CITA beim VIVA Wecker 1997: Zwischen Einkaufswagen, Rettichen und totalem Chaos
Wer in den 90ern morgens vor der Schule heimlich den Fernseher eingeschaltet hat, erinnert sich wahrscheinlich noch sehr gut an den VIVA Wecker. Diese Sendung war wie ein völlig überdrehter Fiebertraum aus schlechter Laune am Morgen, schrillen Moderatoren, seltsamen Spielen und völlig unvorhersehbaren Interviews. Und genau deshalb liebten wir sie damals so sehr.
Als Caught In The Act am 11. Juli 1997 beim VIVA Wecker auftauchten, ahnte vermutlich niemand, dass daraus eines der verrücktesten Interviews der gesamten Bandgeschichte werden würde. Statt geschniegelt in einem Studio zu sitzen, landeten Lee, Eloy, Bastiaan und Benjamin mitten in einem Kölner Supermarkt – gemeinsam mit Moderatorin Shirin Valentine, die ohnehin nie dafür bekannt war, besonders normale Gespräche zu führen.
Schon die ersten Sekunden dieser legendären VIVA-Wecker-Ausgabe fühlten sich an wie ein typischer Freitagmorgen der 90er: leicht chaotisch, ein bisschen albern und komplett unberechenbar.
Einkaufswagen, Frühaufsteher und der ganz normale CITA-Wahnsinn
Bereits der Einstieg hatte etwas von einer schlechten Sitcom – allerdings im absolut besten Sinne. Bastiaan schob Eloy in einem Einkaufswagen durch die Gänge, während Lee Benjamin durch den Supermarkt bugsierte. Zwischen Konservendosen und Gemüseregalen wartete plötzlich Shirin Valentine auf die vier Jungs und eröffnete direkt mit einer ihrer typischen Ansagen: Zur Strafe dafür, dass sie sich so lange nicht gemeldet hätten, müssten Caught In The Act heute für sie kochen.
Allein dieser Satz fasste den kompletten VIVA Wecker perfekt zusammen.
Natürlich wollte Shirin sofort wissen, ob überhaupt jemand der vier kochen könne. Eloy antwortete vorsichtig mit einem leicht unsicheren „ein bisschen“, was ungefähr genauso vertrauenserweckend klang, wie man es sich vorstellt, wenn vier Boyband-Mitglieder plötzlich ein Abendessen organisieren sollen.
Kurz darauf ging es um das Thema Aufstehen – offenbar inspiriert vom damaligen Musikvideo zu „Don’t Walk Away“, das den Tagesablauf der Jungs zeigte. Und hier merkte man wieder, warum Fans Caught In The Act damals so mochten: Sie wirkten nie geschniegelt oder künstlich perfekt. Als Shirin fragte, ob sie Frühaufsteher seien, waren sich alle sofort einig: definitiv nicht.
Besonders Benjamin sorgte mit seiner Antwort für einen dieser typischen 90er-Momente, die man heute noch grinsend anschaut. Er erklärte nämlich, dass er morgens ungefähr eine Stunde brauche, um überhaupt zu realisieren, dass er wach sei. Vermutlich fühlten sich damals Millionen Teenager exakt verstanden.
Gemüseabteilung, seltsame Geständnisse und eine legendäre Metzgerei-Szene
Natürlich blieb es nicht bei harmlosen Fragen. Während die Gruppe durch die Gemüseabteilung zog, landeten Möhren, Kohlköpfe und Rettiche im Einkaufswagen. Nebenbei verriet Shirin den Zuschauern, dass Benjamin früher Koch gewesen sei – was sofort zu weiteren kuriosen Geschichten führte.
Benjamin erklärte, dass sein Lieblingsessen „Steak well done“ sei, und setzte anschließend noch einen drauf, als er erzählte, dass er früher unhöflichen Gästen heimlich etwas in den Kaffee gemischt habe, ohne dass diese es bemerkt hätten. Genau solche Aussagen machten Interviews mit Caught In The Act damals so unterhaltsam, weil man nie wusste, ob die Jungs gerade ernsthaft antworteten oder einfach nur Spaß machten.
