Wie ich vor dem Röhrenfernseher den Atem anhielt
Wenn du in den 90ern Teenie warst, dann kennst du dieses elektrische Kribbeln: Zimmer aufgerĂ€umt (naja⊠halbwegs), Duftkerze âVanilleâ brennt, die Bravo-Poster von Caught in the Act hĂ€ngen wie HeiligtĂŒmer an der Wand â und dann gehtâs los: ZDF Hitparade! Genau dort passierte am 30. April 1995 mein persönlicher Herzstillstand in Echtzeit. Unser Song der Stunde âLove Is Everywhereâ sollte die BĂŒhne ĂŒbernehmen â Caught in the Act ZDF Hitparade 1995, endlich! Und was machte Bastiaans Mikro? Nichts. Einfach nichts. Mein Puls? 180.
Der groĂe Abend: CITA erobern die ZDF Hitparade
Die Einladung in die ZDF Hitparade war damals so, als wĂŒrde dir die coole 12b sagen: âKomm zu unserer Party â du bist VIP.â Nach dem TV-Coup bei Gute Zeiten, schlechte Zeiten schoss âLove Is Everywhereâ in den Charts nach oben wie Konfetti in einer Silvesternacht. NatĂŒrlich wollten alle die vier Jungs sehen: Lee, Bastiaan, Eloy, Benjamin â perfekte Frisuren, strahlende Grinsen, und wir zu Hause klebten an der Mattscheibe, als hĂ€tten wir doppelseitiges Klebeband in den HĂ€nden.
Der Pannen-Moment: Bastiaan setzt an â das Mikro nicht
Der Applaus brandete, Kameras schwenkten, die Scheinwerfer tanzten â und Bastiaan holte Luft fĂŒr seine Leadstimme. Wir hielten kollektiv die unseren an. 3⊠2⊠1⊠Stille. Das Mikrofon verweigerte jedes Lebenszeichen. Einen winzigen Augenblick lang war die BĂŒhne wie eingefroren. Ich weiĂ noch, wie ich die Fernbedienung fester drĂŒckte (als könnte man durch guten Willen Töne anschalten). Die Jungs? Ein kurzer Blick, ein schiefes Grinsen, pure Profi-Gelassenheit. Kein Drama, kein Augenrollen â nur dieser sĂŒĂe âErwischt, aber wir stehen drĂŒberâ-Charme.
Uwe HĂŒbner sprintet â und rettet den Flow
Und dann kam Uwe HĂŒbner, der Zeremonienmeister der Hitparade, in Bestzeit angerauscht. Neues Mikro in der Hand, Charme an, Stimme ruhig â so wie der nette Onkel, der dir versichert: âAlles gut, wir kriegen das wieder hin.â Er quatschte die Stille in den Hintergrund, nahm die Spannung raus und gab den Jungs Platz zum Atmen. FĂŒr uns Teenies war das die elegante Seite von Live-TV: echte Reaktionen, keine sterile Perfektion, sondern BĂŒhnenmagie mit menschlichen Kanten.
A cappella, Baby: Wenn Pannen zu GĂ€nsehaut werden
Um die Sekunden zu ĂŒberbrĂŒcken, bat Uwe die Jungs, eine Strophe a cappella zu singen. Und genau da passierte dieser Moment, an den ich mich bis heute erinnere: keine Playback-Sicherheit, keine Technik als Schutz â nur Stimmen, Timing, BandgefĂŒhl. Das war intim und nah, so als wĂŒrden CITA direkt in mein Kinderzimmer singen. Wer braucht schon perfekte Technik, wenn vier Stimmen reichen, um uns den Boden unter den FĂŒĂen watteweich zu machen?
Dann klappte wieder alles â und wir tanzten im Wohnzimmer
Wenig spĂ€ter funktionierte die Technik, âLove Is Everywhereâ startete richtig â und mein Teppich verwandelte sich in die BĂŒhne, auf der ich mit imaginĂ€rem Mikro performte. Klar, die Caught in the Act ZDF Hitparade 1995-Panne war âpeinlichâ fĂŒr die Produktion â aber fĂŒr uns war sie ikonisch. Denn diese kleinen UnfĂ€lle zeigen, wie echt Live-Auftritte sind. Und sie machten CITA noch sympathischer.
