Die BRAVO Girl and Boy Wahl – der 90er-Moment, der unsere Teenieherzen zum Überschlagen brachte
Wenn ich heute an die 90er zurückdenke, gibt es ein paar feste Rituale, die sofort wieder dieses warme Kribbeln in meinem Bauch auslösen: das Rascheln frischer BRAVO-Seiten, der Duft von Kleber aus meinem Poster-Ordner und natürlich die legendäre BRAVO Girl and Boy Wahl.
Für uns Teenies war das damals ungefähr so bedeutend wie heute das Staffelfinale von Germany’s Next Topmodel – nur echter, näher und irgendwie auch viel magischer.
Einmal BRAVO aufschlagen – und mitten im Modeltraum landen
Die BRAVO GIRL! war in den 90ern DIE Bibel für alles, was uns wichtig war: Mode, Haare, Jungs mit Vorhängeschloss-Kette, Beauty-Trends und natürlich diese berühmten Steckbriefe von Mädchen und Jungs, die sich für die Wahl beworben hatten.
Jede Woche blätterte ich wie hypnotisiert durch die Seiten, suchte meine Favoriten, las die Antworten (Lieblingssong? Natürlich CITA – wer sonst?) und überlegte ernsthaft, ob ich nicht auch eine Postkarte abschicken sollte.
Spoiler: hab ich natürlich gemacht. Mehrmals. Und mit extra Glitzerstift. 💅
Postkarten statt Likes – so analog war Voting damals
Heute votet man mit einem Klick, damals gaben wir uns richtig Mühe: Postkarte schreiben, Briefmarke drauf, ab zur nächsten gelben Telefonzelle, weil der Briefkasten dort irgendwie wichtiger wirkte. Und dann hieß es: jede Woche hoffen, dass „mein“ Girl oder Boy unter den Top Ten landet.
Es war ein bisschen wie Social Media – nur ohne Handys, ohne Filter und komplett ohne Algorithmus. Dafür mit echtem Herzklopfen.
Das große Finale: ein TV-Event mit Gänsehaut-Garantie
Als die Finalshow endlich im Fernsehen lief, war das wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Die besten zehn Mädchen und Jungen standen live auf der Bühne, wurden bewertet, bejubelt und am Ende zu Girl des Jahres und Boy des Jahres gekrönt. Das war unser kleiner Blick in die glamouröse Modelwelt – weit weg von Mathehausaufgaben und Bravo-Sammelheften.
Und als wäre das nicht schon aufregend genug, kam ein Moment, der uns alle im Wohnzimmer hysterisch kreischen ließ …
Caught in the Act betreten die Bühne – und wir verloren kollektiv die Kontrolle
Ja, DIE Caught in the Act.
Ja, 1995.
Ja, in weißen Badeshorts. 🌊
Als „Let This Love Begin“ durch die Halle donnerte, war das Publikum sowieso schon am Ausrasten – aber als die Jungs dann auf die Bühne kamen, war es endgültig vorbei.
Ich schwöre, sogar mein Fernseher hat errötet.
Sie waren DIE Newcomer des Jahres, die Jungs, die unsere Bravo-Ordner verstopften, unsere Herzen okkupierten und unsere Teenagerfantasien auf ein völlig neues Level brachten. Dieses BRAVO Girl & Boy Wahl-Finale war einer der Momente, die man einfach nicht vergisst – egal, wie viele Jahrzehnte inzwischen vergangen sind.
Die BRAVO GIRL! – unsere beste Freundin zwischen zwei Heften
Bevor wir im Zeitschriftenregal gezielt zur Ausgabe mit dem Poster griffen, war die BRAVO GIRL! für uns so etwas wie eine große Schwester. Sie erklärte uns, wie man Lipgloss richtig aufträgt, warum Jungs manchmal so komisch schauen, und wie man einen Crush übersteht (hust – als ob wir das gebraucht hätten, CITA war schließlich die einzig wahre Teenie-Liebe).
