Es gibt diese Fernsehmomente, die sich einbrennen, ohne dass man es in dem Augenblick wirklich merkt. Und wenn man Jahre später daran zurückdenkt, spürt man plötzlich wieder genau dieses Ziehen im Bauch, dieses leise Gefühl von „Jetzt ist wirklich etwas vorbei“. Der Abschiedstalk von Caught in the Act bei BRAVO TV im Herbst 1998 war genau so ein Moment.
Die Trennung lag bereits hinter ihnen, das letzte Konzert in Magdeburg war gespielt, und trotzdem saßen Lee, Eloy, Bastiaan und Benjamin noch einmal gemeinsam im Studio. Nicht mehr als Boyband, die gerade die Charts stürmt, sondern als vier junge Männer, die irgendwie selbst noch nicht so genau wussten, was jetzt eigentlich kommt.
Man sah es ihnen an – nicht unbedingt sofort, nicht in jedem Lächeln, aber in diesen kleinen Zwischentönen, wenn jemand kurz innehielt oder einen Satz ein wenig vorsichtiger formulierte.
Der letzte Auftritt bei BRAVO TV – und plötzlich war alles anders
„Wie geht es euch?“ – eine einfache Frage, die Moderatorin Lori Stern stellte. Und natürlich kam die Antwort schnell, fast routiniert: „Sehr gut!“ sagte Benjamin.
Aber wenn man genauer hinhört, schwingt da schon etwas mit. Diese Mischung aus Erleichterung und Unsicherheit. Die letzten Wochen hatten ihnen zum ersten Mal seit Jahren so etwas wie Freizeit geschenkt. Zeit zum Durchatmen. Zeit zum Nachdenken. Zeit, sich selbst wieder ein Stück näherzukommen.
Und genau daraus entstand etwas, womit viele Fans in diesem Moment vielleicht gar nicht gerechnet hätten: Jeder der vier hatte angefangen, eigene Songs zu schreiben.
Drei Stück pro Person. Zwölf Songs insgesamt. Ein Album, das nicht mehr nach Boyband klang, sondern nach Aufbruch.
Neue Songs, neue Gefühle – ein Blick hinter die Kulissen
Als Benjamin über seine Songs sprach, merkte man sofort, wie persönlich das alles war. „Shine on“ drehte sich um die Trennung, während „Move it around“ bewusst provokanter war und eine ganz andere Seite zeigte. Und dann war da noch „Angel Eyes“, eine Ballade, die vermutlich genau die Emotionen transportierte, die viele Fans selbst nicht in Worte fassen konnten.
Lee ging einen ähnlichen Weg, aber auf seine ganz eigene Art. Seine Songs wirkten nachdenklich, fast wie kleine Momentaufnahmen aus einer Zeit, in der nichts mehr so klar war wie vorher. In „I just know“ sprach er offen über diese Unsicherheit, über das Gefühl, nicht genau zu wissen, wohin die Reise geht – und gleichzeitig dieses leise Vertrauen zu haben, dass am Ende alles gut wird.
Gerade dieser Gedanke fühlte sich damals fast wie ein Trost an. Für ihn. Und irgendwie auch für uns.
Eloy brachte eine ganz andere Energie mit hinein. Seine Texte bewegten sich zwischen Leichtigkeit und Melancholie, zwischen „Heute Abend feiern wir, egal wie der Tag war“ und diesen stillen, traurigen Momenten, die man nur schwer erklären kann. Es war diese Mischung, die seine Songs so greifbar machte.
Und Bastiaan? Bei ihm hatte man das Gefühl, dass Musik schon immer ein Teil von ihm gewesen war, unabhängig von Caught in the Act. Seine Songs wirkten ehrlich, direkt und emotional. Besonders „Still think of you“, das bereits während der Forever Friends Tour entstanden war, fühlte sich fast wie ein Echo aus der Vergangenheit an.
Freiheit statt Boyband-Regeln
Was in diesem Gespräch fast nebenbei erwähnt wurde, hatte eigentlich eine enorme Bedeutung: Zum ersten Mal konnten sie komplett frei entscheiden, wie ihre Musik klingen sollte.
Keine strengen Vorgaben. Kein ständiges Reinreden. Keine festen Rollenbilder.
Eloy sprach davon, wie besonders es war, endlich bei jedem Schritt dabei zu sein – vom Schreiben bis zur Studioarbeit. Bastiaan ergänzte, dass die Plattenfirma ihnen diese Freiheit bewusst gegeben hatte. Und Benjamin ließ durchblicken, wie sehr ihm diese neu gewonnene Zeit geholfen hatte, seine Kreativität wiederzuentdecken.
Wenn man das heute hört, versteht man erst richtig, wie eng das Korsett vorher gewesen sein muss.
Zwischen Telefonaten und Entfernung
Eine der Fragen, die fast ein bisschen beiläufig wirkte, traf dann doch einen empfindlichen Punkt: „Habt ihr euch überhaupt noch gesehen?“
Die Antwort war ehrlich. Nein.
Sie waren verstreut. Lee in Cardiff, Benjamin in Köln, Bastiaan im Urlaub, Eloy in Holland. Statt gemeinsamer Proben gab es Telefonate. Statt Tourbus Gespräche auf Distanz.
Und plötzlich wurde einem klar, wie schnell sich alles verändert hatte.
Was vorher Alltag gewesen war – gemeinsam unterwegs sein, gemeinsam lachen, gemeinsam arbeiten – existierte einfach nicht mehr.
