Gonna make you mine – das fast vergessene Musikvideo
Wenn wir heute an die ersten Musikvideos von Caught in the Act denken, landet unsere Erinnerung beinahe automatisch bei „Love Is Everywhere“. Wir sehen die vier Jungs im „Daniels“ bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, erinnern uns an die aufgeregten Gesichter vor dem Fernseher und an diesen einen Moment, in dem eine bis dahin noch weitgehend unbekannte Boyband plötzlich mitten in unserem ganz normalen deutschen Fernsehabend auftauchte. Vielleicht saßen wir gerade mit einer Schüssel Käseflips auf dem Teppich, vielleicht lag die BRAVO griffbereit auf dem Tisch, und vermutlich konnte in diesem Augenblick noch niemand ahnen, dass Bastiaan, Benjamin, Eloy und Lee schon bald unsere Wände, Schränke, Schulranzen und einen nicht unerheblichen Teil unserer Gedankenwelt übernehmen würden.
Für viele deutsche Fans fühlte sich „Love Is Everywhere“ deshalb wie der Anfang von allem an. Es war der Song, mit dem Caught in the Act bei uns sichtbar wurden, der Auftritt bei GZSZ wurde zur oft erzählten Fanlegende, und kurz darauf begann jene Zeit, in der man keine Jugendzeitschrift mehr aufschlagen konnte, ohne mindestens einem der vier Jungs direkt in die Augen zu sehen. Manchmal sogar auf einem doppelseitigen Poster, das anschließend mit großer Sorgfalt und einer leicht übertriebenen Menge Tesafilm über dem Bett befestigt wurde.
Doch die Geschichte von Caught in the Act hatte längst begonnen, bevor die Band bei GZSZ auftauchte und Deutschland kollektiv „Love is everywhere, to you I swear“ mitsang. Bereits Ende 1992 erschien mit „Gonna Make You Mine“ die erste Single der Gruppe. Dazu entstand ein Musikvideo, das heute beinahe wie eine kleine Zeitkapsel wirkt: schwarz-weiß, charmant überzeichnet und mit Frisuren ausgestattet, die selbst Lee Baxter Jahre später nicht ganz unkommentiert lassen konnte.
Das Gonna Make You Mine Musikvideo ist deshalb weit mehr als nur ein etwas angestaubter Clip aus den frühen Neunzigerjahren. Es zeigt den Anfang einer Band, die damals noch nicht wissen konnte, wie groß sie nur wenige Jahre später werden würde. Und vielleicht macht gerade das seinen besonderen Reiz aus.
Bevor Deutschland kreischte: Die ersten Jahre von Caught in the Act
Caught in the Act wurden 1992 gegründet. Zur ursprünglichen Besetzung gehörten die beiden Briten Lee Baxter und Benjamin Boyce sowie die Niederländer Eloy de Jong und Bastiaan Ragas. Noch bevor die vier in Deutschland ihren Durchbruch feierten, versuchten sie zunächst, in den Niederlanden auf sich aufmerksam zu machen. „Gonna Make U Mine“ erschien Ende 1992 als erste Single, 1993 folgte „Hey You“, und im Frühjahr 1994 wurde „Take Me To The Limit“ veröffentlicht. Erst diese dritte Single brachte der Gruppe mit Platz 46 einen ersten kleinen Erfolg in den niederländischen Charts.
Aus heutiger Sicht klingt Platz 46 vielleicht nicht nach dem Beginn einer später so erfolgreichen Boyband-Karriere. Damals war es für die vier jungen Männer jedoch zumindest ein erstes Zeichen dafür, dass sich die vielen Proben, Auftritte und Promotiontermine langsam auszahlen könnten. Schließlich gab es zu Beginn der Neunzigerjahre bereits zahlreiche männliche Popgruppen, die um die Aufmerksamkeit eines jungen Publikums kämpften. New Kids on the Block hatten vorgemacht, welches Potenzial in perfekt aufeinander abgestimmten Stimmen, Choreografien und unterschiedlichen Typen steckte, und in Großbritannien standen Take That kurz davor, die nächste große Boyband-Welle auszulösen.
