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Willkommen zurĂŒck in Deiner Teenie-Zeit!

Wir alle hören gern Geschichten, die hinter der glĂ€nzenden Fassade des PopgeschĂ€fts spielen. Wenn sie dann noch von Caught in the Act stammen und von zwei ehemaligen Bandkollegen erzĂ€hlt werden, ist das nostalgische VergnĂŒgen beinahe garantiert. Am 23. Oktober 2015 standen Benjamin Boyce und Lee Baxter bei einer gemeinsamen Veranstaltung in Dortmund auf der BĂŒhne und bewiesen, dass manche CITA-Geschichten auch nach vielen Jahren nichts von ihrer Wirkung verlieren.

FĂŒr Fans war schon die Konstellation besonders. Benjamin hatte sich gegen eine Teilnahme an der Reunion von Caught in the Act entschieden, doch neben Lee war sofort jene alte Vertrautheit zu spĂŒren, die sich nicht kĂŒnstlich herstellen lĂ€sst. Ein Blick, ein halber Satz und ein spöttisches Grinsen genĂŒgten, damit beide wieder wie zwei Freunde wirkten, die gemeinsam viel zu viele Stunden in Autos, Hotels, Studios und auf FlughĂ€fen verbracht hatten. Benjamin musste nur ein Stichwort geben, und Lee wusste offenbar bereits, dass seine WĂŒrde in den kommenden CITA-Geschichten eher symbolischen Schutz genießen wĂŒrde.

Die besten CITA-Geschichten handeln schließlich nicht von Chartplatzierungen oder Auszeichnungen, sondern von jenen kleinen Katastrophen, die im Moment selbst anstrengend sind und Jahre spĂ€ter zuverlĂ€ssig fĂŒr GelĂ€chter sorgen. Benjamin erinnerte sich an Lees auffĂ€llige Toilettengewohnheiten, wĂ€hrend Lee jede Anschuldigung mit trockenem Humor beantwortete. Was als harmlose Neckerei begann, fĂŒhrte direkt zu einer Hubschrauberlandung auf einem Feld und zu einem Pferd, das vermutlich bis heute versucht, das Erlebte zu verarbeiten.

Warum Lee angeblich immer zur Toilette musste

Benjamin eröffnete seine ErzĂ€hlung mit der Behauptung, Lee habe unabhĂ€ngig von Ort, Tageszeit und Terminplan stĂ€ndig zur Toilette gemusst. Selbst wenn der Manager bereits Druck machte und mit einem energischen „Los jetzt, zack, zack!“ zum Aufbruch drĂ€ngte, stand Lee da und erklĂ€rte, vorher noch schnell aufs Klo zu mĂŒssen. Wer schon einmal mit mehreren Menschen verreist ist, kennt diese Situation: Sobald sĂ€mtliche Jacken angezogen, Taschen gepackt und TĂŒren beinahe geschlossen sind, fĂ€llt einer Person ein sehr dringendes körperliches BedĂŒrfnis ein.

Lee schĂŒttelte gespielt empört den Kopf und erklĂ€rte, die Geschichte könne ĂŒberhaupt nicht stimmen, schließlich trage er eine Windel. Benjamin ließ diese Vorlage natĂŒrlich nicht ungenutzt und merkte an, dass er die Windel gern sehen wĂŒrde. Lee ermahnte ihn daraufhin, nicht in seinen Schoß zu starren. SpĂ€testens in diesem Moment wurde deutlich, warum die CITA-Geschichten aus Dortmund so unterhaltsam sind: Nichts wirkte vorbereitet, beide reagierten schnell aufeinander und hatten sichtbar Freude daran, die Pointe noch ein kleines StĂŒck weiterzutreiben.

Hinter dem Humor steckt die Vertrautheit einer Band, die in ihren erfolgreichsten Jahren nahezu jeden Tag miteinander verbrachte. Bastiaan, Lee, Eloy und Benjamin reisten von Termin zu Termin, warteten gemeinsam hinter BĂŒhnen und mussten auch dann funktionieren, wenn MĂŒdigkeit, Zeitdruck oder schlechte Laune mitreisten. Dabei lernt man die Eigenarten der anderen grĂŒndlicher kennen, als es einem gelegentlich lieb sein kann. Aus einer stĂ€ndig wiederkehrenden Verzögerung wird zunĂ€chst ein Insiderwitz und viele Jahre spĂ€ter eine jener CITA-Geschichten, die Fans einen seltenen Blick hinter die Kulissen schenken.

