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Willkommen zurück in Deiner Teenie-Zeit!

Manche Fernsehsendungen bleiben nicht wegen eines spektakulären Bühnenbilds im Gedächtnis, sondern weil sie genau verstanden, was Teenager sehen wollten. Ein sympathischer Moderator, vier Boybandstars auf einem Sofa, ein paar überraschende Kinderfotos und gleich zwei Songs konnten vollkommen genügen. Als Caught in the Act 1995 bei NOW TV zu Gast waren, trafen all diese Zutaten aufeinander.

Die niederländische Sendung wurde von Danny Rook moderiert und richtete sich mit Serien, Jugendthemen und Musikauftritten an ein Publikum zwischen ungefähr zwölf und zwanzig Jahren. Damit war NOW TV genau der Ort, an dem CITA nicht erst erklären mussten, weshalb vier charmante junge Männer mit passenden Tanzschritten eine ausgezeichnete Idee waren.

Lee Baxter, Eloy de Jong, Bastiaan Ragas und Benjamin Boyce waren in den Niederlanden schon länger bekannt, doch ihr deutscher Durchbruch Ende 1994 hatte ihre Popularität noch einmal verändert. Danny Rook eröffnete den Beitrag mit Bildern aus dem Gastauftritt bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und erinnerte damit an jenen Fernsehmoment, der aus der lange kämpfenden Band plötzlich ein großes Thema gemacht hatte.

Danach kamen CITA in ihren markanten „Let This Love Begin“-Outfits ins Studio. Bei NOW TV 1995 wurde jedoch nicht nur über Karriere und Musik gesprochen. Danny zeigte Kinderfotos der vier, Bastiaan kündigte „You Know“ als geplante nächste Single an, und auf dem Sofa blieb genügend Raum für Scherze. Die Mischung war persönlich, musikalisch und angenehm unkontrolliert.

Zum vollständigen Fanerlebnis gehörten die Performances von „You Know“ und „Let This Love Begin“. Wer die Sendung damals auf VHS festhielt, konnte danach nach Belieben zwischen verträumter Ballade, Kindheitsbildern und ausgelassener Sofastimmung wechseln. Das Ergebnis ist ein Zeitdokument, das zeigt, weshalb NOW TV und Caught in the Act so selbstverständlich zusammenpassten.

NOW TV verstand die Teenager der Neunziger

Von 1995 bis 1998 bot die niederländische Sendung ein Programm, das sich bewusst an Jugendliche wandte. Serien, Themen aus dem Teenageralltag und Auftritte bekannter Musikstars standen nebeneinander. Das wirkte nicht wie ein Erwachsenenformat, das gelegentlich einen jungen Gast einlud, sondern wie eine Fernsehwelt, die für ihr Publikum gebaut worden war.

Danny Rook führte als Moderator durch NOW TV und besaß genau die lockere Art, die ein Boybandinterview brauchte. Er musste nicht jede Information in eine ernste Frage verpacken. Ein überraschendes Foto, ein kleiner Scherz oder eine spontane Reaktion konnten mehr über die vier Gäste zeigen als die nächste förmliche Nachfrage nach Chartzielen.

Für Zuschauerinnen und Zuschauer zwischen zwölf und zwanzig war die Sendung ein Treffpunkt nach der Schule. Wer rechtzeitig einschaltete, bekam Unterhaltung, Stars und Gesprächsstoff für den nächsten Tag. Ohne soziale Netzwerke entstand das Gefühl einer Gemeinschaft dadurch, dass viele Menschen dieselben Bilder zur selben Zeit sahen.

Wenn CITA bei NOW TV auf dem Sofa saßen, musste niemand die Fanperspektive übersetzen. Das Studio wusste, welche Details aufregend waren. Die Ankündigung einer neuen Single, ein Kinderfoto und ein Blick zwischen den Bandmitgliedern konnten das Publikum stärker beschäftigen als eine lange Erklärung über das Musikgeschäft.

Diese Nähe war sorgfältig hergestellt und fühlte sich trotzdem echt an. Lee, Eloy, Bastiaan und Benjamin erschienen nicht nur für einen Song auf einer weit entfernten Bühne. Sie saßen im Gespräch, reagierten auf Danny und aufeinander und vermittelten den Eindruck, man könne sich theoretisch einfach dazusetzen – wenn nicht leider ein Fernsehbildschirm und mehrere Landesgrenzen im Weg gewesen wären.

