You know: Als Caught In The Act im Regen von Dublin ihre große Ballade drehten
Es gibt Songs, die kommen nicht einfach nur aus den Lautsprechern, sondern öffnen direkt eine kleine Tür in eine andere Zeit. Bei „You know“ von Caught In The Act ist genau das der Fall. Kaum hört man die ersten Töne, ist man wieder irgendwo zwischen BRAVO-Postern, leise aufgenommenen VHS-Kassetten, Herzklopfen beim Musikvideo und dieser ganz bestimmten 90er-Jahre-Sehnsucht, die man damals natürlich nicht so genannt hätte, weil man viel zu beschäftigt damit war, das perfekte Poster an die Wand zu kleben, ohne dass der Tesafilm die Tapete ruinierte. Oder schlimmer noch: ohne dass Mama hereinkam und fragte, ob diese vier jungen Männer jetzt wirklich noch über dem Schreibtisch hängen müssten.
„You know“ war eine Ballade von Caught In The Act, die im November 1995 erschien, und schon allein deshalb hatte der Song einen besonderen Platz in der CITA-Geschichte. Bis dahin hatten viele Fans die Jungs vor allem mit tanzbaren Pop-Hymnen, glänzenden Bühnenoutfits und diesem typischen Boygroup-Gefühl verbunden, bei dem man gleichzeitig kreischen, mitsingen und innerlich dramatisch aus dem Fenster schauen wollte. Doch mit „You know“ wurde es weicher, emotionaler und ein bisschen erwachsener. Gesungen wurde das gefühlvolle Lied von Lee und Eloy, zu finden war es auf dem ersten Album „Caught In The Act Of Love“, und für viele Fans fühlte es sich an, als würde die Band plötzlich nicht mehr nur für die große Bühne singen, sondern direkt in dieses kleine, chaotische Teenie-Herz hinein, das sowieso schon genug damit zu tun hatte, zwischen Mathehausaufgaben und heimlicher Schwärmerei irgendwie würdevoll zu funktionieren.
Natürlich brauchte eine Single wie „You know“ auch einen passenden Videoclip. Und statt Sonne, Strand und lockerem Sommerfeeling entschied man sich für eine ganz andere Atmosphäre: Dublin, Irland, eine einsame, extra abgesperrte Straße, Dunkelheit, Regen, nasse Kälte und dieses besondere Licht, das alles ein bisschen filmischer, melancholischer und geheimnisvoller wirken ließ. Ein Kamerateam von BRAVO TV begleitete Eloy, Lee, Bastiaan und Benjamin beim Dreh, und genau dadurch bekamen die Fans damals etwas, das fast noch kostbarer war als der fertige Clip selbst: einen Blick hinter die Kulissen. Nicht perfekt poliert, nicht glattgebügelt, sondern mit Puder, Witzen, Müdigkeit, Toilettenproblemen und einem Lachkrampf, der sich bis heute erstaunlich gut hält.
You know: Die Ballade von Caught In The Act bekam ihr eigenes kleines Filmgefühl
Wenn man sich heute daran erinnert, wie wichtig Musikvideos in den 90ern waren, muss man sich kurz klarmachen, dass es damals keine Selbstverständlichkeit war, jeden Clip jederzeit anschauen zu können. Man wartete auf BRAVO TV, VIVA, MTV oder auf irgendeine Wiederholung, von der man hoffte, dass sie nicht genau dann kam, wenn man beim Abendessen saß oder den Müll runterbringen musste. Wer ganz vorbereitet war, hatte eine VHS-Kassette im Rekorder, am besten schon vorgespult, damit man im entscheidenden Moment nur noch hektisch auf „REC“ drücken musste. Und wehe, jemand lief durchs Bild oder fragte genau beim schönsten Moment, ob man die Spülmaschine ausräumen könne.