Lee spielte bei der ErzĂ€hlung bereitwillig mit, statt sich ernsthaft zu verteidigen. Dadurch blieb die Neckerei liebevoll. Benjamin erzĂ€hlte nicht ĂŒber einen abwesenden Kollegen, sondern saß neben einem Freund, der jederzeit mit eigenen CITA-Geschichten zurĂŒckschießen konnte. Genau diese Balance macht das Wiedersehen so warm: Jeder bekommt sein Fett weg, doch unter allen Witzen bleibt eine Verbindung sichtbar, die weder durch getrennte Karrierewege noch durch vergangene Jahre verschwunden ist.

Eine Hubschrauberlandung nur fĂŒr Lee

Die Geschichte erreichte ihren Höhepunkt bei einem Termin, zu dem Caught in the Act mit einem Hubschrauber geflogen wurde. Lee wusste, dass es an Bord keine Toilette gab. Trotzdem waren laut Benjamin noch keine zwanzig Minuten vergangen, als er sich ĂŒber das Headset an den Piloten wandte: „Hey, excuse me! I need to go to toilet!“ In einem lauten Hubschrauber, in dem alle ĂŒber Kopfhörer miteinander kommunizieren, lĂ€sst sich eine solche Bitte vermutlich ohnehin kaum diskret Ă€ußern.

Dem Piloten blieb offenbar nichts anderes ĂŒbrig, als auf einem Feld zwischenzulanden. Damit wurde aus einem straff geplanten Prominententransfer eine spontane Toilettenpause, die in keinem Tourplan gestanden haben dĂŒrfte. Benjamin sah aus dem Hubschrauber, dass auf dem Feld ein Pferd stand. Das Tier blieb geschockt stehen, wĂ€hrend der Rotorwind durch seine MĂ€hne fuhr und eine Boyband buchstĂ€blich vor ihm vom Himmel fiel.

Lee sprang aus dem Hubschrauber, rannte um eine Ecke und kehrte nach erledigter Mission zurĂŒck. Anschließend hob die Maschine wieder ab, wĂ€hrend das Pferd noch immer wie angewurzelt dastand. Bereits dieses Bild gehört zu den unvergesslichen CITA-Geschichten, doch Benjamin ergĂ€nzte noch eine zweite Ebene. Er stellte sich vor, wie das Pferd spĂ€ter zu seinen Freunden ging und ihnen von den Menschen erzĂ€hlte, die sonst das Futter bringen, an diesem Tag aber plötzlich aus dem Himmel gekommen waren.

Dann sei ein kleiner EnglĂ€nder herausgerannt und habe auf dem Feld irgendetwas getan, dessen Sinn das Pferd nicht verstehen konnte. NatĂŒrlich, so Benjamin, wĂŒrde ihm kein anderes Pferd diese Geschichte glauben. Seit man diese Vorstellung gehört hat, lĂ€sst sich die Anekdote kaum noch erzĂ€hlen, ohne dem zufĂ€lligen tierischen Zeugen eine eigene dramatische Nebenrolle zu geben. Vielleicht blickt es seitdem bei jedem Hubschrauber misstrauisch zum Himmel und hofft, dass diesmal niemand eine Toilette sucht.

Benjamin bezeichnete die ungeplante Landung als sein fantastischstes Erlebnis mit Lee und erklĂ€rte, er werde sie niemals vergessen. Das ist nachvollziehbar, denn selbst in einem außergewöhnlichen Popstar-Alltag besitzt eine Notlandung wegen eines dringenden BedĂŒrfnisses eine gewisse Alleinstellung. Viele Auftritte und Fahrten mögen mit den Jahren ineinanderfließen, doch CITA-Geschichten mit einem Hubschrauber, einem kleinen EnglĂ€nder und einem fassungslosen Pferd bleiben zuverlĂ€ssig im GedĂ€chtnis.

