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Willkommen zurück in Deiner Teenie-Zeit!

Es gibt diese Momente aus den 90ern, die sich anfühlen wie ein eigenes kleines Märchenkapitel. Und das BRAVO Liebesboot mit CITA 1995 gehört für mich ganz eindeutig dazu. Schon allein der Gedanke daran lässt mein inneres 16-jähriges Ich wieder kreischen – natürlich würdevoll und erwachsen. Fast.

1995 verloste die BRAVO einen Traumtreff mit Caught In The Act in Amsterdam. Ein ganzer Tag mit Lee, Bastiaan, Eloy und Benjamin. Nicht backstage für fünf Minuten. Nicht einmal schnell Autogramm und Foto. Nein – ein kompletter Tag auf einem sogenannten „Liebesboot“. Allein dieses Wort! Liebesboot! Als hätten sie es exakt für unsere hormongetränkten Tagebuchfantasien erfunden.

Am 20.08.1995 war es dann soweit. Die glücklichen Gewinnerinnen durften mit ihren absoluten Schwärmen durch die Grachten von Amsterdam schippern. Während wir anderen vermutlich zuhause saßen, mit BRAVO in der Hand, das Datum im Kalender markiert, und uns fragten, warum ausgerechnet wir nicht ausgelost wurden.

BRAVO Liebesboot mit CITA 1995 – Ein Tag wie im Film

Wenn man sich heute die privaten Aufnahmen anschaut, merkt man sofort: Das war keine nüchterne PR-Aktion. Das war eine Inszenierung, die genau wusste, was sie tat. Treffpunkt am Hauptbahnhof von Amsterdam. Begrüßung. Lächeln. Diese typischen, leicht gestellten Fotos, bei denen man genau weiß: Hier steht jemand von BRAVO daneben und ruft: „Noch mal! Alle ein bisschen näher zusammen!“

Und trotzdem – oder gerade deshalb – war es magisch.

Die Kamera fängt Momente ein, die zwischen geplant und echt schwanken. Ein schüchternes Lächeln hier. Ein kleiner Blickkontakt dort. Ein Arm, der vielleicht ein bisschen länger um eine Schulter liegt, als es eigentlich nötig wäre. Für uns Fans waren das keine Details. Das waren Sensationen.

Man muss sich das mal vorstellen: 1995 gab es kein Instagram. Kein TikTok. Kein „Live aus dem Tourbus“. Alles, was wir hatten, waren:

  • BRAVO-Berichte

  • Fernsehauftritte bei VIVA oder RTL

  • Und unsere Fantasie

Und plötzlich existierte da dieses Video. Gedreht von Fans. Mit einem privaten Camcorder. Nicht geschniegelt, nicht perfekt ausgeleuchtet. Sondern roh. Echt. Und dadurch so unfassbar kostbar.

Warum genau diese VHS-Videos für uns pures Gold waren

Vielleicht verstehen das heute nur noch die, die damals dabei waren. Diese verwackelten Aufnahmen hatten eine Kraft, die kein Hochglanz-TV-Beitrag je erreichen konnte.

Denn im Fernsehen war alles sauber geschnitten. Moderiert. Mit Musik unterlegt. Die Jungs waren dort Stars. Unnahbar. Glänzend. Aber auf diesen VHS-Kassetten waren sie plötzlich Menschen.

Man hörte Hintergrundgeräusche. Man sah, wie jemand durchs Bild lief. Man bekam mit, wie sie warteten, sich unterhielten, lachten – nicht für Millionen Zuschauer, sondern für eine Handvoll Mädchen auf einem Boot.

Diese Videos gaben uns das Gefühl, hinter den Kulissen dabei zu sein. Und das in einer Zeit, in der „Behind the Scenes“ noch kein Marketingbegriff war.

Ich erinnere mich noch genau daran, wie solche Aufnahmen unter Fans weitergegeben wurden. VHS wurde kopiert. Und dann nochmal. Und nochmal. Mit jeder Kopie wurde das Bild schlechter. Farben verschwammen. Gesichter wurden unscharf. Irgendwann sah man nur noch Pixelmatsch und hörte Rauschen.

Und trotzdem saßen wir davor, als wäre es das größte Kinoerlebnis unseres Lebens. Weil es nicht um Qualität ging. Es ging um Nähe.

Das Gefühl, dabei zu sein – auch wenn man nie gewonnen hat

Das BRAVO Liebesboot mit CITA 1995 war für die Gewinnerinnen natürlich ein unvergesslicher Tag. Aber für uns anderen war es mehr als nur ein verpasster Traum. Es war ein Beweis.

