Bevor Caught In The Act Hallen füllten, Goldene Schallplatten entgegennahmen und mit ihren Postern zahllose Zimmerwände eroberten, standen Benjamin Boyce, Bastiaan Ragas, Eloy de Jong und Lee Baxter noch ziemlich am Anfang. Einer ihrer frühen Fernsehauftritte führte sie 1993 in die niederländische Musiksendung „Hitbingo“, wo sie nicht nur „Gonna Make You Mine“ präsentierten, sondern Fragen über New Kids On The Block, Freundinnen und sogar Brusthaare beantworten mussten. Caught In The Act bei Hitbingo ist deshalb eine wunderbare Rarität aus jener Zeit, in der noch niemand ahnte, wie groß diese Band nur wenige Jahre später werden würde.
Die Aufnahmen besitzen nicht die perfekte Bildqualität, an die wir uns heute gewöhnt haben, doch gerade das macht ihren Reiz aus. Man sieht vier junge Männer, die bereits singen, tanzen und charmant auf Fernsehfragen reagieren konnten, deren spätere Erfolgsgeschichte aber noch keineswegs geschrieben war. Bastiaan hoffte im Interview, bald ein Album aufnehmen zu dürfen; Benjamin kletterte für den Einspieler kurzerhand auf einen Baum; und am Ende bewiesen alle vier mit einer A-cappella-Version von „Hey You“, dass hinter dem geplanten Boyband-Image echte Stimmen steckten. Bei Caught In The Act bei Hitbingo begegnen wir nicht den fertigen Superstars, sondern einer Band, die sich ihren Platz im Rampenlicht erst noch erarbeiten musste.
Für langjährige Fans sind solche frühen Bilder besonders kostbar. Die vertrauten Gesten und Persönlichkeiten sind bereits erkennbar, wirken aber noch ungeschliffen und erstaunlich nah. Es gibt keine riesige Bühne, keine aufwendige Tourproduktion und keine kreischende Menschenmenge, die jedes Wort übertönt. Stattdessen bekommen wir einen kurzen Parkfilm, einen Auftritt, ein spielerisches Interview und vier Männer, die ihre Zukunft vorsichtig in Möglichkeiten formulieren. Genau deshalb fühlt sich Caught In The Act bei Hitbingo heute wie ein Blick in ein Familienalbum an, nur dass in diesem Album zufällig eine der beliebtesten Boybands der Neunziger heranwächst.
Caught In The Act bei Hitbingo – ganz am Anfang
„Hitbingo“ lief in den frühen Neunzigerjahren beim niederländischen Sender RTL 4 und wurde von Carlo Boszhard und Irene Moors moderiert. Der Kontakt zur Sendung kam nicht ausschließlich über offizielle Promotionwege zustande: Eloy und Carlo kannten sich privat, sodass ein wenig von jenem berühmten „Vitamin B“ half, der jungen Band einen wertvollen Fernsehtermin zu verschaffen. Was später selbstverständlich wirkte, war 1993 noch entscheidend. Jede Kamera, jede Vorstellung und jede Gelegenheit, einen Song zu präsentieren, konnte dazu beitragen, dass aus einem unbekannten Namen langsam eine wiedererkennbare Gruppe wurde.
Boszhard und Moors übernahmen wenig später auch die beliebte niederländische Sendung „Telekids“, in der CITA mehrfach zu Gast waren. Diese frühen Verbindungen zum niederländischen Fernsehen bildeten einen wichtigen Teil der Bandgeschichte, lange bevor Deutschland zum großen Zentrum ihrer Karriere wurde. Caught In The Act bei Hitbingo erinnert daran, dass der spätere Erfolg nicht plötzlich vom Himmel fiel, sondern aus vielen kleinen Auftritten, Kontakten und Chancen entstand, die manchmal nur wenige Sendeminuten dauerten.
