VIVA Interaktiv mit Mola Adebisi 1996 – Als Fanliebe noch auf Papier kam
Wenn ich heute an VIVA Interaktiv denke, bekomme ich sofort dieses warme Kribbeln im Bauch. Dieses Gefühl, das man nur hatte, wenn man als Teenie nach der Schule den Fernseher einschaltete, den Videorekorder vorsorglich auf „REC“ stellte und hoffte, dass Caught in the Act gleich im Studio auftauchen würden. Keine Push-Nachrichten, keine DMs, keine Likes – dafür Faxgeräte, Telefonleitungen und handgeschriebene Fanpost mit Herzchen am Rand. 💌
Am 31.10.1996 war es so weit: Caught in the Act waren zu Gast bei Mola Adebisi. Und allein diese Kombination war schon ein Ereignis für sich.
Fernsehen ohne Internet – und trotzdem näher dran als je zuvor
Heute wirkt es fast absurd, aber damals war das revolutionär: Fans konnten live Faxe ins Studio schicken. Wer so ein Gerät zu Hause hatte, war quasi Hightech-Königin der Klasse. Endlospapier lief heiß, Lippenstift-Kussmünder wurden auf Faxseiten gedrückt und irgendwo in Köln stapelten sich Liebeserklärungen an vier Jungs, die unser Teenie-Herz komplett übernommen hatten.
Wer kein Fax hatte, schrieb Briefe. Richtige Briefe. Mit Glitzerstiften. Und wer ganz viel Glück hatte, kam telefonisch durch – live on air! Diese Stimme im Hörer, die zitterte vor Aufregung, während im Hintergrund Mola lachte und CITA auf dem Sofa saßen… das war Magie. ✨
Kein Publikum im Studio – aber Fans vor der Tür
Was viele heute gar nicht mehr wissen: 1996 gab es bei VIVA Interaktiv noch kein Studiopublikum. Das kam erst später. Aber natürlich wussten wir Fans trotzdem, wenn CITA irgendwo auftauchten. Also standen draußen vor dem Gelände Trauben von Mädchen – vielleicht auch der eine oder andere tapfere Boygroup-Junge – und hofften auf einen Blick, ein Winken oder wenigstens ein Autodach, unter dem Lee oder Ben saßen.
Allein die Vorstellung, dass sie nur ein paar Meter entfernt waren, reichte aus, um Puls 180 zu bekommen.
Frisch aus Australien – und einfach nur müde
Gerade erst aus Australien zurück, erzählten die Jungs von ihren wenigen freien Tagen. Zwei Tage. ZWEI. Heute weiß man erst, wie verrückt dieser Tour-Alltag eigentlich war.
Eloy de Jong grinste charmant, als Mola fragte, was er gemacht habe: viel geschlafen, Besuch von Mutter und Schwester, Tee trinken. Ganz ehrlich? Genau das, was wir uns heimlich auch mit ihm vorgestellt hätten.
Lee Baxter gab zu, ebenfalls hauptsächlich geschlafen zu haben. Und Bastiaan Ragas? Der spielte Klavier und war mit Freunden unterwegs. Benjamin Boyce wirkte wie immer ein bisschen ruhiger, ein bisschen nachdenklicher – genau das, was ihn für viele so besonders machte.
Die eine Frage, die wirklich ALLE hören wollten
Dann kam sie. Die Frage aller Fragen.
„Könntet ihr euch vorstellen, euch in einen Fan zu verlieben?“
Man konnte förmlich hören, wie in tausenden Jugendzimmern gleichzeitig der Atem anhielt.
Benjamin erklärte vernünftig, dass man Zeit brauche, um sich zu verlieben. Eloy nickte. Bastiaan grinste. Und Lee? Lee sagte in diesem herrlich süßen Deutsch-Englisch-Mix:
„I can vorstellen!“
Dieser Satz hat sich bei mir eingebrannt. Für immer. 💘
Teddybären, Japan und andere Fan-Welten
Spannend war auch der Vergleich der Fans auf verschiedenen Kontinenten. Eloy erklärte, dass in Europa Teddybären auf die Bühne flogen – völlig normal für uns. In Asien hingegen sei das undenkbar. In Japan überreichten Fans Geschenke persönlich, respektvoll, fast zeremoniell.
Allein diese Geschichten ließen uns träumen. Von Konzerten in anderen Ländern. Von Reisen. Von einer Welt, die größer war als unser Kinderzimmer mit Bravo-Postern.
Trennungsgerüchte & ein legendärer Versprecher
Natürlich kam auch das große Gerücht zur Sprache:
„Wollt ihr euch wirklich Ende 1996 trennen?“
Ein kollektiver Schock – bis Bastiaan lachend entkräftete und dabei das legendäre Wort sagte: „Im Geigentel!“
Wir lachten. Sie lachten. Und für einen Moment war alles gut.
„Bring back the love“ – große Gefühle in London
Auch über das neue Musikvideo wurde gesprochen. „Bring back the love“ war damals frisch – und emotional. Eloy erklärte, dass der Clip in London gedreht wurde und die Geschichte erster großer Lieben erzählen sollte.
Als Teenie war klar: Das war kein Song. Das war ein Gefühl. Und wir waren mittendrin.
Telefonanrufe, Morgenmuffel & Heiratsanträge
Dann klingelten die Leitungen heiß. Nicole wollte wissen, ob die Jungs schlechte Angewohnheiten hätten. Ergebnis: alle Morgenmuffel. Sympathischer ging’s kaum.
Maria aus Rüsselsheim fragte nach dem perfekten Heiratsantrag. Eloy wollte kochen – und wenn es schmeckt, auf die Knie gehen. Romantik-Level: 90er deluxe.
Geraldine sprach ein ernstes Thema an: Rassismus. Bastiaan fand klare Worte – Herkunft und Hautfarbe spielten keine Rolle. Eine wichtige Botschaft, damals wie heute.
Familie, Management & der Papierberg der Liebe
Auf die Frage, was sie am meisten vermissten, antworteten die Jungs einstimmig: Familie. Zuhause. Mamas Essen.
Im dritten Teil der Sendung ging es dann nur noch um Faxe. Papier überall. Fragen zu Piercings, zu Eloys Bauchnabel (Latzhose sei Dank blieb alles jugendfrei 😄) und zu verrückten Fanaktionen.
Eine gebrochene Rippe, ein Putzfrauen-Outfit, eine Trennung „für Lee“. Seine Reaktion war ehrlich betroffen – und Ben konterte trocken:
„So toll ist er gar nicht!“
Humor, Herz und echte Momente.
Warum VIVA Interaktiv bis heute unvergessen ist
Wenn ich dieses Video heute sehe, weiß ich wieder ganz genau, warum diese Zeit so besonders war. Wir mussten warten. Hoffen. Schreiben. Wählen. Und genau deshalb fühlte sich jede Minute mit CITA so wertvoll an.
Keine Filter. Keine Inszenierung. Nur echte Gespräche, echte Fans und vier Jungs, die unser Leben ein kleines Stück heller gemacht haben.
👉 Wenn du die VIVA-Interaktiv-Videos mit Mola Adebisi und Caught in the Act noch einmal sehen willst – tu es. Und lass dein inneres 90er-Teenie-Herz kurz laut schlagen.
VIVA Interaktiv mit Mola Adebisi und Caught In The Act:
VIVA Interaktiv mit Mola Adebisi – Teil 1
VIVA Interaktiv mit Mola Adebisi – Teil 2
VIVA Interaktiv mit Mola Adebisi – Teil 3
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