Caught In The Act bei Vampy: Ein Liebesinterview mit Herzklopfgarantie
Es gab in den 90ern Fernsehmomente, auf die man sich vorbereiten konnte. Man studierte gewissenhaft die Programmzeitschrift, markierte den Auftritt mit Textmarker und saß mindestens zehn Minuten zu früh vor dem Fernseher, damit bloß keine Sekunde verloren ging. Und dann gab es diese anderen Momente, die einen völlig unvorbereitet trafen. Man wollte eigentlich nur ein wenig Kinderprogramm schauen, dachte an Zeichentrickserien, lustige Puppen und harmlose Geschichten – und plötzlich standen Caught In The Act im Bild und sprachen über ihre Traumfrauen.
Genau so einen kleinen Schatz bescherte uns 1996 die RTL-II-Kindersendung „Vampy“. In einem Liebesinterview durften Benjamin Boyce, Bastiaan Ragas, Eloy de Jong und Lee Baxter erzählen, worauf sie bei einem Mädchen achteten, wie sie sich untereinander verstanden und wohin sie gern in den Urlaub fahren würden. Als wäre das allein nicht schon genug gewesen, sangen die vier Jungs der Reporterin auch noch a cappella „My Arms Keep Missing You“.
Man stelle sich bitte kurz vor, man wäre damals an ihrer Stelle gewesen. Vier der begehrtesten Boyband-Stars der 90er stehen in einer lauen Sommernacht direkt vor einem, sehen einen an und singen gemeinsam ein Liebeslied. Vermutlich hätte ein erheblicher Teil der damaligen Fangemeinde danach keine einzige vernünftige Frage mehr zustande gebracht. Vielleicht noch ein leises „Wie bitte?“ oder ein überraschend ehrliches „Könnt ihr das noch einmal machen?“, doch Reporterin Cindy blieb erstaunlich gefasst.
Zumindest äußerlich.
Vampy, Kinderfernsehen und plötzlich vier Traumtypen
„Vampy“ war eine Kindersendung auf RTL II, die ein wenig an das frühere Format „Bim Bam Bino“ erinnerte. Im Mittelpunkt stand die gleichnamige Klappmaulpuppe Vampy, gesprochen von Siegfried Böhme. Vampy war in die Werkstatt der Erfinderin Thea eingezogen und beschäftigte sich dort mit allerlei Fragen aus dem Alltag, mit Dingen aus der Welt der Erwachsenen und natürlich mit Themen, die das junge Publikum interessierten.
Wer damals regelmäßig Kinderfernsehen schaute, kannte diese besondere Mischung nur zu gut. Zwischen Zeichentrickserien, Moderationen und kleinen Wissensbeiträgen tauchten plötzlich Musikstars auf, die mit dem eigentlichen Kinderprogramm zunächst ungefähr so viel zu tun hatten wie ein Stapel BRAVO-Poster mit einer aufgeräumten Zimmerwand. Gerade das machte solche Sendungen jedoch so reizvoll. Man wusste nie genau, was als Nächstes kam.
1996 widmete sich „Vampy“ in einem Beitrag dem riesigen Erfolg von Caught In The Act. Eine Stimme aus dem Hintergrund erklärte, dass viel über die Gruppe geschrieben werde. Kein Wunder, schließlich waren die vier Jungs zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr nur eine hoffnungsvolle Nachwuchsband aus den Niederlanden, sondern gehörten zu den großen Teenie-Idolen der 90er.
Ständig standen neue Fotoaufnahmen an, Fernsehtermine folgten auf Live-Auftritte, und sobald Caught In The Act eine Bühne betraten, verwandelten sich selbst die ruhigsten Hallen innerhalb weniger Sekunden in ein Meer aus Transparenten, ausgestreckten Händen und Stimmen, die am folgenden Morgen dringend eine kleine Pause benötigt hätten.
Viele Fans träumten davon, Benjamin, Bastiaan, Eloy und Lee einmal persönlich zu treffen. Für Reporterin Cindy war dieser Wunsch tatsächlich in Erfüllung gegangen. Sie durfte die Band in einer lauen Sommernacht unter freiem Himmel interviewen – eine Kulisse, die bereits verdächtig romantisch wirkte, bevor überhaupt die erste Frage gestellt worden war.