Wirklich legendär wurde es allerdings wenig später an der Metzgertheke.
Benjamin und Lee standen plötzlich als improvisierte Wurstfachverkäufer hinter der Theke, während Shirin versuchte, ernsthaft eine Bestellung aufzugeben. Sie wollte eigentlich Schwarzwälder Schinken kaufen – Lee hingegen überredete sie einfach zu Bockwürstchen. Und mitten in diese ohnehin schon absurde Szene platzte dann eine Frage, die bis heute zu den schrägsten Interviewfragen der CITA-Geschichte gehört.
Weil Lee Engländer war, fragte Shirin ihn tatsächlich, ob er sich wegen des damaligen Rinderwahnsinns schuldig fühle.
Allein Lees irritierter Blick sprach vermutlich Bände. Trotzdem antwortete er erstaunlich höflich und erklärte, dass die Situation natürlich tragisch gewesen sei – sowohl für die betroffenen Menschen als auch für die Tiere. Jahre später bezeichnete Lee diese Frage selbst als vermutlich dümmste Frage, die ihm jemals gestellt wurde. Und ehrlich gesagt: Man kann es ihm nicht verdenken.
Fanbriefe, Teddybären und plötzliches Supermarkt-Verbot
Mitten in einem Supermarktgang wurde es später erstaunlich nostalgisch. Shirin las Fanbriefe vor, Bastiaan bekam nachträglich Geburtstagsgrüße samt Gummibärchen, und plötzlich erinnerte alles wieder an genau diese Zeit, in der Fans ihre Briefe noch per Post verschickten, stundenlang an selbstgebastelten Geschenken arbeiteten und hofften, dass ihre Idole sie vielleicht irgendwann wirklich sehen würden.
Besonders spannend war damals die Frage, was eigentlich mit all den Teddybären und Geschenken passierte, die Fans bei Konzerten auf die Bühne warfen. Eloy erklärte sehr ehrlich, dass sie zwar viele Briefe lesen würden, aber natürlich nicht jedem persönlich antworten könnten. Gleichzeitig erwähnte er das Fanclub-Büro in Holland, das versuchte, möglichst viele Zuschriften zu bearbeiten.
Heute wirkt das fast rührend nostalgisch.
Kein Instagram. Keine DMs. Keine schnellen Likes. Wenn man damals mit Caught In The Act kommunizieren wollte, schrieb man tatsächlich einen Brief und wartete manchmal monatelang auf eine Antwort.
Und genau während diese gemütliche Fanclub-Stimmung entstand, eskalierte im Hintergrund offenbar langsam die Situation im Supermarkt. Immer mehr Fans hatten mitbekommen, dass CITA vor Ort waren. Die Menschenmenge wurde größer, das Chaos nahm zu – bis der Geschäftsführer irgendwann genug hatte und das komplette VIVA-Wecker-Team bat, den Laden zu verlassen.
Allein diese Vorstellung ist heute noch herrlich.
Bastiaans Tulpenjob und Eloys ehrliche Haushalts-Beichte
Doch selbst der unfreiwillige Ortswechsel konnte die Stimmung nicht retten – beziehungsweise: genau das Gegenteil. In einem Büroraum ging der komplette Wahnsinn einfach weiter.
Shirin sprach Bastiaan plötzlich auf einen alten Nebenjob an: Er hatte früher Tulpen geschält. Allein diese Information klingt schon wie eine erfundene Geschichte aus einer Comedyshow. Bastiaan demonstrierte den Vorgang anschließend sogar mit einer Plastikblume und erklärte lachend, dass man den Blumen die Köpfe abreiße, sie auffädle und anschließend völlig überteuert an Touristen verkaufe.
Es sind genau diese absurden kleinen Details, die alte CITA-Interviews heute so charmant machen. Die Jungs wirkten nie geschniegelt wie perfekt trainierte Medienmaschinen. Stattdessen hatte man oft das Gefühl, vier Freunde beim albernen Herumquatschen zuzusehen.
