Bevor Caught In The Act in Deutschland durchstarteten und wenig später in ganz Europa Fanherzen eroberten, spielten Benjamin Boyce, Bastiaan Ragas, Eloy de Jong und Lee Baxter vor deutlich kleineren Kulissen. Sie traten in niederländischen Clubs, auf regionalen Festen und in Fernsehsendungen auf, veröffentlichten mehrere Singles und warteten trotzdem lange auf den großen Erfolg. Die holländische CITA-Dokumentation von 1994 hält genau diese seltene Zwischenphase fest: Die Band war noch kein internationales Phänomen, wurde aber bereits von einer treuen Gruppe Fans durch strömenden Regen bis vor die Türen eines kleinen Clubs begleitet.
Die Aufnahmen entstanden noch vor dem entscheidenden Gastspiel bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, das CITA in Deutschland die Tür zu einer völlig neuen Karriere öffnete. „Hey You“, „Gonna Make You Mine“ und „Take Me To The Limit“ hatten zuvor nicht den gewünschten Durchbruch gebracht, und die vier mussten sich jeden Auftritt hart erarbeiten. Trotzdem warteten draußen Hunderte Jugendliche, zeigten stolz ihre Fotos und hofften darauf, Benjamin, Bastiaan, Eloy oder Lee wenigstens für einen kurzen Moment zu sehen. Die holländische CITA-Dokumentation von 1994 beweist, dass echte Fanbegeisterung längst vorhanden war, auch wenn die Verkaufszahlen noch nicht mit ihr mithalten konnten. Gerade diese Spannung zwischen kleinem kommerziellem Erfolg und großer emotionaler Treue prägt die holländische CITA-Dokumentation von 1994.
Besonders wertvoll ist der Beitrag wegen seiner Offenheit. Benjamin erklärte ganz selbstverständlich, dass alle vier durch Auditions in die Band gekommen waren – eine ehrliche Castinggeschichte, die später durch eine romantischere Kennenlernversion ersetzt wurde. Bastiaan erzählte von seiner Weltreise und dem Musical „Jeans“, Eloy von seiner professionellen Tanzausbildung und Lee gestand, dass sein Niederländisch für ein ausführliches Interview noch nicht gut genug war. Die holländische CITA-Dokumentation von 1994 zeigt damit nicht nur einen frühen Auftritt, sondern vier junge Männer, deren öffentliche Rollen noch nicht vollständig vom späteren Boyband-Marketing geformt waren.
Die holländische CITA-Dokumentation von 1994 zeigt die Anfänge
Der niederländische Sender stellte Caught In The Act als Teil eines neuen Boyband-Trends vor. Nach dem weltweiten Erfolg von Take That entstanden auch in anderen Ländern Gruppen, die Gesang und Tanz miteinander verbanden. CITA galten als Amsterdamer Popgruppe, deren Bekanntheit sichtbar wuchs. Von den riesigen Menschenmengen der späteren Jahre war noch keine Rede, doch bei ihren Auftritten folgten ihnen bereits Hunderte Teenager. Für eine Band, deren Singles bis dahin kaum größere Erfolge erzielt hatten, war das ein bemerkenswertes Zeichen. Die holländische CITA-Dokumentation von 1994 erkannte also schon früh, dass sich rund um die vier etwas entwickelte.
Vor dem Club warteten Fans im strömenden Regen. Sie hielten Fotos bereit, sprachen mit dem Kamerateam und ließen sich durch das Wetter nicht davon abbringen, auf ihre Lieblinge zu warten. Wer in den Neunzigern Fan einer Boyband war, kennt diese besondere Form von Ausdauer. Ein Regenschirm half nur begrenzt, die Frisur war irgendwann ohnehin verloren und trotzdem dachte niemand ernsthaft ans Nachhausegehen. Die holländische CITA-Dokumentation von 1994 zeigt, dass diese Hingabe bereits existierte, bevor der große CITA-Rummel begann.
Schließlich fuhr ein Van vor, aus dem Bastiaan, Eloy, Lee und Benjamin stiegen. Security-Mitarbeiter begleiteten sie direkt in den Backstagebereich, während draußen die Aufregung noch größer wurde. Die Szene wirkt im Vergleich zu späteren Ankünften fast überschaubar, enthält aber bereits alle vertrauten Zutaten: wartende Fans, ein Fahrzeug mit verdächtig abgedunkelten Scheiben, ein schneller Weg durch den Eingang und Kameras, die möglichst nah dranbleiben wollten. In diesem Moment nimmt die holländische CITA-Dokumentation von 1994 bereits viel von der späteren Boyband-Hysterie vorweg.