Und weil ein gewöhnlicher Gesprächseinstieg offenbar nicht genügte, sangen die Jungs für Cindy zunächst a cappella „My Arms Keep Missing You“. Während Benjamin, Bastiaan, Eloy und Lee gemeinsam sangen, wirkte die Reporterin verständlicherweise ein wenig überwältigt.
„Das klingt wirklich sehr gut“, stellte sie anschließend fest.
Eine sachlich vollkommen richtige Einschätzung, die allerdings nur einen kleinen Teil dessen ausdrückte, was vermutlich in ihr vorging. Innerlich dürfte es eher geklungen haben wie: „Ich stehe gerade vor Caught In The Act, sie singen nur für mich, und niemand hat mir vorher erklärt, wie ich mich dabei normal verhalten soll.“
Das Caught In The Act Liebesinterview bei Vampy
Nachdem Cindy das persönliche Ständchen ohne sichtbaren Kreislaufzusammenbruch überstanden hatte, stellte sie die Frage, die 1996 vermutlich mehrere Millionen Fans gleichzeitig interessiert hätte: Wie sieht das Mädchen ihrer Träume aus?
Damals war eine solche Frage schließlich keine harmlose Unterhaltung. Sie war von höchster strategischer Bedeutung. Die Antwort entschied darüber, ob man sich nach dem Interview hoffnungsvoll vor den Spiegel stellte oder einen kleinen privaten Krisengipfel einberufen musste.
Würde die Traumfrau blond sein? Brünett? Groß, klein, sportlich oder besonders elegant? Musste sie aufregend, geheimnisvoll oder vielleicht sogar eine hervorragende Köchin sein? Für einen echten Fan waren das keine nebensächlichen Informationen. Es waren Hinweise, die sorgfältig ausgewertet werden wollten.
Eloy antwortete als Erster und erklärte, dass für ihn die Augen besonders wichtig seien. Wenn er einen Menschen sehe, schaue er zuerst in die Augen. Seien diese sehr schön, entstehe für ihn ein gutes Gefühl.
Cindy ließ sich mit einer allgemeinen Aussage allerdings nicht abspeisen und fragte nach, wann Augen denn schön seien. Eloy überlegte kurz und erklärte, das könne er nicht pauschal sagen. Für ihn müsse ein Gesicht offen und ehrlich wirken. Haarfarbe oder Körpergröße seien dagegen vollkommen unwichtig. Entscheidend seien die Augen.
Diese Antwort dürfte bei vielen Eloy-Fans für eine gewisse Erleichterung gesorgt haben. Keine festgelegte Haarfarbe, keine vorgeschriebene Größe und offenbar auch kein streng definierter Kleidungsstil. Man brauchte lediglich ehrliche, schöne Augen. Ob die eigenen Augen diesem Anspruch genügten, wurde anschließend selbstverständlich vor dem Badezimmerspiegel geprüft – vermutlich bei sehr hellem Licht und aus mehreren Perspektiven.
Lee fasste sich deutlich kürzer. Seine Antwort bestand aus einem einzigen Wort: „Ausstrahlung.“
Und er sagte es in nahezu perfektem Deutsch.
Mehr brauchte es eigentlich nicht. Während andere Menschen mehrere Sätze benötigen, um ihre Vorstellungen zu erklären, genügte Lee ein Wort, um die Fantasie seiner Fans gründlich zu beschäftigen. Ausstrahlung konnte schließlich vieles bedeuten. Humor, Selbstbewusstsein, Wärme, Charme oder vielleicht diese besondere Art, einen Raum zu betreten und dabei ganz unabsichtlich sämtliche Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Der Vorteil an einer so offenen Antwort lag auf der Hand: Fast jede Zuschauerin konnte sich einreden, genau diese Ausstrahlung zu besitzen. Vielleicht war sie bislang nur noch niemandem aufgefallen. Vielleicht musste man sie einfach ein wenig deutlicher zeigen, am besten bei einem Konzert in der ersten Reihe.
