Es gibt Fernsehauftritte, bei denen schon die Kleidung genügt, um das Jahr zuverlässig zu erraten. Ende 1996 saßen Benjamin Boyce, Bastiaan Ragas, Eloy de Jong und Lee Baxter im Disney Club, sangen ihre sanfte Ballade „Bring Back The Love“ und trugen dazu Satinhemden in Farben, die sich weder verstecken wollten noch konnten. CITA im Disney Club 1996 waren romantisch, kinderfreundlich und gleichzeitig so glänzend gekleidet, dass vermutlich selbst das Studiolicht kurz neidisch wurde.
Vor einem überwiegend jungen Publikum präsentierten die vier ihre damalige Single ganz ruhig im Sitzen. Keine große Choreografie, keine dramatischen Bühneneffekte und kein Versuch, die sanfte Stimmung des Songs mit unnötiger Bewegung zu überladen. Stattdessen standen Stimmen, Blicke und jene farbenfrohen Hemden im Mittelpunkt, die den Auftritt bis heute unverwechselbar machen. Nach dem Lied blieben CITA im Disney Club 1996 auf der Bühne und beantworteten die Fragen der Kinder Ralf, Melanie und Ulrike – von Lieblingsmusik über Schokolade bis zum früheren Lieblingsfach.
Gerade diese Kombination macht die Aufnahme so charmant. Die Fragen waren direkt, manchmal überraschend und frei von jener PR-Sprache, die erwachsene Interviewpartner gern verwenden. Ein Kind wollte wissen, ob Benjamin Süßigkeiten mochte, ein anderes interessierte sich für Lees Schulzeit, und Eloy musste überlegen, welche Erinnerung ihm am wichtigsten war, bis ein Gong seine Antwort kurzerhand beendete. CITA im Disney Club 1996 zeigen vier große Boyband-Stars in einer Umgebung, in der niemand Ehrfurcht vor Verkaufszahlen hatte und eine ehrliche Frage nach Schokolade vollkommen ausreichte.
CITA im Disney Club 1996 glänzten in buntem Satin
„Bring Back The Love“ gehörte zu den sanfteren Liedern von Caught In The Act und eignete sich hervorragend für einen Auftritt, bei dem die Band nicht über die Bühne wirbeln musste. Benjamin, Bastiaan, Eloy und Lee sangen im Sitzen, wodurch die Stimmen und die ruhige Stimmung des Titels stärker zur Geltung kamen. Für Fans, die CITA sonst vor allem mit synchronen Tanzschritten und viel Bewegung verbanden, bot die Performance einen besonders nahen Blick auf die vier. Bei CITA im Disney Club 1996 reichte ein Hocker offenbar vollkommen aus, solange die Blicke in die Kamera saßen.
Zur dezenten Ballade trugen die Jungs knallbunte Satinhemden, die aus heutiger Sicht fast selbst als fünftes Bandmitglied durchgehen könnten. Satin war in den Neunzigern eine mutige Wahl: glänzend, körpernah und unter Studiolicht vollkommen unfähig, unauffällig zu bleiben. Genau deshalb passten die Hemden perfekt zu einer Boyband, deren Bühnenkleidung Aufmerksamkeit erzeugen sollte. CITA im Disney Club 1996 bewiesen, dass Romantik und kräftige Farben keine Gegensätze sein mussten – zumindest nicht, wenn vier attraktive Männer sie mit genügend Selbstverständlichkeit trugen.
Im Studio saßen vor allem jüngere Zuschauer, was dem Auftritt eine andere Atmosphäre verlieh als die typischen Musikshows für Teenager. Das Publikum reagierte begeistert, aber die Umgebung blieb spielerisch und familienfreundlich. Sogar eines der Studiokinder durfte eine Handkamera bedienen. Diese Kamera war damals noch ein beeindruckend großes Gerät und nicht mit einem Telefon zu verwechseln, das nebenbei in eine Hosentasche passt. Der junge Kameramensch bekam damit eine Verantwortung, von der heutige Smartphone-Nutzer beim schnellen Filmen kaum noch etwas ahnen.