Gerade solche CITA-Geschichten bringen uns den Menschen hinter dem frĂŒheren Boyband-Star nĂ€her. Lee war nicht nur das Gesicht auf dem Poster oder der SĂ€nger im Musikvideo, sondern auch der Mann, fĂŒr den ein Pilot einen zusĂ€tzlichen Zwischenstopp einlegen musste. Dass er heute gemeinsam mit Benjamin darĂŒber lachen kann, macht die Geschichte noch schöner. Sie ist kein peinliches Geheimnis, sondern ein gemeinsam getragenes StĂŒck Bandgeschichte, das mit jedem ErzĂ€hlen ein wenig legendĂ€rer wird.

Die lustige Story von Benjamin:

NatĂŒrlich ließ Lee die Geschichten nicht einseitig auf sich sitzen. Wer ĂŒber Jahre mit Benjamin unterwegs war, verfĂŒgt schließlich ĂŒber genĂŒgend eigenes Material, und so fĂŒhrte seine Erinnerung zurĂŒck in die Anfangszeit von Caught in the Act. Die Band hatte einem Radiosender ein Interview gegeben, anschließend Autogramme an wartende Fans verteilt und war ins Auto gestiegen. Die Fans rannten winkend hinterher, der Fahrer wurde abgelenkt oder unaufmerksam, und plötzlich endete die Abfahrt in einem Auffahrunfall.

Zum GlĂŒck wurde niemand ernsthaft verletzt, doch Lee hielt einen frisch gekauften Bananen-Milchshake in der Hand, der sich beim Aufprall großzĂŒgig ĂŒber die Insassen verteilte. Im ersten Schreck glaubten die vier offenbar, BatteriesĂ€ure sei ins Fahrzeug gelangt. Erst der unverkennbare Bananengeruch brachte Entwarnung. Unter allen CITA-Geschichten dĂŒrfte dies eine der wenigen sein, bei denen ein sĂŒĂŸer Milchshake zunĂ€chst fĂŒr eine gefĂ€hrliche Chemikalie gehalten wurde.

Als ein Bananen-Milchshake fĂŒr Panik sorgte

Der Unfall geschah in einer Situation, die zunĂ€chst vollkommen gewöhnlich wirkte. Ein Radiointerview war beendet, die Band hatte sich Zeit fĂŒr Autogramme genommen und wollte zum nĂ€chsten Termin fahren. FĂŒr Caught in the Act gehörten solche AblĂ€ufe zum Alltag: ankommen, sprechen, Fans begrĂŒĂŸen, weiterfahren. Gerade weil alles routiniert begann, kam der Aufprall so unerwartet und lieferte Stoff fĂŒr weitere CITA-Geschichten.

In einem solchen Moment reagiert der Kopf schneller als die Nase. FlĂŒssigkeit spritzte durch das Auto, niemand wusste sofort, woher sie kam, und fĂŒr einige Sekunden stand offenbar der Verdacht im Raum, es könne sich um BatteriesĂ€ure handeln. Erst als der Geruch nach Banane wahrnehmbar wurde, verwandelte sich die mögliche Gefahr in eine klebrige, aber vergleichsweise harmlose Sauerei. Vermutlich hat selten jemand einen Bananen-Milchshake mit so großer Erleichterung gerochen.

Lees ErzĂ€hlung ergĂ€nzt Benjamins CITA-Geschichten perfekt. WĂ€hrend Lee fĂŒr eine unfreiwillige Hubschrauberlandung verantwortlich gewesen sein soll, brachte sein GetrĂ€nk nach dem Auffahrunfall sĂ€mtliche Bandmitglieder kurzzeitig aus der Fassung. Niemand kommt aus diesem Erinnerungsabend als makelloser Held heraus, und genau das macht ihn so sympathisch.

Die Fans, die kurz zuvor noch hinter dem Auto hergelaufen waren und gewunken hatten, dĂŒrften den Zusammenstoß ebenfalls mitbekommen haben. GlĂŒcklicherweise blieb es bei einem Schrecken, doch fĂŒr die Band war der Tag damit noch lĂ€ngst nicht beendet. Ein normaler Mensch hĂ€tte nach einem Unfall vermutlich zuerst Ruhe, Ă€rztliche Untersuchung und einen Kleidungswechsel verlangt. Im eng getakteten CITA-Alltag galten offenbar andere PrioritĂ€ten.