In dieser Welt war ein Clipdreh-Bericht von BRAVO TV pures Gold. Man sah nicht nur die fertigen Bilder, sondern konnte miterleben, wie so ein Musikvideo entstand. Bei „You know“ war die Stimmung schon durch den Drehort besonders. Dublin im Regen hatte nicht dieses klassische Popstar-Glitzern, sondern eher etwas von einem nächtlichen Filmset, auf dem jede Pfütze, jede Straßenlaterne und jeder Atemzug in der kalten Luft zur Atmosphäre beitrug. Eloy erklärte zu Beginn, dass sie gerade in Dublin seien und ihr neues Video zur neuen Single „You know“ drehen würden. Es regne zwar, aber das sei gut, weil es mit dem Licht schön aussehe.
Und genau das ist im Rückblick so herrlich typisch für diese Zeit: Man nahm das Wetter nicht einfach als Panne, sondern machte daraus Stimmung. Regen war nicht nur Regen, sondern plötzlich dramatisches Licht, spiegelnde Straßen und eine Kulisse, in der eine Ballade noch ein bisschen sehnsüchtiger wirken konnte. Für einen Song wie „You know“, der ohnehin viel Gefühl transportierte, passte diese Entscheidung perfekt. Es war nicht die fröhliche, helle Welt von „Let this love begin“, sondern eine deutlich kühlere, ernstere und fast filmische Umgebung, in der Lee und Eloy ihre Stimmen wirken lassen konnten.
Dabei darf man nicht vergessen, dass Caught In The Act zu diesem Zeitpunkt gerade auf dem Weg waren, in Europa richtig durchzustarten. 1995 war für die Band ein entscheidendes Jahr. Das erste Album war draußen, die Fanbase wuchs, die Auftritte wurden größer, und die vier Jungs wurden immer mehr zu festen Figuren im Teenie-Alltag vieler Fans. Mit „You know“ zeigten sie eine Seite, die nicht nur Energie und Tanzbarkeit bot, sondern auch Verletzlichkeit. Und seien wir ehrlich: Genau diese Mischung war bei Boygroups der 90er oft der eigentliche emotionale Sprengstoff. Tagsüber tat man vielleicht cool, aber abends hörte man die Ballade und dachte plötzlich über Dinge nach, die man mit 14 noch gar nicht richtig benennen konnte.
Zwischen Maske, Puder und grüner Perücke: CITA hinter den Kulissen
Bevor es auf die regennasse Straße ging, nahm BRAVO TV die Zuschauer mit in den Wagen, in dem Caught In The Act geschminkt wurden. Und dort zeigte sich wieder einmal, warum diese Backstage-Momente für Fans so wertvoll waren. Man sah die Jungs nicht nur als Stars, sondern als Menschen, die herumalberten, sich gegenseitig aufzogen und mitten im Produktionsstress noch genug Quatsch im Kopf hatten, um aus einem Make-up-Moment eine kleine Comedy-Szene zu machen.
Lee saß gerade in der Maske, während sein Gesicht mit Puder bearbeitet wurde, und erzählte, dass sie schon öfter mit Kat zusammengearbeitet hätten. Sie kenne inzwischen ihre Gesichter und wisse genau, was gut bei ihnen aussehe. Dann kam dieser trockene Lee-Humor, den man entweder sofort liebt oder eben noch schneller liebt: grüner Lidschatten und eine blonde Perücke. Im Hintergrund meldete sich Benjamin und beschwerte sich scherzhaft, dass er diesmal aber die blonde Perücke wolle, weil es unfair sei, dass Lee sie immer bekomme. Lee konterte daraufhin, Ben bekomme dafür die Strumpfhalter.
Das ist so ein kleiner Moment, der auf dem Papier vielleicht unspektakulär klingt, aber beim Anschauen sofort dieses vertraute 90er-Fan-Gefühl auslöst. Man sitzt da, grinst und denkt: Genau deshalb mochte man sie. Nicht nur wegen der Songs, nicht nur wegen der Choreografien, nicht nur wegen dieser perfekt geföhnten Boygroup-Haare, die wahrscheinlich mehr Halt hatten als so manche Teenie-Freundschaft, sondern wegen dieser Mischung aus Charme, Unsinn und Nähe. Man hatte das Gefühl, kurz mit im Raum zu sein. Nicht wirklich natürlich, aber emotional schon.