Die Kinderkamera trug zur unmittelbaren Wirkung des Beitrags bei. Anstatt Caught In The Act ausschließlich aus professionell geplanten Fernsehperspektiven zu zeigen, durfte ein Kind selbst Teil der Produktion werden. Das passte zum Disney Club, wo junge Zuschauer nicht bloß Kulisse waren, sondern aktiv einbezogen wurden. Für CITA im Disney Club 1996 bedeutete das, dass neben den üblichen Kameraleuten plötzlich jemand filmte, der vermutlich mindestens ebenso aufgeregt war wie die übrigen Kinder im Studio.
Nach dem Song nahmen die vier auf der Bühne Platz. Aus dem musikalischen Auftritt wurde nun ein Gespräch, bei dem die Kinder ihre vorbereiteten Fragen loswerden durften. Die Nähe wirkte ungezwungen: Keine Absperrung trennte Publikum und Stars, kein hektischer Moderator versuchte, in wenigen Sekunden möglichst viele Schlagzeilen zu produzieren. CITA im Disney Club 1996 begegneten ihren jungen Interviewpartnern freundlich und geduldig – selbst wenn die Themen vom Weltstar-Image überraschend schnell zur Schokolade wechselten.
Von Céline Dion bis zu Benjamins Schokoladenvorrat
Ralf eröffnete die Fragerunde und wollte wissen, welche Band Eloy am liebsten mochte. Eine konkrete Lieblingsband hatte Eloy nicht, dafür nannte er gleich drei Lieblingssängerinnen: Céline Dion, Mariah Carey und Whitney Houston. Diese Auswahl überrascht kaum, denn alle drei standen für große Stimmen, emotionale Balladen und eine Bühnenpräsenz, die weit über einfache Popunterhaltung hinausging. Bei CITA im Disney Club 1996 zeigte Eloy damit, welche Künstlerinnen ihn musikalisch beeindruckten, auch wenn die Frage ursprünglich nach einer Band gestellt worden war.
Melanie griff das Thema später noch einmal auf und fragte Eloy nach seinen Idolen. Seine Antwort blieb dieselbe: Die Sängerinnen, die er zuvor genannt hatte, waren auch seine Vorbilder. Für einen Sänger in einer international erfolgreichen Popgruppe war das eine anspruchsvolle Auswahl. Wer Whitney Houston, Mariah Carey und Céline Dion als Maßstab nennt, legt die Latte für Gesang und Ausdruck schließlich nicht gerade in Knöchelhöhe. Das Interview mit CITA im Disney Club 1996 zeigte jedoch, dass Eloy keine Scheu davor hatte, große Namen als Inspiration zu nennen.
Ulrike wandte sich an Benjamin und stellte eine Frage, die für viele Kinder mindestens ebenso wichtig war wie musikalische Vorbilder: Mochte er Süßigkeiten? Benjamin bestätigte es knapp. Bastiaan ergänzte sofort, dass Benjamin immer sehr viel Schokolade bekomme und diese am liebsten auf einmal esse. Damit war das Bild komplett: Der coole Boyband-Star lebte offenbar nicht nur von Studioluft, Training und sorgfältig ausgewählten Outfits, sondern besaß eine ausgesprochen menschliche Schwäche für Schokolade.
Solche kleinen Enthüllungen waren für Fans besonders wertvoll. Eine Antwort über Musik konnte man in vielen Interviews hören, aber der Gedanke, Benjamin sitze irgendwo mit einem ganzen Berg Schokolade und beseitige ihn ohne nennenswerte Verzögerung, blieb hängen. Vielleicht fühlte sich der eigene Süßigkeitenkonsum danach sogar ein wenig prominenter an. CITA im Disney Club 1996 bewiesen jedenfalls, dass Bastiaan genau wusste, wie er eine knappe Antwort seines Bandkollegen in eine deutlich unterhaltsamere Geschichte verwandeln konnte.
