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Willkommen zurück in Deiner Teenie-Zeit!

„My Arms Keep Missing You“ – und mein Herz gleich mit

Es gibt diese ganz bestimmten 90er-Momente, die sofort alles zurückholen: den Geruch von Haarspray, das Rascheln der BRAVO auf dem Bett – und BRAVO TV, das plötzlich nicht nur fertige Stars zeigte, sondern alles davor. Genau so ein Moment war der Clipdreh zu „My Arms Keep Missing You“ von Caught in the Act im Jahr 1995.

Ich war damals ein Teenie mit zu viel Gefühl, zu wenig Selbstbeherrschung und einem Videorekorder, der gefühlt nie aus war. Und als BRAVO TV verkündete, dass sie die Jungs beim Videodreh begleiten würden, war klar: Dieser Nachmittag gehört CITA. 

Der Dreh zur zweiten Single aus dem Album Caught In The Act Of Love fand am 13.04.1995 in den legendären Southbank Studios in London statt. Und was wir da zu sehen bekamen, war mehr als ein Musikvideo. Es war ein Blick hinter die Kulissen – und mitten rein in unsere Teenie-Herzen.

„Welche Hose soll ich anziehen?“ – Bastiaan live und ungefiltert

Schon ganz am Anfang war klar: Das hier wird kein durchgestylter PR-Clip. Bastiaan meldete sich als Erster zu Wort – leicht ratlos, leicht nervös und unfassbar sympathisch.

Er hielt zwei Hosen in die Kamera und fragte ernsthaft:
„Was denkt ihr – soll ich die eine oder die andere anziehen?“

Heute würde man sagen: Authentischer Content. Damals war es einfach nur aufregend. Ein Boyband-Mitglied, das uns fragt? Ich saß vorm Fernseher und hatte das Gefühl, Teil dieser Entscheidung zu sein. Spoiler: Ich hätte beide genommen. 😄

Lee, Karo & diese eine rote Hose

Dann kam Lee. Und spätestens da war es um mich geschehen. Ruhig, lächelnd, mit dieser ganz eigenen Art, die nie laut war – aber immer hängen blieb.

Er zeigte auf seine rote Karohose und erklärte ganz selbstverständlich, dass das seine private Hose sei. Die schwarz-weiße karierte dagegen: Video-Outfit.

Für uns Teenies war das eine Sensation. Ein Star, der eigene Klamotten trägt? Das machte ihn greifbar. Echt. Nahbar. Und natürlich noch interessanter.

„Wir drehen bestimmt bis 2 Uhr nachts!“ – Eloy ahnte es schon

Während wir auf dem Bett saßen und Snacks knabberten, war Eloy schon morgens in der Maske leicht skeptisch:
„Ich glaube, das wird ein sehr langer Tag.“

Bis zwei Uhr nachts – aber, und das war typisch CITA:
„Es macht trotzdem sehr viel Spaß.“

Und genau das hat man gespürt. Trotz Müdigkeit, trotz Wiederholungen, trotz Studio-Luft. Diese Mischung aus Professionalität und guter Laune war einer der Gründe, warum wir diese Band so geliebt haben.

Kulisse, Proben & diese legendäre Choreografie

Natürlich nahm uns BRAVO TV auch mit zur Kulisse des Drehs. Für mich war das wie ein Mini-Abenteuer: Kabel, Lichter, Spiegel, Tanzfläche.

Besonders magisch: die Proben. Die Jungs zeigten ihre perfekt einstudierte Choreografie – genau die, die wir zu Hause vorm Spiegel nachgetanzt haben. Nur eben diesmal live, nicht geschniegelt, nicht geschniegelt, sondern echt.

Und genau hier wurde klar: Das ist Arbeit. Harte Arbeit. Aber eben auch Leidenschaft.

Ein Song, der schon vorher mein Herz kannte

„My Arms Keep Missing You“ war damals ohnehin schon ein Ohrwurm – obwohl (oder gerade weil) er ein Cover war. Das Original stammt von Rick Astley.