Auch Bastiaan betonte, dass ihm die Ausstrahlung eines Menschen sehr wichtig sei. Darüber hinaus wünsche er sich ein romantisches Mädchen mit viel Leidenschaft und Intelligenz.
Damit stiegen die Anforderungen ein wenig. Romantik ließ sich notfalls noch durch selbst geschriebene Briefe, Kerzen und liebevoll gestaltete Fanbücher nachweisen. Leidenschaft besaßen Caught-In-The-Act-Fans ohnehin reichlich. Immerhin investierten viele von uns beträchtliche Mengen an Zeit, Taschengeld und Klebstoff in ihre Schwärmerei.
Bei der Intelligenz wurde es etwas komplizierter. Zum Glück sagte Bastiaan nicht, in welchem Fach man besonders klug sein musste. Eine Vier in Mathematik konnte man daher vermutlich mit hervorragendem Wissen über Tourdaten, Songtexte und Geburtstage ausgleichen.
Benjamin legte seinen Schwerpunkt dagegen auf lustige Mädchen. Auch diese Antwort passte zu seinem damaligen Image. Ben wirkte häufig spontan, schlagfertig und ein wenig frech, weshalb man sich gut vorstellen konnte, dass er sich eine Partnerin wünschte, mit der er viel lachen konnte.
Für die Fans begann nun die persönliche Auswertung. Wer romantisch und intelligent war, sah seine Chancen bei Bastiaan. Wer ehrliche Augen hatte, durfte von Eloy träumen. Wer über Ausstrahlung verfügte, konnte sich gedanklich neben Lee platzieren. Und wer andere Menschen zum Lachen brachte, rechnete sich vorsichtig Möglichkeiten bei Benjamin aus.
Dass vermutlich sehr viele Mädchen nach diesem Interview gleichzeitig überzeugt waren, mindestens eine der genannten Eigenschaften zu besitzen, dürfte niemanden überraschen. Wir waren schließlich Fans. Optimismus gehörte zur Grundausstattung.
Wie Caught In The Act angeblich zusammenfanden
Nach dem romantischen Teil des Interviews wollte Cindy wissen, wie die Geschichte von Caught In The Act überhaupt begonnen hatte. Eloy erklärte, Bastiaan und er hätten die Idee gehabt, gemeinsam eine Gruppe zu gründen. Benjamins Eltern hätten in den Niederlanden gearbeitet, Benjamin habe Lee gekannt, und so hätten sich schließlich alle vier kennengelernt und angefangen.
Die Geschichte klang angenehm unkompliziert. Zwei junge Männer wollten eine Gruppe gründen, jemand kannte jemanden, und wenig später war eine Boyband entstanden, die in halb Europa Teenieherzen aus dem Takt brachte.
Heute wissen wir natürlich, dass die tatsächliche Entstehungsgeschichte von Caught In The Act etwas anders und deutlich komplexer verlief. In den 90ern wurden Bandgeschichten jedoch gern vereinfacht erzählt. Das passte besser in kurze Fernsehbeiträge und klang vermutlich romantischer als eine ausführliche Erklärung über Produzenten, Castings, Besetzungswechsel und langfristige Vermarktungspläne.
Für uns Fans spielte das damals ohnehin kaum eine Rolle. Entscheidend war nicht, ob sich alle vier zufällig beim gemeinsamen Musizieren begegnet waren oder ob hinter der Band ein professionelles Konzept gestanden hatte. Entscheidend war, dass Benjamin, Bastiaan, Eloy und Lee zusammengefunden hatten.
Wie auch immer das genau passiert war: Das Ergebnis funktionierte.
Die unterschiedlichen Persönlichkeiten der vier Jungs ergänzten sich, ihre Stimmen harmonierten, und jeder Fan konnte innerhalb der Gruppe seinen persönlichen Favoriten finden. Manche liebten Eloys offenen Blick, andere Bastiaans Charme, Benjamins freche Art oder Lees zurückhaltende Ausstrahlung. Und natürlich gab es auch Fans, die sich grundsätzlich nicht entscheiden konnten und ihr Herz großzügig auf alle vier verteilten.
