Wie viel Flirten verträgt eine Beziehung? Diese Frage konnte schon in den Neunzigern aus einem entspannten Sommerurlaub erstaunlich schnell eine Grundsatzdiskussion machen. Während der eine ein Lächeln am Strand vollkommen harmlos fand, sah der andere darin bereits den Anfang einer komplizierten Geschichte mit garantiert unangenehmem Ende. Genau darüber sprachen Benjamin Boyce, Bastiaan Ragas, Eloy de Jong und Lee Baxter bei CITA im Dr.-Mag-Liebesinterview 1996 – und ihre Antworten hätten unterschiedlicher kaum ausfallen können.
„Dr. Mag Love“ war eine ZDF-Aufklärungssendung für Jugendliche, die in insgesamt 44 Folgen Fragen rund um Liebe, Sexualität und Beziehungen behandelte. Damit die Themen nicht nach Schulbuch klangen, wurden regelmäßig prominente Gäste einbezogen. Caught In The Act waren dafür natürlich ideal: Vier der begehrtesten Teenie-Schwärme Europas sollten erklären, ob Fremdflirten erlaubt sei, was bei plötzlich auftauchenden Gefühlen für einen anderen Menschen zu tun wäre und welche Rolle Ehrlichkeit in einer Partnerschaft spielte. Für Fans war CITA im Dr.-Mag-Liebesinterview 1996 damit eine seltene Gelegenheit, nicht nur neue Posterposen, sondern persönliche Vorstellungen über Treue zu sammeln. Zugleich machten CITA im Dr.-Mag-Liebesinterview 1996 deutlich, dass selbst innerhalb einer eng verbundenen Band sehr verschiedene Beziehungsregeln gelten konnten.
Schon die Vorstellung der Band sorgte für unfreiwilligen Humor. Bastiaan wurde als Musiker bezeichnet, Eloy als der Lächelnde, Benjamin als Muskelmann und Lee als Philosoph. Als hätte nur einer der vier musikalische Fähigkeiten besessen, während die anderen für Zähne, Oberarme und nachdenkliche Sätze zuständig waren. Die Rollen passten zwar in die damals beliebte Boyband-Schublade, reduzierten die Mitglieder aber reichlich grob. Zum Glück zeigten CITA im Dr.-Mag-Liebesinterview 1996 anschließend selbst, dass ihre Gedanken ein wenig komplexer waren als diese vier Etiketten.
CITA im Dr.-Mag-Liebesinterview 1996 und ihre Rollen
Boybands wurden in den Neunzigern gern über klar erkennbare Typen vermarktet. Es gab den Ruhigen, den Lustigen, den Sportlichen und den Nachdenklichen, damit möglichst jeder Fan schnell einen persönlichen Favoriten finden konnte. „Dr. Mag Love“ trieb dieses Prinzip bei Caught In The Act auf die Spitze. Bastiaan bekam die Musik, Eloy sein Lächeln, Benjamin seine Muskeln und Lee die Philosophie zugeteilt. Für eine kurze Vorstellung war das einprägsam, aber zugleich erstaunlich frech.
Vor allem Bastiaans Titel als „der Musiker“ ließ unbeabsichtigt die Frage entstehen, was die übrigen drei dann eigentlich in einer singenden Gruppe machten. Natürlich konnten Benjamin, Eloy und Lee weit mehr, als gut auszusehen oder kluge Sätze zu formulieren. Eloy brachte eine professionelle Tanzvergangenheit mit, Lee hatte Schauspiel, Tanz und Gesang gelernt, und Benjamin besaß jene Bühnenenergie, die ihn innerhalb der Gruppe unverwechselbar machte. CITA im Dr.-Mag-Liebesinterview 1996 wurden dennoch zunächst so vorgestellt, als hätte das Redaktionsteam vier Eigenschaften aus einem sehr kleinen Lostopf gezogen.
