Bastiaan Ragas bei DAS! – Der Moment, in dem alles anders klang
Es war einer dieser Nachmittage, an denen man eigentlich Hausaufgaben machen sollte – aber stattdessen heimlich den Fernseher einschaltete. 16:00 Uhr. N3. Die rote Couch. Die Sendung DAS! am Nachmittag. Und am 25.04.2001 saß dort plötzlich einer, der Jahre zuvor mein komplettes Jugendzimmer beherrscht hatte: Bastiaan Ragas.
Allein sein Name fühlte sich damals noch nach Kreischalarm, Bravo-Poster und Herzklopfen an. Doch an diesem Tag war etwas anders. Keine kreischenden Fans, keine perfekt choreografierten Moves, kein Playback-Lächeln. Stattdessen: ruhige Gespräche, ehrliche Antworten – und ein Hauch Abschied.
Moderatorin Sandra Maahn begrüßte ihn mit den Worten: „Ein Abschied vom Teenie-Dasein, nicht aber von der Musik.“ Und plötzlich war sie da – diese bittersüße Erkenntnis: Unsere Boygroup-Zeit war vorbei. Zumindest ein Stück weit.
Caught in the Act – Wenn eine Ära plötzlich Vergangenheit ist
Als ein kurzer Einspielfilm vom Abschiedskonzert 1998 gezeigt wurde, spürte ich beim Zuschauen wieder dieses Ziehen im Bauch. Diese Konzerte waren damals das Ende von Caught in the Act. Und wir? Wir standen vor der Bühne – oder vor dem Fernseher – und konnten es nicht fassen.
Sandra Maahn fragte Bastiaan: „Erinnerst du dich noch, was das für ein Gefühl war, bei diesen letzten Konzerten 1998 auf der Bühne zu stehen?“
Seine Antwort überraschte mich damals: „Nein, nicht wirklich.“
Er verglich es mit einer alten Beziehung. Man wisse, dass sie wichtig war, aber sie liege weit zurück. Caught in the Act sei für ihn inzwischen „sehr weit weg“. Autsch. Das tat kurz weh. Für uns war es doch nie „weit weg“. Es war unser Soundtrack.
Und doch klang da kein Groll, keine Bitterkeit. Nur Abstand. Reife. Und vielleicht auch Schutz.
Der wahre Grund für die Trennung – Endlich Klartext
Jahrelang hatten wir spekuliert. Streit? Ego-Probleme? Management-Drama? Im DAS!-Interview sprach Bastiaan endlich offener darüber.
Einer der Jungs wollte aussteigen. Der Manager jedoch bestand auf vier Mitgliedern – besonders, weil ein lukrativer Vertrag in Amerika in Aussicht stand. Die Lösung? Ein Casting für einen neuen vierten Mann.
Als ich das damals hörte, dachte ich nur: Bitte was?! Ein Ersatz? Für einen von „unseren“ Jungs? Das wäre nicht mehr CITA gewesen. Und genau das sahen offenbar auch die verbliebenen drei so. Sie lehnten ab.
Mit einem Mal wirkte die Trennung weniger wie ein Skandal – und mehr wie eine Entscheidung aus Überzeugung. Kein künstliches Festhalten. Kein Austausch wie bei einer Zahnpastamarke. Sondern ein klarer Schnitt.
Rückblickend war das vielleicht würdevoller, als wir es damals wahrhaben wollten.
Die Lügen einer Boygroup – Zwischen Image und Wahrheit
Ein besonders brisanter Moment im Interview war die Frage nach den „Boygroup-Lügen“. Waren sie wirklich Schulfreunde? Durften sie Freundinnen haben? Und warum wurde am Alter getrickst?
Bastiaan antwortete erstaunlich ehrlich. Zwei der Jungs kannte er tatsächlich vorher. Der Rest sei Casting gewesen. Und ja – das Thema Beziehungen war kompliziert. Keine Freundin öffentlich. Single-Image. Altersangaben angepasst.
Als Teenie wollte ich das damals nicht hören. Für mich waren sie frei, ungebunden – theoretisch verfügbar (in meiner Fantasie zumindest). Aber mit 20 oder 21 plötzlich ständig in den Medien zu stehen, ohne Privatsphäre? Das muss hart gewesen sein.
