Advent, Erinnerungen und ein ganz besonderer TV-Moment
Es gibt diese ganz bestimmten Erinnerungen, die sich nicht einfach nur im Kopf abspielen, sondern sich anfühlen, als würde man für einen kurzen Moment wieder zurückreisen. In eine Zeit, in der der Alltag aus Schule, Freundinnen, heimlichen Schwärmereien und einer ordentlichen Portion Boyband-Fieber bestand. Weihnachten hatte damals ohnehin schon etwas Magisches – aber wenn dann auch noch die Lieblingsband im Fernsehen auftauchte, war das Gefühl kaum zu toppen.
Der 20. Dezember 1995 war genau so ein Tag. Während draußen vielleicht schon die ersten Lichterketten funkelten und irgendwo Plätzchenduft durch die Wohnung zog, lief im Fernsehen eine Folge von VIVA Interaktiv – moderiert von Mola Adebisi. Und als dann Caught In The Act das Studio betraten, war für viele Fans klar: Das wird keine ganz normale Sendung.
Zwischen Mistelzweig, Tourstress und Fanträumen
Schon die ersten Minuten fühlten sich an wie ein Blick hinter die Kulissen eines Lebens, von dem man als Teenager nur träumen konnte. Mola stellte die Frage, die damals wahrscheinlich jede von uns interessiert hätte: Wie feiern sie eigentlich Weihnachten?
Während Lee mit einem verschmitzten Grinsen davon sprach, dass er am liebsten unter dem Mistelzweig Mädchen küssen würde, brachte Eloy die Realität der Band auf den Punkt. Weihnachten bedeutete für sie nicht nur Besinnlichkeit, sondern auch Arbeit. Auftritte, Shows, Termine – der Kalender war voll. Und selbst Silvester war kein ruhiger Abend, sondern führte sie nach Oberhausen auf die Bühne.
Und genau da entstand dieser kleine Zwiespalt, den viele Fans nur zu gut kannten: Einerseits wollte man sich vorstellen, wie sie gemütlich unterm Weihnachtsbaum sitzen, vielleicht sogar ein bisschen wie man selbst. Andererseits wusste man, dass ihr Leben ganz anders aussah – aufregender, hektischer, aber eben auch ein bisschen weiter weg von der eigenen Realität.
Die blaue Box und ein kleines bisschen Nervenkitzel
Was diese Sendung besonders machte, war nicht nur das Gespräch, sondern auch dieses kleine Spiel, das sich durch die gesamte Folge zog. Eine geheimnisvolle blaue Kiste stand im Studio, und irgendwo darin versteckte sich ein Geschenk für einen Fan.
Die Hinweise, die die Jungs nach und nach gaben, wirkten wie kleine Puzzleteile, die man im Kopf zusammensetzte. Bastiaan sprach davon, dass es „schon überall auf der Welt gewesen“ sei, Benjamin ergänzte, es sei „sehr nah am Körper“. Spätestens da saßen viele vor dem Fernseher und überlegten fieberhaft mit.
Als Lee schließlich verriet, dass das Geschenk „warm und schwarz“ sei, und Eloy noch hinzufügte, dass es „Zähne“ habe, wurde es endgültig kurios. Diese Mischung aus Ernst und völlig absurdem Humor war typisch für solche Momente – und genau das machte sie so unterhaltsam.
Am Ende stellte sich heraus: Es war eine Tourjacke. Und für die Gewinnerin Julia aus Münster dürfte dieser Moment wohl wie ein kleiner Sechser im Lotto gewesen sein.
Fanfragen, Lacher und dieser typische 90er-Charme
Ein fester Bestandteil von Interaktiv waren die Fanfragen – und genau hier zeigte sich, wie nahbar die Jungs wirkten. Das Faxmotto lautete „peinliche Erlebnisse und Fragen“, und natürlich ließ sich das Publikum nicht lange bitten.
Eine Frage, die heute vielleicht ein kleines Schmunzeln hervorruft, sorgte damals für jede Menge Gelächter im Studio: Boxershorts oder Unterhosen?
Eloy antwortete ganz entspannt, dass er beides trug – je nach Situation. Für Shows eher eng anliegende Unterwäsche, privat lieber etwas Bequemeres. Die anderen stiegen sofort mit ein, kommentierten, lachten und nahmen sich selbst dabei nicht allzu ernst.
Gerade diese Lockerheit war es, die viele Fans so anzog. Es wirkte nicht geschniegelt oder perfekt inszeniert, sondern eher wie ein Gespräch unter Freunden – nur eben vor laufender Kamera.
