Als plötzlich alles wieder nach Bravo, VIVA & Herzklopfen roch
Es gibt diese Momente, die sich unauslöschlich ins Teenie-Gedächtnis brennen. Einer davon war definitiv das Jahr 2000, als Bastiaan Ragas plötzlich nicht mehr „nur“ Boygroup-Sänger war, sondern als Star-VJ beim Musiksender VIVA vor der Kamera stand.
Und ganz ehrlich: Wer damals vorm Fernseher saß, Bravo neben sich, Kakao oder Cola in der Hand – der wusste sofort: Das ist irgendwie… besonders.
Bastiaan wirkte nicht geschniegelt, nicht geschniegelt- geschniegelt (ihr wisst schon, dieses typische TV-Moderator-Ding), sondern locker, charmant, fast so, als würde er kurz bei uns im Jugendzimmer vorbeischauen, um „seine“ Lieblingsvideos anzumoderieren. Cool, souverän – und trotzdem mit diesem typischen Boygroup-Zauber, der uns Teenies reihenweise weiche Knie bescherte.
Was war eigentlich ein „Star-VJ“ bei VIVA?
Für alle, die beim Wort VJ heute kurz überlegen müssen: Nein, das hatte nichts mit DJ-Pulten oder Kopfhörern zu tun – zumindest nicht direkt.
Der Begriff VJ lehnte sich an den DJ an. Während ein DJ Musik auflegte, war ein VJ (Video Jockey) derjenige, der durch die Musikvideos führte, sie anmoderierte, Infos lieferte und dabei die Sendung zusammenhielt.
VIVA hatte in den 90ern und frühen 2000ern ein geniales Konzept:
Neben festen Moderatoren setzte der Sender auf sogenannte Star-VJs. Das waren bekannte Persönlichkeiten – Sänger, Bands oder Promis –, die für eine gewisse Zeit selbst durch die Sendung führten. Für uns Fans war das natürlich der absolute Jackpot. Denn plötzlich war unser Schwarm nicht nur im Musikvideo zu sehen, sondern live, sprechend, nahbar.
Und genau hier kam Bastiaan Ragas ins Spiel.
Bastiaan bei VIVA: Lässig, nahbar – einfach „einer von uns“
Was diesen Auftritt so besonders machte, war nicht nur die Tatsache, dass Bastiaan moderierte, sondern wie er es tat.
Keine steife Moderation, kein abgelesener Teleprompter-Text. Stattdessen wirkte es, als hätte man ihm einfach gesagt: „Hier sind die neuesten Clips – mach dein Ding.“
Und das tat er.
Er präsentierte die Videos locker, mit einem Augenzwinkern, manchmal fast schüchtern, manchmal richtig frech. Genau diese Mischung war es, die ihn so sympathisch machte. Man hatte das Gefühl: Der gehört hier eigentlich total rein.
Ganz ehrlich? Er hätte locker fest ins VIVA-Team gepasst. Zwischen den Clips von Britney, den Backstreet Boys oder Destiny’s Child wirkte Bastiaan wie das fehlende Puzzleteil – der Boygroup-Star, der jetzt auf der anderen Seite des Bildschirms stand, ohne seine Magie zu verlieren.
Warum dieser Moment für uns Teenies so groß war
Man darf nicht vergessen, was VIVA damals für uns bedeutete.
VIVA war unser Internet, unsere Timeline, unsere Influencer-Welt, lange bevor es Social Media gab. Wer bei VIVA lief, war relevant. Punkt.
Wenn also ein Mitglied einer unserer Lieblingsbands plötzlich dort moderierte, fühlte sich das an wie ein Ritterschlag. Es war, als würde jemand sagen: Ja, eure Liebe zu dieser Band ist absolut berechtigt.
Bastiaan als Star-VJ war deshalb mehr als nur ein TV-Gag. Es war ein Symbol dafür, dass Boybands erwachsen wurden – und wir irgendwie mit ihnen. Wir waren vielleicht nicht mehr die ganz kleinen Teenies, aber das Herz klopfte immer noch genauso schnell.
Der Zauber von „Bis schnell, bis beim VIVA oder irgendwo!“
Und dann dieser Satz.
„Bis schnell, bis beim VIVA oder irgendwo!“
So simpel. So unspektakulär. Und doch so unfassbar süß.
Das war kein geschniegelt formuliertes Abschiedsstatement, sondern ein Satz, der klang, als würde er direkt zu uns gesprochen. Fast wie: Man sieht sich. Bleib dran.
Genau diese kleinen Momente haben VIVA und die 90er so besonders gemacht. Es ging nicht um Perfektion, sondern um Nähe. Um das Gefühl, Teil von etwas zu sein.
Warum wir heute noch so gerne zurückschauen
Wenn man sich dieses Video heute anschaut, ist es wie eine kleine Zeitreise. Die Mode, die Musik, die Studio-Optik – alles schreit förmlich nach Jahrtausendwende. Und plötzlich ist man wieder 15, sitzt auf dem Teppichboden, die Bravo liegt aufgeschlagen da, und man hofft insgeheim, dass gleich noch ein Lieblingsvideo kommt.
Bastiaan Ragas als Star-VJ steht sinnbildlich für diese Zeit. Für eine Ära, in der Musikfernsehen noch echte Emotionen ausgelöst hat. In der Moderatoren keine austauschbaren Gesichter waren, sondern Persönlichkeiten mit Ecken, Kanten – und Charme.
Ein kleiner Auftritt mit großer Wirkung
Rückblickend war Bastiaans Moderations-Auftritt bei VIVA vielleicht nur eine kurze Episode. Aber für uns Fans war er ein echtes Highlight.
Ein Moment, der gezeigt hat, wie fließend die Grenzen zwischen Star und Zuschauer damals waren – zumindest gefühlt.
Also: Video anschauen, zurücklehnen, lächeln.
Und sich kurz daran erinnern, wie es war, als ein Boygroup-Star uns ganz lässig durch unsere Lieblingsmusik führte und zum Abschied sagte:
Bis schnell. Bis beim VIVA. Oder irgendwo. 💔✨
Wer Bastiaan Ragas nur als strahlenden Caught in the Act-Star kennt, wird überrascht sein: In „Schnuller, Sex & Kinderkacke“ zeigt er sich von seiner ehrlichsten – und lustigsten – Seite. Statt kreischender Groupies und glamouröser Bühnenauftritte erzählt Bastiaan hier von schlaflosen Nächten, schreienden Babys und der chaotischen Realität als vierfacher Vater.
Mit viel Selbstironie plaudert er über Themen, über die sonst kaum jemand offen spricht: Beziehungen unter Strom, Sex nach Terminplan, Midlife-Krisen und das völlige Gefühlschaos frischgebackener Väter. Mal urkomisch, mal nachdenklich – aber immer ehrlich und mitten aus dem Leben.
Ein Must-Read für alle, die wissen wollen, wie es wirklich ist, wenn ein Popstar Windeln statt Fans managen muss. Und gleichzeitig ein liebevoller, humorvoller Blick auf das Familienleben, in dem am Ende trotz allem gilt: Alles wird gut – meistens. 😉
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