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Willkommen zurück in Deiner Teenie-Zeit!

Es gab diese Fernsehminuten, in denen plötzlich alles andere im Zimmer unwichtig wurde. Die Hausaufgaben konnten warten, das Telefon durfte bitte nicht klingeln, und jeder Mensch, der ausgerechnet jetzt vor dem Bildschirm vorbeiging, riskierte eine kleine familiäre Krise. Als CITA in Belgien 1995 bei „Belgien Super 50“ mit „My Arms Keep Missing You“ auftraten, entstand genau so ein Moment.

Lee Baxter, Eloy de Jong, Benjamin Boyce und Bastiaan Ragas standen als CITA in Belgien selbstbewusst auf der Bühne, lächelten in die Kameras und präsentierten einen Song, der für Teenagergefühle nahezu maßgeschneidert war. Sehnsucht, Drama und eine Melodie, die sich hartnäckig im Kopf festsetzte: Mehr brauchte es kaum, um aus wenigen Fernsehminuten eine Aufnahme zu machen, die auf VHS-Kassetten immer wieder zurückgespult wurde.

Der Auftritt von CITA in Belgien 1995 war zugleich ein Zeichen dafür, wie weit die Band seit ihren Anfängen gekommen war. Caught in the Act waren 1992 von dem niederländischen Manager Cees van Leeuwen gegründet worden. In den ersten beiden Jahren spielten die vier in kleinen Diskotheken, traten vor überschaubarem Publikum auf und versuchten mit einzelnen Fernsehmomenten in den Niederlanden jene Aufmerksamkeit zu gewinnen, die sich noch nicht selbstverständlich einstellen wollte.

Erst der Gastauftritt bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ veränderte die Situation grundlegend. Plötzlich erreichte die Band ein großes deutsches Fernsehpublikum, und aus vier jungen Männern, die lange um den Durchbruch gerungen hatten, wurden Gesichter, die immer mehr Fans sofort erkannten. Die Begeisterung blieb nicht auf Deutschland beschränkt, sondern wurde auch in Österreich, der Schweiz und Belgien spürbar.

Wenn wir CITA in Belgien heute wiedersehen, schauen wir deshalb nicht nur auf eine gelungene Boybandperformance. Wir sehen den Moment, in dem eine lange vorbereitete Karriere an internationaler Reichweite gewann. Und wir erinnern uns an eine Medienzeit, in der ein einziger aufgezeichneter TV-Auftritt wochenlang kostbar bleiben konnte – vorausgesetzt, niemand hatte versehentlich die Kassette mit dem Sonntagsfilm überspielt.

Bevor der Erfolg kam, warteten kleine Diskotheken

Bevor CITA in Belgien auftraten, begann die Geschichte von Caught in the Act ohne kreischende Hallen und flächendeckende Poster. Als Cees van Leeuwen die Gruppe 1992 zusammenstellte, mussten Lee, Eloy, Benjamin und Bastiaan zunächst lernen, als Einheit zu funktionieren. Vier unterschiedliche Persönlichkeiten, zwei Engländer und zwei Niederländer sollten nicht nur passend aussehen, sondern gemeinsam singen, tanzen, Interviews geben und vor jedem Publikum dieselbe Energie aufbringen.

In den ersten beiden Jahren führte dieser Weg vor allem durch kleinere Diskotheken und zu Mini-Konzerten. Vielleicht standen ungefähr hundert Menschen vor der Bühne, manchmal weniger, manchmal mehr. Für die Band bedeutete das dennoch volle Konzentration. Wer vor einem überschaubaren Publikum nur halbherzig auftritt, überzeugt schließlich niemanden davon, beim nächsten Mal wiederzukommen oder Freunden von dieser neuen Gruppe zu erzählen.

Der spätere Erfolg von CITA in Belgien wirkt umso beeindruckender, wenn man diese Anfangszeit mitdenkt. Jeder kleine Termin war Training unter realen Bedingungen. Eine Choreografie musste auch auf engem Raum funktionieren, Stimmen mussten zusammenpassen, und die vier mussten lernen, mit einem Publikum zu spielen, das sie möglicherweise noch nie zuvor gesehen hatte.

Gelegentliche Fernsehauftritte in Holland halfen, doch der große Durchbruch ließ auf sich warten. Das ist jene Phase einer Popkarriere, die im Rückblick gern auf wenige Sätze schrumpft. Für die Beteiligten bestand sie jedoch aus Monaten und Jahren voller Proben, Fahrten, Wartezeiten und der ständigen Frage, ob der nächste Auftritt endlich etwas verändern würde.