NOW TV gehörte damit zu jenen Formaten, die Boybands nicht bloß präsentierten, sondern ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten Raum gaben. Fans wollten schließlich nicht nur wissen, wie ein Song klang. Sie wollten beobachten, wer zuerst lachte, wer frech antwortete und wer beim Anblick eines alten Fotos am liebsten kurz unter dem Sofa verschwunden wäre.

Der GZSZ-Einspieler zeigt den großen Wendepunkt

Danny Rook begann den CITA-Beitrag mit einem Ausschnitt aus „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Für deutsche Fans war der Gastauftritt bereits fest mit dem Durchbruch der Band verbunden. In den Niederlanden zeigte der Einspieler, wie aus einer Gruppe, die dort schon länger an ihrer Karriere arbeitete, plötzlich ein sehr erfolgreicher Export nach Deutschland geworden war.

Die Geschichte von CITA bei NOW TV 1995 war deshalb auch eine kleine Heimkehr mit neuem Status. Lee, Eloy, Bastiaan und Benjamin kamen nicht als völlig unbekannte Newcomer zurück, sondern als Band, deren Erfolg im Nachbarland nun zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugte. Was sie jahrelang aufgebaut hatten, erhielt durch GZSZ eine Geschwindigkeit, die vorher kaum erreichbar gewesen war.

Für niederländische Fans konnte dieser Erfolg einen gewissen Stolz auslösen. Die vier waren plötzlich über Grenzen hinweg gefragt, und wer sie früher gesehen hatte, durfte innerlich behaupten, schon lange von ihrem Potenzial gewusst zu haben. Fangemeinschaften lieben solche Geschichten, weil der spätere Ruhm die eigene frühe Begeisterung nachträglich bestätigt.

Nach dem Einspieler betraten CITA das Studio in den Outfits, die mit „Let This Love Begin“ verbunden waren. Bei NOW TV prallten damit zwei vertraute Bilder aufeinander: die Fernsehgeschichte des deutschen Durchbruchs und die aktuelle Phase einer Band, die längst selbstbewusster vor Kameras auftrat.

Outfits besaßen in der Boybandwelt ihre eigene Bedeutung. Fans erkannten nicht nur Songs und Auftritte, sondern auch bestimmte Jacken, Farben oder Kombinationen. Kleidung wurde zum Zeitstempel. Ein einziges Bild konnte genügen, um die passende Single, Sendung und ungefähre Frisurenphase zuverlässig zu bestimmen.

Der GZSZ-Ausschnitt erklärte zugleich neuen Zuschauerinnen und Zuschauern, warum diese vier Gäste so viel Aufregung auslösten. Er lieferte eine kurze Erfolgsgeschichte, bevor das Interview persönlicher wurde. Danny musste keine lange Biografie vorlesen; die bekannten Bilder zeigten sofort, welchen Weg Caught in the Act gerade genommen hatten.

Kinderfotos bringen selbst Boybandstars in Verlegenheit

Mit den Kinderfotos spielte Danny Rook eine Karte aus, gegen die selbst jahrelanges Medientraining nur begrenzt half. Plötzlich ging es nicht mehr um perfekte Bühnenbilder oder sorgfältig ausgewählte Pressefotos, sondern um kleine Versionen von Lee, Eloy, Bastiaan und Benjamin. Für Fans war das beinahe unwiderstehlich.

Die Bilder bei NOW TV verkleinerten den Abstand zwischen Stars und Publikum. Jeder Mensch besitzt Kindheitsfotos, bei denen Frisur, Kleidung oder Gesichtsausdruck später Fragen aufwerfen. Wenn ein berühmter Mann dieselbe leichte Verlegenheit erlebt, wirkt er für einen Moment weniger unerreichbar und sehr viel vertrauter.

Für die Zuschauerinnen dürften die Aufnahmen zugleich eine neue Sammlung innerer Spitznamen eröffnet haben: Mini-Lee, kleiner Bastiaan, Baby-Benjamin oder winziger Eloy. Ein einziges Kinderfoto konnte mehr Begeisterung auslösen als eine komplette Fotolovestory, weil es selten war und eine Seite zeigte, die nicht für das aktuelle Boybandimage produziert worden war.

CITA reagierten bei NOW TV nicht wie vier unnahbare Stars, die jede spontane Situation kontrollieren wollten. Sie ließen sich auf den Spaß ein und gaben Danny damit genau jene Reaktionen, auf die das Format setzte. Das Publikum durfte lachen, ohne dass die Band lächerlich gemacht wurde.