Caught in the Act befanden sich in dieser frühen Phase irgendwo zwischen ehrgeizigem Nachwuchsprojekt und jener Band, die wir später kennenlernten. Die vier waren jung, gut aussehend und tanzten, was das Zeug hielt, doch die große Fanmaschinerie existierte noch nicht. Es gab keine endlosen Schlangen vor Konzerthallen, keine CITA-Sonderhefte, keine Fanclubausweise und noch keine Diskussion darüber, ob man sein Taschengeld besser für die neue Single, eine Zeitschrift mit Poster oder eine weitere Packung Fotokleber ausgeben sollte.
Auch das vertraute Image der vier Bandmitglieder musste sich erst entwickeln. Später wusste beinahe jeder Fan ganz genau, welcher der Jungs für welchen Typ stand. Da gab es den charmanten, eher ruhigen Lee, den frechen Benjamin, den gefühlvollen Eloy und den selbstbewussten Bastiaan. In den ersten Aufnahmen wirkte vieles noch weniger festgelegt. Die Jungs probierten sich aus, Produzenten suchten nach dem passenden Sound, und selbst bei Kleidung und Frisuren schien man gelegentlich nach dem bewährten Motto zu arbeiten: Hauptsache auffällig, der Rest wird sich finden.
Gerade deshalb sind diese frühen Bilder heute so faszinierend. Wir sehen nicht nur Caught in the Act vor dem großen Erfolg, sondern vier junge Männer, die noch ganz am Anfang standen und vermutlich selbst nicht wussten, dass sie wenige Jahre später vor Tausenden kreischenden Fans auftreten würden.
Das „Gonna Make You Mine“ Musikvideo: Werkstattromantik in Schwarz-Weiß
Zu einer neuen Popsingle gehörte Anfang der Neunzigerjahre natürlich ein Musikvideo. Schließlich waren Musiksendungen und Videoclips damals einer der wichtigsten Wege, um überhaupt entdeckt zu werden. YouTube, TikTok oder Instagram existierten noch nicht. Ein Künstler konnte nicht morgens einen Clip hochladen und am Nachmittag feststellen, dass er plötzlich von einer halben Million Menschen gesehen worden war. Man war auf Fernsehsender, Redaktionen und Musikshows angewiesen, und wer dort nicht stattfand, hatte es deutlich schwerer, ein größeres Publikum zu erreichen.
Für „Gonna Make You Mine“ wurde deshalb ebenfalls ein Video produziert, dessen Handlung sich mit wenigen Worten zusammenfassen lässt: Vier junge Männer arbeiten beziehungsweise posieren in einer Autowerkstatt und versuchen, eine attraktive Frau mit ihren Tanzbewegungen auf sich aufmerksam zu machen. Das Ganze wurde in Schwarz-Weiß gedreht und versprüht jenen unverwechselbaren frühen Neunzigerjahre-Charme, bei dem man nie ganz sicher ist, ob man ihn unglaublich cool oder liebevoll kurios finden soll.
Natürlich müssen wir berücksichtigen, dass wir den Clip heute mit anderen Augen betrachten. Mehr als drei Jahrzehnte später sind wir an aufwendige Kulissen, digitale Effekte, perfekt ausgeleuchtete Nahaufnahmen und Musikvideos gewöhnt, deren Produktionsbudgets vermutlich für den Kauf einer kompletten Autowerkstatt reichen würden. Das „Gonna Make You Mine“ Musikvideo wirkt dagegen angenehm überschaubar. Ein paar Autos, Werkzeug, lässige Blicke in die Kamera und vier Jungs, die offenbar fest davon überzeugt sind, dass eine gut ausgeführte Choreografie jedes romantische Problem lösen kann.
Wobei wir fair bleiben müssen: Als Teenager hätten viele von uns diese Theorie vermutlich nicht vollständig abgelehnt.
Der Clip folgt den typischen Rollenbildern seiner Zeit. Die Frau bleibt das bewunderte Objekt, während die vier jungen Männer alles daransetzen, ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Dabei wird getanzt, posiert und geschraubt, wobei nicht immer zweifelsfrei zu erkennen ist, ob in dieser Werkstatt tatsächlich ein Auto repariert werden soll oder ob das Werkzeug nur als dekoratives Accessoire dient. Vermutlich hätte kein vernünftiger Mechaniker die Jungs unbeaufsichtigt an einen Motor gelassen, doch darum ging es selbstverständlich auch nicht. Entscheidend waren der Rhythmus, das Auftreten und das Versprechen des Songtitels: „Gonna Make You Mine“.
