Caught in the Act in Sindelfingen 1996: Zwischen BRAVO TV, Konzertfieber und „Forever Friends“
Wenn ich an die Zeit Anfang 1996 zurückdenke, sehe ich sofort diese typischen Wintertage der 90er vor mir. Draußen war es grau, kalt und oft nass, aber sobald irgendwo ein Konzert von Caught in the Act angekündigt wurde, spielte das Wetter plötzlich überhaupt keine Rolle mehr. Dann standen wir stundenlang vor Hallen, Bahnhöfen oder Hotels, mit klammen Fingern, übervollen Fotomappen und der Hoffnung, vielleicht wenigstens einen kurzen Blick auf Lee, Bastiaan, Eloy oder Benjamin zu erhaschen.
Genau in dieser besonderen Phase waren Caught in the Act auch in Sindelfingen unterwegs. BRAVO TV begleitete die Band damals backstage und fing wieder einmal genau diese Atmosphäre ein, die man heute kaum noch erklären kann, wenn man sie nicht selbst erlebt hat. Es war diese Mischung aus Teenager-Chaos, riesiger Aufregung und dem Gefühl, dass diese vier Jungs gerade die ganze Welt gehörten.
Schon der Beginn des Beitrags fühlte sich damals unglaublich glamourös an. Vor dem Konzert stand zunächst ein Fotoshooting für die BRAVO auf dem Plan. Für uns Fans war allein dieser Gedanke schon faszinierend. Während wir in unseren Jugendzimmern saßen und sehnsüchtig auf die nächste Ausgabe warteten, waren Lee Baxter und die anderen längst mitten in diesem verrückten Popstar-Alltag angekommen. Interviews, Shootings, Konzerte, Reisen – und trotzdem wirkten sie dabei oft erstaunlich normal.
Vielleicht war genau das einer der Gründe, warum Caught in the Act Mitte der 90er so viele Herzen eroberten.
Backstage in Sindelfingen: Der nächste große Schritt für CITA
Backstage vor dem Konzert sprach vor allem Lee Baxter über die Zukunftspläne der Band. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete Caught in the Act bereits intensiv am zweiten Album „Forever Friends“. Und allein dieser Name löst bei vielen von uns heute sofort Erinnerungen aus.
Lee erzählte damals bei BRAVO TV, dass noch eine Menge Arbeit vor ihnen lag. Songs mussten fertig ausgearbeitet werden, Produktionen verfeinert und Details besprochen werden. Wenn man sich das heute anschaut, merkt man erst, wie hart der Alltag hinter diesem bunten Boyband-Leben tatsächlich war. Nach außen wirkte immer alles leicht, fröhlich und glamourös. Doch zwischen Konzerten, Reisen und Dauerpromo entstand gleichzeitig ein komplettes Album.
Besonders spannend war damals auch die Ankündigung ihrer Reise nach Asien. Im März sollte es nach Thailand gehen – für ihren ersten Auftritt dort. Für uns Fans klang das damals riesig. Man hatte ohnehin das Gefühl, dass Caught in the Act überall gleichzeitig stattfanden. Im Fernsehen, in der BRAVO, auf Postern, auf Sammelkarten und plötzlich sogar in Asien.
Und trotzdem standen sie wenige Stunden später wieder ganz nah vor ihren Fans in einer Messehalle in Sindelfingen.
Diese Bodenständigkeit zog sich irgendwie durch die gesamte CITA-Zeit.
Wie „Forever Friends“ mitten in der Nacht entstand
Besonders schön war in diesem Interview der Moment, als die Jungs erzählten, wie der Titel „Forever Friends“ überhaupt entstanden ist. Genau solche Szenen machten BRAVO TV damals so besonders, weil man das Gefühl hatte, kleine private Momente mitzubekommen.