Auch die Fans der ersten Stunde erlebten CITA anders als das spätere Massenpublikum. Sie konnten näher an die Bühne, bekamen leichter ein Autogramm und erzählten später mit berechtigtem Stolz, sie hätten die Band bereits gekannt, bevor alle anderen den Namen richtig aussprechen konnten. Als CITA in Belgien 1995 im Fernsehen erschienen, lag diese überschaubare Anfangsphase noch gar nicht lange zurück.

Dass die vier auf der „Super 50“-Bühne selbstbewusst wirkten, war daher kein plötzliches Wunder. Die Sicherheit war in kleinen Clubs und bei niederländischen Terminen erarbeitet worden. Jede frühe Bühne hatte ihnen beigebracht, wie sie Kameras, Musik und unterschiedliche Zuschauende für sich gewinnen konnten. Erfolg machte diese Fähigkeiten sichtbar, erschaffen hatte er sie nicht.

GZSZ öffnete die Tür zum größeren Publikum

Der spätere Weg zu CITA in Belgien führte für viele deutsche Fans zunächst über „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Der Gastauftritt in der RTL-Serie brachte die Band in ein Format, das regelmäßig von einem großen Vorabendpublikum gesehen wurde. Die vier spielten sich selbst und trafen damit nicht nur auf Menschen, die gezielt Musiksendungen verfolgten, sondern auf Zuschauerinnen und Zuschauer, die eigentlich wegen ihrer täglichen Soap eingeschaltet hatten.

Diese Gelegenheit veränderte die Wahrnehmung der Band. Lee, Eloy, Benjamin und Bastiaan waren plötzlich nicht mehr nur ein neuer Name aus den Niederlanden, sondern vertraute Gesichter aus einer Serie, über die am nächsten Tag gesprochen wurde. Wer den Auftritt gesehen hatte, wollte mehr wissen, Songs hören und möglichst schnell klären, welches der vier Mitglieder künftig den meisten Platz an der eigenen Posterwand erhalten sollte.

Der Weg zu CITA in Belgien führte damit auch über deutsches Vorabendfernsehen. Die wachsende Aufmerksamkeit erzeugte eine Dynamik, die Landesgrenzen nicht respektierte. Musiksendungen, Jugendzeitschriften und Fans verbreiteten Bilder und Songs weiter, während die Band immer häufiger dort auftauchte, wo sie kurz zuvor noch um jede einzelne Gelegenheit hatte kämpfen müssen.

Für Österreich, die Schweiz und Belgien war der deutsche Erfolg kein fernes Ereignis. Popkultur zirkulierte über Fernsehsender, Radios, Zeitschriften und Freundeskreise. Eine Aufnahme wurde weitergegeben, ein Artikel ausgeliehen und ein Song auf Kassette kopiert, bis die Handschrift auf dem Etikett kaum noch erkennen ließ, wem das Original eigentlich gehört hatte.

Als CITA in Belgien 1995 bei „Super 50“ auftraten, waren sie deshalb Teil einer Erfolgsgeschichte, die gerade sichtbar internationaler wurde. Der Termin bestätigte den Fans, dass ihre Lieblingsband nicht nur in Deutschland funktionierte. Auch das belgische Publikum reagierte auf die vier und auf einen Song, der genau jene romantische Intensität besaß, die CITA besonders gut vermitteln konnten.

Der Auftritt war dennoch kein Endpunkt. Er gehörte zu einer Phase, in der jeder neue Markt, jede Sendung und jeder begeisterte Fan die Reichweite der Band vergrößerte. Lee, Eloy, Benjamin und Bastiaan mussten ihren Erfolg weiterhin bei jedem Termin neu bestätigen. Dass sie dabei so gelöst wirkten, ließ die jahrelange Arbeit dahinter angenehm leicht aussehen.

My Arms Keep Missing You trifft mitten ins Fanherz

Für CITA in Belgien klang schon der Titel „My Arms Keep Missing You“ wie eine vollständige Zusammenfassung jugendlicher Sehnsucht. Die Arme vermissen jemanden, der vielleicht nicht einmal weiß, dass man existiert – für einen Boybandfan war diese emotionale Ausgangslage keineswegs ungewöhnlich. Der Song bot Drama, Romantik und eine eingängige Melodie, ohne dafür eine komplizierte Erklärung zu brauchen.

Beim Auftritt von CITA in Belgien konnte jedes Bandmitglied die Wirkung auf seine Weise verstärken. Lee brachte seine vertraute Wärme mit, Eloy die romantische Ausstrahlung, Benjamin jene direkte Energie und Bastiaan sein selbstbewusstes Lächeln. Gemeinsam vermittelten sie den Eindruck, der Song richte sich trotz Fernsehkameras und Studioatmosphäre für einen kurzen Moment ganz persönlich an die einzelne Zuschauerin.

