BRAVO Super Show 1997: Als Caught In The Act Dortmund zum Beben brachten
Die BRAVO Super Show 1997 war einer dieser Abende, die sich tief ins Gedächtnis einer ganzen Generation eingebrannt haben. Wer damals als Teenager vor der Bühne stand oder später die VHS-Aufnahme rauf und runter schaute, erinnert sich wahrscheinlich noch ganz genau an dieses besondere Gefühl: die Aufregung vor Beginn der Show, das Kreischen der Fans, die ersten Takte der Musik und dieses unbeschreibliche Herzklopfen, sobald die Lieblingsband die Bühne betrat.
Am 7. Februar 1997 verwandelte sich die Dortmunder Westfalenhalle erneut in das Zentrum der 90er-Popwelt. Bereits zum vierten Mal veranstaltete die Jugendzeitschrift BRAVO ihre legendäre Super Show und brachte die größten Stars der damaligen Zeit auf eine Bühne. Während heute vieles über TikTok, Instagram oder Livestreams passiert, musste man damals entweder selbst vor Ort sein oder hoffen, dass man rechtzeitig die Kassette im Videorekorder startklar hatte.
Und genau das machte solche Events damals irgendwie magisch. Es gab kein „Ich schaue mir später einfach einen Clip auf dem Handy an“. Diese Momente fühlten sich einmalig an.
Die größten Stars der 90er an einem Abend
Die BRAVO Super Show 1997 las sich wie das absolute Wunschkonzert eines 90er-Teenagers. *NSYNC standen damals noch am Anfang ihrer Karriere, die Spice Girls eroberten gerade die Welt, DJ Bobo war ohnehin Dauergast auf jeder größeren Popveranstaltung und die Backstreet Boys sorgten für Ausnahmezustände in sämtlichen Mädchenzimmern Europas.
Mitten drin: Caught In The Act.
Und obwohl die Konkurrenz riesig war, gehörten Lee, Bastiaan, Eloy und Benjamin längst selbst zu den absoluten Superstars der damaligen Zeit. Spätestens seit ihrem Durchbruch mit „Love is everywhere“ war klar, dass diese vier Jungs aus den Niederlanden und England einen Nerv getroffen hatten, den man nicht künstlich planen konnte.
Wer damals Fan war, erinnert sich vermutlich noch daran, wie riesig die Vorfreude auf solche TV-Auftritte gewesen ist. Man saß teilweise schon eine Stunde vorher geschniegelt auf dem Sofa, diskutierte mit Freundinnen darüber, welche Songs wohl gespielt werden würden und hoffte heimlich, dass die Kamera möglichst oft auf den persönlichen Lieblingsmember zoomte.
Natürlich hatte damals auch jeder eine Meinung dazu, wer „der Süßeste“ war. Während viele Benjamin anhimmelten, gab es die Bastiaan-Fraktion, die Eloy-Fans oder natürlich die Lee-Fangirls, die bei seinem verschmitzten Lächeln regelmäßig kurz vor dem Nervenzusammenbruch standen.
„Ain’t just another story“, „Bring back the love“ und „Don’t walk away“
Für ihren Auftritt bei der BRAVO Super Show 1997 hatten Caught In The Act gleich mehrere Songs im Gepäck: „Ain’t just another story“, „Bring back the love“ und „Don’t walk away“. Drei Titel, die heute sofort wieder Bilder aus den 90ern hervorrufen.
Besonders spannend ist dabei, wie sehr sich die Band bis 1997 bereits weiterentwickelt hatte. Während in den Anfangsjahren oft noch die euphorische „Love is everywhere“-Leichtigkeit im Vordergrund stand, wirkten viele Songs inzwischen reifer, emotionaler und musikalisch vielseitiger.
„Bring back the love“ hatte genau diesen melancholischen Boyband-Zauber, der damals praktisch direkt ins Teenie-Herz traf. Viele Fans verbanden mit dem Song ihre ersten Liebeskummer-Momente, heimliche Schwärmereien oder stundenlange Gedankenreisen beim Blick aus dem Kinderzimmerfenster. Natürlich inklusive BRAVO-Poster an der Wand und Kassettenrekorder auf Dauerschleife.
