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Es braucht erstaunlich viel Mut, einem früheren Boyband-Star vor laufenden Kameras zu sagen, dass man sich in ihn verschossen hat. Der 19-jährige Marco wagte diesen Schritt 2002 in der Oliver Geissen Show. Er hatte Eloy de Jong zuvor auf dem Kölner Weihnachtsmarkt getroffen und wünschte sich, ihn noch einmal wiederzusehen. Was Marco zu diesem Zeitpunkt nicht ahnte: Eloy wartete bereits hinter den Kulissen und sollte gleich auf die Bühne kommen. Aus einer geplanten Überraschung für den Sänger wurde damit innerhalb weniger Minuten ein Moment, der vor allem den jungen Fan vollkommen sprachlos machte.

Die Oliver Geissen Show schenkte Eloy und Marco mehr als eine kurze Wiederbegegnung. Marco fragte vorsichtig, ob Eloy vielleicht einmal privat mit ihm einen Kaffee trinken gehen wolle. Eloy reagierte herzlich und hatte einen eigenen Vorschlag vorbereitet: Im März sollte sein erstes Konzert seit vier Jahren stattfinden, und Marco war als Ehrengast eingeladen. Weil bis dahin noch mehr als drei Monate vergehen würden, wollte Eloy außerdem noch am selben Abend mit ihm an einer Bar etwas trinken und in Ruhe reden. Anschließend trat er mit „We Can’t Go Back“ auf. Für Marco dürfte dieser Tag ungefähr so verlaufen sein, als hätte jemand einen schüchternen Wunsch genommen und daraus gleich ein komplettes Fanpaket gemacht.

Die Oliver Geissen Show begann mit einem mutigen Geständnis

Oliver Geissen kam zu Beginn ohne lange Umwege zur entscheidenden Frage: In wen hatte sich Marco verschossen? Der junge Gast erklärte, es handle sich um einen Sänger, der früher bei Caught In The Act gewesen sei. Schon diese Formulierung dürfte vielen Zuschauern verraten haben, in welche Richtung die Geschichte ging. Die Oliver Geissen Show lebte schließlich von persönlichen Wünschen, überraschenden Begegnungen und jenen Sekunden, in denen ein Gast noch nicht wusste, dass die gesuchte Person längst ganz in der Nähe war.

Marco erzählte von seiner Begegnung mit Eloy auf dem Kölner Weihnachtsmarkt. Zwischen Lichterketten, Glühweinduft und dichtem Adventstrubel hatte er einen Menschen getroffen, den er zuvor als Mitglied einer erfolgreichen Boyband gekannt hatte. Das Erlebnis war offenbar stark genug, dass er Eloy wiedersehen wollte. Die Sendung gab ihm dafür eine Bühne, auch wenn der Gedanke, vor Studiopublikum über einen persönlichen Schwarm zu sprechen, vermutlich deutlich nervenaufreibender war als eine zufällige Begegnung zwischen Weihnachtsbuden.

2002 war ein solches öffentliches Geständnis keineswegs selbstverständlich. Marco sprach offen darüber, dass sein Schwarm ein Mann war, und tat dies in einer großen Nachmittagstalkshow. Die Sendung behandelte seinen Wunsch nicht als Pointe, sondern als Anlass für eine echte Begegnung. Die Oliver Geissen Show schuf damit einen Moment, in dem ein junger schwuler Fan seine Gefühle zeigen durfte, ohne dass sie kleingeredet werden mussten. Gerade aus heutiger Sicht ist diese Selbstverständlichkeit ein schöner Teil der Szene.

Gleichzeitig blieb die Situation natürlich aufregend. Marco konnte nicht wissen, wie Eloy reagieren würde oder ob er sich überhaupt an das Treffen erinnerte. Namen verschwinden in einem vollen Staralltag schnell, während ein kurzer Weihnachtsmarktmoment für einen Fan jahrelang Bedeutung behalten kann. Das Wiedersehen machte genau diese unterschiedliche Perspektive sichtbar: Für Eloy war es eine Begegnung unter vielen gewesen, für Marco offenbar eine, die er nicht vergessen konnte.

Als Oliver Eloy schließlich auf die Bühne holte, veränderte sich die Atmosphäre sofort. Marco sah plötzlich nicht mehr nur den Moderator und das Publikum vor sich, sondern den Mann, wegen dem er überhaupt gekommen war. Die Oliver Geissen Show hatte ihre Überraschung sorgfältig aufgebaut. Nun musste Marco innerhalb weniger Augenblicke vom Erzählen ins tatsächliche Gespräch wechseln – eine Herausforderung, bei der selbst sehr vorbereitete Sätze gern spontan den Ausgang suchen.