„Wenn du nicht über deine Freundin reden kannst, ist es besser zu sagen, du bist Single“, erklärte Bastiaan. Für seine damalige Partnerin sei das natürlich nicht schön gewesen.
In diesem Moment begriff ich zum ersten Mal: Hinter den Postern hingen echte Menschen. Mit echten Beziehungen. Mit Kompromissen. Und mit einem Preis, den wir als Fans nie sehen wollten.
Solokarriere, Musical und der Weg zurück zur Musik
Nach dem Ende von Caught in the Act hätte man auch abstürzen können. Viele Boyband-Stars verschwanden damals einfach von der Bildfläche. Doch Bastiaan ging einen anderen Weg.
Er sprach über die Wichtigkeit, „auf dem Teppich zu bleiben“. Sich nicht vom Showbiz blenden zu lassen. Musik zu machen, weil man sie liebt – nicht wegen des Ruhms.
2001 stand für ihn ein neues Kapitel an: die Hauptrolle im Musical Aida in den Niederlanden. Ein Jahr lang. Eine echte Herausforderung. Und als er erzählte, wie sehr ihn die Musik begeistert habe, leuchteten seine Augen.
Da saß nicht mehr der Boyband-Teenie-Schwarm. Da saß ein Künstler.
Und plötzlich fühlte sich das alles gar nicht mehr wie ein Abschied an – sondern wie eine Weiterentwicklung.
Vom Käse-Test zur Lebenslektion
Zum Schluss wurde es noch typisch niederländisch: Bastiaan durfte verschiedene Käsesorten probieren und erraten, welche holländisch waren. Zahnstocher mit kleinen Flaggen, ein verschmitztes Lächeln – und dieser Humor, der ihn schon früher so sympathisch gemacht hatte.
Ich saß damals vorm Fernseher und dachte: Er ist erwachsener geworden. Aber er ist immer noch er.
Und vielleicht ist genau das die größte Erkenntnis aus diesem DAS!-Interview 2001: Unsere Boyband-Helden sind nicht verschwunden. Sie sind nur gewachsen.
Für uns war Caught in the Act vielleicht der Soundtrack unserer Jugend. Für Bastiaan war es ein Kapitel. Ein wichtiges. Ein schönes. Aber nicht das ganze Buch.
Wenn ich heute an diesen Nachmittag zurückdenke, sehe ich nicht nur die rote Couch von DAS!. Ich sehe mein Jugendzimmer. Die Bravo-Stapel. Die Kassetten im Regal. Und dieses Gefühl, dass Musik mehr war als nur ein Song.
Sie war Identität. Hoffnung. Herzklopfen.
Und auch wenn Bastiaan damals sagte, CITA sei „sehr weit weg“ – für uns bleibt es ganz nah. 💛
Das komplette DAS!-Interview mit Bastiaan Ragas kannst du dir übrigens heute noch ansehen – und vielleicht spürst du beim Zuschauen genau das, was ich damals gespürt habe:
Ein kleines Stück 90er-Magie.
Bastiaan Ragas bei DAS! am 25.04.2001
Wer Bastiaan Ragas nur als strahlenden Caught in the Act-Star kennt, wird überrascht sein: In „Schnuller, Sex & Kinderkacke“ zeigt er sich von seiner ehrlichsten – und lustigsten – Seite. Statt kreischender Groupies und glamouröser Bühnenauftritte erzählt Bastiaan hier von schlaflosen Nächten, schreienden Babys und der chaotischen Realität als vierfacher Vater.
Mit viel Selbstironie plaudert er über Themen, über die sonst kaum jemand offen spricht: Beziehungen unter Strom, Sex nach Terminplan, Midlife-Krisen und das völlige Gefühlschaos frischgebackener Väter. Mal urkomisch, mal nachdenklich – aber immer ehrlich und mitten aus dem Leben.
Ein Must-Read für alle, die wissen wollen, wie es wirklich ist, wenn ein Popstar Windeln statt Fans managen muss. Und gleichzeitig ein liebevoller, humorvoller Blick auf das Familienleben, in dem am Ende trotz allem gilt: Alles wird gut – meistens. 😉
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Bei DAS! erzählte Bastiaan, wie es wirklich zu der Trennung von CITA kam. Was hast Du bis dahin geglaubt?
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