„Don’t walk away“ dagegen hatte eine ganz andere Energie. Der Song wirkte dramatischer, intensiver und passte perfekt zu den großen Bühnen der damaligen Zeit. Wenn die Jungs gemeinsam performten, entstand genau diese Mischung aus Emotion, Tanzshow und Boyband-Magie, die Fans so liebten.
Und dann war da natürlich noch „Ain’t just another story“. Ein Song, der oft ein wenig unterschätzt wird, obwohl er musikalisch wunderbar zeigt, wie sehr Caught In The Act Mitte der 90er ihren eigenen Stil gefunden hatten. Gerade live entfaltete der Titel eine besondere Dynamik, weil die Band dabei spürbar Spaß auf der Bühne hatte.
Wenn man sich die Aufnahmen heute anschaut, fällt außerdem auf, wie unglaublich präsent CITA damals wirkten. Keine perfekten Social-Media-Filter, keine künstlich glattgebügelten Clips, sondern einfach vier junge Männer, die ihre Fans begeistern wollten und dabei manchmal herrlich natürlich wirkten.
Genau das macht viele 90er-Auftritte heute so sympathisch.
Die Dortmunder Westfalenhalle und ein historischer Kreis
Dass die BRAVO Super Show 1997 ausgerechnet wieder in Dortmund stattfand, hatte für Caught In The Act eine ganz besondere Bedeutung. Denn genau dort begann zwei Jahre zuvor ihre unglaubliche Erfolgsgeschichte in Deutschland.
Am 9. Februar 1995 standen sie ebenfalls in der Dortmunder Westfalenhalle auf der Bühne und präsentierten vor großem Publikum „Love is everywhere“. Rückblickend war genau dieser Auftritt der Startschuss für ihre Karriere im deutschsprachigen Raum.
Heute wirkt es fast surreal, wie schnell damals alles ging. Innerhalb weniger Monate wurden aus einer eher unbekannten Boyband plötzlich Superstars, deren Gesichter auf Brotdosen, Postern, Sammelkarten und sämtlichen Teenie-Magazinen zu finden waren.
Viele Fans erinnern sich noch daran, wie schwierig es war, überhaupt an Konzerttickets zu kommen. Manche standen stundenlang vor Vorverkaufsstellen oder schickten Bestellkarten per Post ab. Und wenn man dann tatsächlich ein Ticket ergattert hatte, fühlte sich das an wie ein kleiner Lottogewinn.
Die Westfalenhalle selbst entwickelte sich in den 90ern ohnehin zu einem regelrechten Boyband-Hotspot. Gerade die BRAVO Super Show sorgte dort regelmäßig für Ausnahmezustände. Eltern mussten kreischende Teenager einsammeln, Security-Mitarbeiter verloren zeitweise die Übersicht und draußen warteten Fans oft stundenlang in der Hoffnung, wenigstens einen kurzen Blick auf ihre Idole zu erhaschen.
Man darf dabei auch nicht vergessen: Das war lange vor Smartphones. Wer ein Foto machen wollte, schleppte eine Kamera mit Filmrolle mit sich herum und hoffte einfach, dass hinterher wenigstens ein Bild nicht verwackelt war.
Der bronzene BRAVO Otto und die Macht der Fans
Neben dem Auftritt selbst gab es bei der BRAVO Super Show 1997 natürlich auch die berühmte Otto-Verleihung. Der BRAVO Otto war damals für viele Künstler eine der wichtigsten Auszeichnungen überhaupt, weil hier direkt die Fans abstimmten.
Caught In The Act gewannen 1997 den bronzenen Otto als beste Band — hinter den Backstreet Boys und der Kelly Family.
Heute mag eine solche Platzierung vielleicht wie eine nette Randnotiz wirken, doch damals bedeutete das unglaublich viel. Fans sammelten wochenlang Stimmzettel aus der BRAVO, diskutierten auf Schulhöfen über Rankings und entwickelten beinahe sportlichen Ehrgeiz, ihre Lieblingsband möglichst weit nach vorne zu bringen.
