HO HO HO – Willkommen zurück im Boygroup-Winter 1996
Ich schwöre, ich kann es heute noch fühlen: dieses ganz spezielle Kribbeln, wenn im Dezember der Fernseher lief, draußen alles grau war – und plötzlich Boygroups unseren kleinen Teenie-Kosmos erhellten. Weihnachten 1996 war nicht nur Lichterkette, Lebkuchen und „Kevin allein zu Haus“. Weihnachten war Let’s Christmas auf RTL2. Und mittendrin: Caught in the Act.
Für uns war das kein normales TV-Format. Das war ein Pflichttermin. Ein kollektives Teenie-Ritual. Hausaufgaben egal, Abendbrot egal – Boygroup-TV ging vor. Und ja: Heute weiß ich, dass vieles inszeniert war. Aber damals? Da war es echt. Zumindest für unser Herz.
Boygroups unterm Christbaum – Fernsehen mit Herzklopfen
„Let’s Christmas“ war kein steifes Weihnachtsprogramm. Es war locker, frech, augenzwinkernd – genauso, wie wir Boygroups mochten. Alle angesagten Bands dieser Zeit wurden interviewt, ein bisschen veralbert, ein bisschen ausgefragt. Und wir saßen davor, die Fernbedienung fest umklammert, in der Hoffnung, jedes Wort aufzusaugen.
Wenn Caught in the Act im Bild waren, wurde es bei mir still im Zimmer. Kein Rascheln mehr, kein Mitsingen, nur starren. Als würde gleich etwas Wichtiges passieren. Spoiler: Tat es auch. 💘
Fangeschenke, Fanträume & die große Frage: Wohin damit?
Gleich zu Beginn erzählte Lee, was mit all den Geschenken passierte, die Fans tonnenweise ins Büro schickten. Und allein diese Info fühlte sich an wie ein persönliches Gespräch.
„Wir bekommen so viele Geschenke von euch, die zu uns ins Büro geschickt werden – und wir nehmen sie alle mit nach Hause.“
HALLO?! 😭
Allein dieser Satz reichte, um mir einzureden, dass mein Brief vielleicht auch in irgendeiner Tasche gelandet war. Und dann kam die große Weihnachtsüberraschung: CITA hatten Geschenke für UNS dabei.
Bastiaan kippte eine Tüte Merch auf den Tisch – und ich wusste sofort: Das will ich. Diese typischen 90er-Stoff-Geldbeutel mit Klettverschluss, natürlich mit CITA-Logo. Heute lächeln wir darüber. Damals? Das war Luxus. Die Jungs signierten sie, und Fans konnten sie gewinnen. In meinem Kopf war ich schon Siegerin. Spoiler: War ich nicht. Aber der Traum lebte.
„Don’t Walk Away“ – und bitte nie aus dem Fernseher
Nicht alles war ernst gemeint – und genau das machte es so liebenswert. Beim Gespräch über den Videoclip zu „Don’t Walk Away“ erzählte Lee grinsend, dass das Auto so klein gewesen sei, dass sie angeblich zwei Wochen darin feststeckten, bis jemand mit einer Blechschere kam.
Ich habe das geglaubt. Wirklich. Zumindest ein kleines bisschen. 😂
Und selbst wenn nicht: Es war egal. Denn dieses Alberne, dieses Spielerische machte sie menschlich. Nicht unerreichbar. Nicht perfekt. Sondern nahbar.
Wohnungen, Disney-Figuren & Teenie-Kopfkino
Dann kam mein persönliches Highlight: Die Wohnungsstories.
Eloy erzählte von seinem Apartment mit vielen Walt-Disney-Figuren. Und ja, er hatte wirklich eine Mickey-Mouse-Toilettenbürste. Ich weiß noch, wie ich dachte: Okay, ich will später auch so wohnen. Mit Disney. Und mit Eloy. 😅
Benjamin beschrieb seine Wohnung als farbenfroh – gelb, schwarz, weiß, rosa, grün. Gelbe Sofas. Ein gelb-schwarz-weißer Teppich. Heute würde jeder Interior-Blogger Schnappatmung bekommen. Damals? Kreativ. Mutig. Besonders.
Lee sagte, seine Wohnung sei klein, aber gemütlich. Weich. Ein Ort zum Entspannen. Und plötzlich hatte ich dieses Bild im Kopf: Lee auf einem Sofa, Kerzenlicht, leise Musik. Danke fürs Kopfkino, RTL2.
Bastiaan setzte noch einen drauf: großes Haus, große Sofas, roter Vorhang, gelbe Wände, Holzböden, ein Piano. Und ein Garten, in dem er an Sommerabenden mit Freunden sitzt.