Die Szene zeigt außerdem die vertraute Dynamik innerhalb der Band. Benjamin sagte nur Ja, Bastiaan lieferte ungefragt die ergänzende Information und setzte ihn damit freundlich der öffentlichen Schokoladenkontrolle aus. Genau solche kleinen Sticheleien machten gemeinsame Interviews lebendig. Bei CITA im Disney Club 1996 musste niemand eine große Anekdote vorbereiten; ein kurzer Blick zum Bandkollegen und ein Satz über dessen Essgewohnheiten genügten, um den Charakter der Gruppe sichtbar zu machen.
Lee liebte Theater und Eloys Antwort endete am Gong
Ralf fragte Lee nach seinem Lieblingsfach in der Schule. Die Antwort kam ohne langes Überlegen: Theaterspielen. Lee erklärte, dass es dieses Fach an seiner Schule gegeben habe und er es besonders gern mochte. Wer seine spätere Ausbildung und seine Leidenschaft für Schauspiel kennt, erkennt darin bereits eine klare Richtung. Bühne, Rollen und Ausdruck gehörten früh zu seinem Leben, lange bevor er als Mitglied von Caught In The Act vor einem europäischen Publikum stand. Das Gespräch mit CITA im Disney Club 1996 machte aus dem scheinbar einfachen Schulthema einen kleinen Hinweis auf Lees künstlerische Wurzeln.
Für viele deutsche Zuschauer dürfte ein reguläres Schulfach Theater damals fast exotisch geklungen haben. Während man selbst vielleicht zwischen Mathematik, Sport und einem nur mäßig geliebten Musikunterricht wählte, hatte Lee die Möglichkeit gehabt, Schauspiel praktisch zu erleben. Dass er die Frage wie aus der Pistole geschossen beantwortete, zeigte, wie eindeutig diese Erinnerung für ihn war. Bei CITA im Disney Club 1996 entstand damit ein kurzer, aber persönlicher Blick auf den Jungen, der später professionell Schauspiel, Gesang und Tanz miteinander verbinden sollte.
Ulrike stellte Eloy anschließend eine besonders große Frage: Woran erinnerte er sich am liebsten? Eloy antwortete ehrlich, dass dies schwer zu sagen sei, weil ihm jeden Tag viele besondere Dinge passierten. Für einen jungen Mann, dessen Leben aus Reisen, Auftritten, Fans und ständig neuen Eindrücken bestand, war das vermutlich keine Ausrede. Die Erlebnisse überschlugen sich, und aus der Vielzahl einen einzigen Lieblingsmoment auszuwählen, musste tatsächlich schwierig sein.
Gerade als Eloy seine Antwort weiter ausführen wollte, ertönte ein Gong. Die Sendung hatte offenbar andere Pläne als seine Erinnerung, und der begonnene Gedanke blieb unvollendet. Dieser abrupte Abbruch ist heute fast komischer als eine sorgfältig gesetzte Pointe. Man wartet darauf, dass Eloy den besonderen Moment benennt, doch das Fernsehformat erklärt die Zeit kurzerhand für beendet. CITA im Disney Club 1996 erinnern damit auch daran, dass Live- und Studiounterhaltung nach festen Abläufen funktionierte – selbst wenn ein Boyband-Star gerade erst warmgeredet war.
Vielleicht liegt gerade in dieser Unvollständigkeit ein Teil des Charmes. Eloy bekam keine Gelegenheit, eine glatte, endgültige Antwort zu formulieren. Stattdessen blieb seine spontane Aussage stehen: Jeden Tag geschahen besondere Dinge. Auf dem Höhepunkt der CITA-Karriere war das wahrscheinlich die ehrlichste Zusammenfassung seines Lebens. Das Interview mit CITA im Disney Club 1996 bewahrte diesen Gedanken, auch wenn der Gong ihm das letzte Wort nahm.