Zu Beginn des Beitrags wurden die vier in einem kurzen Einspieler vorgestellt. Bastiaan, Eloy und Lee schlenderten durch einen Park, während Benjamin auf einen Baum geklettert war und seinen Bandkollegen entgegensprang. Weshalb ein zukünftiger Popstar zur Vorstellung unbedingt in einem Baum sitzen musste, blieb vermutlich schon damals ein Geheimnis der Fernsehregie. Zu Benjamin passte die Szene allerdings hervorragend: ein wenig unerwartet, leicht albern und sofort einprägsam. Bei Caught In The Act bei Hitbingo dauerte es nur wenige Sekunden, bis seine verspielte Art sichtbar wurde.
Gerade dieser kleine Moment wirkt rückblickend fast symbolisch. Während drei Bandmitglieder den geplanten Weg durch den Park nahmen, kam Benjamin aus einer Richtung, mit der niemand gerechnet hatte. Später sollte er innerhalb der Gruppe ebenfalls häufig durch trockenen Humor, Direktheit und einen etwas anderen Blick auffallen. Natürlich war der Baumsprung nur eine harmlose Inszenierung, doch für Fans steckt in solchen Bildern genau die Art von Persönlichkeit, die aus einem frühen Fernsehclip eine Erinnerung macht. Caught In The Act bei Hitbingo waren noch weit von ihrer großen Boyband-Ära entfernt und zugleich schon unverkennbar sie selbst.
Gonna Make You Mine und der Vergleich mit New Kids On The Block
Nach dem Einspieler stand „Gonna Make You Mine“ auf dem Programm. Der Titel war die erste CITA-Single, für die ein eigener Videoclip produziert wurde, auch wenn dessen Budget offensichtlich nicht mit den späteren Produktionen mithalten konnte. Gerade diese bescheidene Machart besitzt heute ihren ganz eigenen Charme. Man erkennt den Ehrgeiz, sieht aber ebenso, dass die großen finanziellen Möglichkeiten noch nicht vorhanden waren. Caught In The Act bei Hitbingo präsentierten den Song mit der Energie einer Band, die jede Gelegenheit nutzen musste und noch nicht davon ausgehen konnte, dass der nächste Fernsehtermin automatisch folgen würde.
Nach dem Auftritt sprach Carlo Boszhard die vier auf einen Vergleich an, der junge Boybands in jener Zeit fast zwangsläufig traf. Sie erinnerten ihn an New Kids On The Block. Ob ihn das störe, wollte er von Bastiaan wissen. Bastiaan reagierte gelassen: Nein, sie seien einfach Caught In The Act, auch wenn sie selbstverständlich ebenfalls sangen und tanzten. Diese Antwort klingt rückblickend beinahe wie eine kleine Standortbestimmung. Die Gemeinsamkeiten des Genres ließen sich nicht leugnen, doch Caught In The Act bei Hitbingo wollten nicht als Kopie einer bereits erfolgreichen Gruppe wahrgenommen werden.
Der Vergleich war verständlich. New Kids On The Block hatten vorgemacht, wie wirkungsvoll mehrstimmiger Pop, Choreografien und unterschiedliche Persönlichkeiten innerhalb einer Gruppe sein konnten. Für eine neue Formation bestand die Herausforderung darin, dieses bekannte Prinzip zu nutzen und trotzdem ein eigenes Gesicht zu entwickeln. 1993 war noch nicht abzusehen, ob CITA das gelingen würde. Das Interview zeigt jedoch, dass zumindest Bastiaan schon früh Wert auf den eigenen Namen und die eigene Identität legte. Als Caught In The Act bei Hitbingo auftraten, wollten sie nicht „die niederländische Version von“ sein, sondern eine Band, an deren Namen man sich erinnerte.