Geschenkpapier, Chaos und ein Hauch von Weihnachten
Ein weiteres Highlight war der kleine Wettbewerb, den Mola vorbereitet hatte. Die Aufgabe: Innerhalb von 90 Sekunden ein Weihnachtsgeschenk möglichst schön verpacken.
Was simpel klang, entwickelte sich schnell zu einem herrlich chaotischen Moment. Statt einfacher Päckchen mussten die Jungs ungewöhnliche Gegenstände einpacken – darunter ein Porzellan-Fuchs und ein Klostopfer. Allein diese Kombination hätte schon für Verwirrung gesorgt.
Während Papier raschelte, Ecken geknickt wurden und Mola immer wieder mahnend dazwischenrief, dass es doch bitte ordentlich aussehen solle, entstand genau diese Art von Szene, die man später Freunden nacherzählte. Am Ende war klar: Perfekt war das Ergebnis vielleicht nicht – aber unterhaltsam auf jeden Fall.
Wenn plötzlich alles ein bisschen romantisch wird
Mitten zwischen Spaß und kleinen Albernheiten gab es aber auch diese ruhigen Momente, die fast schon ein bisschen träumerisch wirkten.
Als die Frage nach dem perfekten romantischen Weihnachten aufkam, änderte sich die Stimmung spürbar. Bastiaan erzählte von einer Reise nach Lappland, von Vollmond und Hundeschlittenfahrten – ein Bild, das sich sofort im Kopf festsetzte.
Lee beschrieb eine ganz andere Szene: Lichter am Weihnachtsbaum, leise Musik im Hintergrund, dieses warme, ruhige Gefühl, das man kaum in Worte fassen kann. Es war einer dieser Momente, in denen man als Zuschauer fast vergaß, dass man gerade eine Fernsehsendung sah.
Eloy wiederum brachte es auf seine eigene Art auf den Punkt: Für ihn gehörte der Weihnachtsbaum einfach dazu, genauso wie die Geschenke darunter. Und ganz nebenbei nutzte er die Gelegenheit, sich bei den Fans zu bedanken – eine kleine Geste, die damals wahrscheinlich mehr bedeutet hat, als man in dem Moment realisieren konnte.
Zwischen Teenie-Träumen und erwachsenen Erinnerungen
Wenn man heute auf solche Sendungen zurückblickt, merkt man erst, wie besonders sie eigentlich waren. Es ging nicht nur darum, die Lieblingsband zu sehen. Es ging um dieses Gefühl, Teil von etwas zu sein – auch wenn man nur vor dem Fernseher saß.
Man kann sich fast vorstellen, wie irgendwo ein Mädchen auf dem Teppich vor dem Fernseher lag, das Telefon griffbereit, vielleicht sogar mit der Hoffnung, selbst durchgestellt zu werden. Wie man mitgerätselt hat, mitgelacht, sich vielleicht ein bisschen in diese Welt hineingeträumt hat.
Und genau das ist es, was diese Momente bis heute so wertvoll macht. Sie sind nicht einfach nur Erinnerungen an eine Band oder eine Fernsehsendung. Sie sind ein Stück Jugend, ein Gefühl von Unbeschwertheit, das man sich manchmal heimlich zurückwünscht.
Ein Nachmittag, der geblieben ist
Am Ende der Sendung wurden noch persönliche Gegenstände für den Weihnachtsbasar gespendet – ein Detail, das fast schon nebensächlich wirkte, aber irgendwie perfekt zum Gesamtbild passte. Es war diese Mischung aus Unterhaltung, Nähe und kleinen Überraschungen, die den Nachmittag so besonders machte.
Und während der Fernseher irgendwann ausgeschaltet wurde und der Alltag wieder Einzug hielt, blieb doch etwas zurück. Vielleicht ein Lächeln, vielleicht ein kleiner Tagtraum – oder einfach nur das Gefühl, dass dieser Abend ein bisschen heller war als andere.
Wenn man heute darüber spricht, merkt man schnell: Es sind genau diese Erinnerungen, die uns immer wieder zurück in die 90er holen. Nicht perfekt, nicht inszeniert, sondern echt. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum sie uns bis heute begleiten.
CITA bei VIVA Interaktiv mit Mola Adebisi am 20.12.1995
Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.
Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.
Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.
Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.
Für alle Fans von Caught in the Act, Schlagerliebhaber oder Menschen, die Eloy schon lange begleiten, ist dieses Buch ein emotionales und sehr aufrichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Lebenswegs.
Das erwartet dich im Buch:
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Ein ehrlicher Blick auf Eloys Kindheit, erste Träume und Hindernisse
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Der komplette Weg von CITA bis zu seinen heutigen Erfolgen
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Ein inspirierendes Porträt eines Künstlers, der nie aufgehört hat, an sich zu glauben
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