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Benjamin Boyce bei VIVA Interaktiv 1999

Es gibt diese Fernseh-Momente aus den 90ern, die sich ein bisschen anfühlen wie eine Zeitkapsel. Man schaut sie heute wieder an – und plötzlich sitzt man innerlich wieder vor dem Röhrenfernseher im Jugendzimmer, vielleicht mit einer BRAVO auf dem Bett und einem Poster an der Wand.

Ein solcher Moment entstand 1999 bei VIVA Interaktiv, als Benjamin Boyce im Studio zu Gast war, um seine neue Solo-Single „10000 Lightyears“ vorzustellen. Für viele Fans war das damals eine spannende Phase: Nach dem Ende von Caught in the Act mussten wir uns erst einmal daran gewöhnen, die Jungs plötzlich solo zu sehen.

Und Benjamin? Der wirkte im VIVA-Studio gleichzeitig entspannt, neugierig – und ein kleines bisschen so, als würde er selbst noch entdecken, wohin seine Reise gerade geht.

Moderiert wurde die Sendung von Milka Loff Fernandes, die Benjamin mit sichtlicher Freude im Studio begrüßte. Die Atmosphäre war typisch für VIVA Interaktiv: locker, spontan und nah an den Fans.

Kaum hatten sich die beiden gesetzt, fiel Benjamins Blick auf den Tisch vor ihnen. Darauf stapelten sich bereits zahlreiche Fan-Faxe, die während der Sendung eingegangen waren.

Das war damals ein ganz normaler Anblick. Wer eine Frage stellen wollte, schickte ein Fax an die Redaktion – und hoffte, dass sie im Studio vorgelesen wurde.

Milka begann das Gespräch mit einer Frage, die viele Fans interessierte: Wie gut sprach Benjamin inzwischen eigentlich Deutsch?

Benjamin reagierte reflexartig und griff zu einem kleinen Ohrhörer, den er sich vorsichtshalber ins Ohr steckte.

„Just in case“, erklärte er mit einem Grinsen.

Der Grund war ganz einfach: In deutschen Shows wurde oft ziemlich schnell gesprochen. Und Benjamin gab offen zu, dass er manchmal einfach etwas länger brauchte, um alles zu verstehen.

Dieser kleine Moment war typisch für ihn. Statt so zu tun, als wäre alles perfekt, ging er offen und humorvoll mit solchen Situationen um.

Die Geschichte hinter „10000 Lightyears“

Natürlich ging es im Interview auch um seine neue Single „10000 Lightyears“.

Milka wollte wissen, wie Benjamin überhaupt auf diese ungewöhnliche Idee gekommen war. Schließlich klang der Titel eher nach Science-Fiction-Film als nach klassischem Popsong.

Benjamin erklärte, dass ihn das Thema schon länger beschäftigt hatte. Die Grundidee für die Geschichte sei ihm bereits etwa zwei Jahre zuvor gekommen.

Er habe sich intensiv damit beschäftigt, viele Bücher gelesen und zahlreiche Informationen gesammelt. Irgendwann entstand daraus eine Vision für ein Musikvideo, das sich bewusst von typischen Popclips unterscheiden sollte.

Sein Ziel war es, das Ganze eher wie einen kleinen Film wirken zu lassen.

Die Story des Videos erzählt von einer Entführung durch Außerirdische. Der Protagonist wird von einem Alien entführt – und erhält dabei Antworten auf eine der großen Fragen der Menschheit: Warum sind sie hier?

Es war eine Mischung aus Science-Fiction, Mystery und Popmusik.

Für einen Popsong der späten 90er definitiv eine ungewöhnliche Idee.

Benjamin Boyce und seine Faszination für Außerirdische

Milka nutzte die Gelegenheit und stellte die naheliegende Frage:

Glaubst du eigentlich selbst an Aliens?

Benjamin musste nicht lange überlegen.

Er antwortete ziemlich überzeugt, dass er durchaus daran glaube, dass außerirdisches Leben existiere. Für ihn sei das gar keine so abwegige Vorstellung.

Das Gespräch driftete daraufhin kurz in mystische Gefilde ab. Die beiden sprachen unter anderem über Nostradamus und alte Prophezeiungen – Themen, die damals Ende der 90er immer wieder durch Medien und Popkultur geisterten.

Irgendwann wurde das Ganze so mysteriös, dass Milka lachend beschloss, lieber erst einmal den Videoclip zu zeigen.

Und genau das tat VIVA dann auch.

Benjamin als Co-Regisseur seines Musikvideos

Nach dem Clip verriet Benjamin noch eine interessante Information, die viele Fans damals vielleicht gar nicht mitbekommen hatten.

Er war nicht nur Sänger des Songs.

Er hatte auch als Co-Regisseur am Musikvideo mitgearbeitet.

Das war ihm wichtig, weil die Geschichte aus seiner eigenen Idee entstanden war. Deshalb wollte er auch bei der visuellen Umsetzung mitentscheiden.

Man merkte deutlich, dass ihm dieses Projekt persönlich viel bedeutete.

Nach den Jahren mit Caught in the Act, in denen viele Entscheidungen von Produzenten, Managern oder Plattenfirmen getroffen wurden, hatte Benjamin nun die Möglichkeit, seine eigenen kreativen Vorstellungen umzusetzen.