Heute kann man darüber schmunzeln, zugleich verrät die Szene viel über die damalige Popkultur. Boyband-Mitglieder sollten auf den ersten Blick verständlich sein. Komplexe Persönlichkeiten waren für kurze Fernsehbeiträge offenbar weniger praktisch als feste Rollen, die sich in einem Halbsatz erklären ließen. Fans wussten selbstverständlich längst, dass hinter diesen Etiketten mehr steckte. Sie kannten Interviews, sammelten Berichte und achteten auf jedes kleine Detail, das dem offiziellen Image widersprach. Schon deshalb waren CITA im Dr.-Mag-Liebesinterview 1996 interessanter als die etwas einfallslose Rollenverteilung vermuten ließ.
Auch die Fragen des Beitrags bewegten sich in einem klar heterosexuellen Rahmen. Es ging um junge Männer, ihre Freundinnen und hübsche Mädchen im Urlaub. Das entsprach dem Bild, mit dem Boybands damals vermarktet wurden, ließ aber wenig Raum für andere Lebensrealitäten. Beim heutigen Ansehen gehört diese zeittypische Perspektive zur Einordnung. CITA im Dr.-Mag-Liebesinterview 1996 antworteten innerhalb eines Formats, das romantische Beziehungen sehr selbstverständlich nur in einer bestimmten Form dachte.
Trotzdem entwickelten sich aus der einfachen Ausgangsfrage überraschend unterschiedliche Standpunkte. Lee wollte Flirts möglichst ganz vermeiden, Benjamin vertraute auf klare Grenzen und gegenseitiges Vertrauen, Bastiaan sprach über ernsthafte neue Gefühle und Eloy stellte Ehrlichkeit in den Mittelpunkt. Die vermeintlich simplen Boyband-Typen zeigten damit mehr Nuancen, als ihre Vorstellung vermuten ließ. CITA im Dr.-Mag-Liebesinterview 1996 wurden plötzlich zu einer kleinen Gesprächsrunde über Nähe, Loyalität und die unangenehme Frage, wann ein harmloser Blick nicht mehr harmlos ist.
Lee wollte Flirts vermeiden, Benjamin setzte auf Vertrauen
Der Reporter leitete das Thema mit einer klassischen Urlaubssituation ein. Es sei Sommer, viele Menschen reisten in andere Länder und lernten dort attraktive Personen kennen. Dürfe man flirten, wenn zu Hause bereits eine Beziehung wartete, oder sollte man besser die Finger davon lassen? Lee übernahm als Erster und vertrat eine klare Linie. Er glaube nicht, dass man herumflirten sollte, weil daraus leicht unangenehme Situationen entstünden, aus denen man nur schwer wieder herauskomme. Damit eröffneten CITA im Dr.-Mag-Liebesinterview 1996 die Diskussion zunächst mit der vorsichtigsten möglichen Position.
Für Lee bestand die sicherste Lösung darin, gar nicht erst Teil dieser Flirtszene zu werden. Außerdem würde er selbst nicht wollen, dass seine Freundin mit anderen flirtete. Sein Standpunkt folgte damit einem einfachen Prinzip der Gegenseitigkeit: Was ihn beim Partner verletzen würde, wollte er auch selbst vermeiden. Bei CITA im Dr.-Mag-Liebesinterview 1996 war Lee tatsächlich der angekündigte Philosoph – allerdings mit einer ausgesprochen praktischen Methode zur Konfliktvermeidung.
Benjamin sah die Sache lockerer. Für ihn gehörte Flirten zu einem natürlichen Verhalten und musste nicht automatisch eine Beziehung bedrohen. Entscheidend sei, dass zwischen zwei Menschen echte Liebe und Vertrauen bestünden. Solange der Flirt nicht weitergehe, sollte er erlaubt sein. Damit zog Benjamin die Grenze nicht beim ersten Lächeln oder charmanten Gespräch, sondern bei dem, was anschließend daraus wurde.