Bastiaan erzählte grinsend, dass sie über unzählige Albumnamen nachgedacht hätten – viele davon offenbar so schräg, dass er sie lieber nicht öffentlich nennen wollte. Allein das Kopfkino dazu ist heute herrlich. Wahrscheinlich saßen die vier nachts irgendwo übermüdet im Tourbus und warfen sich die absurdesten Ideen zu.
Benjamin erklärte schließlich, dass ihm der Name „Forever Friends“ nachts gegen drei Uhr auf der Autobahn eingefallen sei.
Und dann kam natürlich Bastiaan.
Mit seiner typischen Art machte er daraus sofort eine völlig übertriebene Geschichte. Es habe geschneit, geblitzt und gedonnert, und plötzlich sei der Albumtitel am Himmel erschienen. Während die anderen drei ihn mit einem gespielten genervten „Oh shit!“ anschauten, musste man einfach lachen.
Genau diese Dynamik machte Caught in the Act damals so sympathisch. Jede Boyband hatte hübsche Fotos und choreografierte Auftritte. Aber bei CITA hatte man oft zusätzlich das Gefühl, vier Freunde zu beobachten, die miteinander herumalberten wie Klassenkameraden auf Klassenfahrt.
Und ehrlich gesagt war genau das für viele Fans mindestens genauso wichtig wie die Musik.
Warum Caught in the Act für viele Fans „anders“ waren
Ein besonders emotionaler Teil des BRAVO-TV-Beitrags war das Interview mit Fans vor Ort. Dort kam auch die 16-jährige Michaela zu Wort, die bereits ihr achtes CITA-Konzert besuchte. Acht Konzerte. Heute klingt das vielleicht verrückt, aber damals gab es tatsächlich Fans, die jede freie Minute, jedes Taschengeld und jeden Zugfahrplan auf Caught in the Act ausrichteten.
Und wenn man Michaelas Worte hört, versteht man auch warum.
Sie sagte, dass die Jungs trotz ihres Erfolgs total natürlich geblieben seien. Dass sie Fans freundlich behandelten, sich Zeit nahmen und sogar vor Hotels noch Autogramme gaben oder mit Fans sprachen.
Das klingt heute fast selbstverständlich, war es aber nicht unbedingt.
Viele Stars wirkten damals bewusst distanziert oder unnahbar. Caught in the Act dagegen hatten oft diese offene, herzliche Art. Natürlich gehörte auch Marketing dazu, aber vieles wirkte trotzdem ehrlich. Gerade Lee Baxter hatte häufig diese leicht chaotische, spontane Ausstrahlung, die Fans das Gefühl gab, dass hinter dem Popstar tatsächlich ein echter Mensch steckt.
Und genau deshalb erinnern sich heute – dreißig Jahre später – noch immer so viele Menschen emotional an diese Zeit zurück.
Denn am Ende ging es nie nur um hübsche Jungs oder eingängige Songs. Es ging um ein Lebensgefühl.
Konzertabende in den 90ern waren kleine Ausnahmezustände
Wenn man alte Aufnahmen aus dieser Zeit sieht, fällt außerdem auf, wie intensiv Konzertabende damals erlebt wurden. Heute läuft vieles digital ab. Tickets landen im Smartphone, Fotos sofort auf Instagram, und oft schaut man Konzerte durch Handybildschirme.
1996 war das komplett anders.
Man bereitete sich teilweise wochenlang auf ein Konzert vor. Outfits wurden geplant, Freundinnen überredet, Eltern bearbeitet und Zugverbindungen auswendig gelernt. Viele hatten kleine Einwegkameras dabei und hofften verzweifelt auf wenigstens ein halbwegs scharfes Foto. Meistens bekam man später allerdings achtzehnmal denselben verschwommenen Bühnenstrahler entwickelt.
Und trotzdem liebten wir genau das.
Auch in der Sindelfinger Messehalle herrschte damals wieder diese typische Energie. Kreischende Fans, selbstgemalte Schilder, hektische Security-Mitarbeiter und überall Teenager mit glänzenden Augen.