Während die Fans endlich in den kleinen Saal gelassen wurden, stellte sich die Band hinter der Bühne dem Interview. Dieser Gegensatz ist besonders reizvoll. Vorne wuchs die Lautstärke, Namen wurden gerufen und Plätze gesichert; hinten saßen vier junge Männer, die erklären sollten, wie sie überhaupt an diesen Punkt gekommen waren. Die holländische CITA-Dokumentation von 1994 verbindet dadurch die Perspektive der Fans mit dem Blick auf eine Band, die selbst noch versuchte zu begreifen, ob ihre harte Arbeit nun wirklich erste Früchte trug.
Aus heutiger Sicht kennen wir die Antwort. Nach dem späteren GZSZ-Auftritt änderte sich die Karriere in kurzer Zeit grundlegend. Doch der Film besitzt gerade deshalb Spannung, weil seine Beteiligten diese Zukunft noch nicht kannten. Für sie war die wachsende Menge vor dem Club ein hoffnungsvolles Signal, keine Garantie. Die holländische CITA-Dokumentation von 1994 bewahrt den Moment, in dem aus einer kleinen Fangemeinschaft langsam eine Bewegung wurde.
Benjamin sprach offen über das Casting der Band
Auf die Frage nach den Anfängen antwortete Benjamin erstaunlich direkt. Alle vier seien durch Auditions ausgewählt worden, anschließend hätten sie ungefähr ein Jahr lang geprobt und sich vorbereitet. Seit rund anderthalb Jahren stünden sie nun gemeinsam auf der Bühne. Diese Aussage ist bemerkenswert, weil Caught In The Act später häufig eine andere Geschichte erzählen sollten, in der sich die Mitglieder auf deutlich natürlicherem Weg kennengelernt und zusammengefunden hätten. Dadurch bewahrt die holländische CITA-Dokumentation von 1994 eine Version der Bandgeschichte, die später nur noch selten so offen ausgesprochen wurde.
In den Neunzigern galt das Wort „Castingband“ für viele Musikfans beinahe als Vorwurf. Eine Gruppe sollte möglichst wie ein Zusammenschluss von Freunden wirken, die aus gemeinsamer Leidenschaft in einem Proberaum begonnen hatten. Dass ein Management gezielt Mitglieder auswählte, passte schlecht zum gewünschten Bild von Authentizität. Offenbar änderte sich die Kommunikationsstrategie nach dem deutschen Durchbruch. In der holländischen CITA-Dokumentation von 1994 sprach Benjamin dagegen noch ohne Umwege über die Auditions.
Die spätere Gründungserzählung sollte nicht allein den jungen Bandmitgliedern angelastet werden. Manager Cees van Leeuwen und das professionelle Umfeld bestimmten wesentlich mit, wie CITA öffentlich präsentiert wurden. Wer am Beginn seiner Karriere stand und endlich Erfolg hatte, widersprach solchen Vorgaben vermutlich nicht leichtfertig. Die frühe Offenheit in der holländischen CITA-Dokumentation von 1994 erlaubt deshalb einen seltenen Blick auf die Band, bevor ihre Geschichte marketingtauglich geglättet wurde.
Benjamin berichtete außerdem von kleineren Rollen in Filmen und Werbespots. Er hatte also bereits Erfahrungen vor Kameras gesammelt, auch wenn noch keine einzelne Tätigkeit seine Laufbahn bestimmt hatte. Bastiaan erzählte, dass er nach der Highschool ein Jahr lang um die Welt gereist war. Schon während der Schulzeit hatte er in verschiedenen Bands gesungen, später stand er im Musical „Jeans“ auf der Bühne. Die beiden brachten damit sehr unterschiedliche, aber gut verwertbare Erfahrungen in das neue Projekt ein. Die holländische CITA-Dokumentation von 1994 gab beiden noch ungewöhnlich viel Raum, über diese Zeit vor der Band zu sprechen.
Eloy hatte professionell getanzt und war durch einen Aufruf bei Veronica TV auf das Projekt aufmerksam geworden. Für ihn war das Casting die Gelegenheit, seine Leidenschaft für Tanz mit Gesang zu verbinden. Er beschrieb sich als glücklich darüber, diese Chance ergriffen zu haben. Lee blieb bei dieser Frage stiller, was einen einfachen Grund hatte: Zu Beginn des Gesprächs erklärte er, noch nicht gut genug Niederländisch zu sprechen. Die holländische CITA-Dokumentation von 1994 zeigt damit auch ganz praktisch die Herausforderung einer Gruppe, in der zwei Niederländer und zwei Briten zusammenarbeiten mussten.
