Caught In The Act bei Zell-O-Fun 1998: Pleiten, Pech und ganz viel Herz
Ich saß an diesem Tag 1998 wahrscheinlich wieder im Schneidersitz vor dem Fernseher, Fernbedienung fest umklammert, bereit, keinen einzigen Sekundenbruchteil zu verpassen. Wenn Caught In The Act irgendwo angekündigt waren, wurde alles stehen und liegen gelassen. Hausaufgaben? Später. Telefon? Besetzt. Familie? Bitte nicht stören.
Und dann das: Live-Sendung bei Zell-O-Fun – und unsere Jungs kommen… nicht.
Ja, richtig gelesen. Sie kamen einfach nicht an.
Verspätung statt „Baby come back“
Eigentlich war der Plan so schön. Ganz klassisch 90er: Studioauftritt, charmantes Interview, vielleicht ein paar verliebte Blicke in die Kamera. Die damalige Single Baby Come Back sollte performt werden – und wir hätten kollektiv wieder einmal dahingeschmolzen.
Doch stattdessen mussten die Moderatoren Sendezeit überbrücken. Improvisation pur. Man merkte förmlich, wie hinter den Kulissen alle ins Schwitzen gerieten.
Später erfuhren wir den Grund: Flugverspätung. 1½ Stunden Warten auf dem Flugplatz. Und ganz ehrlich? Wer von uns hat damals nicht kurz gedacht: „Warum ausgerechnet heute?!“
Kreisch-Alarm im Hof
Als Caught In The Act endlich eintrafen, war klar: Jetzt gibt es kein Halten mehr.
Aber anstatt schnurstracks ins Studio zu marschieren, entschieden sich Lee, Eloy, Bastiaan und Benjamin spontan für eine Aktion, die mich bis heute berührt.
Sie wollten „Baby Come Back“ draußen im Hof singen – für die Fans, die stundenlang in der Kälte gewartet hatten.
Und natürlich: Kaum betraten sie den Hof, brach das Kreischen los.
Moderatorin Judith Pinnow fragte Lee später: „Ist das immer so?“
Sein Grinsen sprach Bände. Ja, es war immer so. Und wir waren stolz darauf.
Playback-Panne und Fan-Nähe
Als wäre die Verspätung nicht genug gewesen, streikte dann auch noch das Playback. Totalausfall.
Ich stelle mir die Redaktion vor, wie sie hektisch Knöpfe drückt und Kabel überprüft. Und unsere Jungs?
Die nutzten die Zeit einfach anders.
Sie liefen zu den Fans, machten Fotos, gaben Autogramme, lachten, winkten. Keine Allüren. Kein Diva-Gehabe. Sondern vier junge Männer, die verstanden hatten, wem sie das alles zu verdanken hatten.
Der geplante Auftritt von „Baby Come Back“ fiel letztlich komplett ins Wasser.
Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – wurde dieser Moment legendär.
Endlich auf dem Sofa: Das Interview
Im Studio schafften sie es dann doch noch aufs berühmte Sofa. Und endlich bekamen wir ein paar Antworten.
Eloy erklärte ruhig die Situation mit dem verspäteten Flieger und entschuldigte sich sogar bei den Fans draußen für die Tonprobleme.
Ganz ehrlich? Genau solche Momente haben mein Teenie-Herz höher schlagen lassen. Diese Mischung aus Professionalität und echter Empathie.
Acht Wochen Asien – ein anderes Fan-Universum
Spannend wurde es, als es um die Asien-Tour ging. Ende 1997 waren Caught In The Act acht Wochen lang in verschiedenen Ländern unterwegs – bereits zum dritten Mal.
Lee beschrieb die Tour als „ein bisschen erschöpfend“, aber auch wunderschön. Acht Wochen unterwegs. Heute denke ich: Wahnsinn. Damals dachte ich nur: Wie romantisch.
Besonders faszinierend fand ich die Unterschiede zwischen asiatischen und europäischen Fans.
In Japan, so erzählte Lee, werfen Fans keine Kuscheltiere auf die Bühne. Sie möchten ihre Geschenke persönlich überreichen. Geduldig stehen sie Schlange, warten ruhig, bis sie an der Reihe sind.