Warum uns gerade diese Panne so berĂŒhrt hat
Als 90er-Teenie wollten wir NĂ€he, BestĂ€tigung, das GefĂŒhl: âSie sind echt!â Diese Panne war wie ein kleiner Beweis: Auch Stars haben Momente, in denen etwas nicht klappt â und sie bleiben charmant. FĂŒr uns Fans bedeutete das: Wir liebten nicht nur die Single, wir liebten die Jungs dafĂŒr, wie sie mit Druck umgingen. Sie lachten, zogen durch â und sorgten am Ende fĂŒr einen Auftritt, der im GedĂ€chtnis blieb.
Ein kurzer Blick zurĂŒck: Was die ZDF Hitparade so besonders machte
Die ZDF Hitparade war ĂŒber Jahrzehnte eines der musikalischen Wohnzimmer Deutschlands. Kein fancy Social-Media-Hype, kein Algorithmus â hier zĂ€hlte die BĂŒhne, der Song, die PrĂ€senz. Moderator*innen wie Uwe HĂŒbner gaben der Show ein Gesicht: verbindlich, charmant, mit einer Mischung aus MusikverstĂ€ndnis und Fernsehinstinkt.
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Musikalisches Schaufenster: Wer hier auftrat, war in der Mitte des Mainstreams angekommen â von Schlager ĂŒber Pop bis hin zu tanzbaren Radio-Hits.
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PublikumsnĂ€he: Die Show vermittelte das GefĂŒhl, die KĂŒnstler*innen wĂ€ren greifbar. Kein Wunder, dass wir uns mit Poesiealbum-SprĂŒchen und Kassettenrekorder vor den TV setzten.
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TV-Kult: In einer Zeit ohne TikTok und Insta war die ZDF Hitparade unser Hashtag â nur eben in Form von PausengesprĂ€chen in der Schule und Fan-Briefen mit Glitzerstift.
CITA + Hitparade = 90er-MĂ€rchen mit Happy End
Dass Caught in the Act ZDF Hitparade 1995 so gut zusammenpasste, lag auf der Hand: Der Sound war catchy, das Image herzoffen, die Choreos magnetisch. Die Panne? Ein Mini-Stolperer auf dem Weg zu einem groĂen TV-Moment. Und ehrlich, wir habenâs geliebt: Die Jungs waren nahbar, professionell und liebenswert zugleich. Kein Groll, kein Abbruch â stattdessen Teamgeist und eine Prise Humor.
Fan-Magie: Was ich damals dachte (und heute noch denke)
Ich saĂ da, 14, mit meinem Lieblings-Lipgloss (der klebte wie Sekundenkleber), und dachte: âWenn Bastiaan jetzt doch einfach zu uns nach Hause singen wĂŒrde!â Diese TV-Minuten waren unser Konzert-Ticket ohne Stadion, unser Treffpunkt mit Freundinnen â wir riefen uns danach an, schrien in den Hörer, und planten schon, wie wir beim nĂ€chsten Klassenfest die Choreo nachtanzen.
Heute spule ich in meinen Erinnerungen zurĂŒck und denke: Diese Panne war unser GlĂŒck. Weil sie uns zeigte, warum wir Fans sind: nicht wegen der perfekten Show, sondern wegen der echten Momente dazwischen.
âLove Is Everywhereâ â und zwar auch im Wohnzimmer
Nach dem a cappella-Intermezzo zĂŒndete der eigentliche Auftritt doppelt: Die Anspannung fiel ab, die Erleichterung war spĂŒrbar, und der Song bekam dadurch fast so etwas wie âzweiten Startbonusâ. Wir tanzten, wir sangen mit, wir vergaĂen die Welt um uns herum. Die Single war sowieso auf dem Sprung â aber durch Auftritte wie diesen wurde sie zum Soundtrack einer ganzen Fan-Generation.