Und genau das nutzte er.

Fanfragen bei VIVA Interaktiv

Ein besonderes Element von VIVA Interaktiv war natürlich der direkte Kontakt zu den Fans.

Während der Sendung konnten Zuschauer Fragen per Fax, E-Mail oder Telefon ins Studio schicken.

1999 war dabei eine kleine technische Neuerung zu beobachten: Neben den klassischen Faxen wurden nun auch E-Mails vorgelesen.

In jeder Sendung gab es dafür einen sogenannten E-Mail Master, der die eingehenden Nachrichten auswählte und vorlas.

Eine Zuschauerin namens Nicole aus München wollte wissen, ob sich Benjamins Verhältnis zu den Fans seit seiner Solokarriere verändert habe.

Benjamin reagierte darauf sehr klar.

Für ihn habe sich eigentlich nichts geändert.

Er sagte, dass die Fans vielleicht zunächst überrascht gewesen seien – vor allem wegen seines neuen Haarschnitts. Aber ansonsten sei er immer noch derselbe Mensch.

Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu:

Er beiße ja schließlich nicht.

Dieser Humor war einer der Gründe, warum viele Fans ihn damals so sympathisch fanden.

Telefonanrufe aus dem Publikum

Neben den Nachrichten wurden auch Zuschauer direkt telefonisch ins Studio geschaltet.

Ein Anrufer namens Justin nutzte die Gelegenheit und stellte eine etwas andere Frage: Ob Benjamin eigentlich einen Lieblings-Horrorfilm habe.

Benjamin musste kurz überlegen – und nannte schließlich „Scream“.

Der Film habe ihm gut gefallen, erklärte er. Er fand ihn sogar ziemlich lustig, obwohl er gleichzeitig zugab, dass er bei solchen Filmen durchaus Angst bekommen könne.

Außerdem erwähnte er „The Blair Witch Project“.

Zu diesem Zeitpunkt war der Film in Deutschland noch gar nicht erschienen, sorgte aber international bereits für viel Aufmerksamkeit.

Man merkte, dass Benjamin sich auch für solche Themen interessierte – was wiederum gut zu seinem Science-Fiction-Song passte.

Gerüchte um Aleksandra Bechtel

Ein weiteres Thema ließ sich natürlich ebenfalls nicht vermeiden.

Die zweite Anruferin, Kathleen, sprach Benjamin direkt auf seine Beziehung zu VIVA-Moderatorin Aleksandra Bechtel an.

Damals kursierten bereits zahlreiche Gerüchte in den Medien. Einige behaupteten sogar, die beiden würden bald heiraten oder hätten bereits ein Kind unterwegs.

Benjamin reagierte darauf gelassen.

Er erklärte, dass es tatsächlich ein großes Gerücht gegeben habe, aber weder er noch Aleksandra wüssten etwas von solchen Plänen.

Die beiden nahmen diese Spekulationen also mit einer gewissen Portion Humor.

Gerade in der Welt der Boybands und Popstars waren solche Geschichten schließlich nichts Neues.

Fanpost wie in alten CITA-Zeiten

Ein besonders nostalgischer Moment folgte gegen Ende der Sendung.

Die VIVA-Redaktion überreichte Benjamin mehrere Briefe und Päckchen, die Fans an den Sender geschickt hatten.

Für viele Zuschauer war das ein vertrautes Bild.

Schon in den Zeiten von Caught in the Act hatten die Jungs Berge von Fanpost bekommen – oft ganze Postsäcke voller Briefe, Fotos und kleiner Geschenke.

Dass Benjamin auch als Solo-Künstler weiterhin solche Fanpost erhielt, zeigte, wie treu ihm viele Fans geblieben waren.

Live-Auftritt im VIVA-Studio

Zum Abschluss der Sendung wurde es noch einmal musikalisch.

Benjamin performte seine Single „10000 Lightyears“ live im Studio von VIVA Interaktiv.

Der Auftritt wirkte dabei deutlich persönlicher als viele große TV-Shows der damaligen Zeit. Das Studio war kleiner, die Atmosphäre direkter – fast so, als würde man ein kleines Mini-Konzert miterleben.

Genau das machte den Charme solcher Sendungen aus.

Heute, viele Jahre später, wirkt dieser Moment wie ein kleines Stück Popgeschichte aus den späten 90ern.

Ein junger Künstler, der gerade seine Solokarriere startet. Ein TV-Studio voller Fanfragen. Und ein Popsong über Aliens, der beweist, dass Popmusik manchmal auch ein bisschen verrückt sein darf.

Wenn du diesen nostalgischen TV-Moment noch einmal erleben möchtest, kannst du dir hier das komplette Interview sowie den Live-Auftritt von Benjamin Boyce mit „10000 Lightyears“ ansehen.

Benjamin Boyce mit „10000 Lightyears“ bei VIVA Interaktiv 1999:

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1999 trat Benjamin Boyce mit „10000 Lightyears“ live bei VIVA Interaktiv auf. Warst Du jemals bei Interaktiv im Studio, seit es dort Live-Zuschauer gab?

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