Aus heutiger Sicht haben gerade solche alten Interviews einen ganz besonderen Reiz. Sie zeigen nicht nur, was die Band damals erzählte, sondern auch, welches Bild von Caught In The Act vermittelt werden sollte. Die Jungs sollten wie enge Freunde wirken, die aus eigener Begeisterung gemeinsam Musik machten und trotz des enormen Erfolgs bodenständig geblieben waren.
Das war schließlich ein wichtiger Teil des Boyband-Zaubers. Die Stars sollten unerreichbar genug sein, um von ihnen zu träumen, aber gleichzeitig nahbar genug, damit man sich vorstellen konnte, ihnen vielleicht doch irgendwann zufällig zu begegnen.
Zum Beispiel im Urlaub.
Oder im Freizeitpark.
Oder, mit etwas mehr Glück, bei einem Interview unter freiem Himmel.
Krach, Familiengefühl und zwölf freie Tage
Cindy wollte außerdem wissen, ob sich die vier Bandmitglieder immer gut verstanden oder ob es zwischen ihnen gelegentlich Streit gab. Eloy verglich das Zusammenleben innerhalb der Gruppe mit einer Familie.
Natürlich würden sie sich manchmal kabbeln, erklärte er, doch meistens sei nach fünf Minuten alles wieder gut.
Auch diese Antwort passte wunderbar in das Bild, das wir Fans von Caught In The Act hatten. Die vier Jungs verbrachten schließlich unzählige Stunden gemeinsam. Sie reisten zusammen, standen gemeinsam auf der Bühne, saßen in Hotelzimmern, Fernsehstudios, Autos und Flugzeugen nebeneinander und mussten selbst dann noch lächeln, wenn sie vermutlich seit dem frühen Morgen kaum eine ruhige Minute gehabt hatten.
Dass es dabei hin und wieder kleine Reibereien gab, war nicht nur nachvollziehbar, sondern machte die Gruppe fast noch sympathischer. Eine vollkommen konfliktfreie Boyband wäre schließlich ein wenig verdächtig gewesen. Wer jemals mit Freunden verreist war, wusste, dass bereits die Frage nach dem offenen oder geschlossenen Fenster ausreichen konnte, um kurzzeitig ernste Spannungen auszulösen.
Die Vorstellung, dass Caught In The Act sich gelegentlich stritten und fünf Minuten später wieder vertrugen, hatte etwas Beruhigendes. Es klang nach einer eingeschworenen Gemeinschaft, in der man sich zwar auf die Nerven gehen durfte, am Ende aber trotzdem zusammenhielt.
Anschließend wechselte Cindy zu einem deutlich entspannteren Thema und fragte, wohin die Jungs am liebsten in den Urlaub fahren würden.
Eloy verriet, dass er gern nach Disney World in Miami reisen würde. Er sei ein großer Comicfan und wolle die bekannten Figuren gern einmal in Lebensgröße sehen. Außerdem hätten sie demnächst ganze zwölf Tage frei.
Zwölf Tage.
Für normale Menschen klang das nach einem überschaubaren Urlaub. Im Terminkalender von Caught In The Act mussten zwölf freie Tage damals jedoch beinahe wie ein längeres Sabbatical gewirkt haben. Keine Interviews, keine Fotoshootings, keine Auftritte und vermutlich für kurze Zeit auch niemand, der alle fünf Minuten wissen wollte, wie die perfekte Traumfrau aussehen sollte.
Eloys Wunsch, Disney-Figuren in Lebensgröße zu sehen, zeigte zugleich eine verspielte Seite, die viele Fans an ihm mochten. Zwischen professionellen Auftritten, sorgfältig inszenierten Fotos und dem Leben als Teenie-Idol war da immer noch ein junger Mann, der sich darauf freute, Mickey Mouse persönlich zu begegnen.
Wobei „persönlich“ bei einer lebensgroßen Figur im Kostüm natürlich Ansichtssache ist.