Das Résumé der Jungs war so simpel wie wahr:
„Schön ist es da, wo sich das Herz wohlfühlt.“
Und ganz ehrlich? Das habe ich mir gemerkt. Bis heute. 💞
Lappland, Schlitten & der „echte“ Weihnachtsmann
Als wäre das alles nicht schon magisch genug, erzählten sie von Weihnachten in Lappland. Mit Hundeschlitten. Mit Schnee. Mit dem echten Weihnachtsmann.
In meinem 90er-Teenie-Hirn war das der ultimative Beweis: Diese Jungs lebten in einer anderen Welt. Einer besseren. Einer mit Schnee, Musik und Magie. Und wir durften wenigstens für ein paar Minuten zuschauen.
Lappland, Schlitten & der „echte“ Weihnachtsmann
Als wäre das alles nicht schon magisch genug, erzählten sie von Weihnachten in Lappland. Mit Hundeschlitten. Mit Schnee. Mit dem echten Weihnachtsmann.
In meinem 90er-Teenie-Hirn war das der ultimative Beweis: Diese Jungs lebten in einer anderen Welt. Einer besseren. Einer mit Schnee, Musik und Magie. Und wir durften wenigstens für ein paar Minuten zuschauen.
„Bring Back the Love“ – Kinder, Erinnerungen & erste Gefühle
Besonders hängen geblieben ist mir auch die Geschichte zum Videodreh von „Bring Back the Love“. Bastiaan erzählte, dass es Eloys Idee war, Kinder einzubauen, die die Jungs in jungen Jahren darstellen sollten.
Es ging um erste Liebeserfahrungen, erste Gefühle, erste Unsicherheiten. Und plötzlich war klar: Diese Songs waren nicht nur hübsche Melodien. Sie handelten von genau dem, was wir selbst fühlten.
Dass zum Casting so viele Kinder kamen, dass die Auswahl schwerfiel, passte irgendwie perfekt. Auch wir Fans waren viele. Und jede von uns fühlte sich ein bisschen gemeint.
Weihnachtswünsche, die überraschend normal waren
Was mich damals – und heute noch mehr – berührt hat: Die Weihnachtswünsche der Jungs waren erschreckend bodenständig.
Lee wünschte sich, Weihnachten einfach bei seiner Familie zu verbringen. Ganz normal. Unter dem Christbaum. Mit Essen. Ohne Trubel.
Eloy wollte einen echten Weihnachtsbaum für die Weihnachtstour. Bastiaan liebte die Idee, Weihnachten mit Fans auf Tour zu verbringen. Und zwischendurch kam der Gedanke auf, doch einfach mal im Sommer Weihnachten zu feiern. Warum auch nicht?
Und dann dieser eine Satz, der plötzlich alles veränderte:
„Man sollte sich nicht jedes Jahr vornehmen, besser zu sein als im letzten. Man sollte jeden Tag nach der besten Lösung suchen.“
Mitten im Albernsein. Mit Stoff-Weihnachtsmännern in der Hand. Und doch: erstaunlich tief.
Warum „Let’s Christmas 1996“ mehr war als nur Fernsehen
Heute, fast 30 Jahre später, weiß ich: Dieses Boygroup-Special war mehr als Unterhaltung. Es war emotionale Begleitung. Für uns Teenies, die irgendwo zwischen Bravo-Postern, ersten Schwärmereien und Selbstfindung steckten.
„Let’s Christmas“ gab uns das Gefühl, Teil von etwas zu sein. Teil einer Zeit. Einer Generation. Einer Community. Und Caught in the Act waren ein riesiger Teil davon.
Vielleicht war es naiv. Vielleicht kitschig. Aber es war unser Weihnachten. Und ganz ehrlich? Ich würde sofort wieder davor sitzen. Mit glänzenden Augen. Und diesem ganz besonderen Gefühl im Bauch.
👉 Hier kannst du dir das „Let’s Christmas“-Special mit Caught in the Act noch einmal anschauen – und für ein paar Minuten wieder 15 sein. 🎄💿
Let’s Christmas – Boygroup Special mit Caught In The Act:
Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.
Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.
Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.
Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.
Für alle Fans von Caught in the Act, Schlagerliebhaber oder Menschen, die Eloy schon lange begleiten, ist dieses Buch ein emotionales und sehr aufrichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Lebenswegs.
Das erwartet dich im Buch:
-
Ein ehrlicher Blick auf Eloys Kindheit, erste Träume und Hindernisse
-
Der komplette Weg von CITA bis zu seinen heutigen Erfolgen
-
Private Geschichten über Liebe, Familie, Mut und Verlust
-
Viele großformatige Fotos aus seinem Leben
-
Ein inspirierendes Porträt eines Künstlers, der nie aufgehört hat, an sich zu glauben
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Lee
Eloy
Bastiaan
Benjamin
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