Solche Szenen waren damals enorm wichtig für die Bindung zwischen Band und Fans. Heute würde man sagen: authentischer Content, Behind-the-Scenes-Material, Community-Nähe. Damals sagte man einfach: „Hast du BRAVO TV aufgenommen?“ Und wenn ja, dann war man für den Rest der Woche die wichtigste Person im Freundeskreis. Denn solche Ausschnitte konnte man wieder und wieder ansehen, zurückspulen, anhalten und mit einer Ernsthaftigkeit analysieren, als ginge es um geheime Weltpolitik. Wer hat wen angeschaut? Wer hat gelacht? Was hat Lee gesagt? Warum war Eloy so süß? Warum war Benjamin so frech? Und warum konnte Bastiaan eigentlich sogar dann gut aussehen, wenn er einfach nur irgendwo herumstand?
Bei „You know“ war diese Backstage-Leichtigkeit ein schöner Kontrast zum eigentlichen Song. Während die Ballade selbst gefühlvoll und sehnsüchtig war, zeigte der Bericht, dass hinter der romantischen Bildwelt ganz normale Dreharbeit steckte. Kälte, Warten, Make-up, Wiederholungen, Müdigkeit und Witze, um bei Laune zu bleiben. Genau dadurch wurde der Clipdreh greifbar. Nicht als unerreichbares Popmärchen, sondern als ein echter Abend in Dublin, an dem vier junge Männer versuchten, mitten im Regen ein Musikvideo zu drehen und dabei nicht den Humor zu verlieren.
Regen, Kälte und großes Kino: Der Videodreh in Dublin
Als es dann ernst wurde, standen Caught In The Act bei Dunkelheit und Regen auf der abgesperrten Straße in Dublin und drehten die verschiedenen Szenen für den Clip zu „You know“. Für die Fans sah das später natürlich romantisch und stimmungsvoll aus, aber wenn man ehrlich ist, war es für die Jungs wahrscheinlich vor allem kalt, nass und anstrengend. Musikvideos wirken am Ende oft wie drei Minuten Magie, aber bis diese drei Minuten im Kasten sind, stehen Menschen stundenlang herum, wiederholen Bewegungen, frieren, warten auf Licht, auf Kameraeinstellungen, auf Regieanweisungen und darauf, dass endlich jemand sagt, die Szene sei geschafft.
Benjamin beschrieb seine Stimmung trotzdem sehr positiv. Er habe ein sehr gutes Gefühl, sagte er, es sei fast so, als würden sie einen Spielfilm drehen. Und genau das merkt man der ganzen Atmosphäre an. „You know“ war nicht einfach nur ein Clip, in dem die Band irgendwo steht und singt. Die regennasse Straße, das Licht, die Dunkelheit und die ernste Stimmung gaben dem Video tatsächlich etwas Filmisches. Es wirkte erwachsener als manche vorherige Produktion und passte perfekt zu einer Ballade, die nicht laut um Aufmerksamkeit bat, sondern eher leise unter die Haut ging.
Lee bemerkte außerdem sofort den Unterschied zum vorherigen Video zu „Let this love begin“. Dort hatten sie in der Sonne am Strand gedreht, während sie nun bei „You know“ in nasser Kälte standen. Allein dieser Kontrast erzählt schon viel über die Bandbreite, die Caught In The Act damals zeigen wollten. Auf der einen Seite der helle Popmoment, auf der anderen Seite die dunkle, emotionale Ballade. Für Fans war das natürlich ideal, denn man bekam gleich mehrere Versionen der Jungs serviert: die fröhlichen, energiegeladenen Performer und die gefühlvollen Sänger, bei denen man sich einbilden konnte, jede Zeile sei mindestens ein kleines bisschen persönlich gemeint.
