Caught in the Act bei VIVA Interaktiv 1995: Als noch keiner an ihren Erfolg glaubte
Die Kamera läuft, das Licht ist grell – und plötzlich steht da Bastiaan Ragas mit dem falschen Namen eingeblendet: „Eloy de Jong“. Ein Missgeschick der VIVA-Regie, das sinnbildlich für die damalige Situation von Caught in the Act steht: neu, unbekannt, ein bisschen belächelt – aber bereit, alles zu geben. Es war Frühling 1995, als die vier Jungs erstmals bei VIVA Interaktiv im Studio standen – und ein Stück deutsche Boyband-Geschichte schrieben.
Damals noch skeptisch: Aleksandra Bechtel und die erste Begegnung mit CITA
Die Moderatorin Aleksandra Bechtel, damals noch mit dunkler Mähne und kritischem Blick, leitete das Interview charmant, aber mit hörbarem Zweifel: „Was glaubt Ihr denn, was das Besondere an Euch ist in dieser Reihe von Teenie-Boybands?“ – eine Frage, die Bastiaan Ragas mit breitem Grinsen konterte: „Wir sind zwei aus England und zwei aus Holland. Unsere Stimmen sind besonders – und wir sind besondere Typen!“
Ein typischer Bastiaan-Moment: selbstbewusst, mit einem Augenzwinkern – und doch spürte man, dass da vier Jungs standen, die sich ihren Platz im Musikbusiness noch erkämpfen mussten.
Lee über Ratten, Schauspielerei und die Angst vorm Halskrabbeln
Als Aleks erwähnte, dass es in der Gruppe auch professionell ausgebildete Schauspieler gäbe, war Lee Baxter sofort zur Stelle: „Ich habe zwei Jahre an der Schauspielschule in London studiert“, erklärte er und deutete auf seine Bandkollegen. „Wir alle haben irgendwo eine Ausbildung in Musical, Gesang oder Schauspiel.“
Doch es wurde auch persönlicher – und tierisch: Ob es stimmte, dass Lee Angst vor Ratten hatte? „Oh ja“, lachte Lee. „Als Kind hatte ich immer Angst, dass sie über meinen Hals krabbeln – ich glaube, das ist eine echte Phobie geworden.“
Ein intimer Moment, der zeigte: Lee war nicht nur der Coole mit der sanften Stimme – sondern auch der mit der ehrlichsten Mimik.
Eloy, Mariah Carey und das Hobby namens Sex
Als Aleks nach musikalischen Vorbildern fragte, überraschte Eloy mit einer romantischen Note: „Ich liebe die Musik von Mariah Carey und Whitney Houston – ich bin eben ein sehr romantischer Typ.“
Doch dann wurde es pikant. Aleks kramte in einem Interviewzitat herum und fragte frech: „Stimmt es, dass Sex dein Hobby ist?“ Eloy grinste nur verschmitzt: „Ja, das stimmt, was ich da gesagt habe.“
Ein Moment, der für rote Ohren – und eine Flut an Fanbriefen – gesorgt haben dürfte.
Live-Fragen, Fan-Faxe und das berühmte Ring-Geheimnis
Wie bei VIVA Interaktiv üblich, durften Fans live anrufen oder Faxe ins Studio schicken. Melanie aus Berlin wollte wissen, wann die Band endlich auf Deutschland-Tour geht. „Im März“, versprach Benjamin – und hielt Wort.
Kerstin faxte eine Frage zu GZSZ: Ob es ein Comeback der Band in der Soap gäbe? „Wenn wir Zeit haben, sehr gern“, so Benjamin.
Ein besonders aufmerksamer Fan fragte: „Hat der Ring an deiner rechten Hand eine Bedeutung?“ Eloy erklärte ganz ruhig: „Den habe ich zum 18. Geburtstag von meinen Eltern bekommen.“ Ein simpler Satz, der aber tausende Teenie-Herzen beruhigte: Kein Zeichen einer Verlobung. Puh!
„Love is everywhere“ – Und wer hat’s geschrieben?
Als Fan Annett per Fax nach dem Songwriter von „Love is everywhere“ fragte, kam Licht ins Dunkel. Eloy erklärte, dass sie mit zwei holländischen Produzenten arbeiteten – und aktuell in London am Album tüftelten. „Der Produzent heißt Steve Mac, das Album soll im März erscheinen.“
Ein spannender Hinweis, denn Steve Mac wurde später einer der erfolgreichsten Produzenten Europas.
Und? Hat einer von Euch eine Freundin?
Die Frage aller Fragen kam von Andrea aus Garmisch-Partenkirchen: „Habt Ihr feste Freundinnen?“ Benjamin lachte: „Diese Frage hören wir ständig – und nein, im Moment hat keiner eine Freundin.“ Aleksandra bohrte nach: „Und es ist auch keine in Sicht?“
Benjamin: „Es wäre schön, aber im Moment ist es wirklich schwer.“
Ob Aleks da schon mehr wusste? Immerhin wurde sie wenige Jahre später die Freundin von Benjamin Boyce – erst heimlich, dann offiziell. Ein echtes 90er-Rätsel mit Happy End.
Der Abschied mit Gänsehaut: A cappella auf VIVA
Zum Schluss zeigten CITA, dass sie mehr konnten als nur tanzen und gut aussehen. „Love is everywhere“ a cappella – live, roh, und wunderschön.
Vier Stimmen, ein Gefühl, ein Moment für die Ewigkeit.
Weißt du noch, wie du diesen Auftritt gesehen hast?
Dieser erste Auftritt von Caught in the Act bei VIVA Interaktiv war mehr als nur eine Fernsehshow – er war der Startschuss für eine Fan-Liebe, die bis heute andauert.
Vielleicht hast du damals auch mit offenem Mund vor dem Fernseher gesessen? Oder das Interview immer wieder auf VHS angeschaut?
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Caught In The Act bei VIVA Interaktiv mit Aleks 1995:
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