Es war einer dieser Abende, an die man sich noch heute erstaunlich klar erinnert. Nicht, weil etwas Großes passiert wäre – sondern weil es sich damals einfach riesig angefühlt hat. Es war spät. Viel zu spät eigentlich für uns. Und genau deshalb hatte alles diesen kleinen Hauch von Verbotenem.
Caught in the Act in der RTL Nachtshow 1995 – allein dieser Satz reicht schon, um sofort wieder dieses Gefühl von kribbeliger Aufregung auszulösen. Leise gedrehtes Fernsehen. Ein Ohr immer auf dem Flur. Und das Herz irgendwo zwischen „Bitte lass mich nicht erwischt werden“ und „Oh mein Gott, da sind sie!“.
Als die Jungs dann tatsächlich auf der Bühne standen und ihre Single „Let this love begin“ performten, war sowieso alles egal.
Caught in the Act RTL Nachtshow 1995 – dieser eine Moment
Manchmal braucht es gar nicht viel. Kein großes Bühnenbild, keine riesige Inszenierung. Manchmal reicht ein Auftritt – und er bleibt für immer.
Genau so war es bei Caught in the Act in der RTL Nachtshow 1995.
Thomas Koschwitz führte durch die Sendung, ganz entspannt, fast schon ein bisschen wie ein Gastgeber, der seine Gäste einfach machen lässt. Und dann standen sie da: Eloy, Lee, Bastiaan und Benjamin.
Und wir? Komplett verloren.
Vor allem dieser Look… die legendären weißen Badehosen. Ganz ehrlich – wer hat da bitte NICHT sofort an das Musikvideo gedacht? Sonne, Strand, dieses Gefühl von Freiheit… und plötzlich saßen wir im dunklen Wohnzimmer und hatten trotzdem das Gefühl, gleich ins nächste Flugzeug Richtung Karibik zu steigen.
Es war dieser typische 90er-Zauber: Ein bisschen kitschig, ein bisschen drüber – aber genau deshalb so perfekt.
Und während sie sangen, war alles andere plötzlich unwichtig. Schule? Egal. Eltern? Kurz ausgeblendet. Realität? Ganz weit weg.
Nur dieser Moment zählte.
Die RTL Nachtshow – heimlich wach bleiben für unsere Stars
Wenn wir ehrlich sind, war die RTL Nachtshow nicht nur eine Fernsehsendung. Sie war für uns fast so etwas wie ein geheimer Treffpunkt.
Denn seien wir mal ehrlich: Wie viele von uns DURFTEN diese Sendung überhaupt schauen?
Eben.
Für viele war es ein kleines Abenteuer. Entweder man hat sich heimlich aus dem Bett geschlichen, den Fernseher ganz leise angemacht und gehofft, dass niemand ins Wohnzimmer kommt… oder man hatte diesen einen magischen Helfer:
den Videorekorder.
Ein Hoch auf dieses technische Wunderwerk der 90er. Wirklich.
Diese Momente, wenn man am nächsten Tag geschniegelt und geschniegelt vor dem Fernseher saß, Play gedrückt hat und wusste: Jetzt gleich… jetzt kommen sie.
Und wenn das Band dann perfekt aufgenommen hatte, ohne dass jemand dazwischengefunkt hat? Pures Glücksgefühl.
Die RTL Nachtshow, moderiert von Thomas Koschwitz, lief in den 90ern zu später Stunde auf RTL und war eine Mischung aus Talk, Musik und Unterhaltung. Gerade für uns Musikfans war sie ein echter Geheimtipp, weil dort immer wieder internationale Acts und natürlich auch unsere geliebten Boybands zu sehen waren.
Vielleicht nicht ganz so „jugendlich“ wie BRAVO TV – aber genau das machte sie irgendwie besonders. Ein bisschen erwachsener. Ein bisschen näher dran. Und dadurch manchmal sogar noch aufregender.
Zwischen Teenie-Zimmer und Karibikträumen
Was diesen Auftritt von Caught in the Act in der RTL Nachtshow 1995 so besonders gemacht hat, war nicht nur die Performance selbst.
Es war das Gefühl drum herum.
Du sitzt da in deinem Zimmer – vielleicht hängen Poster an der Wand, vielleicht liegt die BRAVO irgendwo aufgeschlagen auf dem Bett. Und gleichzeitig bist du plötzlich ganz woanders.
Bei ihnen.
In dieser Welt, die sich so viel heller, leichter und irgendwie auch sicherer angefühlt hat als der eigene Alltag.
Gerade „Let this love begin“ hatte genau diese Wirkung. Dieser Song war wie ein Versprechen. Nach Sommer. Nach Freiheit. Nach diesem einen perfekten Moment, den man am liebsten festhalten würde.
Und vielleicht war genau das der Grund, warum wir diese Auftritte so tief abgespeichert haben.
Weil sie mehr waren als nur Musik.
Sie waren ein kleines Stück Zuflucht.
Warum uns solche Momente bis heute begleiten
Wenn wir heute zurückblicken, wirkt vieles davon fast schon ein bisschen naiv. Diese extreme Schwärmerei, dieses komplette Abtauchen in eine andere Welt.
Aber wenn man ehrlich ist: Genau das hat uns doch geprägt.
Diese intensiven Gefühle. Dieses Mitfiebern. Dieses komplette Aufgehen in etwas, das größer war als man selbst.
Und vielleicht ist es auch genau deshalb so schön, sich heute wieder daran zu erinnern.
An diese Nächte.
An dieses heimliche Wachbleiben.
An diese Auftritte, bei denen das Herz einfach schneller geschlagen hat.
Caught in the Act in der RTL Nachtshow 1995 war einer dieser Momente. Einer, den man nicht geplant hat. Der einfach passiert ist – und geblieben ist.
Und wenn wir heute wieder daran denken, fühlt es sich für einen kurzen Augenblick genau so an wie damals.
Als würde gleich jemand auf „Play“ drücken –
und alles beginnt von vorne.
CITA in der RTL Nachtshow mit „Let this love begin“
Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.
Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.
Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.
Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.
Für alle Fans von Caught in the Act, Schlagerliebhaber oder Menschen, die Eloy schon lange begleiten, ist dieses Buch ein emotionales und sehr aufrichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Lebenswegs.
Das erwartet dich im Buch:
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