Zurück in die 90er: Als Eloy plötzlich wieder ganz nah war
Ich weiß noch genau, wie sich die 90er angefühlt haben. BRAVO unter dem Arm, Walkman auf den Ohren, Herzklopfen beim Anblick jedes Boyband-Fotos. Und dann – Jahre später, mitten im Erwachsensein – stolpert man plötzlich über ein Interview, das alles wieder hochholt. Genau so ging es mir beim Telefon-Interview von Eloy de Jong im Podcast Sprechplanet am 11. Oktober 2014.
Zack – war ich wieder 15. Nur diesmal mit Gänsehaut und Taschentuch.
Ein Anruf, der alte Gefühle weckte
Moderator Julian Schlichting plaudert im Sprechplanet seit 2009 locker mit Prominenten – und genau diese lockere Atmosphäre machte das Gespräch mit Eloy so besonders. Kein glattgebügeltes PR-Gelaber, sondern ehrliche Worte. Und die kamen direkt zu Beginn mit einer emotionalen Bombe daher: Eloy sprach voller Stolz über sein Familienglück.
Er erzählte von seiner kleinen Tochter Indy, damals drei Jahre alt, und von seinem Wunsch, Vater zu sein. Eloy als Papa – singend, tanzend, liebevoll. Ich weiß nicht, wie es euch ging, aber in meinem Kopf kollidierten da zwei Welten: der Boygroup-Schwarm von früher und der warmherzige Familienmensch von heute.
Und plötzlich war da dieser Gedanke: Vielleicht sind unsere Teenie-Idole gar nicht so weit weg von uns, wie wir immer dachten.
Fans, die nie wirklich weg waren
Dass Eloy bereits zum zweiten Mal Gast im Sprechplanet war, kam übrigens nicht von ungefähr. CITA-Fans hatten den Podcast auf Facebook regelrecht gestürmt. Ja, wir. Die Generation, die nie richtig losgelassen hat.
Eloy zeigte sich sichtlich gerührt darüber, dass es auch 2014 noch so viele Fans von Caught in the Act gab. Menschen, die immer noch bei Radiosendern anrufen, um CITA-Songs zu wünschen. Menschen wie wir.
Und dann dieser Satz, der mich komplett erwischt hat:
👉 „Ich habe wirklich den Traum, mit den anderen Jungs eines Tages wieder auf der Bühne zu stehen!“
Boom. Teenie-Herz reaktiviert.
Damals hatte Eloy regelmäßig Kontakt zu Bastiaan Ragas, kurz zuvor auch wieder zu Benjamin Boyce. Die Hoffnung auf ein Comeback war plötzlich nicht mehr nur Fantasie aus Bravo-Leserbriefen.
Ruhm hat auch Schatten
So sehr wir die 90er verklären – Eloy tat das nicht. Und genau das machte ihn so nahbar. Er sprach offen darüber, dass das Leben als Teenie-Schwarm nicht nur aus Applaus und Posterwänden bestand.
Der plötzliche Erfolg war sein Kindheitstraum. Doch als 1998 die Trennung von CITA kam, fiel er erst einmal in ein Loch. Dieses Gefühl, wenn dir dein ganzes Leben wegbricht – davon erzählte er ehrlich und ohne Drama. Es dauerte Jahre, bis er wieder bei sich ankam, neue Träume fand und seine Kreativität in anderen Projekten ausleben konnte, unter anderem hinter den Kulissen von TV-Formaten.
Und ich dachte nur: Krass. Während wir uns Liebesbriefe an den Spind geklebt haben, hat er versucht, sich selbst neu zu sortieren.
„Love is everywhere“ – und war es wirklich
Besonders berührend fand ich, wie Eloy über die Musik von CITA sprach. Kein böses Wort, kein nachträgliches Distanzieren. Im Gegenteil. Er sagte ganz klar, dass er nie etwas gesungen hat, was er nicht singen wollte.
Seine Liebe zum Song Love Is Everywhere war deutlich spürbar – auch wenn er den Videoclip heute mit einem Augenzwinkern betrachtet. Und ganz ehrlich: Wir doch auch, oder? 😄
Selbst nach 16 Jahren wurde er noch auf der Straße erkannt – und empfand das nicht als Belastung, sondern als Kompliment. Für mich war das der Moment, in dem klar wurde: Diese Zeit war für beide Seiten prägend.
Der schlimmste Anruf kam von der BRAVO
Ein echter Gänsehaut-Moment des Interviews war Eloys Schilderung vom Ende von CITA. Nicht etwa ein gemeinsames Gespräch, kein Abschluss. Sondern ein Anruf einer BRAVO-Reporterin mit der Frage, ob die Trennung stimme.
Stellt euch das mal vor. Jahre harter Arbeit, Erfolg, Kreischen, Tourbus – und dann erfährst du so, dass alles vorbei ist. Für Eloy war das ein Alptraum. Und ich hatte beim Zuhören dieses flaue Gefühl im Magen, als hätte man mir rückwirkend meine Teenie-Zeit erklärt.
VIBE, Forever Friends und die Wahrheit
Natürlich kam auch die Frage nach den Gründen für die Trennung auf. Ja, das Album VIBE war nicht mehr so erfolgreich wie Forever Friends. Aber das allein war es nicht.
Einer hatte schlicht keine Lust mehr. Eloy nannte im Interview keinen Namen – doch heute wissen wir, dass es Benjamin war. Statt einer Trennung hätte Eloy sich eine Pause gewünscht. Ein Innehalten. Doch die Entscheidung wurde der Band abgenommen.
Als Fan tut das auch heute noch weh. Weil es sich unfair anfühlt. Und weil wir alle wissen, wie viel da noch möglich gewesen wäre.
Die Hoffnung stirbt zuletzt – CITA-Comeback?
Und dann… Hoffnung. Eloy sprach ganz offen über seine Lust auf ein CITA-Comeback. Nicht einfach nur so, sondern mit Konzept, mit Show, mit Gefühl. Und ja – sogar mit Choreografie. Natürlich nicht mehr wie früher. Aber so, dass wir uns emotional wieder verbunden fühlen.
Ganz ehrlich? Genau das wollen wir doch. Kein Zurückdrehen der Zeit, sondern ein Wiedersehen mit unserem Gefühl von damals.
Hier kannst du das komplette Interview hören
Wenn du jetzt auch dieses Kribbeln spürst: Das vollständige Telefon-Interview mit Eloy im Sprechplanet ist online verfügbar – und absolut hörenswert. Taschentücher optional, Gänsehaut garantiert.
Sprechplanet-Interview mit Eloy de Jong am 11.10.2014:
Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.
Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.
Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.
Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.
Für alle Fans von Caught in the Act, Schlagerliebhaber oder Menschen, die Eloy schon lange begleiten, ist dieses Buch ein emotionales und sehr aufrichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Lebenswegs.
Das erwartet dich im Buch:
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Ein ehrlicher Blick auf Eloys Kindheit, erste Träume und Hindernisse
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Der komplette Weg von CITA bis zu seinen heutigen Erfolgen
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Private Geschichten über Liebe, Familie, Mut und Verlust
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Viele großformatige Fotos aus seinem Leben
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Ein inspirierendes Porträt eines Künstlers, der nie aufgehört hat, an sich zu glauben
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