Warum wir dieses Vampy-Interview heute noch lieben
Das Liebesinterview von Caught In The Act bei „Vampy“ war nur ein kurzer Fernsehbeitrag, doch gerade solche kleinen Auftritte gehören heute zu den schönsten Erinnerungen an die 90er. Sie zeigen eine Zeit, in der ein Interview nicht jederzeit online verfügbar war und man nicht automatisch damit rechnen konnte, später noch einmal darauf zurückzugreifen.
Wer die Sendung verpasste und keinen Videorekorder programmiert hatte, war auf die Erzählungen anderer Fans angewiesen. Vielleicht hatte eine Freundin den Beitrag aufgenommen. Vielleicht kannte jemand jemanden, der eine VHS-Kassette besaß. Und wenn man großes Glück hatte, wurde das Interview irgendwann wiederholt.
Solche Aufnahmen waren kleine Schätze. VHS-Kassetten wurden beschriftet, weitergegeben und so oft abgespielt, bis das Bild zu flimmern begann. Man hielt im richtigen Moment die Pausentaste gedrückt, betrachtete das eingefrorene Bild und hoffte, dass der Videorekorder nicht ausgerechnet an der spannendsten Stelle seltsame Streifen produzierte.
Heute können wir das Vampy-Interview erneut ansehen und dabei auf Dinge achten, die uns damals vielleicht entgangen sind. Auf die Art, wie Eloy kurz über seine Antwort nachdenkt. Auf Lees erstaunlich klares deutsches „Ausstrahlung“. Auf Bastiaans ausführliche Beschreibung seiner Traumfrau und auf Benjamins Vorliebe für Humor.
Vor allem aber können wir uns daran erinnern, wie ernst wir solche Interviews damals nahmen. Jede Aussage wurde analysiert, mit Freundinnen besprochen und natürlich auf die eigene Person bezogen. Plötzlich wurde die Bedeutung schöner Augen zum großen Thema, und wahrscheinlich versuchten einige von uns besonders lustig, romantisch oder geheimnisvoll zu wirken.
Natürlich wussten wir irgendwo, dass ein kurzes Fernsehinterview keine persönliche Botschaft an uns war. Trotzdem fühlte es sich manchmal genau so an. Boybands lebten von dieser besonderen Mischung aus großer Entfernung und emotionaler Nähe. Die Jungs standen auf riesigen Bühnen, erschienen in Zeitschriften und wurden von Tausenden Fans umjubelt, doch in einem Interview sprachen sie so locker über Liebe, Urlaub und kleine Streitereien, als säßen sie mit uns im Wohnzimmer.
Vielleicht liegt genau darin der Zauber dieses Beitrags. Caught In The Act wirkten nicht wie unnahbare Stars, sondern wie vier junge Männer, die sich gegenseitig aufzogen, von Urlaub träumten und ganz nebenbei erklärten, welche Eigenschaften sie bei einem Mädchen mochten.
Und während Reporterin Cindy in der Sommernacht ihr persönliches Ständchen bekam, saßen wir vor dem Fernseher und dachten vermutlich alle denselben Gedanken:
Sie hat wirklich den besten Job der Welt.
Heute betrachten wir die Szene mit etwas mehr Abstand, aber das kleine Kribbeln ist noch immer da. Denn sobald „My Arms Keep Missing You“ a cappella erklingt und die vier Jungs über ihre Traumfrauen sprechen, ist die Erinnerung wieder erstaunlich lebendig. Für einen kurzen Moment sind wir wieder mitten in den 90ern – mit einer VHS-Kassette im Rekorder, einer BRAVO auf dem Tisch und der beruhigenden Erkenntnis, dass Haarfarbe und Körpergröße zumindest für Eloy vollkommen egal waren.
Das waren doch wirklich hervorragende Nachrichten.
Hier könnt ihr euch das süße Liebesinterview von Caught In The Act bei „Vampy“ noch einmal ansehen und gemeinsam mit Cindy ein wenig dahinschmelzen.
CITA – Liebesinterview bei Vampy:
Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.
Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.
Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.
Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.
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