Eloy sorgte kurz darauf ebenfalls für einen herrlich ehrlichen Moment, als er erzählte, dass seine Mutter ihm noch immer die Wäsche waschen würde und nach langen Reisen sogar seine Wohnung putzte. Den Abwasch mochte er übrigens trotz vorhandener Spülmaschine überhaupt nicht.
Solche Aussagen wären heute vermutlich sofort Stoff für tausende Social-Media-Kommentare gewesen. 1997 wirkte das dagegen einfach sympathisch-chaotisch.
Die legendäre VIVA-Wecker-Keksdose
Richtig kultig wurde die Sendung aber spätestens mit der berühmten VIVA-Wecker-Keksdose. Darin befanden sich kleine Zettel mit völlig absurden Fragen, die die Jungs beantworten mussten.
Eloy zog die Aufgabe, auf Kommando zu weinen. Während er sich konzentrierte, ging es mit Benjamin weiter, der erklären sollte, an welcher Stelle er sich piercen lassen würde. Natürlich spielte er dabei erneut mit seinem mittlerweile legendären Rettich herum – und jeder verstand sofort die zweideutige Anspielung.
Zwischenzeitlich schaffte Eloy es tatsächlich, ein paar künstliche Tränen herauszupressen, während Lee eher enttäuscht wirkte, weil seine Frage deutlich langweiliger ausfiel: seine Schuhgröße. Größe 43. Weltbewegend war das nun wirklich nicht.
Bastiaan sollte sich dagegen in vier Wörtern beschreiben und antwortete trocken: „Schlecht, schlecht, schlecht und schlechter.“ Genau dieser selbstironische Humor machte ihn damals unglaublich beliebt.
In der zweiten Runde wurde es noch absurder. Benjamin erklärte, dass er schon als Kind Popstar werden wollte und sich diesen Traum tatsächlich erfüllt habe. Eloy antwortete auf die Frage, worauf er bei Menschen zuerst achte, ganz klassisch mit „in die Augen“.
Und Lee? Der sollte spontan ein Gedicht aufsagen.
Für den ausgebildeten Schauspieler natürlich überhaupt kein Problem.
„Roses are red, violets are blue, we’ve got the same t-shirt on and the colour is blue.“
Es ergab praktisch keinen Sinn – aber genau deshalb war es perfekt.
Warum genau solche Interviews heute Kultstatus haben
Wenn man sich dieses komplette VIVA-Wecker-Interview heute anschaut, merkt man erst, wie anders die 90er funktionierten. Boybands mussten damals nicht permanent perfekt aussehen oder jede Aussage strategisch planen. Vieles wirkte spontaner, chaotischer und dadurch oft viel echter.
Natürlich war auch damals nicht alles authentisch inszeniert – aber genau solche Momente zeigten die Jungs oft von ihrer lockeren Seite. Zwischen schrägen Moderationsfragen, albernen Spielen und völlig sinnlosen Gesprächen entstanden genau die Erinnerungen, die Fans bis heute nicht vergessen haben.
Und vielleicht liegt genau darin der Grund, warum alte Caught-In-The-Act-Videos heute wieder so beliebt sind. Sie transportieren dieses Gefühl einer Zeit, in der Fernsehen noch unberechenbar sein durfte. Eine Zeit ohne Social Media, ohne perfekte Filter und ohne PR-Statements für jede Kleinigkeit.
Damals reichte ein Supermarkt, eine durchgeknallte Moderatorin, vier Boyband-Mitglieder und ein Rettich, um Millionen Teenager bestens zu unterhalten.
Und ehrlich gesagt? Genau deshalb lieben wir die 90er bis heute.
Hier könnt Ihr Euch das irre Video vom VIVA Wecker 1997 noch einmal ansehen!
CITA beim VIVA Wecker 1997:
Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.
Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.
Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.
Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.
Für alle Fans von Caught in the Act, Schlagerliebhaber oder Menschen, die Eloy schon lange begleiten, ist dieses Buch ein emotionales und sehr aufrichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Lebenswegs.
Das erwartet dich im Buch:
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Ein ehrlicher Blick auf Eloys Kindheit, erste Träume und Hindernisse
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