Caught In The Act bei BRAVO TV an Weihnachten 1995
Wenn man an Weihnachten in den 90ern denkt, dann gehören bestimmte Dinge einfach dazu: der Duft von Plätzchen, die Spannung vor der Bescherung, die ersten Weihnachts-CDs im CD-Player und natürlich BRAVO TV. Für viele von uns war die Sendung am Sonntagvormittag ein fester Bestandteil des Wochenendes. Und wenn dann auch noch die eigene Lieblingsband zu Gast war, konnte der Tag eigentlich nicht mehr besser werden.
Genau das war am 24. Dezember 1995 der Fall. Während viele Teenager vermutlich bereits nervös auf die Bescherung warteten, besuchten Lee Baxter, Bastiaan Ragas, Benjamin Boyce und Eloy de Jong Moderatorin Heike Makatsch im BRAVO-TV-Studio. Die vier Jungs befanden sich damals auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs. Ihr Debütalbum war ein riesiger Erfolg, die Konzerthallen füllten sich und überall in Deutschland hingen Poster von Caught In The Act an den Kinderzimmerwänden.
Trotz des Trubels wirkte das Weihnachts-Special erstaunlich gemütlich und familiär. Fast so, als würde man mit Freunden zusammensitzen und gemeinsam in Erinnerungen schwelgen.
Weihnachten statt Freizeit: CITA feierten mit ihren Fans
Heike Makatsch zeigte sich zunächst überrascht darüber, wie voll der Terminkalender der Band selbst über die Feiertage war.
„Ihr seid ja so viel unterwegs – selbst über die Weihnachtsfeiertage bis zum Ende des Jahres habt Ihr keinen einzigen Tag frei“, stellte sie erstaunt fest.
Doch Bastiaan sah das ganz entspannt. Schließlich bedeutete Weihnachten für die vier Jungs in diesem Jahr nicht nur Zeit mit der Familie, sondern auch Zeit mit ihren Fans.
„Wir werden mit unseren Fans feiern, das wird richtig gut“, erklärte er lächelnd. Und dann fügte er einen Satz hinzu, der vermutlich viele Fans damals noch mehr ins Schwärmen brachte: „Bei meiner Familie habe ich schon 19 oder 20 Jahre lang Weihnachten verbracht.“
Typisch Bastiaan. Charmant, witzig und immer mit einem Augenzwinkern unterwegs.
Aus heutiger Sicht wirkt diese Aussage besonders interessant. Denn 1995 war für Caught In The Act ein Ausnahmejahr. Während andere Menschen an Weihnachten zur Ruhe kamen, standen die vier Jungs praktisch rund um die Uhr im Rampenlicht. Interviews, Fernsehauftritte, Autogrammstunden und Konzerte bestimmten ihren Alltag.
Für uns Fans war das natürlich großartig. Schließlich bedeutete jeder Fernsehauftritt ein paar Minuten mehr mit unseren Idolen.
Kindheitserinnerungen zwischen Geschenkesack und Christbaumkugeln
Besonders schön wurde das Gespräch, als Heike die Jungs nach ihren Weihnachtsbräuchen aus der Kindheit fragte.
Lee Baxter erinnerte sich sofort an eine Tradition, die ihm bis heute wichtig geblieben war.
„Mein Bruder und ich haben früher unsere Geschenke immer in einem großen Sack bekommen“, erzählte er. „Unsere Mutter wollte diesen Brauch irgendwann abschaffen und die Geschenke ganz normal unter den Baum legen. Aber wir wollen bis heute unbedingt den Sack!“
Allein diese Geschichte machte Lee sofort nahbar. Schließlich kennt wahrscheinlich jeder eine Familientradition, die man auch als Erwachsener nicht aufgeben möchte.
Eloy de Jong hatte dagegen ganz andere Erinnerungen an Weihnachten. Bei ihm drehte sich alles um den Weihnachtsbaum.
Gemeinsam mit seiner Schwester schmückte er jedes Jahr die Tanne. Allerdings verlief das nicht immer friedlich.
„Früher zu Hause habe ich mich immer mit meiner Schwester gestritten. Sie wollte immer einfarbige Christbaumkugeln. Und ich wollte immer alle Farben vermischen.“
Die Vorlage ließ sich Heike Makatsch natürlich nicht entgehen.
„Also deine Schwester hatte Geschmack und Stil und du nicht!“
Der trockene Kommentar sorgte für Gelächter im Studio und zeigt einmal mehr, warum Heike damals so beliebt war. Sie schaffte es immer, eine lockere Atmosphäre zu erzeugen und die Stars von ihrer privaten Seite zu zeigen.
Benjamin Boyce erinnerte sich wiederum an die Nacht vor Heiligabend. Gemeinsam mit seinen Schwestern ging er traditionell aus.
Der Plan dahinter war denkbar einfach: Wer lange wach bleibt, schläft am nächsten Morgen länger und verkürzt so die Wartezeit bis zur Bescherung.
„Das war immer eine besondere Nacht“, erzählte Benjamin. „Es war toll, mal mit den eigenen Schwestern unterwegs zu sein.“
Und Bastiaan? Der feierte Weihnachten schon damals am liebsten gemeinsam mit Freunden.
