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Willkommen zurück in Deiner Teenie-Zeit!

Mein Sommer 1998 mit Immer wieder Sonntags, Caught in the Act & ganz viel Gefühl

Es gibt Sonntage – und es gibt diesen einen Sonntag, der sich für immer ins Teenie-Herz eingebrannt hat. Für mich war es der 26.07.1998. Hochsommer, klebrige Hitze, Capri-Sonne in der Hand, BRAVO auf dem Schoß – und der Fernseher lief schon seit dem Frühstück. Denn im Ersten kam wieder diese Sendung, die wir alle kannten, aber nur manchmal wirklich liebten. Doch an diesem Sonntag war alles anders. Denn bei „Immer wieder Sonntags“ sollten Caught in the Act auftreten. Live. Im Europapark. Und ich? Emotional komplett nicht mehr zurechnungsfähig.

Sommer, Sonntag, Sehnsucht – warum diese Sendung plötzlich wichtig war

Seit 1995 wurde „Immer wieder Sonntags“ jeden Sommer live aus dem Europapark Rust gesendet. Eine riesige Open-Air-Bühne mitten im Freizeitpark, lachende Familien, Schlagerstars, Seifenblasen und dieses ganz spezielle „Sonntags-im-Sommer“-Gefühl.
Eigentlich war das eine Sendung für Eltern, Omas und Leute, die freiwillig Kaffeekränzchen machten. Aber dann – BÄM – kamen unsere Stars. Boybands. Bravo-Gesichter. Posterträume.

Die ARD wollte mit der Sendung übrigens ganz klar dem ZDF-Fernsehgarten Konkurrenz machen. Mehr Sommer, mehr Publikum, mehr Herz. Und spätestens als Boygroups eingeladen wurden, war klar: Jetzt wird’s ernst. Jetzt geht’s um uns Teenies.

Max Schautzer & der Moment, in dem alles eskalierte

Bis 2004 moderierte Max Schautzer die Sendung – immer geschniegelt, immer freundlich, immer ein bisschen wie der nette Onkel von nebenan. Aber an diesem 26. Juli 1998 war selbst er nur Nebensache.

Denn dann sagte er diesen einen Satz.
Er kündigte Caught in the Act an.

Und was dann passierte, lässt sich nicht messen – aber fühlen. Der Kreischalarm schoss durch die Wohnzimmer, durch den Europapark, durch mein Herz. Ich schwöre: Selbst mein Röhrenfernseher vibrierte vor Emotionen.

„Hold On“ – drei Minuten pures Teenie-Drama

Die Jungs betraten die Bühne und sangen Hold On.
Drei Minuten. Mehr brauchte es nicht, um alles in mir durcheinanderzubringen.

Weiße Shirts, dieses typische 90er-Styling, ehrliche Blicke in die Kamera – und dieses Gefühl: Die singen nur für uns.
Ich saß vor dem Fernseher, hab mir eingeredet, dass Lee mich ansieht, hab jeden Ton aufgesogen und gleichzeitig dieses Ziehen im Bauch gespürt. Dieses bittersüße Gefühl zwischen Glück und Ahnung, dass nichts ewig bleibt.

Damals wusste ich noch nicht, wie recht mein Herz hatte.

Europapark Rust: Freizeitpark, aber emotionales Minenfeld

Der Europapark war für uns nie nur Achterbahn und Zuckerwatte. Er war Fernsehkulisse unserer Träume. Wenn dort unsere Stars auftraten, war das fast so, als wären sie ganz nah. Greifbar. Echt.

Während andere im Park Loopings fuhren, standen Teenies vor der Bühne mit Tränen in den Augen, selbstgemalten Bannern und heiserer Stimme. Und irgendwo zwischen Riesenrad und Bühne passierte Magie.

Einer der letzten unbeschwerten Auftritte 💔

Was diesen Auftritt heute so besonders – und so schmerzhaft – macht:
Er war einer der letzten unbeschwerten Momente von Caught in the Act.

Zu diesem Zeitpunkt ahnte niemand, dass sich die Band nur wenige Wochen später trennen würde. Nicht wir Fans. Nicht die Medien. Und – wie man später erfuhr – nicht einmal die Jungs selbst.

Wenn ich heute „Hold On“ höre und an diesen Sonntag denke, fühlt es sich an wie der letzte Sommertag vor dem Herbst. Alles war noch da. Die Träume, die Hoffnung, das Teenie-Gefühl. Und gleichzeitig lag schon etwas in der Luft, das wir damals nicht greifen konnten.

Warum dieser Auftritt bis heute nachwirkt

Vielleicht war es „nur“ eine TV-Sendung. Vielleicht „nur“ ein Song. Aber für uns war es ein Stück Jugend, konserviert auf Videokassetten, in Erinnerungen und in diesem ganz besonderen Ziehen im Herzen.

Der Auftritt bei „Immer wieder Sonntags“ steht heute symbolisch für das Ende einer Ära – und für den Moment, in dem wir unbewusst Abschied genommen haben. Von einer Boyband. Von einer Zeit. Von uns selbst als Teenies.

Und genau deshalb reden wir noch heute darüber. Genau deshalb klicken wir auf solche Artikel. Weil wir fühlen wollen, was wir damals gefühlt haben. 💖

Immer wieder Sonntags:

CITA mit „Hold on“

Buchtipp: Eloy de Jong – Ganz bei mir

Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.

Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.

Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.

Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.

Für alle Fans von Caught in the Act, Schlagerliebhaber oder Menschen, die Eloy schon lange begleiten, ist dieses Buch ein emotionales und sehr aufrichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Lebenswegs.

Das erwartet dich im Buch:

  • Ein ehrlicher Blick auf Eloys Kindheit, erste Träume und Hindernisse

  • Der komplette Weg von CITA bis zu seinen heutigen Erfolgen

  • Private Geschichten über Liebe, Familie, Mut und Verlust

  • Viele großformatige Fotos aus seinem Leben

  • Ein inspirierendes Porträt eines Künstlers, der nie aufgehört hat, an sich zu glauben

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