Eloy erinnerte sich an Marcos Gesicht

Nach der kurzen Begrüßung fragte Oliver, ob Eloy den jungen Mann wiedererkenne. Eloy antwortete ehrlich: Als er die Anfrage erhalten und den Namen gehört habe, sei die Erinnerung zunächst schwierig gewesen. Namen seien nun einmal nicht immer leicht. Als er Marco jedoch sah, erkannte er dessen Gesicht wieder. Die Oliver Geissen Show vermied damit ein übertriebenes Fernsehmärchen, in dem ein Star angeblich jede flüchtige Begegnung sofort vollständig abgespeichert hat. Eloys Antwort wirkte glaubwürdig und zugleich wertschätzend.

Für Marco muss bereits diese Reaktion viel bedeutet haben. Eloy wusste vielleicht nicht auf Anhieb, welcher Name zu der Erinnerung gehörte, doch das Gesicht war ihm vertraut. Ein Fan, der sich gefragt hatte, ob der Weihnachtsmarktbesuch nur für ihn selbst besonders gewesen war, bekam damit eine kleine Bestätigung. Ausgerechnet die nüchterne Ehrlichkeit über vergessene Namen wurde so zu einem warmen Moment.

Dann durfte Marco erklären, was er sich eigentlich wünschte. Er fragte Eloy, ob dieser Lust hätte, mit ihm einmal auf privater Ebene einen Kaffee trinken zu gehen. In diesem Satz steckte viel Mut. Marco verlangte keine große romantische Erklärung und keine dramatische Zusage, sondern formulierte einen einfachen Wunsch nach Zeit und Gespräch. Die Oliver Geissen Show ließ ihm Raum, die Frage selbst zu stellen, statt sie durch den Moderator in eine möglichst spektakuläre Form pressen zu lassen.

Eloy reagierte aufmerksam und respektvoll. Er machte keine Witze über Marcos Gefühle und wich der Situation nicht aus. Gerade bei einer Begegnung zwischen Star und Fan ist diese Haltung wichtig, weil beide Seiten mit sehr unterschiedlichen Erwartungen und Erfahrungen in das Gespräch gehen. Eloy nahm Marcos Offenheit ernst, ohne ein falsches romantisches Versprechen zu geben.

Das Gespräch war deshalb berührend, weil es nicht auf künstlicher Peinlichkeit beruhte. Natürlich war Marco nervös, und natürlich machte die Anwesenheit von Kameras jede Pause größer. Doch seine Gefühle wurden nicht zum Gegenstand eines hämischen Moments. Eloy und Marco begegneten sich freundlich, während Oliver das Gespräch führte und zugleich genug Raum für ihre direkte Reaktion ließ. Die Oliver Geissen Show bewies damit, dass Überraschungsfernsehen emotional sein konnte, ohne einen jungen Gast bloßzustellen.

Aus einem Kaffee wurden Barabend und Ehrengastplatz

Eloy hatte eine Antwort vorbereitet, mit der Marco offenbar nicht gerechnet hatte. Im kommenden März sollte er sein erstes Konzert seit vier Jahren geben, und er wollte Marco als Ehrengast einladen. Für einen langjährigen CITA-Fan war diese Einladung weit mehr als eine Eintrittskarte. Sie bedeutete, einen wichtigen Schritt in Eloys neuer Karrierephase aus besonderer Nähe miterleben zu dürfen. Die Oliver Geissen Show machte aus dem erhofften Kaffee damit zunächst einen Konzerttermin.

Bis zu diesem Auftritt lagen allerdings noch mehr als drei Monate. Eloy wollte Marco nicht so lange warten lassen und schlug vor, noch am selben Abend gemeinsam an die Bar zu gehen und etwas zu trinken. Dort könnten sie in Ruhe miteinander sprechen. Die Oliver Geissen Show schenkte Marco somit genau das, was er sich gewünscht hatte: einen persönlichen Austausch abseits der kurzen Bühnensituation – nur nicht bei Kaffee, sondern etwas später an der Bar.

Die Reihenfolge der Überraschungen war fast gemein effektiv. Zuerst erschien Eloy unerwartet auf der Bühne, dann erinnerte er sich an Marcos Gesicht, danach kam die Einladung zum Konzert und schließlich das Angebot für den gemeinsamen Abend. Marco musste jede neue Information verarbeiten, während die nächste bereits folgte. Die Oliver Geissen Show machte ihn nicht deshalb sprachlos, weil etwas Peinliches geschah, sondern weil sich sein Wunsch in einer großzügigeren Form erfüllte, als er vermutlich zu hoffen gewagt hatte.

Für Eloy war die Einladung zugleich eine charmante Möglichkeit, Grenzen und Offenheit miteinander zu verbinden. Er reagierte nicht mit einer romantischen Zusage, nahm sich aber Zeit für Marco und lud ihn zu einem wichtigen beruflichen Ereignis ein. Das war herzlich, ohne etwas zu versprechen, das der Situation nicht entsprochen hätte. Dieser respektvolle Umgang mit Fanbewunderung wirkt bis heute angenehm.