Solche Momente waren besonders kostbar, weil Informationen damals begrenzt verfügbar waren. Heute können Kindheitsbilder Prominenter in Sekunden über Suchmaschinen oder soziale Netzwerke auftauchen. 1995 war ein Foto im Fernsehen eine kleine Exklusivität. Wer nicht aufnahm oder schnell genug hinsah, konnte es nicht einfach am Abend noch einmal aufrufen.

Die VHS-Kassette wurde dadurch zum Gedächtnis. Zurückspulen, Standbild versuchen, wieder abspielen und den Moment einer Freundin zeigen – so bekam ein kurzer Einspieler ein erstaunlich langes Nachleben. Das Band wurde vielleicht weicher, die Begeisterung aber nicht unbedingt.

Bei NOW TV 1995 funktionierten die Kinderfotos außerdem als perfekte Brücke zwischen Interview und Musik. Nachdem das Publikum die vier als Kinder gesehen hatte, konnte Bastiaan über die Zukunft der Band sprechen. Vergangenheit und nächster Karriereschritt lagen damit in wenigen Sendeminuten direkt nebeneinander.

Bastiaan kündigt You Know als nächste Single an

Bastiaan verriet im Gespräch, dass „You Know“ als nächste Single geplant war. Für Fans war eine solche Information keine beiläufige Terminnotiz. Sie bedeutete neue Auftritte, neue Zeitschriftenbilder, möglicherweise ein neues Video und vor allem einen Song, der bald einen festen Platz auf selbst zusammengestellten Kassetten bekommen würde.

Bei NOW TV blieb es nicht bei der Ankündigung. Caught in the Act präsentierten „You Know“ und gaben dem Publikum damit einen direkten Eindruck von der kommenden Single. Die Ballade zeigte die sanftere, romantische Seite der Band und bot reichlich Gelegenheit für jene Blicke in die Kamera, die Fanherzen zuverlässig aus dem Takt brachten.

Ob ein Auftritt damals als besonders schön empfunden wurde, hing selten nur vom Song ab. Entscheidend waren auch Kleidung, Kameraeinstellungen und die Frage, ob der persönliche Favorit genügend oft zu sehen war. Eine technisch einwandfreie Performance konnte emotional trotzdem knapp verlieren, wenn ausgerechnet während Lees schönstem Moment das Bild zu Eloy wechselte – oder umgekehrt.

„You Know“ passte hervorragend zum Publikum von NOW TV. Der Song war gefühlvoll, eingängig und ernst genug, um einer Teenagerseele das Gefühl zu geben, dass ihre eigenen romantischen Gedanken vollkommen berechtigt waren. Man musste noch nie eine wirkliche Beziehung erlebt haben, um eine Ballade mit maximaler innerer Dramatik mitzusingen.

Die Ankündigung durch Bastiaan machte den Moment zugleich zu einem kleinen Blick hinter die Veröffentlichungsplanung. Fans erfuhren nicht erst später aus einer Zeitschrift, welcher Titel folgen sollte. Der Mann aus der Band sagte es selbst, direkt auf dem Sofa. In der damaligen Medienwelt verlieh diese Nähe einer Information besonderes Gewicht.

Wer die Sendung aufnahm, konnte den Song anschließend wieder und wieder hören, allerdings nicht ohne das gesamte Ritual von Rückspulen und Abspielen. Der vermeintliche Aufwand erhöhte vielleicht sogar die Wertschätzung. Jede Wiederholung war eine bewusste Entscheidung und kein automatischer endloser Stream.

Auf dem Sofa wird aus dem Interview ein CITA-Moment

Nach der Performance kehrten Lee, Eloy, Bastiaan und Benjamin auf das Sofa zurück. Dort nutzten sie jede Gelegenheit, mit Danny herumzualbern. Genau diese lockeren Szenen geben dem Beitrag seinen besonderen Charme, denn die Band musste nicht ständig eine perfekte Antwort liefern. Sie durfte reagieren, lachen und sich gegenseitig ins Wort fallen.

Das Sofa bei NOW TV wurde damit fast zu einem fünften Gesprächspartner. Es zwang die vier in eine Nähe, aus der automatisch kleine Interaktionen entstanden. Ein Blick, ein Schubser oder eine spontane Bemerkung konnte zeigen, wie die Dynamik innerhalb der Gruppe funktionierte, ohne dass jemand danach fragen musste.