Die Schwarz-Weiß-Optik sollte dem Video vermutlich eine lässige und ein wenig verruchte Atmosphäre geben. Heute sorgt sie zusätzlich dafür, dass der Clip wie ein verschollenes Fundstück aus einer anderen Zeit wirkt. Man erwartet beinahe, dass gleich jemand mit einer VHS-Kassette ins Bild läuft und fragt, ob die Aufnahme auch wirklich programmiert wurde.
Besonders ins Auge fallen natürlich die Frisuren. Anfang der Neunzigerjahre durfte männliches Haar gerne etwas großzügiger ausfallen. Es wurde geföhnt, gegelt und in Formen gebracht, die jedem stärkeren Windstoß entschlossen Widerstand geleistet hätten. Lee Baxter kommentierte den Anblick später mit den Worten, die Jungs hätten mit ihren damaligen Frisuren wie „lebende Playmobil-Männchen“ ausgesehen.
Wer das Video kennt, wird vermutlich zustimmend nicken. Der Vergleich ist frech, aber erstaunlich treffend. Die Haare sitzen so akkurat, dass man fast glaubt, sie ließen sich wie kleine Kunststoffhelme abnehmen und gegen eine andere Variante austauschen. Vielleicht „lässiger Popsänger“, „romantischer Boyband-Star“ oder „junger Mann, der angeblich in einer Autowerkstatt arbeitet, aber noch nie einen Ölwechsel gemacht hat“.
Dabei sollten wir nicht vergessen, wie wir selbst damals aussahen. Auch unsere Ponyfrisuren besaßen stellenweise eine gewisse architektonische Kühnheit. Wir benutzten Haarspray in Mengen, bei denen heutige Brandschutzbeauftragte nervös würden, trugen farbige Haarreifen und hielten Dauerwellen für eine völlig vernünftige Entscheidung. Über die Playmobil-Frisuren der Jungs dürfen wir also lachen – allerdings nur in dem Wissen, dass in unseren Fotoalben vermutlich genügend Gegenbeweise lagern.
Club Veronica und die ersten Fernsehauftritte von CITA
1993 wurde das Musikvideo in einer Sendung von Veronica gezeigt. Aufnahmen aus „Club Veronica“ dokumentieren nicht nur den frühen Clip, sondern auch ein Interview mit der damals noch jungen Band. Daneben existieren weitere niederländische Fernsehauftritte aus dieser Zeit, unter anderem bei „Countdown“ und „Nederland Muziekland“, bei denen Caught in the Act „Gonna Make U Mine“ präsentierten.
Wer sich die Aufnahmen heute anschaut, erkennt bereits viele Zutaten, die später zum klassischen Boyband-Interview gehören sollten. Die vier sitzen gemeinsam im Studio, wirken stellenweise noch ein wenig ungeübt und werden mit Fragen konfrontiert, die möglichst schnell persönliche Einblicke liefern sollen. Wie sieht die Traumfrau aus? Was finden die Jungs attraktiv? Und was halten sie von Verhütung?
Letztere Frage kommt aus heutiger Sicht vielleicht etwas überraschend daher, doch Jugend- und Musiksendungen der Neunzigerjahre waren bei solchen Themen gelegentlich erstaunlich direkt. Schließlich sollte eine Boyband nicht nur singen und tanzen. Die Fans wollten das Gefühl bekommen, die Jungs wirklich kennenzulernen. Jede Antwort konnte später ausführlich ausgewertet werden: Passt seine Beschreibung der Traumfrau vielleicht zufällig auf mich? Hat er wirklich gesagt, dass er natürliche Mädchen mag? Wie natürlich ist „natürlich“, wenn man seit einer Stunde versucht, den Pony mit einer Rundbürste in Form zu bringen?
Damals waren solche Interviews wichtige Informationsquellen. Es gab keine täglichen Storys, keine spontanen Livestreams und keine Möglichkeit, den Musikern bei jedem Kaffee oder Flughafenaufenthalt zuzusehen. Ein kurzer Fernsehauftritt konnte deshalb wochenlang Gesprächsstoff liefern. Man zeichnete ihn auf Video auf, spulte zu den besten Stellen zurück und versuchte manchmal sogar, einzelne Sätze mitzuschreiben.