Und ja, natürlich wussten wir irgendwo, dass so eine Ballade nicht wirklich nur für uns allein gesungen wurde. Aber mal ehrlich: In den 90ern gehörte diese kleine Selbsttäuschung doch zum Fanleben dazu. Wenn Lee oder Eloy in die Kamera sangen, dann war es für einen kurzen Moment völlig egal, ob noch 200.000 andere Mädchen denselben Gedanken hatten. In diesem Augenblick saß man vor dem Fernseher, hielt die Fernbedienung fest, damit niemand umschaltete, und dachte: „Nein, also diese Zeile, die meint er jetzt schon irgendwie mich.“ Teenie-Logik war vielleicht nicht immer wissenschaftlich belastbar, aber emotional war sie absolut wasserdicht.
Der Dreh in Dublin machte „You know“ deshalb so besonders, weil er dieses Gefühl verstärkte. Die Kulisse war nicht laut, bunt oder überladen, sondern fast schon intim. Eine einsame Straße, Regen, Dunkelheit, Gesichter im Licht. Man konnte sich wunderbar hineinträumen, und genau dafür waren Balladen damals da. Sie waren die Songs für das späte Nachdenken, für Schulhefte voller Kritzeleien, für ausgedachte Begegnungen und für diese dramatischen inneren Monologe, die man meistens niemandem erzählte, weil man selbst wusste, dass sie ein bisschen übertrieben waren. Ein bisschen. Vielleicht auch sehr. Aber schön war es trotzdem.
Das verschwundene Toilettenhäuschen und der legendäre Lachkrampf
So romantisch die Bilder zu „You know“ später wirkten, so herrlich bodenständig waren manche Momente hinter den Kulissen. In einer Drehpause standen Eloy und Lee nämlich plötzlich vor einem ziemlich echten Problem: Sie suchten die Toiletten. Eloy erklärte, dass dort vorhin noch ein Wagen mit Toiletten gestanden habe, der nun aber irgendwie verschwunden sei. Und während man sich als Fan vielleicht gerade noch in die regnerische Balladenstimmung hineingeträumt hatte, holte einen dieser Moment sehr charmant zurück auf den Boden der Tatsachen.
Genau solche Szenen machen alte BRAVO-TV-Berichte heute so sehenswert. Sie zeigen diese wunderbare Mischung aus Popstar-Glanz und komplett normalem Chaos. Auf der einen Seite ein internationaler Videodreh in Dublin, auf der anderen Seite zwei Boygroup-Mitglieder, die nachts im Regen nach einer Toilette suchen. Das Leben schreibt eben manchmal die besten Drehbücher, besonders wenn es dringend wird.
Die letzte Klappe fiel schließlich morgens um halb fünf. Alle waren verständlicherweise hundemüde, aber zufrieden. Und dann kam dieser Moment, der für viele Fans bis heute zu den schönsten kleinen CITA-Erinnerungen gehört: Lee und Eloy sollten noch ein abschließendes Interview geben, bekamen aber immer wieder einen Lachkrampf. Nicht so ein höfliches Kichern, das man schnell wieder einfängt, sondern dieses echte, ansteckende Lachen, bei dem irgendwann gar nichts mehr geht. Nach vier Versuchen gaben sie schließlich auf.
Das Schöne daran ist, dass man beim Anschauen bis heute mitlachen muss, selbst wenn man die Szene schon unzählige Male gesehen hat. Vielleicht liegt es daran, dass dieser Moment so ungestellt wirkt. Da sind nicht Lee und Eloy als perfekt funktionierende Popstars, sondern zwei übermüdete junge Männer nach einer langen Nacht, die aus irgendeinem Grund nicht mehr ernst bleiben können. Wer schon einmal völlig übermüdet war und dann an der unpassendsten Stelle lachen musste, weiß genau, wie unkontrollierbar so etwas werden kann. Und meistens wird es nur schlimmer, je mehr man versucht, sich zusammenzureißen.
Wie Lee kürzlich erzählte, dachte die arme Frau aus dem BRAVO-Director-Team damals, Lee und Eloy hätten sich über sie lustig gemacht. Doch das Gegenteil war der Fall. Sie lachten über etwas ganz anderes. Was genau es war, wird wohl immer ihr Geheimnis bleiben. Und vielleicht ist das sogar ganz gut so. Manche kleinen Fan-Mysterien dürfen ruhig ungelöst bleiben, denn sie geben solchen Erinnerungen ihren besonderen Glanz. Man muss nicht jedes Detail entzaubern. Manchmal reicht es, zu wissen, dass da zwei Menschen in Dublin standen, völlig übermüdet waren und einen Lachanfall hatten, der 30 Jahre später immer noch funktioniert.
