Benjamin Boyce und Aleksandra Bechtel – Die Liebesgeschichte, die wir als Teenies nicht verkraftet hätten
Es gibt diese Geschichten aus den 90ern, die haben sich unauslöschlich ins Teenie-Herz eingebrannt. Und dann gibt es die, die wir lieber nicht wissen wollten.
Die Liebe zwischen Benjamin Boyce und Aleksandra Bechtel gehört ganz klar zur zweiten Kategorie.
Ich sehe mich heute noch auf meinem Bett sitzen. Um mich herum: Bravo-Poster, ein CD-Player, der „Love Is Everywhere“ rauf und runter dudelt – und irgendwo tief in mir dieses naive, feste Wissen: Benjamin gehört doch irgendwie… uns.
Und dann kam sie. Aleks. VIVA-Moderatorin. Hübsch. Cool. Selbstbewusst. Und plötzlich war klar: Das Märchen hatte ein reales Ende.
Als Gerüchte noch gefährlicher waren als Social Media
In den 90ern verbreiteten sich Gerüchte nicht über Instagram oder TikTok. Sie kamen über den Schulhof. Über Bravo-Artikel. Über ominöse Sätze wie:
„Meine Cousine kennt jemanden, der in Holland war…“
Dass Benjamin Boyce und Aleksandra Bechtel längst ein Paar waren, wussten viele Fans schon lange – zumindest ahnten sie es. Bestätigt wurde es aber erst nach der Trennung von Caught in the Act. Und genau das machte die Sache so brisant.
Denn während wir Teenies noch brav glaubten, dass Benjamin natürlich solo sei (so stand es schließlich in der Bravo!), lebte er längst eine heimliche Beziehung. Drei Jahre lang. In Amsterdam. Hinter verschlossenen Türen.
Warum die Liebe geheim bleiben musste
Heute verstehen wir das. Damals? Niemals.
Der CITA-Manager bestand darauf, dass die Jungs single zu sein hatten. Keine Freundinnen. Keine öffentlichen Beziehungen. Kein Risiko für das Fan-Image.
Denn eine Boyband lebt von Projektion. Von Träumen. Von Poster-Romantik. Von dem Gefühl: Vielleicht könnte er mich ja auch lieben.
Dass Benjamin Boyce seine Liebe zu Aleksandra Bechtel verstecken musste, war also kein persönlicher Wunsch – es war ein Vertrag mit unseren Teenie-Herzen. Einer, der irgendwann einfach nicht mehr haltbar war.
Nach dem Ende von Caught in the Act hatte Benjamin genug von der Heimlichtuerei. Keine Ausreden mehr. Keine Lügen mehr. Keine erfundenen Single-Statements.
Eifersüchtige CITA-Fans: Wenn Liebe plötzlich zur Bedrohung wird
Was folgte, war… unschön.
Aleksandra Bechtel bekam Fanpost – und zwar nicht die nette Sorte mit Glitzer und Herzchen.
„Morgen bist du tot.“
„Wir hängen dich am nächsten Baum auf.“
Sätze, die heute Gänsehaut verursachen – und damals tatsächlich in Fanbriefen standen. Aleks nahm es erstaunlich gelassen. Sie erkannte an der Schrift, dass die Absenderinnen oft kaum älter als dreizehn waren. Manche schrieben sogar ihre eigene Adresse drauf.
Und ja, wir müssen ehrlich sein: Wir waren nicht stolz auf unsere Zunft.
Zwischen Verständnis und verletzten Teenie-Träumen
Was Aleksandra Bechtel damals sagte, war bemerkenswert empathisch:
Sie versuchte, sich in die Fans hineinzuversetzen. In Mädchen, deren ganzer Lebensinhalt Caught in the Act war. Die Benjamin als Poster über dem Bett hängen hatten. Die ihm ihre ersten Liebesgefühle schenkten – und dann plötzlich feststellen mussten, dass da eine reale Frau existierte.
Und ganz ehrlich?