Ein Beweis dafür, dass diese Jungs wirklich existierten. Dass sie durch echte Straßen liefen. Dass sie am Bahnhof standen. Dass sie auf einem Boot saßen und lachten.

Gerade in einer Zeit vor dem Internet war jede zusätzliche Information wie ein kleines Puzzleteil in unserem ganz persönlichen Boyband-Universum. Wir kannten Interviews auswendig. Wussten, wer welchen Saft trank. Wer morgens schlecht gelaunt war. Wer am liebsten ausschlief.

Aber diese privaten Aufnahmen gaben uns etwas anderes: Atmosphäre.

Man konnte sich hineinträumen. Sich vorstellen, wie es wäre, selbst auf diesem Boot zu stehen. Den Wind in den Haaren. Vielleicht ein kurzer Moment allein an der Reling. Ein Gespräch, das nicht für die Kamera gedacht war.

Und selbst wenn wir nie das Glück hatten, die Jungs in den 90ern persönlich zu treffen – solche Videos machten es erträglicher. Sie überbrückten die Distanz. Sie waren unser inoffizieller Backstage-Pass.

Amsterdam, Grachten und ein bisschen Teenie-Herzklopfen

Wenn man heute durch Amsterdam läuft, wirkt alles gleichzeitig vertraut und fremd. Der Hauptbahnhof. Die Grachten. Und irgendwo dort fuhr damals dieses „Lover’s Boat“ ab – ganz in der Nähe vom Leidseplein.

Natürlich ist eine Grachtenfahrt heute eine ganz normale Touristenattraktion. Aber für uns hatte sie plötzlich eine ganz andere Bedeutung. Sie war nicht einfach nur Sightseeing. Sie war der Schauplatz eines Teenietraums.

Vielleicht liegt genau darin der Zauber solcher Erinnerungen: Orte bekommen eine emotionale Aufladung. Ein Bahnhof ist nicht nur ein Bahnhof. Ein Boot nicht nur ein Boot. Es ist der Ort, an dem jemand neben seinem absoluten Schwarm stand und sich vermutlich fragte, ob das alles gerade wirklich passiert.

Und während wir heute mit einem Lächeln darauf zurückblicken, spüre ich trotzdem noch dieses alte Herzklopfen. Dieses leise „Was wäre gewesen, wenn…?“

Warum solche Momente nie ganz verschwinden

Das BRAVO Liebesboot mit CITA 1995 war kein Weltereignis. Keine Chartplatzierung. Kein Skandal. Und doch ist es für viele von uns ein fester Bestandteil unserer ganz persönlichen 90er-Geschichte.

Vielleicht, weil es zeigt, wie intensiv wir damals gefühlt haben. Wie sehr Musik, Poster und kleine Fanaktionen unser Leben durchzogen haben. Wie stark dieses Gemeinschaftsgefühl war – selbst ohne WLAN, ohne Social Media, ohne Livestream.

Wir waren verbunden durch Briefe. Durch Telefonate. Durch kopierte VHS-Kassetten.

Und manchmal denke ich: Vielleicht war genau das das Besondere. Dass wir uns Dinge erarbeiten mussten. Dass Informationen kostbar waren. Dass ein verwackeltes Video reichte, um tagelang glücklich zu sein.

Heute sind die Jungs erwachsen. Wir auch. Wir betrachten solche Szenen mit einem liebevollen Augenzwinkern. Und trotzdem – irgendwo in uns sitzt sie noch, diese 15-Jährige mit BRAVO unter dem Arm, die heimlich davon träumt, einmal selbst auf diesem Boot zu stehen.

Und ganz ehrlich? Ein kleines bisschen finde ich das wunderbar.

BRAVO Traumtreff auf dem Liebesboot in Amsterdam (Privataufnahme):

Buchtipp: Eloy de Jong – Ganz bei mir

Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.

Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.

Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.

Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.

Für alle Fans von Caught in the Act, Schlagerliebhaber oder Menschen, die Eloy schon lange begleiten, ist dieses Buch ein emotionales und sehr aufrichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Lebenswegs.

Das erwartet dich im Buch:

  • Ein ehrlicher Blick auf Eloys Kindheit, erste Träume und Hindernisse

  • Der komplette Weg von CITA bis zu seinen heutigen Erfolgen

  • Private Geschichten über Liebe, Familie, Mut und Verlust

  • Viele großformatige Fotos aus seinem Leben

  • Ein inspirierendes Porträt eines Künstlers, der nie aufgehört hat, an sich zu glauben

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