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Willkommen zurück in Deiner Teenie-Zeit!

Sommer 1995: Als Hitclip Köln zum Beben brachte

Es gibt diese Sommerabende, die man nie vergisst. Und dann gibt es Sommerabende, an denen Caught In The Act auf einer Open-Air-Bühne stehen und „Let This Love Begin“ singen – und dein 15-jähriges Herz beschließt spontan, nie wieder für jemand anderen zu schlagen.

So einer war dieser Abend im Sommer 1995 in Köln.

Der WDR hatte mit seiner Kult-Sendung Hitclip zu einer Open-Air-Veranstaltung geladen, die alles hatte, was wir 90er-Teenie-Mädchen liebten: laue Sommerluft, kreischende Fans, blinkende Scheinwerfer – und natürlich unsere Boyband-Helden live auf der Bühne.

Ich sehe es noch vor mir, als wäre es gestern. Dieses Gefühl, wenn man sich zwischen hunderten anderen Fans durchquetscht, mit schweißnassen Händen und einer Einwegkamera in der Tasche, die hoffentlich wenigstens ein halbwegs scharfes Bild zustande bringt. Und dann stehen sie da. Echt. In Farbe. Nicht im Fernsehen. Nicht auf einem Bravo-Poster. Sondern direkt vor uns.

Und plötzlich fühlt sich alles an wie Urlaub. Wie Freiheit. Wie der Beginn von etwas Großem.

„Let This Love Begin“ – und wir mittendrin

Als die ersten Takte von „Let This Love Begin“ durch die warme Kölner Sommernacht hallten, war klar: Das wird kein gewöhnlicher TV-Auftritt. Das war ein Moment. Einer von diesen magischen Augenblicken, in denen du weißt, dass du dich mit 40+ noch daran erinnern wirst – inklusive Gänsehaut.

Die Bühne war hell erleuchtet, die Jungs perfekt gestylt, und wir standen davor wie hypnotisiert. Jede Bewegung wurde bejubelt, jede Drehung gefeiert, jeder Blick analysiert, als hinge unser ganzes Teenie-Glück davon ab.

Was ich an diesem Auftritt so geliebt habe? Es war nicht geschniegelt und geschniegelt wie ein Studio-Playback in einer sterilen Halle. Es war Sommer. Es war Open Air. Es war dieses leichte Flirren in der Luft, das nach Ferien, Freiheit und erster Verliebtheit roch.

Und als wäre das alles nicht schon genug gewesen, unterschrieben die Jungs im Anschluss auch noch das Hitclip-Logo, das später verlost wurde. Ich weiß noch, wie ich damals dachte: Wenn ich das gewinne, dann ist das ein Zeichen. Ein Zeichen des Schicksals. Spoiler: Ich habe es nicht gewonnen. Aber hey – geträumt habe ich trotzdem weiter.

Hitclip: Unsere Musikvideo-Rettung vor MTV & VIVA

Was viele heute gar nicht mehr wissen: Hitclip war Anfang der 90er unsere Rettung. Von 1993 bis 1997 lief die Sendung in den Dritten Programmen – montags bis freitags, jeweils 25 Minuten Musikvideos am Nachmittag.

Und ja, das klingt heute nach nichts. 25 Minuten. Ein Wimpernschlag im TikTok-Zeitalter.

Aber damals? War das ALLES.

Bevor MTV Germany und VIVA in Deutschland richtig durchstarteten, war Hitclip die einzige verlässliche Quelle für Musikvideos im Fernsehen. Wir haben unsere Hausaufgaben drum herum geplant. Sind früher vom Reiten, Tanzen oder von der Freundin nach Hause gerannt, nur um rechtzeitig vor dem Fernseher zu sitzen.

Fernbedienung in der Hand. Videorekorder auf „Pause“ vorbereitet. Kassette eingelegt.

Und dann gebetet, dass genau DER Song läuft.

Hitclip war mehr als nur eine Musiksendung. Es war unser Fenster in eine größere Welt. In die Welt der Stars, der Bühnen, der Gefühle. Es war der Ort, an dem wir neue Lieblingsbands entdeckten – und alte Schwärmereien immer wieder neu aufflammen ließen.

Dass die Sendung 1997 eingestellt wurde, als andere Musikformate immer beliebter wurden, fühlte sich für mich damals an wie das Ende einer Ära. Ein bisschen so, als würde man heimlich Abschied von seiner Jugend nehmen – ohne es zu merken.

Warum uns dieser Auftritt bis heute nicht loslässt

Wenn ich mir heute das Video von Caught in the Act bei Hitclip anschaue, passiert etwas Merkwürdiges: Für ein paar Minuten bin ich wieder 15. Ich sitze wieder im Kinderzimmer, umgeben von Bravo-Ausschnitten, Tagebüchern und selbstgeschriebenen Fanbriefen. Ich glaube wieder fest daran, dass alles möglich ist.

Genau das macht diesen Auftritt so besonders.

Er ist nicht nur ein weiteres Kapitel in der Geschichte von Caught in the Act. Er ist ein Stück kollektive 90er-Erinnerung. Ein Zeitdokument aus einer Ära, in der Musik noch nicht nebenbei lief, sondern zelebriert wurde. In der ein TV-Auftritt ein Ereignis war – kein schnell weggewischter Clip im Feed.

Der Hitclip-Auftritt von 1995 in Köln steht sinnbildlich für dieses Gefühl von Sommer, Unbeschwertheit und grenzenloser Schwärmerei. Für das Kreischen mit der besten Freundin. Für die Diskussionen, wer heute „am süßesten geguckt“ hat. Für dieses Herzklopfen, das sich so real anfühlte, obwohl es doch „nur“ eine Boyband war.

Aber war es wirklich „nur“ eine Boyband?

Für uns war es mehr. Es war Soundtrack unserer Jugend. Es war Projektionsfläche für Träume. Es war der erste Hauch von großer Liebe – auch wenn sie nur durch einen Bildschirm ging.

Und vielleicht ist es genau deshalb so wichtig, sich diese Momente immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Weil sie uns daran erinnern, wer wir einmal waren. Und weil sie zeigen, dass dieses Gefühl von Begeisterung, von Leidenschaft und von echter Freude noch immer in uns steckt.

Also wenn du dich nach Urlaubsfeeling sehnst, nach einem Abend voller 90er-Vibes und einem Song, der dein Herz wieder ein bisschen schneller schlagen lässt – dann schau dir diesen Hitclip-Auftritt von Caught in the Act an.

Vielleicht findest du dich darin wieder.

So wie ich. 💛

CITA bei der Hitclip Night 1995 mit „Let this love begin“:

Buchtipp: Eloy de Jong – Ganz bei mir

Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.

Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.

Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.

Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.

Für alle Fans von Caught in the Act, Schlagerliebhaber oder Menschen, die Eloy schon lange begleiten, ist dieses Buch ein emotionales und sehr aufrichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Lebenswegs.

Das erwartet dich im Buch:

  • Ein ehrlicher Blick auf Eloys Kindheit, erste Träume und Hindernisse

  • Der komplette Weg von CITA bis zu seinen heutigen Erfolgen

  • Private Geschichten über Liebe, Familie, Mut und Verlust

  • Viele großformatige Fotos aus seinem Leben

  • Ein inspirierendes Porträt eines Künstlers, der nie aufgehört hat, an sich zu glauben

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Bei der Hitclip Night 1995 in Köln traten CITA mit „Let this love begin“ auf. Hast Du den Song auch so geliebt?

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