Ihre Themen waren nicht nur oberflächlich – sie fühlte sich an wie eine Community, wie ein Safe Space. Zwischen Mode-Tipps, Haartutorials und Testberichten über die besten Duschgele war die Girl & Boy Wahl das jährliche Highlight, das uns das Gefühl gab: Auch wir könnten entdeckt werden.
Ob wir wollten? Natürlich!
Ob wir bereit gewesen wären? Eher nicht. Aber egal – es war 1995 und alles fühlte sich möglich an.
Vorreiter der heutigen Castingshows – nur mit viel mehr Herz
Wenn man es ganz nüchtern betrachtet, war die BRAVO Girl and Boy Wahl eigentlich die Mutter aller Castingshows. Talent, Voting, Live-Finale – alles schon da.
Nur eben ohne Instagram-Filter, ohne Jury-Drama und ohne Streit im Backstage.
Es war authentisch, direkt aus dem Herzen und – das Wichtigste – wir waren Teil davon.
Video-Time! 🔥
Hier kannst du dir das legendäre Finale inklusive CITA-Auftritt noch einmal ansehen.
Vorsicht: akute Nostalgie-Gefahr!
Noch mehr 90er-Liebe gefällig?
PS: Die BRAVO GIRLS gibt es tatsächlich schon seit 1965! Wenn du Lust auf einen kleinen Zeitreise-Abend hast – im BRAVO-Archiv kannst du dich verlieren.
BRAVO Girl and Boy Wahl 1995
CITA mit „Let this love begin“
Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.
Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.
Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.
Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.
Für alle Fans von Caught in the Act, Schlagerliebhaber oder Menschen, die Eloy schon lange begleiten, ist dieses Buch ein emotionales und sehr aufrichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Lebenswegs.
Das erwartet dich im Buch:
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Ein ehrlicher Blick auf Eloys Kindheit, erste Träume und Hindernisse
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Der komplette Weg von CITA bis zu seinen heutigen Erfolgen
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Private Geschichten über Liebe, Familie, Mut und Verlust
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Viele großformatige Fotos aus seinem Leben
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Ein inspirierendes Porträt eines Künstlers, der nie aufgehört hat, an sich zu glauben
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Caught In The Act
Die Boygroup Caught In The Act - bestehend aus Benjamin Boyce, Lee Baxter, Bastiaan Ragas und Eloy de Jong - erzielte von 1992 bis 1998 vor allem in Europa und Asien große Erfolge. Mit 15 Hit-Singles und mehr als 15 Millionen verkauften Tronträgern gewann die Band insgesamt 15 Gold- und 2 Platin-Auszeichnungen.
In Deutschland gelang ihnen der Durchbruch mit "Love is everywhere", als sie Ende 1994 in der RTL-Vorabend-Serie "Gute Zeiten Schlechte Zeiten" sich selbst spielten.
Am 16.08.1998 trennten sich "Caught In The Act" mit einem Abschiedskonzert in Magdeburg.
Comeback 2016
Am Silvesterabend 2015 traten "Caught In The Act" erstmals nach über 18 Jahren wieder gemeinsam auf. Ohne Benjamin Boyce performte die Band in der Sendung "Willkommen 2016" live am Brandenburger Tor in Berlin "Love is everywhere 2.0". Im Jahre 2016 erschien das neue Album "Back for love". Ende 2016 tourten Caught In The Act durch Deutschland und die Schweiz.
Neue Besetzung
Zwischenzeitlich hat auch Eloy de Jong die Band verlassen. Mit Axel de Graaf und Marcel Vogelaar sind "Caught In The Act" mittlerweile wieder zu viert und treten auf 90er Festivals auf.
Mehr Auftritte von CITA findest Du hier:
Charity 1996 – CITA sangen für den guten Zweck!
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Mike Diehl begleitete 1998 CITA zu ihrem letzten Auftritt!
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