Radio Regenbogen Fete 1996 blieb die Setlist mit „I Can’t Let Go“, „You Know“ und „Love Is Everywhere“ vollständig beim Debütalbum. Die drei Titel zeigten verschiedene Seiten derselben Bandphase: romantische Sehnsucht, sanftere Gefühle und jenen großen Hit, der für viele Menschen untrennbar mit dem deutschen Durchbruch verbunden war.
Bei der Radio Regenbogen Fete 1996 war „Love Is Everywhere“ selbstverständlich der Moment, den nahezu alle im Publikum kannten. Schon die ersten Töne konnten eine gemeinsame Reaktion auslösen. Wer den Song seit GZSZ, Radio und unzähligen Wiederholungen verinnerlicht hatte, brauchte keine Einblendung mehr, um zu wissen, wann der eigene Einsatz kam.
„You Know“ brachte eine weichere Stimmung in die Halle. Balladen funktionieren bei Boybands besonders wirkungsvoll, weil jede ruhige Kameraeinstellung wie eine persönliche Botschaft aussehen kann. Vier Männer singen für eine volle Europahalle, doch irgendwo im Publikum ist sich trotzdem jemand sicher, dass dieser eine Blick ausschließlich für sie bestimmt war.
„I Can’t Let Go“ ergänzte die Auswahl und gab dem Auftritt zusätzliche Bewegung. Zusammen wirkten die Songs nicht wie eine zufällige Kurzfassung des Albums, sondern wie ein konzentrierter Rückblick auf jene Titel, mit denen CITA ihre Fangemeinschaft aufgebaut hatten.
Die Radio Regenbogen Fete 1996 fand damit genau an der Grenze zwischen vertrauter erster Ära und bevorstehendem neuem Kapitel statt. „Forever Friends“ rückte näher, doch in Karlsruhe wurde noch einmal gefeiert, was die Band bis dorthin gebracht hatte. Für Fans des Debütalbums war das kein Mangel, sondern ein sehr großzügiges Abschiedsfest vor der nächsten Phase.
Dass alle drei Songs aus „Caught in the Act of Love“ stammten, verstärkte den nostalgischen Zusammenhang. Das Album lag in vielen Jugendzimmern, wurde auf tragbaren CD-Playern gehört oder für unterwegs auf Kassette kopiert. Jeder Titel war bereits mit eigenen Bildern, Schwärmereien und Alltagssituationen verbunden.
Auf der Bühne wurden diese privaten Erinnerungen plötzlich kollektiv. Tausende Menschen sangen dieselben Zeilen, die sonst allein im Kinderzimmer liefen. Darin lag die besondere Kraft eines großen Fanevents: Die eigene Begeisterung, die im Alltag vielleicht belächelt wurde, füllte hier eine ganze Halle.
Die hohe Plüschtierquote wird zum besten Kommentar
Am Ende des CITA-Auftritts bei der Radio Regenbogen Fete 1996 fand Moderator Mike Diehl eine Formulierung, die kaum treffender hätte sein können. Die Band besitze eine ziemlich hohe Plüschtierquote. Der Satz beschrieb in wenigen Worten, was rund um die Bühne nicht zu übersehen war: Kuscheltiere gehörten zur Show wie Musik, Licht und kreischende Fans.
Bei der Radio Regenbogen Fete 1996 flogen die Stofftiere nicht zufällig. Hinter jedem Teddy oder anderen Plüschtier stand die Hoffnung, dass Lee, Eloy, Benjamin oder Bastiaan ihn aufhob. Vielleicht würde der Star kurz lächeln, das Geschenk an sich drücken oder sogar versuchen, eine kleine Botschaft daran zu lesen.
Für den Fan war das Werfen ein Moment des Loslassens im wörtlichen und emotionalen Sinn. Ein sorgfältig ausgewähltes Kuscheltier verließ die eigenen Hände und verschwand in Richtung Bühne, ohne Garantie auf eine Reaktion. Wer schlecht zielte, beschenkte möglicherweise versehentlich einen Securitymitarbeiter oder eine völlig andere Bühnenseite.
Die Plüschtierrate erzählte viel über die damalige Fanliebe. Geschenke waren materiell, persönlich und mussten tatsächlich transportiert werden. Es gab keinen digitalen Gruß, der sich mit einem Klick schicken ließ. Ein Teddy reiste zur Halle, überstand die wartende Menge und bekam im besten Fall einen kurzen Auftritt im Fernsehen.
Mike Diehls Kommentar zur Radio Regenbogen Fete 1996 war humorvoll, ohne die Fans abzuwerten. Er erkannte das auffällige Ritual und gab ihm einen Namen, der bis heute hängen bleibt. CITA waren eben nicht nur eine Band mit hohen Verkaufszahlen, sondern offenbar auch mit einem bemerkenswerten Verhältnis von Songs zu fliegenden Kuscheltieren.