Eloy ergänzte, dass das zwar länger dauere, aber unglaublich respektvoll sei. In Europa hingegen? Hunderte Fans rennen gleichzeitig Richtung Bühne.
Ich fühlte mich damals ein bisschen ertappt.
Sushi, Stäbchen und Hamburger
Natürlich durfte auch das Thema Essen nicht fehlen. Benjamin schwärmte von den vielen Sushi-Bars in Asien. Ständig Sushi.
Bastiaan? Eher Team Hamburger.
Und ich saß vor dem Fernseher und dachte: Wie süß, dass sie darüber diskutieren, als säßen sie bei uns am Küchentisch.
Solche Details machten sie greifbar. Nicht nur Poster an der Wand, sondern echte Menschen mit Vorlieben und kleinen Eigenheiten.
„Jeder einzelne Fan ist eine Persönlichkeit“
Als Moderatorin Judith Pinnow fragte, welche Art von Fans ihnen lieber sei, antwortete Bastiaan sinngemäß: Das sei ihnen herzlich egal. Jeder einzelne Fan sei eine Persönlichkeit.
Dieser Satz blieb hängen.
Vielleicht, weil wir uns damals alle ein bisschen austauschbar fühlten – eine kreischende Masse vor der Bühne. Aber in solchen Momenten entstand das Gefühl: Sie sehen uns.
Warum dieses Zell-O-Fun-Video so besonders ist
Rückblickend ist der Auftritt bei Zell-O-Fun 1998 kein perfekter TV-Moment.
Kein glatter Playback-Auftritt. Kein perfekt durchgetakteter Ablauf.
Sondern Chaos. Verspätung. Technik-Panne.
Und genau deshalb liebe ich ihn.
Weil er zeigt, wie Caught In The Act in Stresssituationen reagierten. Mit Humor. Mit Nähe. Mit echtem Interesse an ihren Fans.
Als Teenie wollte ich immer nur die perfekten Bühnenmomente sehen. Heute berühren mich genau diese unperfekten Szenen viel mehr.
Sie zeigen Charakter.
1998 – ein Jahr zwischen Hype und Abschied
Wenn wir ehrlich sind, war 1998 sowieso ein emotionales Jahr für viele Fans. Man spürte, dass sich etwas veränderte. Die Boyband-Welt war im Umbruch.
Umso wertvoller sind solche TV-Momente.
Sie sind kleine Zeitkapseln.
Wenn ich mir das Zell-O-Fun-Video heute ansehe, sehe ich nicht nur vier junge Männer im Hof eines Studios. Ich sehe mein eigenes Teenie-Ich. Mit Bravo-Postern an der Wand, Konzertkarten unterm Kopfkissen und diesem Gefühl, dass diese Musik alles bedeutet.
Und du?
Warst du damals auch vor dem Fernseher dabei? Hast du dich geärgert, dass „Baby Come Back“ nicht richtig performt wurde? Oder fandest du gerade diese Chaos-Momente besonders charmant?
Für mich ist klar: Gerade wegen der vielen Pleiten und Pannen ist dieser Auftritt einer der unvergesslichsten von Caught In The Act geblieben.
Manchmal sind es eben nicht die perfekten Shows, sondern die ehrlichen, ungeschönten Augenblicke, die bleiben.
Und genau deshalb schaue ich mir dieses Video auch heute noch an – mit einem Lächeln. 💙
CITA’s Pannen-Auftritt bei Zell-O-Fun:
Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.
Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.
Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.
Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.
Für alle Fans von Caught in the Act, Schlagerliebhaber oder Menschen, die Eloy schon lange begleiten, ist dieses Buch ein emotionales und sehr aufrichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Lebenswegs.
Das erwartet dich im Buch:
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Ein ehrlicher Blick auf Eloys Kindheit, erste Träume und Hindernisse
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Der komplette Weg von CITA bis zu seinen heutigen Erfolgen
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Private Geschichten über Liebe, Familie, Mut und Verlust
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Viele großformatige Fotos aus seinem Leben
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Ein inspirierendes Porträt eines Künstlers, der nie aufgehört hat, an sich zu glauben
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In der Sendung Zell-O-Fun mit CITA ist 1998 so einiges schiefgelaufen. Wie hättest Du an Stelle der Moderatorin reagiert? Wärst Du auch so cool und gelassen geblieben?
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