„Ich wär so gern mit dir zusammen!“ – Als CITA unsere Herzen im Fernsehen eroberte
Es gibt diese Fernsehmomente, die sich unauslöschlich ins Teenie-Hirn einbrennen. Momente, bei denen man heute noch ganz genau weiß, wo man saß, wer neben einem auf dem Sofa lag und welches Bravo-Poster über dem Fernseher hing.
Der 12.09.1997 war genau so ein Abend. Und ja: Ich war definitiv zu jung für Talkshows – aber nicht zu jung für große Gefühle.
In der Talkshow Kerner lautete das Motto an diesem Abend:
„Ich wär so gern mit dir zusammen!“
Und spätestens in diesem Moment wussten wir alle: Oh oh. Das wird emotional.
Ein Teenie-Mädchen, ein Boygroup-Traum – und wir alle mittendrin
Die 16-jährige Sandra saß auf dem Studiostuhl und sprach aus, was wir uns zu Hause auf dem Teppich sitzend niemals getraut hätten laut zu sagen:
Sie wollte mit Eloy von Caught In The Act zusammen sein. Punkt.
Und während Sandra redete, nickten wir innerlich. Heftig.
Denn Sandra war eine von uns.
Moderator Johannes B. Kerner musste sich erst einmal orientieren. Als er im Publikum ein Shirt mit der Aufschrift „CITA“ entdeckte, fragte er irritiert nach – und lernte live on air, dass das die Abkürzung für Caught In The Act war.
Tja Johannes. Willkommen im Teenie-Universum.
„Die Jungs sehen niedlich aus“ – und wir wussten: Das ist nur die halbe Wahrheit
Auf die Frage, was Caught In The Act denn so besonders mache, erzählte Sandra die damals allseits bekannte (und wie wir heute wissen: gefakte) Kennenlernstory der Band.
Danach folgte der legendäre Satz:
„Die Musik gefällt mir gut und die Jungs sehen niedlich aus.“
NIEDLICH.
Dieses Wort hat in den 90ern so viel bedeutet wie heute ein 20-seitiger Insta-Post mit Herzchen-Emoji.
Doch Kerner wollte es genauer wissen. Was genau machte Eloy so besonders?
Sandras Antwort war pure 90s-Poesie:
„Er strahlt für mich irgendwie Sympathie aus.“
Und ich saß da, mit meinem selbst aufgenommenen CITA-Kassettenmix, und dachte:
JA. GENAU DAS.
Wenn der Boygroup-Schwarm „immer da“ war
Als Kerner fragte, ob Sandra einen Freund habe, kam eine Antwort, die vermutlich jede von uns so oder ähnlich gegeben hätte:
„Nein. Ich glaube, den würde der Tick sehr nerven.“
Der Tick.
Heute würden wir sagen: Hyperfokus. Damals war es einfach Liebe.
Eloy, so erklärte Sandra, sei immer da.
Er gehörte zu ihrem Leben.
Und seien wir ehrlich: Unsere Boygroup-Lieblinge waren emotional präsenter als jeder Mathe-Lehrer.
Backstage-Träume, Konzerthallen & die Grenze, die wir kannten
Natürlich stellte Kerner irgendwann die Frage aller Fragen:
Ob Sandra denn schon einmal versucht habe, ihrem Idol näherzukommen.
Ihre Antwort kam mit einem verschmitzten Grinsen:
Ja – bei Konzerten.
Um die Hallen herum.
Vielleicht Richtung Backstage.
Aber Hotels? Nein.
Das sei Privatsphäre. Und die sei wichtig.
Und genau hier wird mir heute warm ums Herz.
Denn wir waren keine Spinner.
Wir waren verliebte Teenager mit erstaunlich klarem Wertekompass.
Mama sagt: Lass sie schwärmen
Besonders berührend war Sandras Mutter.
Keine Panik. Kein Augenrollen. Kein „Das ist doch nicht normal“.
Nur Verständnis.
Das Einzige, was sie – und Sandra – wirklich nervte, waren die Schlagzeilen:
„Eloy hat 8 Kilo zugenommen!“
Diese unnötige Kritik traf nicht nur ihn.
Sie traf uns, die ihn liebten.
Und vielleicht war das der Moment, in dem viele von uns das erste Mal verstanden haben, wie unfair Medien sein können.
Fanliebe ist kein Wettbewerb – auch wenn es sich manchmal so anfühlte
Dann kamen Melanie und Rebecca.
Zwei Freundinnen. Zwei Fans. Zwei weitere Herzen im Ausnahmezustand.
Ihre Lieblinge:
Benjamin Boyce und Lee Baxter.
Melanie erzählte von einer Szene auf einem Konzert, die viele von uns nur zu gut kannten:
Ein Fan-Schild.
Ein anderer Fan.
Ein Streit.
Kerner war sichtlich überrascht von dieser Konkurrenz – und riet augenzwinkernd:
„Du musst weiter kämpfen bei den Konzerten!“
Wir wussten:
Manchmal war Fan-Sein auch emotionaler Kampfsport.
Und dann… passierte ES
Plötzlich wurde Kerner hektisch.
Er rief die Fans nach vorne.
Niemand wusste warum.
Und dann:
Caught In The Act betraten die Bühne.
Ich schwöre:
In diesem Moment hörte man in deutschen Wohnzimmern kollektiv das laute Klirren tausender Teenie-Herzen.
Die Jungs sangen Babe.
Live.
Im Studio.
Für UNS.
Wenn Fantasie für einen Moment Realität wurde
Nach dem Auftritt durfte Sandra ihren Eloy endlich umarmen.
Und als die Jungs gehen wollten, sagte sie den Satz, den wir alle gedacht haben:
„Ich möchte mitgehen.“
Natürlich wollte sie das.
Natürlich hätten wir das auch gewollt.
Denn in diesem einen magischen Moment fühlte es sich an, als wäre alles möglich.
Warum dieser Auftritt bis heute nachwirkt
Wenn ich heute an diese Kerner-Sendung von 1997 denke, spüre ich keine Peinlichkeit.
Ich spüre Nostalgie. Wärme. Verständnis für mein damaliges Ich.
Diese Talkshow hat uns gezeigt:
-
Dass Teenie-Gefühle echt sind
-
Dass Schwärmerei kein Quatsch ist
-
Und dass Musik Menschen durchs Leben begleiten kann
Vielleicht war Eloy nie „unser Freund“.
Aber er – und CITA – waren Teil unserer Geschichte.
Und manchmal reicht das völlig. 💖
CITA 1997 bei „Kerner“:
Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.
Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.
Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.
Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.
Für alle Fans von Caught in the Act, Schlagerliebhaber oder Menschen, die Eloy schon lange begleiten, ist dieses Buch ein emotionales und sehr aufrichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Lebenswegs.
Das erwartet dich im Buch:
-
Ein ehrlicher Blick auf Eloys Kindheit, erste Träume und Hindernisse
-
Der komplette Weg von CITA bis zu seinen heutigen Erfolgen
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Private Geschichten über Liebe, Familie, Mut und Verlust
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Viele großformatige Fotos aus seinem Leben
-
Ein inspirierendes Porträt eines Künstlers, der nie aufgehört hat, an sich zu glauben
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