Für die vier musste diese Form der Zuneigung zugleich schön und organisatorisch interessant sein. Nach einem Auftritt stellte sich schließlich die Frage, was mit all den Geschenken geschah. Auf der Bühne sah ein Meer aus Plüsch romantisch aus; auf Tour benötigte es vermutlich zusätzlichen Platz und Menschen, die den Überblick behielten.
Heute wirkt das Ritual fast rührend analog. Fanliebe hatte Gewicht, Volumen und gelegentlich eine überraschend harte Flugbahn. Wer sich das Video ansieht, erkennt darin nicht nur eine lustige Begleiterscheinung, sondern die große Sehnsucht nach einem persönlichen Zeichen von der Bühne.
Die neuen Forever-Friends-Songs mussten noch warten
Manche Fans wunderten sich möglicherweise, warum Caught in the Act bei der Radio Regenbogen Fete 1996 noch keine Titel des bevorstehenden Albums „Forever Friends“ sangen. Die Erklärung lag in der geplanten Premiere. „Don’t Walk Away“ und „That C.I.T.A.-Feeling“ sollten erst am 2. März 1996 bei der BRAVO Supershow in Stuttgart vorgestellt werden.
Die Radio Regenbogen Fete 1996 fand damit kurz vor einem weiteren wichtigen Termin statt. Neue Songs waren bereits vorhanden, wurden aber bewusst zurückgehalten, damit ihre erste große Präsentation den vorgesehenen Rahmen bekam. In einer Zeit ohne vorab veröffentlichte Schnipsel auf sozialen Plattformen ließ sich eine Premiere tatsächlich noch relativ klar schützen.
Für Karlsruhe bedeutete das eine Setlist, die vollständig beim ersten Album blieb. Niemand musste sich darüber beklagen, denn „Love Is Everywhere“ konnte ohnehin kaum oft genug gehört werden. Gleichzeitig lag über dem Auftritt bereits die Erwartung, dass CITA bald mit neuen Liedern und einer neuen Albumphase zurückkehren würden.
Dieser Zwischenmoment macht den Clip heute besonders interessant. Wir sehen eine erfolgreiche Ära in voller Stärke, kurz bevor sich das Bild weiterentwickelt. Die Band ist nicht mehr am Anfang, aber das nächste Kapitel hat auf der Bühne noch nicht begonnen.
Durch die Fernsehaufzeichnung der Radio Regenbogen Fete 1996 blieb dieser Übergang erhalten. Eine VHS-Kassette konnte das Ereignis über Jahrzehnte tragen, selbst wenn Bild und Ton mit der Zeit weicher wurden. Für Fans war das Band keine technisch perfekte Datei, sondern ein Stück persönlicher Geschichte.
Ohne Smartphones musste man entweder tatsächlich in der Halle sein oder rechtzeitig die Sendung aufnehmen. Diese Begrenzung verlieh dem Moment Gewicht. Wer ein funktionierendes Tape besaß, konnte Freundinnen einladen, den Auftritt gemeinsam ansehen und an den richtigen Stellen zurückspulen. So entstand aus wenigen Fernsehminuten ein ganzer Nachmittag.
Heute lässt sich die Performance leichter wiederfinden, doch das alte Gefühl bleibt erstaunlich lebendig. Die volle Europahalle, die drei vertrauten Songs und die fliegenden Plüschtiere bringen eine Zeit zurück, in der Fansein körperliche Vorbereitung verlangte: anreisen, warten, stehen, schreien und das ausgewählte Kuscheltier im entscheidenden Moment nicht zu früh werfen.
Die Radio Regenbogen Fete 1996 war deshalb weit mehr als eine Station im CITA-Terminkalender. Sie verband regionale Popkultur, bundesweites Fernsehen und die Begeisterung einer Fangemeinschaft, die ihre Idole sonst vor allem von Postern kannte. Für einen Abend standen Lee, Eloy, Benjamin und Bastiaan direkt vor ihnen – oder zumindest in brauchbarer Nähe zur heimischen Fernsehcouch.
Rückblickend liegt der größte Zauber nicht in einem einzelnen Effekt. Er steckt im Gesamtbild: Faschingszeit, Hallenlicht, Debütalbum, aufgeregte Stimmen und die Aussicht auf ein neues CITA-Kapitel wenige Wochen später. Alles befand sich in Bewegung, und doch hält die Aufnahme diesen einen Abend zuverlässig fest.
Am Ende bleibt Mike Diehls Plüschtierquote die perfekte kleine Überschrift für den Kult-Auftritt. Sie erinnert daran, dass CITA nicht nur Songs präsentierten, sondern Gefühle auslösten, die buchstäblich durch die Luft flogen. Die Radio Regenbogen Fete 1996 war laut, bunt, romantisch und herrlich unvernünftig – also ziemlich genau das, was ein unvergesslicher Boybandabend sein musste.
CITA bei der Radio Regenbogen Fete 1996:
Mehr Auftritte von CITA findest Du hier:
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