Für Fans waren solche Augenblicke häufig wichtiger als vorbereitete Aussagen. Die nächste Antwort über Tourpläne konnte man später nachlesen; ein unkontrolliertes Lachen existierte nur genau dort. Es fühlte sich an wie ein kurzer Blick hinter die professionelle Oberfläche, auch wenn natürlich weiterhin Kameras liefen.

Zum Abschluss sangen CITA bei NOW TV auch „Let This Love Begin“. Damit schloss sich der Bogen zu den Outfits und zur damaligen Phase der Band. Nach „You Know“ bekam das Publikum einen weiteren romantischen Titel, und spätestens jetzt war die Sendung für jede private VHS-Sammlung unverzichtbar.

Die beiden Performances zeigten unterschiedliche Nuancen derselben Boybandstärke. Caught in the Act konnten sanfte Sehnsucht vermitteln, als richte sich jede Zeile an eine einzelne Person, und gleichzeitig als Gruppe so geschlossen auftreten, dass aus vier Stimmen und Persönlichkeiten ein unverwechselbares Bild entstand.

NOW TV bewahrte diese Mischung aus Musik und Persönlichkeit besonders gut. Der GZSZ-Einspieler erinnerte an den Durchbruch, die Kinderfotos öffneten die Vergangenheit, Bastiaans Ankündigung blickte nach vorn, und die Sofaszenen hielten alles durch Humor zusammen. Der Beitrag hatte damit weit mehr zu bieten als einen einzelnen Auftritt.

Wenn wir die Sendung heute ansehen, sehen wir auch das eigene frühere Wohnzimmer wieder. Vielleicht lag eine Jugendzeitschrift auf dem Boden, der Walkman war griffbereit, und das Telefonkabel reichte gerade weit genug, um einer Freundin sofort Bericht zu erstatten. Die Technik war umständlicher, die Dringlichkeit einer CITA-Nachricht dafür kaum zu übertreffen.

Der Rückblick auf NOW TV 1995 erinnert daran, wie viel emotionale Wirkung wenige gut gemachte Fernsehminuten entfalten konnten. Niemand brauchte zusätzliche Clips, tägliche Posts oder eine endlose Bildergalerie. Ein Interview, zwei Songs und Kinderfotos beschäftigten die Fangemeinschaft lange genug.

Heute lässt sich die komplette Sendung erneut ansehen, ohne auf eine zufällige Wiederholung hoffen zu müssen. Trotzdem bleibt das alte Gefühl erhalten. Sobald Danny den GZSZ-Ausschnitt ankündigt und die vier ins Studio kommen, wird aus einem Archivvideo wieder ein Ereignis.

Genau deshalb ist NOW TV mehr als eine Fußnote in der CITA-Geschichte. Der Beitrag zeigt die Band in einer erfolgreichen, lebendigen Phase und verbindet Karriere, Kindheit, Zukunftspläne und Freundschaft in einem Format, das seine Zielgruppe sehr genau kannte. Für wenige Minuten sitzen wir wieder vor dem Fernseher – und auf dem Sofa scheint tatsächlich noch ein Platz frei zu sein.

Caught In The Act bei NOW TV (Holland) 1995:

Buchtipp: Eloy de Jong – Egal was andere sagen

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Er war der charmante Herzensbrecher von Caught in the Act, dem Millionen Mädchenherzen zuflogen. Doch hinter dem strahlenden Lächeln verbarg sich eine Wahrheit, die in der Popwelt damals undenkbar war: Eloy de Jong liebte Männer. Seine Liebe zu Boyzone-Sänger Stephen Gately wurde zu einem mutigen Tabubruch in einer Branche, die Idole als „perfekte Jungsträume“ vermarkten wollte.

Heute ist Eloy einer der beliebtesten Sänger Deutschlands – mit ausverkauften Konzerten, TV-Auftritten und einem Publikum, das ihn so feiert, wie er wirklich ist. Mit seinem Hit „Egal was andere sagen“ – einer Hommage an Stephen – rührte er Millionen zu Tränen.

In seiner bewegenden Autobiografie nimmt Eloy dich mit auf seine Reise: von einer Kindheit voller Herausforderungen, über den Druck, seine wahre Identität zu verstecken, bis hin zu seinem Coming-Out und dem Glück, heute als stolzer, schwuler Familienvater zu leben. Offen, ehrlich, berührend – und voller Momente, die dich nicht mehr loslassen.

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