Eigentlich verrückt, wenn man darüber nachdenkt.
Man investierte Taschengeld in Zeitschriften, telefonierte mit Freundinnen über Hotlines und fieberte den Ergebnissen entgegen, als würde das eigene Leben davon abhängen. Und ehrlich gesagt: Für viele fühlte es sich damals tatsächlich ein kleines bisschen so an.
Warum die BRAVO Super Show bis heute Kultstatus hat
Die BRAVO Super Show war viel mehr als nur eine Musikveranstaltung. Sie war ein Spiegel der kompletten 90er-Popkultur.
Dort trafen die unterschiedlichsten Musikrichtungen aufeinander: Eurodance, Boybands, Girlgroups, Pop, Dancefloor und später sogar erste internationale Teenie-Stars aus den USA. Gleichzeitig war die Show für viele Jugendliche ein gemeinsamer Treffpunkt — selbst wenn man nur vor dem Fernseher dabei war.
Vielleicht liegt genau darin auch der Grund, warum die Erinnerungen daran bis heute so emotional sind. Die BRAVO Super Show steht für eine Zeit, in der Musik noch viel stärker mit echten Momenten verbunden war.
Man hörte Songs nicht einfach nebenbei. Man lebte sie.
Man nahm Lieder aus dem Radio auf Kassette auf und fluchte, wenn der Moderator in den Song hineinredete. Man dekorierte ganze Zimmer mit Postern. Und man wartete manchmal wochenlang auf einen einzigen TV-Auftritt der Lieblingsband.
Gerade deshalb fühlt sich ein Auftritt wie jener von Caught In The Act bei der BRAVO Super Show 1997 heute fast wie eine kleine Zeitreise an. Sobald die ersten Töne erklingen, ist plötzlich wieder alles da: das Gefühl von Teenagerfreiheit, die kleinen Sorgen von damals und dieses völlig unbeschwerte Schwärmen, das man später im Erwachsenenleben oft vermisst.
Wusstest du eigentlich, wie groß die BRAVO Super Show wirklich war?
Die BRAVO Super Show fand insgesamt 17 Mal statt und tourte im Laufe der Jahre durch verschiedene deutsche Städte. Anfangs dominierte noch die Dortmunder Westfalenhalle das Event, später kamen unter anderem Köln, Stuttgart, Hannover, Düsseldorf und Berlin hinzu.
Gerade Ende der 90er gehörte die Show zu den wichtigsten Pop-Events Europas. Wer dort auftreten durfte, hatte es geschafft.
Rückblickend wirkt diese Zeit heute fast ein bisschen unwirklich. Keine sozialen Netzwerke, keine Dauerverfügbarkeit, kein permanenter Content-Overload — und vielleicht gerade deshalb eine viel intensivere Fanbindung.
Die BRAVO Super Show 1997 bleibt für viele CITA-Fans deshalb bis heute ein ganz besonderer Abend. Nicht nur wegen der Songs oder der Auszeichnung, sondern weil diese Auftritte ein Lebensgefühl transportierten, das man kaum erklären kann, wenn man es nicht selbst erlebt hat.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum wir uns diese alten Aufnahmen auch fast 30 Jahre später noch immer anschauen. Nicht nur wegen der Musik.
Sondern wegen dieses Gefühls von damals.
BRAVO Super Show 1997 in Dortmund
Auftritt von Caught In The Act
Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.
Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.
Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.
Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.
Für alle Fans von Caught in the Act, Schlagerliebhaber oder Menschen, die Eloy schon lange begleiten, ist dieses Buch ein emotionales und sehr aufrichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Lebenswegs.
Das erwartet dich im Buch:
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Ein ehrlicher Blick auf Eloys Kindheit, erste Träume und Hindernisse
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Die BRAVO Super Show 1997 fand in Dortmund statt. Warst Du auch einmal live bei einer BRAVO Super Show dabei? Wenn ja, wo?
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