Wenn der Alltag plötzlich still wird
Lee brachte es auf den Punkt, als er beschrieb, wie abrupt alles geendet hatte. Kein langsames Auslaufen, kein sanfter Übergang. Es war einfach vorbei.
Und genau das war wahrscheinlich das Schwerste daran.
Nicht nur für die Fans, die plötzlich ohne ihre Lieblingsband dastanden. Sondern auch für die vier selbst, die von einem Moment auf den anderen aus einem durchgetakteten Leben in eine ungewohnte Stille gefallen waren.
Bastiaan sprach offen darüber, wie sehr ihn diese Zeit emotional durcheinandergebracht hatte. Tage, an denen er lachen konnte. Tage, an denen er weinte. Und dieses Gefühl, sich selbst erst wieder sortieren zu müssen.
Musik wurde für ihn zu einem Ventil. Und vielleicht war genau das der Grund, warum diese Songs so ehrlich waren.
Ein letzter Plan – und ein neues Kapitel
Interessant war auch der Blick hinter die Kulissen der Entscheidung, doch noch ein gemeinsames Album zu machen.
Die Plattenfirma hatte den Vorschlag gemacht: Jeder steuert drei Songs bei. Eine Idee, die im ersten Moment wahrscheinlich genauso überraschend war wie die Trennung selbst.
Die Reaktion der Band? Unsicherheit.
Eine Woche später fiel die Entscheidung dann doch. Sie würden es tun. Vielleicht auch, um diesem Kapitel einen würdigen Abschluss zu geben.
Doch die Zeit drängte. Die Songs mussten schnell fertig werden, Studios organisiert, Texte geschrieben werden. Es war ein kreativer Prozess unter Druck – und gleichzeitig eine Chance, all das auszusprechen, was vorher vielleicht keinen Platz gehabt hatte.
Zwischen Zukunftsplänen und leiser Hoffnung
Natürlich ging es im Abschiedstalk auch um die Frage, wie es weitergeht.
Benjamin sprach davon, Anfang 1999 solo durchstarten zu wollen. Bastiaan erzählte von Gesprächen mit Plattenfirmen. Und irgendwo zwischen den Zeilen hörte man heraus, dass sie alle noch auf der Suche waren.
Nach einer Zeit, in der alles vorgegeben war, mussten sie plötzlich selbst entscheiden, wer sie eigentlich sind – als Künstler und als Menschen.
Und vielleicht war genau das der spannendste Teil dieser Geschichte.
Ein Abschied mit einem Augenzwinkern
So emotional das alles war, blieb am Ende doch noch Platz für diesen typischen BRAVO TV Moment, den man irgendwie erwartet hatte.
Geschenke für die Fans.
Lee stellte seine private Sonnenbrille zur Verfügung, Benjamin ein originales T-Shirt von der „Do it for Love“-Tour, Bastiaan ein Kinderfoto und Eloy ebenfalls ein persönliches T-Shirt.
Und dann war da noch dieser kleine, charmante Moment, als Benjamin lachend bemerkte, dass Eloys T-Shirt im Gegensatz zu seinem immerhin gewaschen war.
Es sind genau diese Details, die einem im Gedächtnis bleiben.
Warum dieser BRAVO TV Abschied bis heute nachwirkt
Wenn man heute auf diesen Abschiedstalk bei BRAVO TV zurückblickt, merkt man, dass es nicht einfach nur ein Interview war.
Es war ein Übergang.
Ein Moment zwischen zwei Welten. Zwischen dem, was war, und dem, was erst noch kommen sollte.
Für die Fans war es schwer, das damals zu greifen. Vielleicht hat man gehofft, dass es doch irgendwie weitergeht. Dass es nur eine Pause ist.
Aber gleichzeitig hat man gespürt, dass sich etwas verändert hat.
Und genau deshalb fühlt sich dieser Auftritt auch heute noch so besonders an.
Weil er nicht laut war. Nicht dramatisch inszeniert. Sondern ehrlich. Unperfekt. Und genau dadurch so nahbar.
Wenn Du Dir das Interview heute noch einmal ansiehst, wirst Du wahrscheinlich merken, wie viel zwischen den Zeilen passiert.
Und vielleicht ertappst Du Dich dabei, wie Du für einen kurzen Moment wieder genau dieses Gefühl von damals spürst.
Dieses leise „Ich will nicht, dass es vorbei ist“.
Und gleichzeitig dieses Wissen, dass genau diese Erinnerungen der Grund sind, warum uns Caught in the Act bis heute nicht ganz loslassen.
Abschiedstalk nach der Trennung: CITA bei BRAVO TV
Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.
Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.
Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.
Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.
Für alle Fans von Caught in the Act, Schlagerliebhaber oder Menschen, die Eloy schon lange begleiten, ist dieses Buch ein emotionales und sehr aufrichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Lebenswegs.
Das erwartet dich im Buch:
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Ein ehrlicher Blick auf Eloys Kindheit, erste Träume und Hindernisse
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Der komplette Weg von CITA bis zu seinen heutigen Erfolgen
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Private Geschichten über Liebe, Familie, Mut und Verlust
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Ein inspirierendes Porträt eines Künstlers, der nie aufgehört hat, an sich zu glauben
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CITA trafen sich nach ihrer Trennung 1998 noch einmal bei BRAVO TV mit Lori Stern zum Abschiedstalk. Wie lange warst Du nach der Trennung noch im Schockzustand?
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Ein Moment zwischen Müdigkeit, Realität und ganz viel Gefühl.
Caught In The Act | Letzte Pop History | BRAVO TV (1998)
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