„Wir trafen uns bei einem meiner Freunde und haben die Eltern weggeschickt“, berichtete er grinsend. „Dann haben wir ein riesiges Festessen veranstaltet.“
Man kann sich diese Szene direkt vorstellen: Eine Gruppe Jugendlicher, die sich für einen Abend besonders erwachsen fühlt und versucht, ihr eigenes Weihnachtsfest zu organisieren.
Ein magisches Weihnachtserlebnis in Lappland
Ein ganz besonderes Weihnachtsabenteuer hatten die vier Jungs jedoch erst wenige Wochen zuvor erlebt.
Im Herbst 1995 reisten Caught In The Act nach Lappland, um dort die BRAVO Foto-Love-Story „Der Traumjob“ zu drehen.
Für viele Fans gehörte diese Foto-Love-Story damals zu den absoluten Highlights des Jahres. Schließlich konnte man die Band nicht nur als Musiker erleben, sondern auch als Hauptdarsteller einer romantischen Geschichte.
Doch das eigentliche Abenteuer spielte sich hinter den Kulissen ab.
Mitten in der verschneiten Winterlandschaft trafen die vier den Weihnachtsmann höchstpersönlich. Natürlich ließen sie es sich nicht nehmen, ihm ein kleines Ständchen zu singen.
Noch spektakulärer war jedoch eine Schlittenfahrt mit Huskys durch die eisige Landschaft Lapplands. Bei Temperaturen von bis zu minus 30 Grad rauschten die vier durch die verschneiten Wälder.
Wenn man die Bilder heute sieht, wirken sie fast wie aus einem Weihnachtsfilm. Endlose Schneefelder, vereiste Bäume und vier Boyband-Stars, die sich sichtbar über dieses außergewöhnliche Erlebnis freuten.
Für viele Fans war genau das ein Teil des Zaubers von Caught In The Act. Die Jungs wirkten nie unnahbar. Stattdessen hatte man oft das Gefühl, gemeinsam mit ihnen auf Abenteuerreise zu gehen.
Die größte Liebe und ein Herzschmerz zur Weihnachtszeit
Natürlich durfte an diesem Weihnachtsmorgen auch Musik nicht fehlen.
Caught In The Act präsentierten ihre Single „You Know“ in einer festlichen Weihnachtsversion. Das romantische Liebeslied passte perfekt zur Stimmung der Sendung und brachte Heike Makatsch auf eine weitere Frage.
Sie wollte wissen, welche Liebesgeschichte die vier wohl am meisten geprägt hatte.
Bastiaan antwortete überraschend offen.
„Meine größte Liebe hatte ich zu Highschool-Zeiten. Ich war zwei Jahre lang mit ihr zusammen.“
Doch die Geschichte nahm kein Happy End.
„Dann ging ich für ein Jahr nach Amerika. Und als ich zur Weihnachtszeit wieder zurückkam, hatte sie sich in einen anderen verliebt.“
Plötzlich war der sonst so fröhliche Bastiaan für einen Moment nachdenklich. Vermutlich konnten sich viele Zuschauerinnen damals sofort mit dieser Geschichte identifizieren. Schließlich gehören Liebeskummer und erste große Gefühle irgendwie genauso zur Jugendzeit wie Bravo-Poster und heimliche Schwärmereien.
Vielleicht war genau das einer der Gründe, warum Caught In The Act so erfolgreich waren. Hinter den perfekten Bühnenauftritten steckten vier ganz normale junge Männer mit denselben Erfahrungen, Hoffnungen und Enttäuschungen wie ihre Fans.
Ein Stück Weihnachten, das bis heute geblieben ist
Bevor sich die vier verabschiedeten, verewigten sie sich noch auf einer Autogrammwand und sorgten damit für einen letzten nostalgischen Moment dieser Sendung.
Rückblickend wirkt dieser BRAVO-TV-Auftritt wie eine kleine Zeitkapsel aus dem Jahr 1995. Die Jungs standen kurz vor einem ihrer erfolgreichsten Jahre, Millionen Fans lagen ihnen zu Füßen, und dennoch sprachen sie über ganz alltägliche Dinge: Familienrituale, Geschwisterstreitigkeiten, Weihnachtsbäume, Geschenkesäcke und die erste große Liebe.
Genau deshalb schauen wir uns solche Aufnahmen auch heute noch so gerne an. Sie erinnern uns nicht nur an Caught In The Act, sondern auch an unsere eigene Jugend. An die Vorfreude auf Weihnachten, an das Warten auf die Bescherung und an die Zeit, als ein BRAVO-TV-Auftritt unserer Lieblingsband ausreichte, um den ganzen Tag perfekt zu machen.
Hier könnt Ihr Euch den kompletten BRAVO-TV-Talk mit Caught In The Act von Weihnachten 1995 noch einmal ansehen und für einen Moment zurück in die wohl schönste Boyband-Zeit der 90er reisen.
BRAVO TV Talk an Weihnachten 1995:
Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.
Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.
Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.
Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.
Für alle Fans von Caught in the Act, Schlagerliebhaber oder Menschen, die Eloy schon lange begleiten, ist dieses Buch ein emotionales und sehr aufrichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Lebenswegs.
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Ein ehrlicher Blick auf Eloys Kindheit, erste Träume und Hindernisse
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