Seine Antwort klingt auch heute vertraut, weil viele Paare genau diese Frage individuell aushandeln müssen. Für manche ist ein Flirt harmlose Bestätigung, für andere fühlt er sich bereits wie ein kleiner Vertrauensbruch an. Eine allgemeingültige Regel gibt es kaum. Benjamin setzte voraus, dass beide Partner einander vertrauen und dieselben Grenzen verstehen. Bei CITA im Dr.-Mag-Liebesinterview 1996 formulierte er damit den liberaleren Gegenentwurf zu Lees vorsichtiger Haltung.
Interessant ist, dass beide Antworten in sich logisch waren. Lee wollte vermeiden, dass aus einem Spiel eine Situation entstand, die niemand mehr kontrollieren konnte. Benjamin wollte einer stabilen Beziehung genügend Freiheit zutrauen, ohne Untreue zu akzeptieren. Der Unterschied lag weniger in der Bedeutung von Treue als in der Frage, wie früh eine Gefahr beginnt. CITA im Dr.-Mag-Liebesinterview 1996 zeigten so bereits nach wenigen Minuten, weshalb sich über Fremdflirten bis heute hervorragend diskutieren lässt.
Was passiert, wenn aus einem Flirt echte Gefühle werden?
Der Reporter ging anschließend einen Schritt weiter. Was sollte jemand tun, der bereits einen Partner hatte und plötzlich einen neuen Menschen kennenlernte, bei dem es ernsthaft funkte? Bastiaan begann mit dem Hinweis, dass diese Frage schwierig sei, weil die Bandmitglieder alle noch jung seien. Der Reporter fiel ihm sofort ins Wort und erklärte, so jung seien sie nun auch wieder nicht. Bastiaan bedankte sich dafür mit hörbarer Ironie – ein kleiner Moment, in dem das ernste Liebesthema kurz der gekränkten Boyband-Eitelkeit weichen durfte.
Danach antwortete Bastiaan durchaus ernsthaft. Wenn man jemanden treffe, bei dem das Herz schneller schlage und man auf Wolken schwebe, habe man ein Problem. Dann müsse man sich überlegen, mit wem man den Rest seines Lebens verbringen wolle. Seine Formulierung sprang sehr schnell vom ersten Kribbeln zur lebenslangen Entscheidung, doch genau darin lag ihre romantische Konsequenz. Für Bastiaan war ein echter Gefühlswechsel offenbar nichts, das sich dauerhaft neben einer bestehenden Beziehung verstecken ließ.
Bei CITA im Dr.-Mag-Liebesinterview 1996 wurde damit zwischen einem lockeren Flirt und einer neuen Liebe unterschieden. Solange ein Gespräch oder Blick keine tieferen Folgen hatte, konnte man über Grenzen diskutieren. Sobald Gefühle entstanden, musste eine Entscheidung getroffen werden. Bastiaans Antwort war nicht bequem, aber sie vermied die Vorstellung, zwei Beziehungen dauerhaft parallel führen zu können, ohne jemanden zu verletzen.
Benjamin ergänzte, dass Ehrlichkeit unverzichtbar werde, wenn bereits etwas mit einem anderen Mädchen passiert sei. Man müsse es der Partnerin sagen, auch wenn die Wahrheit unangenehm sei. Für ihn käme ein solcher Schritt nur infrage, wenn er sich tatsächlich neu verliebt hätte. Ein bloßer Flirt war in seiner vorherigen Antwort erlaubt gewesen; heimliches Handeln hinter der Grenze dagegen nicht. CITA im Dr.-Mag-Liebesinterview 1996 zeigten Benjamin somit lockerer als Lee, aber keineswegs gleichgültig gegenüber Verantwortung. Gerade an diesem Punkt wurden CITA im Dr.-Mag-Liebesinterview 1996 ernster, als es die sommerlich-lockere Ausgangsfrage zunächst erwarten ließ.