Warum dieser You know-Moment bis heute so viel Nostalgie auslöst
Wenn man den Clipdreh zu „You know“ heute noch einmal anschaut, sieht man natürlich zuerst die typischen 90er-Elemente: die Frisuren, die Outfits, die BRAVO-TV-Ästhetik, die Art, wie Interviews geführt wurden, und diese besondere Mischung aus Nähe und Unerreichbarkeit, die Boygroups damals ausmachte. Aber darunter liegt noch etwas anderes. Der Bericht erinnert an eine Zeit, in der Fan-Sein viel langsamer war. Man musste warten, sammeln, aufnehmen, ausschneiden, einkleben und hoffen. Es gab keine ständige Verfügbarkeit, kein endloses Scrollen, keine tägliche Story, kein Live-Update aus dem Hotelzimmer. Gerade deshalb fühlte sich jeder kleine Blick hinter die Kulissen kostbar an.
„You know“ ist für viele Fans nicht nur ein Song, sondern ein Gefühl. Es ist der Moment, in dem Caught In The Act zeigten, dass sie auch leise, verletzlich und romantisch sein konnten. Es ist die Erinnerung an Lee und Eloy als Stimmen dieser Ballade, an eine nasse Straße in Dublin, an BRAVO TV, an den Videorekorder und an das eigene jüngere Ich, das vielleicht noch gar nicht wusste, wie sehr sich solche Musik später einmal ins Gedächtnis brennen würde.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum diese alten Szenen heute so berühren. Sie sind nicht nur Archivmaterial. Sie sind kleine Zeitkapseln. Man sieht die Jungs im Regen stehen und erinnert sich gleichzeitig an das eigene Kinderzimmer, an Posterwände, an Schulfreundinnen, an das Gefühl, wenn in der BRAVO ein neuer Bericht über Caught In The Act war, und an diese Mischung aus Teenie-Drama und Glück, die man damals für völlig normal hielt. Im Rückblick merkt man erst, wie prägend diese Momente waren. Nicht, weil sie weltbewegend gewesen wären, sondern weil sie sich so tief mit dem eigenen Erwachsenwerden verbunden haben.
Der Dreh zu „You know“ zeigt Caught In The Act in einer Phase, in der noch so viel vor ihnen lag. Die Karriere nahm Fahrt auf, die Fans wurden mehr, die Auftritte größer, und doch hatte dieser Bericht etwas angenehm Nahbares. Man spürt den Aufwand, aber auch den Spaß. Man sieht die professionelle Arbeit, aber eben auch den Quatsch in der Maske, die verschwundenen Toiletten und diesen Lachkrampf am Ende. Genau diese Mischung macht den Beitrag bis heute so liebenswert.
Vielleicht ist „You know“ deshalb einer dieser Songs, die nicht laut zurückkommen, sondern leise. Man hört ihn, und plötzlich ist da wieder dieses alte Gefühl. Nicht unbedingt dieselbe Schwärmerei wie damals, aber eine warme Erinnerung daran, wie intensiv sich alles angefühlt hat. Als ein Musikvideo noch ein Ereignis war. Als Regen in Dublin nach großer Popballade aussah. Als ein BRAVO-TV-Bericht den ganzen Tag retten konnte. Und als Caught In The Act für einen Moment nicht nur eine Boygroup waren, sondern der Soundtrack zu diesem wunderbaren, chaotischen, leicht peinlichen und trotzdem unvergesslichen Teenie-Herzen der 90er.
Hier könnt Ihr Euch den Clipdreh zu „You know“ noch einmal ansehen und dabei ruhig ein bisschen mitlachen. Manchmal sind es genau diese kleinen, ungeplanten Momente, die am längsten bleiben.
Clipdreh zu You know 1995
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