Technische Pannen: Warum sie TV-Legenden schreiben
In Zeiten, in denen alles perfekt editiert wirkt, ist so eine Live-Panne Schatzmaterial. Sie macht Geschichten. Sie sorgt dafĂŒr, dass wir noch Jahre spĂ€ter sagen: âWeiĂt du noch, Caught in the Act ZDF Hitparade 1995, das Mikro-Drama?â Und insgeheim grinsen wir, weil wir dabei waren â ob im Studio oder vor dem Fernseher.
Kleine Fun-Facts & Nostalgie-KrĂŒmel
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A cappella in einer groĂen TV-Show ist kein Kinderspiel: Du stehst ohne Netz, hörst dich anders, musst dich aufeinander verlassen â CITA zeigte hier echte Band-DNA.
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Moderationsgold: Uwe HĂŒbners ruhige Art war wie Baldriantee fĂŒrs Livesystem. Danke dafĂŒr.
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Fan-Effekt: Nach so einem Moment steigen nicht nur Sympathiewerte, sondern auch Erinnerungswerte â die Band bleibt im Herzen hĂ€ngen.
Willst du den Auftritt nochmal sehen?
Lausche der Stille, dem Grinsen, dem a cappella â und dann dreh den Ton hoch, wenn âLove Is Everywhereâ richtig einsetzt. Du wirst dich fĂŒhlen wie damals. Versprochen.
Die Caught in the Act ZDF Hitparade 1995-Performance war nicht nur ein TV-Auftritt. Sie war ein Fan-Ritual. Ein Abend, an dem wir lernten, dass Perfektion ĂŒberbewertet ist â und dass Herz, Humor und Harmonie am Ende jede Technik ĂŒberstrahlen. FĂŒr uns 90er-Teens war das kein peinlicher Unfall, sondern ein gemeinsamer Triumph. Und vielleicht der Grund, warum wir die Jungs heute noch feiern.
Peinliche Panne – CITA in der ZDF Hitparade:
đ FĂŒr alle, die Eloy schon in den 90ern geliebt haben â und heute noch mehr bewundern!
Er war der charmante Herzensbrecher von Caught in the Act, dem Millionen MĂ€dchenherzen zuflogen. Doch hinter dem strahlenden LĂ€cheln verbarg sich eine Wahrheit, die in der Popwelt damals undenkbar war: Eloy de Jong liebte MĂ€nner. Seine Liebe zu Boyzone-SĂ€nger Stephen Gately wurde zu einem mutigen Tabubruch in einer Branche, die Idole als âperfekte JungstrĂ€umeâ vermarkten wollte.
Heute ist Eloy einer der beliebtesten SĂ€nger Deutschlands â mit ausverkauften Konzerten, TV-Auftritten und einem Publikum, das ihn so feiert, wie er wirklich ist. Mit seinem Hit âEgal was andere sagenâ â einer Hommage an Stephen â rĂŒhrte er Millionen zu TrĂ€nen.
In seiner bewegenden Autobiografie nimmt Eloy dich mit auf seine Reise: von einer Kindheit voller Herausforderungen, ĂŒber den Druck, seine wahre IdentitĂ€t zu verstecken, bis hin zu seinem Coming-Out und dem GlĂŒck, heute als stolzer, schwuler Familienvater zu leben. Offen, ehrlich, berĂŒhrend â und voller Momente, die dich nicht mehr loslassen.
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Mehr Auftritte von CITA findest Du hier:
Mike Diehl begleitete 1998 CITA zu ihrem letzten Auftritt!
Es war mitten in der Nacht, als alles langsam zu Ende ging.
Caught in the Act landeten ein letztes Mal gemeinsam â und niemand wusste, wie schwer dieser Abschied wirklich werden wĂŒrde.
Ein Moment zwischen MĂŒdigkeit, RealitĂ€t und ganz viel GefĂŒhl.
Benjamin Boyce | No more heroes | Popcorn live (23.10.1999)
Als die Boyband-Zeit endete, begann fĂŒr viele Fans ein neues Kapitel â und fĂŒr Benjamin Boyce ein mutiger Neuanfang.
Sein Auftritt bei Popcorn live 1999 zeigt eine Seite, die damals kaum jemand erwartet hatte.