Bastiaan sprach außerdem über die nächsten Ziele. Man hoffe, bald ein Album aufnehmen zu können, erklärte er. Dieser Wunsch sollte sich erfüllen, allerdings erst zwei Jahre später mit „Caught In The Act Of Love“. „Gonna Make You Mine“ schaffte es nicht auf dieses Debütalbum, denn bis 1995 hatten sich Sound, Präsentation und Karriere der Band deutlich weiterentwickelt. Genau deshalb berührt die Aussage heute: Bei Caught In The Act bei Hitbingo war ein eigenes Album noch kein selbstverständlicher Punkt im Veröffentlichungsplan, sondern ein großer Traum, den Bastiaan vorsichtig aussprach.
Wer die spätere Laufbahn kennt, möchte den vier am liebsten durch den Bildschirm zurufen, dass sie durchhalten sollen. Vor ihnen lagen „Love Is Everywhere“, „Let This Love Begin“, „My Arms Keep Missing You“, Tourneen und eine Fangemeinschaft, die Jahrzehnte später noch über diesen frühen Auftritt sprechen würde. 1993 wussten sie davon nichts. Sie hatten einen Song, einen preiswert produzierten Clip und Hoffnung. Caught In The Act bei Hitbingo zeigen damit besonders schön, wie unspektakulär große Geschichten manchmal beginnen.
Keine Freundinnen, wenig Zeit und zwei Brusthaare
Natürlich durfte in einem frühen Boyband-Interview die Frage nach festen Freundinnen nicht fehlen. Die Antwort fiel so aus, wie Management und Fanmarketing es damals erwarteten: Nein, keine Freundin, außerdem fehle ohnehin die Zeit. Damit blieb die romantische Fantasie des Publikums unangetastet. Jedes Bandmitglied war theoretisch erreichbar, auch wenn zwischen dem heimischen Sofa und einem echten Treffen noch einige praktische Schwierigkeiten lagen. Bei Caught In The Act bei Hitbingo wurde bereits jene Erzählung aufgebaut, die später zum festen Bestandteil der öffentlichen Darstellung werden sollte.
Benjamin erklärte nach dem Ende der Band, dass solche Aussagen nicht immer dem wirklichen Privatleben entsprachen, sondern mit Vorgaben des Managements zusammenhingen. Mitte der Neunziger war er mit der deutschen Moderatorin Aleksandra Bechtel liiert und wollte die Beziehung nicht dauerhaft verheimlichen, während Manager Cees van Leeuwen auf den vereinbarten Regeln bestand. Dieser Konflikt trug zu den späteren Spannungen bei, sollte aber nicht als einzige Erklärung für das komplexe Ende der Band verkürzt werden. Im Jahr 1993 wirkte die Freundin-Frage an Caught In The Act bei Hitbingo noch wie ein harmloser Bestandteil des Spiels zwischen Boyband und Fans.
Heute erscheint es befremdlich, dass erwachsene Künstler vertraglich oder strategisch dazu gedrängt wurden, ihr Privatleben zu verleugnen. Damals gehörte die künstliche Verfügbarkeit jedoch zum Geschäftsmodell vieler Boybands. Die Songs handelten von Liebe, die Poster blickten direkt ins Jugendzimmer, und eine reale Partnerin störte in den Augen mancher Verantwortlicher die sorgfältig gepflegte Illusion. Für die Musiker bedeutete das, ständig zwischen persönlicher Wahrheit und öffentlicher Rolle abzuwägen. Caught In The Act bei Hitbingo liefern somit schon früh ein Beispiel dafür, wie scheinbar lockere Interviewantworten von einer größeren Vermarktungsstrategie geprägt sein konnten.
Carlo Boszhard wechselte anschließend zu einer Frage, die vermutlich vor allem das „sexy Level“ der Sendung sichern sollte: Hatten die Jungs eigentlich Brusthaare? Benjamin und Lee verneinten. Eloy gab zu, welche zu besitzen, wollte sie jedoch nicht zeigen, während Bastiaan scherzte, er könne ungefähr zwei Haare vorweisen. Viel intimer wurde das Gespräch glücklicherweise nicht. Die Szene ist trotzdem herrlich typisch für frühe Neunziger-Unterhaltung, in der ein Moderator mit wenigen Worten für Kichern sorgen konnte und niemand ein aufwendiges Enthüllungsformat benötigte. Bei Caught In The Act bei Hitbingo reichten zwei angebliche Brusthaare vollkommen aus.