Diese Unterscheidung macht seine beiden Aussagen schlüssig. Vertrauen bedeutet nicht, dass alles folgenlos erlaubt ist. Es bedeutet, ehrlich über Grenzen zu sprechen und Konsequenzen zu übernehmen, wenn sie überschritten wurden. Natürlich klangen die Antworten in einem kurzen Jugendformat idealistischer, als Beziehungen im Alltag oft sind. Trotzdem vermittelten sie einen brauchbaren Gedanken: Gefühle lassen sich nicht immer planen, der Umgang mit ihnen aber sehr wohl.
Eloy machte Ehrlichkeit zum wichtigsten Beziehungswert
Eloy schloss das Interview mit einer besonders nachdenklichen Antwort ab. In einer wirklich guten Beziehung, glaubte er, spüre der Partner ohnehin, wenn etwas passiert sei oder sich Gefühle verändert hätten. Deshalb sei es am besten, offen darüber zu sprechen, wenn man sich zu jemand anderem hingezogen fühle. Ehrlichkeit gehöre schließlich zu den wichtigsten Grundlagen einer Beziehung.
Sein Gedanke verschob den Fokus vom Geständnis nach einer konkreten Handlung auf die emotionale Verbindung zwischen zwei Menschen. Wer einander gut kannte, bemerkte möglicherweise Distanz, Unruhe oder verändertes Verhalten, noch bevor die Wahrheit ausgesprochen wurde. Verschweigen schützte die Beziehung dann nicht, sondern verlängerte lediglich eine Unsicherheit, die längst im Raum stand. Bei CITA im Dr.-Mag-Liebesinterview 1996 brachte Eloy das Thema damit auf einen ruhigen, erwachsenen Abschluss.
Aus heutiger Sicht wirkt es bemerkenswert, wie ernsthaft die vier auf eine Frage antworteten, die leicht nur als Gelegenheit für süße oder freche Sprüche hätte genutzt werden können. Niemand behauptete, Eifersucht spiele keine Rolle, und niemand tat so, als seien neue Gefühle völlig unkompliziert. Lee setzte auf Abstand, Benjamin auf Vertrauen mit Grenzen, Bastiaan auf eine klare Entscheidung und Eloy auf Offenheit. Zusammen ergaben ihre Antworten kein einheitliches Regelwerk, aber ein erstaunlich vielfältiges Bild.
Zwischen den Interviewpassagen wurden Szenen aus dem Musikvideo zu „Let This Love Begin“ gezeigt. Der Clip stammte aus dem Jahr 1995, das Gespräch selbst wurde den Frisuren und der zeitlichen Einordnung zufolge jedoch erst 1996 geführt. Diese Mischung kann beim flüchtigen Ansehen leicht für Verwirrung sorgen. Die Bilder passten natürlich hervorragend zum Liebesthema, waren aber kein Beleg dafür, dass Interview und Videodreh gleichzeitig entstanden. CITA im Dr.-Mag-Liebesinterview 1996 trugen bereits den sichtbaren Stil einer späteren Bandphase.
Unter diesem Beitrag kannst Du das vollständige Interview noch einmal ansehen und prüfen, welcher Haltung Du heute am ehesten zustimmen würdest. Wer alte CITA-Aufnahmen gern wieder in längerer Form sehen möchte, findet die DVD „Remember Caught In The Act“ hier.* Sie enthält „Life & Private“, „The Video Collection“ und das Konzert „Forever Friends“. Vor allem zeigt CITA im Dr.-Mag-Liebesinterview 1996 aber, dass ein Lächelnder, ein Muskelmann, ein Philosoph und angeblich nur ein Musiker gemeinsam überraschend vernünftige Gedanken über Vertrauen und Ehrlichkeit entwickeln konnten.
Caught In The Act bei Dr. Mag: Ist Fremdflirten in einer Beziehung okay?
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