Auch Marcos Mut sollte dabei nicht hinter Eloys Überraschung verschwinden. Ohne seine ehrliche Frage hätte es diesen Moment nicht gegeben. Vor einem Publikum zu sagen, dass man jemanden attraktiv findet und gern privat treffen würde, verlangt Selbstvertrauen – besonders mit neunzehn und im Fernsehen. Die Oliver Geissen Show belohnte diesen Mut nicht mit einer konstruierten Liebesgeschichte, sondern mit echter Aufmerksamkeit und einem gemeinsamen Abend.

Die Szene besitzt außerdem eine stille Bedeutung für queere Fans. Eloy war für viele schwule Männer nicht nur ein früherer Boyband-Star, sondern eine prominente Person, die offen mit ihrer eigenen Geschichte umging. Ein junger Mann konnte ihm im Nachmittagsfernsehen seine Gefühle gestehen und wurde respektvoll behandelt. Die Oliver Geissen Show präsentierte damit einen Moment, der persönlicher war als eine allgemeine Diskussion über Akzeptanz. Man sah einfach zwei Männer, die offen und freundlich miteinander sprachen.

„We Can’t Go Back“ machte das Wiedersehen komplett

Eloy war nicht nur wegen des Gesprächs in die Sendung gekommen. Er trat außerdem mit seinem Solo-Titel „We Can’t Go Back“ auf. Der Song passte auf beinahe poetische Weise zu dieser Phase: Die Zeit mit Caught In The Act lag zurück, doch Eloy stand wieder auf einer Fernsehbühne und bereitete sein erstes Konzert seit vier Jahren vor. Die Oliver Geissen Show verband somit eine persönliche Überraschung mit einem musikalischen Neustart.

Für Marco bekam der Auftritt eine besondere Bedeutung. Er sah Eloy nicht mehr nur aus der Perspektive eines Fans, der ihn zufällig auf einem Weihnachtsmarkt getroffen hatte. Nun kannte er die Einladung für den späteren Abend und wusste, dass er beim kommenden Konzert Ehrengast sein würde. „We Can’t Go Back“ wurde in der Oliver Geissen Show dadurch zum Soundtrack eines Tages, an dem sein Wunsch unerwartet konkrete Formen angenommen hatte.

Auch für frühere CITA-Fans war Eloys Soloauftritt emotional. Viele hatten Lee, Bastiaan, Benjamin und Eloy jahrelang als feste Einheit erlebt. Nach der Trennung mussten sie lernen, jeden der vier auf einem eigenen Weg zu begleiten. Eloy zeigte sich als Solokünstler, der nach längerer Konzertpause wieder auf die Bühne zurückkehrte und zugleich die Verbindung zu seinen Fans nicht verloren hatte.

Der Titel „We Can’t Go Back“ klingt nach Abschied, aber ebenso nach Bewegung. Man kann nicht in die frühere Zeit zurückkehren, doch man kann Erinnerungen mitnehmen und neue Begegnungen zulassen. Genau das geschah an diesem Tag. Die Oliver Geissen Show holte einen CITA-Fan und einen ehemaligen CITA-Sänger zusammen, ohne so zu tun, als sei seit den Neunzigern nichts geschehen. Beide trafen sich in einem neuen Kapitel.

Heute wirkt die Aufnahme wie eine kleine Zeitkapsel des Nachmittagsfernsehens. Talkshows konnten laut, konfliktreich und gelegentlich ziemlich gnadenlos sein. Dieser Ausschnitt zeigt eine andere Möglichkeit: Ein persönlicher Wunsch wurde ernst genommen, ein Star reagierte freundlich, und am Ende stand Musik. Die Oliver Geissen Show brauchte für diesen Moment weder Streit noch künstliche Empörung. Marcos Nervosität und Eloys warme Antwort lieferten genug Gefühl.

Wer mehr über Eloys Lebensweg, seine CITA-Zeit und die Jahre danach erfahren möchte, findet sein Buch „Egal was andere sagen“ bei Amazon. Der Titel passt auch zu Marcos Auftritt: Er sagte offen, wen er mochte und was er sich wünschte, obwohl die Situation öffentlich und aufregend war. Diese Ehrlichkeit machte die Begegnung möglich.

Am Ende bleibt kein klassisches Fanmärchen mit übertriebener romantischer Pointe. Es bleibt etwas Glaubwürdigeres und vielleicht Schöneres: Marco durfte Eloy wiedersehen, seine Einladung aussprechen und erleben, dass sein Mut respektiert wurde. Eloy schenkte ihm Zeit, einen gemeinsamen Abend und einen Ehrenplatz bei seinem Konzert. Die Oliver Geissen Show machte aus einer Weihnachtsmarkt-Erinnerung einen Fernsehmoment, der noch Jahre später berührt – nicht weil jemand eine perfekte Antwort gab, sondern weil beide offen und freundlich miteinander umgingen.

Eloy in der Oliver Geissen Show mit „We can’t go back“:

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