Genau darin lag das Geheimnis erfolgreicher Boybandauftritte. Objektiv sahen Tausende oder Millionen Menschen dieselben Bilder. Subjektiv konnte ein einziger Blick in die Kamera wirken, als sei er ausschließlich für das eigene Wohnzimmer bestimmt. Vernunft wusste natürlich, dass die Kamera kein magisches Privatfenster war; das Herz bestand trotzdem auf seiner abweichenden Interpretation.

CITA in Belgien 1995 zeigten die vier in einer Phase, in der sie ihren Stil gefunden hatten. Die Bewegungen wirkten sicher, die Band trat als erkennbare Einheit auf, und dennoch blieb genug Raum, damit Fans ihren persönlichen Favoriten beobachten konnten. Eine gute Boybandchoreografie löste schließlich zwei Aufgaben zugleich: Vier Männer sollten zusammengehören und trotzdem nie so gleich wirken, dass die Wahl des Lieblings unmöglich wurde.

Der Song selbst eignete sich hervorragend für wiederholtes Hören. Wer ihn im Radio oder aus der Sendung auf Kassette aufnahm, konnte ihn zurückspulen, bis die Mechanik des Geräts vermutlich erste Erschöpfungszeichen zeigte. Dabei wurde jedes kleine Geräusch der Aufnahme vertraut, einschließlich möglicher Moderation am Anfang oder eines zu spät gedrückten Stoppknopfs.

Auch deshalb bleibt der Auftritt von CITA in Belgien emotional so zugänglich. Musik und Bilder sind mit den Ritualen einer ganzen Medienzeit verbunden. Man konnte nicht jederzeit jede beliebige Performance abrufen. Was aufgenommen worden war, wurde gehütet, beschriftet und wieder angesehen, bis nicht nur der Song, sondern selbst die Kameraschnitte auswendig bekannt waren.

Heute hören wir „My Arms Keep Missing You“ mit einem anderen Leben im Rücken. Die damalige Sehnsucht wirkt vielleicht rührend, manchmal herrlich übertrieben, aber niemals bedeutungslos. Sie gehörte zu einer Jugend, in der Gefühle erstmals groß genug wurden, um einen Popsong in eine persönliche Botschaft zu verwandeln.

Ein belgischer Fernsehauftritt wird zum VHS-Schatz

Wer CITA in Belgien damals rechtzeitig im Programm entdeckte, musste vorbereitet sein. Eine leere VHS-Kassette lag im Rekorder, die richtige Sendung war eingestellt, und möglichst niemand in der Familie durfte spontan beschließen, zur gleichen Zeit etwas anderes aufzunehmen. Schon die Planung konnte zu einer diplomatischen Aufgabe werden, besonders wenn ein Elternteil den Nutzen einer weiteren CITA-Aufzeichnung nicht vollständig erkannte.

Der Auftritt von CITA in Belgien wurde nach der Aufnahme nicht nur einmal angesehen. Man spulte zurück, stoppte an besonders schönen Bildern und versuchte möglicherweise, den Fernseher zu fotografieren. Das Ergebnis solcher Fotos bestand häufig aus einem hellen Fleck, merkwürdigen Linien und einem nur mit viel Liebe identifizierbaren Bandmitglied, doch der Versuch gehörte zur Fanarbeit.

VHS machte Fernsehmomente wiederholbar, aber nicht unvergänglich. Jedes Band konnte beschädigt, überspielt oder im falschen Karton abgelegt werden. Umso wertvoller sind Aufnahmen, die Jahrzehnte überstanden haben. Sie bewahren nicht nur CITA, sondern auch Senderdesign, Kameraführung, Kleidung und die gesamte Atmosphäre einer Musiksendung aus der Mitte der neunziger Jahre.

Bei CITA in Belgien 1995 treffen genau diese Ebenen zusammen. Der Auftritt dokumentiert einen Schritt der Band auf ihrem internationalen Weg und trägt zugleich die persönliche Erinnerung vieler Fans. Wer ihn damals sah, erinnert sich vielleicht noch an das Zimmer, den Fernseher oder den Menschen, mit dem anschließend jedes Detail besprochen wurde.

Solche Erinnerungen sind erstaunlich konkret. Man weiß womöglich nicht mehr, was am Tag zuvor in der Schule behandelt wurde, kann aber weiterhin beschreiben, wie Lee lächelte oder wann Bastiaan ins Bild kam. Popgedächtnis besitzt seine eigenen Prioritäten, und die waren schon 1995 nicht zwingend mit dem Lehrplan abgestimmt.