Erst BRAVO TV, danach ins Krankenhaus

Nach dem Unfall stand noch ein Interview bei BRAVO TV im Kalender. Der Manager entschied, dass dieser Termin zuerst erledigt werden mĂŒsse und das Krankenhaus anschließend warten könne. Diese Reihenfolge sagt einiges ĂŒber den Druck aus, unter dem erfolgreiche Popgruppen in den neunziger Jahren standen. Selbst nach einem Auffahrunfall lief der Promotionplan weiter, denn ein gebuchter Fernsehtermin ließ sich offenbar weniger leicht verschieben als eine medizinische Untersuchung.

Erst nach dem Interview ging es ins Krankenhaus, wo alle Halskrausen bekamen. Lee erinnerte sich daran, dass die Band mit diesen Dingern herumlief und von anderen ausgelacht wurde. Er selbst trug seine Halskrause brav eine Woche lang, wÀhrend Benjamin keine zwei Tage durchhielt. Auch hier zeigt sich die unterschiedliche Art der beiden: Lee befolgte die Anweisung, Benjamin verlor offenbar sehr schnell die Geduld mit dem unbequemen medizinischen Accessoire.

FĂŒr Fans wirken Halskrausen heute beinahe wie eine absurde ErgĂ€nzung zur ohnehin auffĂ€lligen Mode jener Jahre. Dennoch darf hinter dem Humor nicht vergessen werden, dass der Unfall ein ernster Moment war und alle Beteiligten GlĂŒck hatten. Die CITA-Geschichten lassen sich heute lachend erzĂ€hlen, weil niemand schwer verletzt wurde. Aus dem Schreck blieben ein Bananengeruch, ein ungewöhnlicher Interviewtermin und die Erinnerung an mehrere junge MĂ€nner, die sich mit steifen HĂ€lsen durch die nĂ€chsten Tage bewegten.

Gemeinsam zeigen Benjamins und Lees ErzĂ€hlungen, wie chaotisch das Leben hinter der Boyband-Fassade sein konnte. Zwischen Auftritten und Interviews geschahen Dinge, die kein Management planen und kein Fotoshooting kontrollieren konnte. Ein dringender Toilettengang zwang einen Hubschrauber zur Landung, ein Fahrer verursachte einen Auffahrunfall und ein Milchshake sorgte fĂŒr BatteriesĂ€ure-Panik. Wer behauptet, Tourleben bestehe nur aus Hotels und Applaus, hat diese CITA-Geschichten eindeutig noch nicht gehört.

Besonders schön ist, wie Benjamin und Lee einander beim ErzĂ€hlen begegnen. Sie konkurrieren nicht darum, wer die spektakulĂ€reren CITA-Geschichten besitzt, sondern bauen gemeinsam einen Abend voller vertrauter Pointen. Obwohl Benjamin sich gegen die Reunion entschieden hatte, zeigt ihre Körpersprache, dass getrennte musikalische Wege eine Freundschaft nicht automatisch beenden. Manche Entscheidungen betreffen die BĂŒhne, wĂ€hrend gemeinsam Erlebtes an einem ganz anderen Ort weiterlebt.

Vielleicht steckt darin der emotionale Kern dieser CITA-Geschichten. FĂŒr Fans war die Band immer mehr als eine Reihe von Songs, und fĂŒr ihre Mitglieder war sie mehr als ein Beruf. Sie teilten Jahre, in denen sich ihr Leben rasant verĂ€nderte, und sammelten dabei Erinnerungen, die nur sie vollstĂ€ndig verstehen können. Wenn Benjamin und Lee heute darĂŒber lachen, dĂŒrfen wir fĂŒr einen Moment daran teilhaben.

So bleiben am Ende nicht nur ein Pferd, ein Hubschrauber, ein Bananen-Milchshake und mehrere Halskrausen im GedĂ€chtnis. Es bleibt das Bild zweier ehemaliger Bandkollegen, die einander immer noch mit wenigen Worten zum Lachen bringen. CITA-Geschichten altern offenbar ebenso gut wie die Songs, vielleicht sogar noch besser, weil bei jedem ErzĂ€hlen ein kleines Detail hinzukommt. Und ganz gleich, welche musikalischen Wege Benjamin und Lee wĂ€hlen: In diesen Erinnerungen wirken sie unverkennbar wie „Forever Friends“.

Wer nach den Videos noch einmal in die Solomusik der beiden eintauchen möchte, findet hier Benjamin Boyces Soloalbum und Lee Baxters „Life’s A Sculpture“.

Die lustige Story von Lee:

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