Backstage sprach Bastiaan über Druck und ersten Erfolg
Der Reporter erinnerte die Band daran, dass sie bereits längere Zeit arbeitete und Erfolg irgendwann notwendig werde. Nun scheine dieser Moment näherzukommen. Ob sie die Früchte ihrer Anstrengungen genießen könnten, wollte er wissen. Bastiaan antwortete, dass sie dies sehr wohl täten. Trotz des Drucks müsse man versuchen, die Zeit zu genießen, denn genau das sei besonders wichtig. Seine Worte wirken rückblickend fast vorausschauend. Die holländische CITA-Dokumentation von 1994 hielt damit einen Gedanken fest, der in der hektischen Erfolgsphase danach noch wichtiger werden sollte.
Damals konnte Bastiaan nicht wissen, dass der eigentliche CITA-Erfolg noch vor ihnen lag. Der Termindruck, die Reisen und die enorme öffentliche Aufmerksamkeit der späteren Jahre würden alles übertreffen, was die vier bis dahin erlebt hatten. Trotzdem spürte er bereits, dass Erfolg nicht automatisch Entspannung bedeutete. Sobald eine Band sichtbarer wurde, stiegen Erwartungen, Kosten und die Angst, den mühsam erreichten Fortschritt wieder zu verlieren. Die holländische CITA-Dokumentation von 1994 zeigt Bastiaan an einem Punkt, an dem Freude und Verantwortung gleichzeitig größer wurden.
Seine Aussage enthält eine Lektion, die im Popgeschäft leicht vergessen wird. Wer ständig auf das nächste Ziel schaut, erlebt den aktuellen Erfolg nur als Durchgangsstation. Eine bessere Chartplatzierung, eine größere Halle und der nächste Fernsehtermin scheinen immer wichtiger als das, was gerade erreicht wurde. Bastiaan wollte sich trotz des Drucks bewusst machen, dass die Band für diese Momente lange gearbeitet hatte. In der holländischen CITA-Dokumentation von 1994 wirkt diese Haltung angenehm bodenständig.
Im Club wurden die Rufe der Fans währenddessen lauter. Schließlich betraten Caught In The Act nach einem Intro die Bühne und eröffneten ihr Konzert mit einer Coverversion von „I’m Your Man“. Der kleine Saal bot keine Distanz zwischen Künstlern und Publikum. Jede Reaktion war unmittelbar spürbar, und die Fans standen so nah, dass aus einem Blick leicht ein persönlicher Moment werden konnte. Die holländische CITA-Dokumentation von 1994 lässt erahnen, weshalb diese frühen Clubauftritte für beide Seiten so intensiv waren.
Für die Band waren solche Konzerte wichtige Übungsfelder. Choreografien, Übergänge und der Umgang mit dem Publikum konnten nicht ausschließlich im Proberaum gelernt werden. Jeder Auftritt brachte Erfahrungen, auch wenn er nicht vor Tausenden Menschen stattfand. Als CITA später große Hallen füllten, beruhte ihre Sicherheit auf genau diesen Abenden. Die holländische CITA-Dokumentation von 1994 hält somit nicht nur einen seltenen Song fest, sondern einen Teil jener Ausbildung, die keine Schauspiel- oder Tanzschule vollständig ersetzen konnte.
Als 200 Fans für manche schon fast zu viele waren
Nach dem Konzert kamen die niederländischen Fans selbst zu Wort. Eine junge Frau betrachtete die steigende Bekanntheit mit gemischten Gefühlen. Früher hätten ungefähr 40 Menschen nach einem Auftritt gewartet, inzwischen seien es bereits rund 200. Dadurch bleibe viel weniger Zeit, persönlich mit den Bandmitgliedern zu sprechen. Ihre Ehrlichkeit zeigt ein Gefühl, das viele frühe Fans erfolgreicher Künstler kennen: Man wünscht seinen Lieblingen den Durchbruch und trauert gleichzeitig um die Nähe, die mit jedem neuen Fan ein wenig kleiner wird.