Der belgische Auftritt zeigt außerdem, wie wichtig einzelne TV-Sendungen für den Aufbau einer europäischen Fangemeinschaft waren. Ohne soziale Netzwerke entstand Verbindung langsamer, aber nicht weniger intensiv. Fans in verschiedenen Ländern sahen dieselbe Band, lernten dieselben Songs und entwickelten ihre eigenen lokalen Erinnerungen an eine gemeinsame Popgeschichte.

CITA in Belgien waren damit mehr als Gäste einer Chartsendung. Ihr Auftritt wurde zu einem kleinen Treffpunkt zwischen der niederländischen Herkunft der Gruppe, dem deutschen Durchbruch und einem belgischen Publikum, das die Begeisterung weitertrug. In wenigen Minuten zeigte sich, dass Caught in the Act längst nicht mehr nur in einem einzigen Markt zu Hause waren.

Warum der Auftritt heute noch Herzklopfen auslöst

Mit mehr als drei Jahrzehnten Abstand sehen wir CITA in Belgien anders als 1995. Wir wissen, wie sich die Karriere der Band entwickelte, welche Songs folgten und wie wichtig Caught in the Act für viele Menschen blieben. Die vier auf der Bühne kennen diese Zukunft noch nicht. Sie stehen mitten in einer Phase des Aufbruchs und wirken gerade deshalb so lebendig.

Der Blick auf CITA in Belgien erinnert uns auch daran, dass internationaler Erfolg aus vielen einzelnen Terminen bestand. Eine Sendung allein erschuf keine ganze Karriere, doch jeder Auftritt erreichte neue Menschen. Aus einer belgischen Zuschauerin wurde vielleicht ein Fan, aus einem Fan eine Konzertbesucherin und aus diesem Konzert eine Erinnerung, die bis heute weitererzählt wird.

Die Performance besitzt dabei keinen komplizierten Überraschungseffekt. Ihre Stärke liegt in der Band, dem Song und der unmittelbaren Freude des Publikums. Lee, Eloy, Benjamin und Bastiaan mussten weder durch Schlamm kriechen noch eine aufwendige Handlung spielen. Sie durften einfach CITA sein – selbstbewusst, charmant und genau dramatisch genug für „My Arms Keep Missing You“.

Für heutige Augen tragen die Outfits, Frisuren und Kamerabilder selbstverständlich den unverkennbaren Stil ihrer Zeit. Doch gerade das macht den Auftritt nicht alt, sondern authentisch. Nostalgie entsteht nicht, wenn die Vergangenheit so tut, als sei sie Gegenwart. Sie entsteht, wenn ein Bild ohne Entschuldigung zeigt, wie wir damals aussahen, was wir liebten und weshalb wir den Videorekorder so hektisch bedienten.

CITA in Belgien 1995 stehen außerdem für einen Erfolg, der keineswegs selbstverständlich begonnen hatte. Nur wenige Jahre zuvor spielte die Band in kleinen Diskotheken und wartete auf den großen Moment. Nun traten die vier in einer belgischen Chartsendung auf und erreichten Fans über die Grenzen der Niederlande und Deutschlands hinaus.

Wer das Video heute startet, braucht wahrscheinlich keine Taschentuchpflicht und darf trotzdem ein wenig gerührt sein. Vielleicht gilt das Gefühl weniger dem konkreten Fernsehauftritt als der Person, die man damals war. Dem Teenager mit BRAVO-Heft, bespielter Kassette und der festen Überzeugung, dass ein Lächeln aus dem Fernseher den gesamten Tag verändern konnte.

Genau deshalb ist CITA in Belgien kein beliebiger Archivclip. Der Auftritt verbindet den mühsamen Weg der Band mit dem Augenblick, in dem ihr Erfolg größer und internationaler wurde. Gleichzeitig öffnet er für Fans eine Tür in die eigene Vergangenheit, ohne dass dafür mehr nötig wäre als die ersten Töne eines vertrauten Songs.

Am Ende bleibt „My Arms Keep Missing You“ das perfekte Zentrum dieser Erinnerung. Der Titel spricht von fehlender Nähe, während die Aufnahme uns Lee, Eloy, Benjamin und Bastiaan für wenige Minuten wieder erstaunlich nah bringt. Das Bild mag aus einer anderen Fernsehepoche stammen, doch das alte Herzklopfen versteht die Botschaft sofort.

Caught In The Act in Belgien mit „My arms keep missing you“

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