Ein Moment zwischen Abschied und Aufbruch, der bis heute nachhallt.
CITA bei BÀrbel SchÀfer 1995: Pikante Klo-Geschichten und You know!
CITA bei BĂ€rbel SchĂ€fer 1995 â als Fanliebe noch diskutiert wurde đâš Es gibt diese Fernsehmomente, die sich unauslöschlich ins Teenie-Herz brennen. FĂŒr mich â 15 Jahre alt, voller TrĂ€ume, Bravo-Abo im Herzen und Poster an jeder freien Wand â war der November 1995 so ein Moment. Caught in the Act...
HollymĂŒnd 1998: CITAs Auftritt mit „Baby come back“
Super, Metty 1998: CITA lernten erstaunlichen Glas-Trick!
Es gibt diese Erinnerungen, die sich ganz leise ins Herz schleichen. Keine groĂen BĂŒhnen, keine kreischenden Massen â sondern diese kleinen, fast unscheinbaren TV-Momente, die man damals vielleicht nach der Schule geschaut hat. Und genau so ein Moment war der Auftritt von Caught in the Act bei...
Das Leben ist ein Hit – CITA bekamen einen 562m langen Fanbrief!
Es gibt diese Momente, die sich so tief ins GedĂ€chtnis einbrennen, dass man sie auch Jahrzehnte spĂ€ter noch ganz genau vor sich sieht. Und wenn ich an die 90er zurĂŒckdenke, dann gehören genau solche Szenen einfach dazu: kreischende Fans, selbstgemalte Plakate, zitternde HĂ€nde â und dieses GefĂŒhl,...
Arabella 1996: „Ich liebe Caught In The Act!“ (Ganze Sendung)
Es gibt diese Fernsehmomente, die sich einfach eingebrannt haben. Und wenn ich heute an Caught in the Act bei Arabella 1996 denke, dann ist da sofort dieses GefĂŒhl wieder da: dieses Kribbeln, dieses âOh mein Gott, sie sind wirklich da!â â und gleichzeitig dieses völlig verrĂŒckte Fan-Chaos, das wir...
Caught In The Act
Die einstige Boyband „Caught In The Act“, bestehend aus Benjamin Boyce, Lee Baxter, Bastiaan Ragas und Eloy de Jong, erlebte von 1992 bis 1998 groĂe Erfolge in Europa und Asien. Mit insgesamt erstaunlichen 15 Hit-Singles und ĂŒber 15 Millionen verkauften TontrĂ€gern erlangten sie 15 Gold- und 2 Platin-Auszeichnungen. Insbesondere in Deutschland hinterlieĂen sie ihre Spuren, als sie sich Ende 1994 in der RTL-Vorabendserie „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ selbst darstellten und mit „Love is everywhere“ ihren Durchbruch feierten. Am 16.08.1998 verabschiedeten sie sich mit einem bewegenden Abschiedskonzert in Magdeburg.
Das glanzvolle Comeback an Silvester 2015
Erstmalig nach mehr als 18 Jahren stand „Caught In The Act“ am Silvesterabend 2015 wieder gemeinsam auf der BĂŒhne, diesmal ohne Benjamin Boyce. In der Sendung „Willkommen 2016“ begeisterten sie das Publikum live am Brandenburger Tor in Berlin mit einer neuen Version von „Love is everywhere 2.0“.
Auftritte bei 90er Festivals
Inzwischen hat auch Eloy de Jong die Band verlassen. Mit Axel de Graaf und Marcel Vogelaar ist „Caught In The Act“ wieder zu einer vierköpfigen Einheit herangewachsen und erfreut Fans auf verschiedenen 90er-Festivals.
Die Solo-Wege der Bandmitglieder
Doch was unternehmen die vier Mitglieder heutzutage? Eloy de Jong widmet sich dem Schlagersingen, Bastiaan Ragas veröffentlicht Lieder auf HollÀndisch und Englisch, Lee Baxter schafft Musik im Stil der 80er Jahre, und Benjamin Boyce hat Amerika als sein neues Zuhause gewÀhlt.