Vierzig Fans konnten nach einem Clubabend vielleicht noch einzelne Gespräche führen, Geschenke überreichen und erleben, dass die Band vertraute Gesichter wiedererkannte. Bei 200 Wartenden musste alles schneller gehen, und niemand wusste, wie groß die Menge im nächsten Jahr sein würde. Die holländische CITA-Dokumentation von 1994 zeigt damit den Beginn eines Wandels. Erfolg bedeutete für CITA mehr Möglichkeiten, für ihre treuesten Anhänger jedoch auch längere Abstände und kürzere Begegnungen.
Eine andere Zuschauerin erzählte, dass sie eigens im Disneyland Paris Geschenke für die Jungs gekauft hatte. Dahinter steckt jene liebevolle Ernsthaftigkeit, mit der Fans persönliche Präsente auswählten. Es ging nicht darum, irgendeinen Gegenstand zu überreichen, sondern etwas zu finden, das besonders genug erschien, um in Erinnerung zu bleiben. Ob Benjamin, Bastiaan, Eloy oder Lee das Geschenk später tatsächlich lange behielten, ließ sich kaum kontrollieren. Wichtig war der Moment, in dem es die eigenen Hände verließ.
Der Reporter stellte schließlich eine Frage, deren Antwort heute beinahe rührend wirkt: Würden die Jugendlichen CITA auch in 20 oder 30 Jahren noch mögen? Eine fast 19-jährige Zuschauerin erklärte, ihr Gefühl halte noch immer an. Ihre Mutter war allerdings skeptisch und glaubte offenbar, dass es mit der Band nichts mehr werden könne, sobald weniger Fans zu den Konzerten kämen. Die Zeit hat diese Prognose auf besonders charmante Weise widerlegt. Jahrzehnte später werden die Aufnahmen noch immer angesehen, gesammelt und besprochen.
Gerade deshalb besitzt die holländische CITA-Dokumentation von 1994 heute einen Wert, den damals niemand vorhersehen konnte. Sie bewahrt die Fans, bevor aus 200 Wartenden viel größere Menschenmengen wurden, und zeigt die Band, bevor internationaler Erfolg ihre öffentliche Geschichte veränderte. Die holländische CITA-Dokumentation von 1994 ist damit zugleich Fanporträt, Bandgeschichte und Momentaufnahme eines unmittelbar bevorstehenden Durchbruchs. Unter diesem Beitrag kannst Du die seltene Dokumentation noch einmal ansehen. Wer anschließend weiter in Erinnerungen eintauchen möchte, findet die DVD „Remember Caught In The Act“ hier.* Vor allem bleibt jedoch die schöne Erkenntnis, dass die fast 19-jährige Zuschauerin mit ihrem Gefühl recht behielt: Manche Fanliebe verschwindet nicht – sie bekommt nur mit den Jahren eine besonders gute Geschichte dazu.
Holländische Dokumentation über Caught In The Act und ihre Fans 1994:
Eloy de Jong blickt auf ein Leben zurück, das berührt, inspiriert und zeigt, wie viel Stärke in einem Menschen stecken kann. Seine neue Biografie zeichnet seinen Weg vom Kind aus Den Haag, das in der Schule häufig aneckte, bis hin zu einem der erfolgreichsten Schlagerkünstler Deutschlands nach – und erzählt dabei von all den Momenten, die ihn geprägt haben.
Das Buch nimmt dich mit zu seinen ersten Jahren als Tänzer, den Zeiten des Zweifelns und der Ausgrenzung und natürlich zu dem Tag, an dem er beim Casting für Caught in the Act sein Leben für immer veränderte. Aber auch die weniger glamourösen Seiten kommen vor: frühe Misserfolge, der Druck des Ruhms, das Ende der Boyband und die Suche nach einer neuen Richtung.
Besonders bewegend sind die Kapitel über seine bedeutenden Beziehungen – unter anderem zu Stephen Gately und Carlo Boszhard – sowie über seinen größten privaten Wegabschnitt: das Leben als Teil einer Regenbogenfamilie, die Geburt der Zwillinge und der schmerzhafte Abschied von Milon.
Die Biografie beleuchtet ebenso seine Rückkehr ins Rampenlicht, den Solo-Erfolg mit „Kopf aus – Herz an“, seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und seine wachsende Rolle als inspirierende Stimme in der LGBTQ+-Community. Ergänzt wird das alles durch eindrucksvolle Fotos und viele persönliche Einblicke, die Eloys Entwicklung greifbar machen.
Für alle Fans von Caught in the Act, Schlagerliebhaber oder Menschen, die Eloy schon lange begleiten, ist dieses Buch ein emotionales und sehr aufrichtiges Porträt eines außergewöhnlichen Lebenswegs.
Das erwartet dich im Buch:
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