Ich kann dieses Gefühl heute noch abrufen. Dieses leise Stechen im Bauch. Diese Mischung aus Eifersucht, Enttäuschung und dem Gedanken: Warum ausgerechnet sie?
Als die Liebe endlich öffentlich sein durfte
Nach der Trennung von Caught in the Act entschieden sich Benjamin Boyce und Aleksandra Bechtel, ihre Beziehung öffentlich zu machen. Nicht aus PR-Gründen. Sondern, weil sie nicht mehr lügen wollten.
Plötzlich waren Interviews erlaubt. Gemeinsame Auftritte. Kleine Einblicke in den Alltag. Und genau da wurde klar: Auch diese Beziehung war kein Märchen – sondern ziemlich menschlich.
Macken, wie wir sie alle hatten (oder noch haben)
Aleks grinste in Interviews und erzählte, dass Benjamin ständig Dinge vergaß. Handy. Schlüssel. Gedächtnis offenbar auch manchmal.
Sie mussten regelmäßig wieder in die Wohnung zurück, um zu prüfen, ob wirklich alles abgeschlossen war.
Benjamin konterte charmant: Aleks sei dafür ziemlich unordentlich. Klamotten überall. Chaos pur.
Kurz gesagt: Sie waren ein normales Paar. Mit genau den Macken, die wir aus unseren eigenen Beziehungen kannten – oder später kennenlernen sollten.
Und genau das machte die Geschichte rückblickend so echt.
Der große Schritt: Zusammenziehen in Köln
Die nächsten Pläne waren ganz bodenständig: Ein gemeinsamer Umzug nach Köln.
Kein Glamour. Kein Star-Palast. Sondern Wohnungssuche. Bettenhaus. Alltag.
Wenn ich das heute lese, denke ich: Wie unfassbar erwachsen das plötzlich klang. Und wie sehr es sich von unseren Teenie-Fantasien unterschied, in denen Benjamin wahrscheinlich irgendwo auf uns wartete – mit Rosen und einem Liebeslied.
Liebe auf den ersten RUMMS
Kennengelernt hatten sich Benjamin Boyce und Aleksandra Bechtel bereits 1995.
Aleks erzählte später lachend, dass Benjamin regelrecht mit einem RUMMS auf sie zugegangen sei, während sie sich mit zwei anderen Künstlern unterhielt. Die traten einen Schritt zurück – und Benjamin fragte einfach, ob sie etwas trinken wolle.
Mutig. Direkt. Und offenbar ziemlich wirkungsvoll.
Benjamin gestand später, dass er Aleks sofort attraktiv fand – es ihr aber nicht zeigen wollte. Aus Angst, es sich mit ihr zu verderben. Also wartete er. Lange. Bis zum richtigen Moment.
Drei Jahre Heimlichkeit in Amsterdam
Drei Jahre lang trafen sich die beiden heimlich in Benjamins Wohnung in Amsterdam.
Während Benjamin öffentlich beteuerte, solo zu sein, brodelte die Gerüchteküche unter den Fans längst. Denn Fans waren überall. Auch vor den Häusern der Jungs. Auch in Holland.
Wir wussten oft mehr, als uns lieb war. Und weniger, als wir gebraucht hätten, um damit klarzukommen.
Warum diese Geschichte heute so wichtig ist
Die Liebesgeschichte von Benjamin Boyce und Aleksandra Bechtel zeigt rückblickend vor allem eines:
Wie gnadenlos das Boyband-System der 90er war. Für die Fans. Aber auch für die Künstler.
Sie durften nicht lieben. Nicht öffentlich. Nicht ehrlich.
Und wir durften nicht wissen, dass unsere Träume nie realistisch waren.
Vielleicht schmerzt diese Erkenntnis heute weniger. Vielleicht lächeln wir darüber. Vielleicht erkennen wir uns selbst darin wieder – in unserer Teenie-Version, die noch glaubte, Liebe sei ein Poster über dem Bett.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum diese Geschichte auch heute noch bewegt 💔
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