Für Caught in the Act waren diese frühen Sendungen wichtige Gelegenheiten, sich einem größeren Publikum vorzustellen. Noch saßen dort keine Reihen von Fans mit selbst gestalteten Plakaten, und vermutlich musste nach dem Auftritt niemand durch einen Hinterausgang aus dem Gebäude geschleust werden. Dennoch erkennt man bereits, wie ernst die vier ihre Chance nahmen. Sie wollten unterhalten, sympathisch wirken und zeigen, dass sie mehr zu bieten hatten als ein paar gut sitzende Tanzschritte.
Der ganz große Erfolg blieb zunächst aus. „Gonna Make U Mine“ schaffte es nicht in die niederländischen Charts, ebenso wenig wie die nachfolgende Single „Hey You“. Erst „Take Me To The Limit“ erreichte 1994 Platz 46 in den Niederlanden. Für viele Bands wäre ein solcher Start vermutlich das Ende der Geschichte gewesen. Die Plattenfirma hätte das Interesse verloren, die Mitglieder hätten sich anderen Projekten zugewandt, und der Clip wäre endgültig in irgendeinem Archiv verschwunden.
Bei Caught in the Act kam es glücklicherweise anders.
Der Wendepunkt folgte mit Deutschland und der inzwischen legendären Verbindung zu „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Durch ihre Auftritte in der Serie wurden die vier einem Millionenpublikum präsentiert. Aus einer in den Niederlanden nur mäßig erfolgreichen Nachwuchsband wurde innerhalb kurzer Zeit eine der bekanntesten Boygroups im deutschsprachigen Raum. „Love Is Everywhere“ stieg in Deutschland bis auf Platz zehn, in Österreich auf Platz 14 und in der Schweiz sogar auf Platz acht.
Plötzlich war jenes Fanuniversum da, das wir bis heute mit CITA verbinden. Zeitschriften berichteten über die Jungs, Poster wurden gesammelt, Konzerte ausverkauft und jede neue Single sehnsüchtig erwartet. Das „Gonna Make You Mine“ Musikvideo geriet dabei für viele deutsche Fans beinahe vollständig in Vergessenheit – sofern sie überhaupt jemals davon erfahren hatten.
Die TV-Premiere in Holland
1993 war es dann soweit: Club Veronica, die Fernsehshow des Radiosenders Veronica, zeigte den Clip zum allerersten Mal. Vorher wurden die Jungs noch im Studio interviewt – natürlich mit den typischen Teenie-Fragen: „Wie sieht eure Traumfrau aus?“ oder „Was haltet ihr von Verhütung?“ (ja, ernsthaft 🙈).
Danach lief endlich das Musikvideo zu Gonna make you mine – und das war der Moment, in dem CITA ihren ersten großen TV-Auftritt hatte.
Warum das erste CITA-Musikvideo heute so besonders ist
Heute lässt sich das Video mit wenigen Klicks ansehen. Was damals nur in ausgewählten niederländischen Fernsehsendungen lief und später vielleicht auf der einen oder anderen sorgfältig beschrifteten VHS-Kassette landete, ist nun jederzeit verfügbar. Damit hat der Clip zwar etwas von seiner Seltenheit verloren, nicht aber seinen nostalgischen Wert.
Gerade weil „Gonna Make You Mine“ noch nicht nach der perfekt inszenierten CITA-Welt der späteren Jahre aussieht, besitzt das Video einen ganz eigenen Zauber. Wir sehen keine Band auf dem Höhepunkt ihres Erfolges, sondern vier junge Künstler, die versuchen, überhaupt erst dorthin zu gelangen. Die Choreografie ist engagiert, die Handlung überschaubar und der Werkstatt-Look aus heutiger Sicht wunderbar eigenwillig. Noch ist nichts so glatt und vertraut wie in späteren Clips, und genau darin liegt der Reiz.