Caught in the Act präsentierten dort noch ihre Show aus dem Jahr 1995 und performten Songs ihres ersten Albums „Caught In The Act of Love“. Schon allein diese Übergangszeit war spannend: Einerseits feierten alle noch die bekannten Songs, andererseits warteten Fans bereits sehnsüchtig auf das neue Album „Forever Friends“.
Man spürte richtig, dass die Band gerade den nächsten Schritt machte.
Die BRAVO Super Show 1996 und der silberne Otto
Zum Ende des Interviews sprach Bastiaan noch voller Vorfreude über die anstehende BRAVO Super Show am 2. März 1996 in Stuttgart. Für uns Fans war diese Veranstaltung damals fast so etwas wie die Oscar-Verleihung der Teenagerwelt.
Wer dort auftrat, gehörte offiziell zu den ganz Großen.
Und Caught in the Act hatten kurz zuvor den silbernen Otto gewonnen. Bastiaan bedankte sich im Interview unglaublich herzlich bei den Fans und man merkte ihm wirklich an, wie viel ihm diese Auszeichnung bedeutete.
Heute denkt man bei solchen Preisen oft sofort an große PR-Strategien oder Marketingkampagnen. Damals fühlte sich das noch persönlicher an. Fans kauften die BRAVO, schnitten Abstimmungszettel aus und schickten sie per Post ein. Kein Klick, kein Online-Voting, kein Bot-System. Richtige Briefumschläge. Richtige Briefmarken.
Allein dafür verdienen wir rückblickend eigentlich kollektiv einen Ehrenorden.
Dass Heike Makatsch den silbernen Otto später persönlich an Caught in the Act überreichen sollte, machte die Sache natürlich noch größer. Heike gehörte damals fest zur 90er-Popkultur dazu und BRAVO TV war für viele von uns ein absolutes Pflichtprogramm.
Samstagvormittag vor dem Fernseher sitzen, hoffen, dass die eigene Lieblingsband auftaucht, und währenddessen nebenbei Poster sortieren oder Songtexte abschreiben – das war einfach unsere Welt.
Und irgendwie fühlt sich diese Welt bis heute erstaunlich nah an.
Warum uns solche Erinnerungen bis heute begleiten
Wenn man den alten BRAVO-TV-Beitrag aus Sindelfingen heute anschaut, merkt man schnell, dass es eigentlich um viel mehr ging als nur um ein Konzert oder ein Interview.
Es war eine Zeit, in der Musik noch unglaublich stark mit Erinnerungen verbunden war. Jeder TV-Auftritt wurde gefeiert, jede neue BRAVO-Ausgabe verschlungen und jede kleine Information über die Band mit Freundinnen diskutiert, als hinge das eigene Leben davon ab.
Caught in the Act waren dabei für viele von uns ein fester Bestandteil dieser Jugend.
Und vielleicht berührt uns das heute noch immer so sehr, weil wir beim Anschauen nicht nur die Band sehen, sondern automatisch auch unser eigenes früheres Ich. Das Mädchen vor dem Fernseher. Die vollgeklebte Posterwand. Die heimlich aufgenommene Kassette mit Interviews. Die Aufregung vor Konzerten. Das Herzklopfen, wenn Lee Baxter plötzlich direkt in die Kamera grinste.
All das steckt in solchen Momenten.
Und genau deshalb fühlen sich diese alten BRAVO-TV-Aufnahmen auch heute noch an wie eine kleine Zeitreise zurück in die 90er.
Bericht über CITA-Konzert in Sindelfingen 1996:
Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.
Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.
Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.
Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.
Für alle Fans von Caught in the Act, Schlagerliebhaber oder Menschen, die Eloy schon lange begleiten, ist dieses Buch ein emotionales und sehr aufrichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Lebenswegs.
Das erwartet dich im Buch:
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Ein ehrlicher Blick auf Eloys Kindheit, erste Träume und Hindernisse
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Der komplette Weg von CITA bis zu seinen heutigen Erfolgen
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Private Geschichten über Liebe, Familie, Mut und Verlust
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