Der Tresorcode und ein A-cappella-Abschied
Nach Musik und Interview mussten die vier beweisen, dass sie nicht nur gut aussehen und harmonisch tanzen konnten. Vor ihnen stand ein Tresor, dessen Zahlenkombination innerhalb von drei Minuten geknackt werden sollte. Das Prinzip erinnerte an „Mastermind“: Nach jedem Versuch wurde angezeigt, welche Zahlen richtig waren und welche sich bereits an der passenden Position befanden. Die Band löste die Aufgabe so schnell, dass nicht einmal die Hälfte der vorgesehenen Zeit verstrichen war. Caught In The Act bei Hitbingo zeigten damit nebenbei, dass vier Boyband-Köpfe gemeinsam durchaus mehr zustande brachten als eine tadellose Frisur.
Carlo Boszhard war offenbar beeindruckt und versprach anschließend, Caught In The Act nie wieder mit New Kids On The Block zu vergleichen. Ob dieses Versprechen wirklich für alle Zeiten galt, wissen wir nicht, doch innerhalb der Sendung war der Tresor damit mehr als ein Spielgerät. Die vier hatten sich symbolisch ihren eigenen Namen erarbeitet und den Moderator so schnell überzeugt, wie sie zuvor den Zahlencode entschlüsselt hatten. Aus dem anfänglichen Vergleich wurde bei Caught In The Act bei Hitbingo ein kleiner Triumph der Eigenständigkeit.
Zum Abschluss sangen Benjamin, Bastiaan, Eloy und Lee „Hey You“ a cappella. Der Titel war bereits 1992 als erste Single erschienen, hatte in den Niederlanden jedoch keinen Erfolg. Ohne große Begleitung und technische Ablenkung rückten nun die Stimmen in den Mittelpunkt. Gerade für eine Band, die häufig über Aussehen und Choreografien vermarktet wurde, war dieser Moment wichtig. Er zeigte, dass hinter dem Konzept Musiker standen, die gemeinsam singen konnten. Caught In The Act bei Hitbingo verabschiedeten sich damit nicht mit einer weiteren Spielrunde oder einem letzten Witz, sondern mit dem Fundament ihrer Arbeit.
Dass „Hey You“ zunächst floppte, macht die Aufnahme heute nicht weniger wertvoll. Im Gegenteil: Frühere Misserfolge gehören zu einer Erfolgsgeschichte, auch wenn sie später gern aus der glänzenden Rückschau verschwinden. Ohne diese ersten Singles, kleinen Sendungen und bescheidenen Videos hätte es die großen Hits möglicherweise nie gegeben. Caught In The Act bei Hitbingo erinnern daran, dass eine Karriere aus vielen Versuchen besteht und dass selbst ein Song ohne Chart-Erfolg Jahre später einen besonderen Platz im Herzen der Fans haben kann.
Unter diesem Beitrag kannst Du den Auftritt, das Interview und den frühen Videoclip noch einmal ansehen. Die Bildqualität ist nicht perfekt, aber bei einer echten Rarität aus dem Jahr 1993 wäre Hochglanz beinahe unpassend. Viel wichtiger sind Benjamins Sprung vom Baum, Bastiaans vorsichtiger Albumwunsch, Eloys standhaft verborgenes Brusthaar, der erstaunlich schnell geöffnete Tresor und vier Stimmen, die am Ende ohne musikalisches Sicherheitsnetz zusammenfinden. Caught In The Act bei Hitbingo zeigen eine Band kurz vor der großen Reise – und wir dürfen heute wissen, dass sich das Durchhalten gelohnt hat.
Caught In The Act bei „Hitbingo“ in Holland 1993:
Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.
Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.
Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.
Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.
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