Das Video erinnert uns außerdem daran, dass Karrieren selten mit dem großen Durchbruch beginnen. Hinter dem Moment, den später alle kennen, liegen meistens Jahre voller Versuche, kleiner Auftritte und Projekte, die nicht sofort den gewünschten Erfolg bringen. Bevor Caught in the Act Hallen füllten und von Fans an Flughäfen erwartet wurden, standen sie in niederländischen Fernsehstudios, beantworteten Fragen über Traumfrauen und tanzten in einer schwarz-weißen Autowerkstatt.
Vielleicht wirkt der Clip deshalb auch so sympathisch. Er zeigt, dass die berühmten CITA-Jahre nicht einfach über Nacht entstanden sind. Die Jungs mussten dranbleiben, obwohl die ersten Singles kaum Resonanz fanden. Sie mussten weiterhin proben, auftreten und daran glauben, dass irgendwann die richtige Gelegenheit kommen würde.
Für uns Fans steckt darin noch eine zweite Form der Nostalgie. Beim Anschauen erinnern wir uns nicht nur an Caught in the Act, sondern auch an unsere eigene Jugend. An Musikvideos, auf die man warten musste. An VHS-Kassetten, deren letzte freie Minuten grundsätzlich genau dann endeten, wenn der gewünschte Auftritt begann. An handgeschriebene Etiketten, auf denen „CITA – nicht überspielen!“ stand, wobei diese Warnung innerhalb der Familie gelegentlich als unverbindliche Empfehlung betrachtet wurde.
Wir erinnern uns an eine Zeit, in der seltene Aufnahmen wirklich selten waren. Wer einen unbekannten Fernsehauftritt besaß, wurde im Freundeskreis beinahe zur Leiterin eines kleinen Medienarchivs. Kassetten wurden ausgeliehen, kopiert und weitergegeben, bis die Bildqualität so stark nachließ, dass Bastiaan, Benjamin, Eloy und Lee nur noch als leicht flimmernde Gestalten zu erkennen waren. Trotzdem saßen wir davor und waren glücklich.
Das „Gonna Make You Mine“ Musikvideo verbindet all diese Erinnerungen miteinander. Es ist ein Stück Bandgeschichte, das lange im Schatten von „Love Is Everywhere“ stand, und gleichzeitig ein herrlicher Beweis dafür, dass auch spätere Popstars einmal ganz klein angefangen haben. Mit einer Werkstatt, einer Frau, vier ambitionierten Tänzern und einer beachtlichen Menge Haargel.
Wer den Clip heute zum ersten Mal sieht, wird wahrscheinlich lachen. Vielleicht über die Handlung, vielleicht über einzelne Tanzbewegungen und ganz sicher ein wenig über die Frisuren. Doch hinter dem Lachen steckt Zuneigung. Denn wir wissen, was aus diesen vier jungen Männern werden sollte und welchen Platz sie später in unserem Leben einnahmen.
„Gonna Make You Mine“ war noch nicht der große CITA-Hit, den ganz Deutschland mitsang. Das Video lief nicht wochenlang auf VIVA, und vermutlich musste damals auch niemand seine Zimmerwand freiräumen, weil plötzlich vier neue Poster untergebracht werden mussten. Trotzdem war es ein Anfang – unbeholfen, ehrgeizig, charmant und aus heutiger Sicht wunderbar nostalgisch.
Vielleicht ist das die schönste Erkenntnis beim Wiedersehen: Lange bevor Caught in the Act unsere Teenieherzen eroberten, hatten sie bereits angefangen, um ihr Publikum zu kämpfen. Noch waren wir nicht dabei, noch kannten die meisten von uns ihre Namen nicht, und noch ahnte niemand, wie viele Briefe, Poster, Konzertkarten und Freudentränen einmal folgen würden.
Das fast vergessene Musikvideo zu „Gonna Make You Mine“ zeigt deshalb nicht nur vier zukünftige Boyband-Stars in einer Autowerkstatt. Es zeigt den Augenblick kurz vor Beginn einer Geschichte, die für viele von uns bis heute nicht ganz zu Ende erzählt ist.
Und ganz ehrlich: Für lebende Playmobil-Männchen haben sie sich ausgesprochen gut entwickelt.
Gonna make you mine – der Videoclip
Kanntest Du das Musikvideo zu „Gonna make you mine“ vorher schon?
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