Fünf Goldene Schallplatten und Bastiaans Goldrausch
Die Schlussfrage kam von der Moderatorin und griff den beeindruckenden Erfolg der Band auf. Caught In The Act hatten bereits fünf Goldene Schallplatten erhalten und damit, so ihre Überlegung, vermutlich einiges verdient. Ob sich bei den Jungs angesichts so viel Gold manchmal ein echter Goldrausch einstelle, wollte sie wissen. Bastiaan übersetzte die Frage für seine Bandkollegen und entschied sich anschließend für eine Antwort, die den bildhaften Ausdruck wörtlich nahm.
Die Band würde gern einmal nach Amerika reisen, erklärte er. Dort gebe es angeblich noch eine kleine Stadt, in der man vielleicht mit einem Schöpfer selbst nach Gold suchen könne. Statt über Kontostände, Luxus oder neu erworbenen Reichtum zu sprechen, verwandelte Bastiaan die Frage in die Vorstellung von vier Boyband-Stars beim Goldwaschen. Bei CITA im Disney Club 1996 endete die Fragerunde deshalb nicht mit einer geschäftlichen Antwort, sondern mit einem trockenen Ausflug in den Wilden Westen.
Der Scherz passte zu Bastiaans Art, Fragen gern mit einem unerwarteten Gedanken zu beantworten. Gleichzeitig wich er dem heiklen Thema Geld elegant aus, ohne unfreundlich zu wirken. Gerade in einer Kindersendung wäre eine ernsthafte Diskussion über Einnahmen ohnehin merkwürdig gewesen. Die Vorstellung, Benjamin, Bastiaan, Eloy und Lee mit Schaufeln und Pfannen an einem amerikanischen Fluss zu sehen, war deutlich unterhaltsamer. CITA im Disney Club 1996 hielten den Ton damit bis zum Ende leicht und verspielt.
Rückblickend vereint der Auftritt vieles, was Fernsehaufnahmen aus dieser Zeit so sehenswert macht: eine große Handkamera in Kinderhänden, eine Ballade auf Hockern, leuchtende Satinhemden, erstaunlich direkte Fragen und Antworten, die nicht immer dort endeten, wo sie begonnen hatten. Die Kinder interessierten sich weniger für ausgeklügelte Marketingbotschaften als für Lieblingsfächer, Süßigkeiten und Idole. Dadurch wirkten CITA im Disney Club 1996 nicht wie unnahbare Popfiguren, sondern wie vier junge Männer, die sich auf die Neugier ihres Publikums einließen.
Unter diesem Beitrag kannst Du den Auftritt zu „Bring Back The Love“ und das anschließende Interview noch einmal ansehen. Wer danach noch tiefer in Eloys Geschichte eintauchen möchte, findet seine Biografie „Egal was andere sagen“ hier bei Amazon.* Vielleicht bleibt nach dem Video aber zunächst nur eine Frage offen: Wie viele Tafeln Schokolade Benjamin tatsächlich auf einmal schaffte. CITA im Disney Club 1996 liefern darauf leider keine genaue Antwort – dafür schenken sie uns einen herrlich glänzenden Fernsehauftritt, der auch Jahrzehnte später noch ein Lächeln hervorruft.
CITA 1996 im Disney Club mit „Bring back the love“
Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.
Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.
Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.
Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.
Für alle Fans von Caught in the Act, Schlagerliebhaber oder Menschen, die Eloy schon lange begleiten, ist dieses Buch ein emotionales und sehr aufrichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Lebenswegs.
Das erwartet dich im Buch:
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Ein ehrlicher Blick auf Eloys Kindheit, erste Träume und Hindernisse
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Der komplette Weg von CITA bis zu seinen heutigen Erfolgen
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Private Geschichten über Liebe, Familie, Mut und Verlust
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