Doch CITA machten daraus ihren Song. Und dann kam diese Geschichte …

Die tragische Liebesstory – und warum wir sie geglaubt haben

In einer Drehpause erzählte Lee, warum die Band ausgerechnet diesen Song aufgenommen habe.
Er berichtete von einem Mädchen, in das er jahrelang hoffnungslos verliebt gewesen sei. Sie habe ihn nie beachtet. Dann – endlich – kamen sie zusammen. Zwei Wochen. Ende. Herzschmerz.

Und weil der Song genau diese Gefühle ausdrückte, habe er ihr „My Arms Keep Missing You“ geschickt.

Ich weiß noch genau, wie ich da saß. Mit Gänsehaut. Mit Herzklopfen. Mit diesem typischen Teenie-Gedanken:
„Wie kann man jemanden wie LEE nicht lieben?“ 💔

Jahre später: „Das war kompletter Bullshit.“

Viele Jahre nach der Trennung von CITA kam die Wahrheit ans Licht.
Lee erklärte offen, dass diese Geschichte frei erfunden war.

Die Realität:

  • Das Management und die Plattenfirma suchten die Songs aus

  • Eine Boyband brauchte eine emotionale Liebesgeschichte

  • Romantik verkauft sich besser als Verträge

Lee sagte sogar lachend, man solle im Interview mal auf Benjamin und Bastiaan achten – man könne genau sehen, wie sie sich das Lachen verkneifen, weil sie wissen: Das ist kompletter Quatsch.

Und weißt du was?
Ich nehme es ihnen nicht übel. Kein bisschen.

Schauspiel, Wiederholungen & echte Professionalität

Beim Dreh selbst zeigte sich Lees Schauspielerfahrung. Er erklärte ruhig, dass man – egal wie oft eine Szene wiederholt wird – jedes Mal dieselben Gefühle transportieren muss.

Auch beim fünfzehnten Take.
Auch wenn man müde ist.
Auch wenn die Emotion eigentlich schon „verbraucht“ ist.

Das war ein Moment, der mir heute noch Respekt abringt. Hinter dem süßen Boyband-Image steckte echte Professionalität.

Neue Frisur, fertiges Video & ein runder Abschluss

Zum Schluss präsentierte Benjamin erst Eloys neue Frisur – deutlich kürzer als noch bei „Love Is Everywhere“ – und dann endlich: das fertige Musikvideo.

Und da war es. Dieses Gefühl.
Stolz. Verliebtheit. Nostalgie, noch bevor wir wussten, was dieses Wort bedeutet.

Fazit: Wir lieben den Song – mit oder ohne Märchen

Ja, die Liebesgeschichte war erfunden.
Ja, vieles war Business.
Ja, wir haben romantisiert.

Aber weißt du was?
Wir lieben „My Arms Keep Missing You“ trotzdem.

Weil der Song ein Teil unserer Teenie-Zeit ist.
Weil wir uns darin wiedergefunden haben.
Und weil diese Mischung aus Musik, Gefühl und kleinen Lügen uns begleitet hat – und bis heute ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Und ganz ehrlich:
Mein Herz vermisst diese Zeit manchmal auch. 💖

Der Clipdreh zu My arms keep missing you

Buchtipp: Eloy de Jong – Ganz bei mir

Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.

Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.

Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.

Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.

Für alle Fans von Caught in the Act, Schlagerliebhaber oder Menschen, die Eloy schon lange begleiten, ist dieses Buch ein emotionales und sehr aufrichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Lebenswegs.

Das erwartet dich im Buch:

  • Ein ehrlicher Blick auf Eloys Kindheit, erste Träume und Hindernisse

  • Der komplette Weg von CITA bis zu seinen heutigen Erfolgen

  • Private Geschichten über Liebe, Familie, Mut und Verlust

  • Viele großformatige Fotos aus seinem Leben

  • Ein inspirierendes Porträt eines Künstlers, der nie aufgehört hat, an sich zu glauben

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